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Es war der Tag vor der Facharbeitsabgabe. Die tatsächliche Schülerzahl ließ zu wünschen übrig und die Anwesenden bestachen mit guter Laune und Vitalität der ganz besonderen Art. Zeitgleich mit dem überraschenden Hoch des K-Kurses hatten der Geräuschpegel im 2.OG und die Fülle im Kollegstufenzimmer ein neues Tief erreicht.
Der Deutsch-LK war gerade dabei sich von den Nachwirkungen des Phonem-Fiebers zu befreien, ein Leiden, das sich in keuchhustenähnlichen Geräuschen äußert. Die Ansteckungsgefahr ist nicht gering und immun ist kaum jemand, es sind allerdings Fälle von chronischer Unlust bekannt bei denen das Fieber keine Wirkung zeigte.
Ansonsten gibt es sicherlich einige Leute (oder war es ein Leut, ich weiß nicht mehr genau - nein, keine Sorge keine Nachwirkung des Phonem-Fiebers, das muß ein Gendefekt sein) die schon fast wahnsinnig vor Wissensdurst sind und für die es nur noch die eine Frage gibt: Was zum ... ist ein Morphem?
Es ist das kleinste bedeutungstragende Element der Sprache.
Es kann inhaltliche Bedeutung haben und wenn dann kann es auch noch selbständig (z.B. Katze, solche Wörter die man nicht mehr zerlegen kann, die aber trotzdem allein stehen können) oder eben nicht selbständig sein (z.B. Präfixe die nicht allein stehen können wie un-, oder ent-).
Bei grammatischer Bedeutung dient ein Morphem v.a. der Flexion (z.B. kann ich mit Hilfe von Morphemen ein Substantiv im Singular zu einem Substantiv im Plural machen: -en, -e, -er). Ableitungsmorpheme machen aus einem Wort ein anderes Wort einer anderen (jetzt haltet euch fest) Wortart (ich kann zum Beispiel aus einem Verb ein Substantiv machen indem ich das Morphem -ung dranhänge).
Dann gab's noch ein paar Begriffe: Strukturalismus, Langue und Parole.
Entschuldigt das abrupte Ende, aber ... egal.
Ein Beitrag von Jacqueline am 30.01.05 11:58