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Am Montag haben wir noch einmal versucht herauszufinden, ob nun Yosch oder der Herausgeber glaubenswürdiger ist. Eine heisse Spur ist der Todesfall von Solgrub und der Selbstmordversuch von Yosch (Ich gehe jetzt einfach davon aus, dass es ein Selbstmordversuch war). Yoschs Selbstmordversuch kann entweder als ein Schuldgeständnis (schlechtes Gewissen) verstanden werden, oder sein Ehrgefühl unterstreichen (er hat keine andere Wahl, wenn er seine Unschuld nicht beweisen kann und nicht unehrenhaft entlassen werden will). Die Entscheidung, wie Yoschs Handlung versanden wird, hängt sehr vom Leser ab. Solgrub (auch hier muss ich ohne Beweis davon ausgehen, dass er wirklich gestorben ist) ist laut Yosch an der Droge gestorben. Wenn Yosch wirklich ein Mörder ist, warum ist Solgrub dann tot? Wir haben ihm am Montag zunächst einen Selbstmord unterstellt, denn Solgrub leidet sehr an den Kriegsverbrechen, die er begangen hat. Dazu passt allerdings nicht, dass er an einem Herzstillstand starb. Also, entweder er hatte aus gesundheitlichen Gründen einen Herzstillstand, oder es gab ihn gar nicht, oder er stirbt nicht - oder Yosch hat recht.
Anschließend lasen wir einen Text von einer Frau Dr. Fischer zu der Lektüre. Sie erwähnt zwei Ansätze, wie das Buch zugeordnet werden kann: einen phantastischen und einen analytischen Ansatz. Wir waren jedoch fast alle der Meinung, dass es im „Meister des Jüngsten Gerichts“ nicht um eine phantastische Handlung geht. Auch die von Dr. Fischer erwähnte Metaphysik fanden wir übertrieben. Doch zu Elementen von Detektivroman, Fantasy - Roman und Thriller im Buch kommen wir am Donnerstag.