Schuljahresendrituale III (Feiern)

Von: | 31.7.2015
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Eine besonders schöne Sache an der Schule ist die Taktung des Jahres. Es gibt jedes Jahr im Sommer eine große Pause, in der man tief Luft holen kann und nach der man mit aufgeräumtem Schreibtisch und Gemüt wieder anfangen kann. Das wird an allen Schulen, die ich kenne, auch mehr oder weniger gefeiert. Da sind die alljährlichen Projekttagen, jene abgewrackte und heruntergekommene Form des Projektunterrichts aus der Reformpädagogik, und da gibt es die Lehrerfeier. Bei einer Kollegin an einer anderen Schulen ist das als abendliche Grillparty angelegt, bei der der Hausmeister grillt und viele bis spät in die Nacht sind.… Weiter lesen »

Schuljahresendrituale II (Taschen und Fächer ausleeren)

Von: | 31.7.2015
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In amerikanischen Fernsehserien sehe ich gelegentlich, dass Menschen, die ihren Arbeitsplatz wechseln, mit großen Kartons voller Arbeitsmaterial das Gebäude verlassen. Nun wechseln Lehrer ihre Arbeitsstelle eher selten, und einen Arbeitsplatz an der Schule haben auch nicht alle. Aber man muss doch jedes Jahr seinen Kram aufsammeln, das kleine Fach leeren, das jeder Lehrkraft eigen ist, und das Zeug mit nach Hause nehmen – um es nach den Sommerferien wieder zurück zu tragen. Bei mir sind das meist mehrere Tage, an denen ich die Schultasche vollmache mit Zeug. Oben abgebildet ist die Fuhre des letzten Tages, ausgekippt auf meinem erweiterten Schreibtisch,… Weiter lesen »

Filme am Ende

Von: | 28.7.2015

Ja, auch ich schaue am Ende des Schuljahres Filme. Zuerst haben wir uns die Strandszene aus Jaws angeschaut, knapp 5 Minuten, findet man schnell im Web. Dann haben die Schülerinnen und Schülern gesammelt, was ihnen aufgefallen ist. Im Deutschunterricht sollen die Schüler ja das genaue Hinschauen üben, das Abstrahieren von Einzelbeobachtungen, und das Deutung ganzer Texte – ob es sich um Gedichte, Verträge, Gesetze, Kurzgeschichten oder Filme handelt. Und jetzt eben mit Jaws. Danach sahen wir uns diese Analyse zur Strandszene an: Und danach wiederum verglichen wir die Positionierung der Elemente im Bild beim schnell geschnittenenen Mad Max: Fury Road… Weiter lesen »

Informatik: Abschluss des Programmierprojekts in der 11. Klasse

Von: | 24.7.2015
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Zum Abschluss der letzten Wochen Programmierarbeit habe ich eine Kiste Club Mate spendiert. (Der Kollege mit Auto war so nett, sie für michmitzubringen.) Club Mate ist eine alkoholfreie kohensäurehaltige Limonade auf Basis der Mate-Pflanze. Sie enthält halb so viel Zucker wie Cola und doppelt so viel Koffein. In manchen Kreisen ist sie als „Hackerbrause“ bekannt und hat den Ruf, unter Programmieren recht beliebt zu sein. Ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht, aber auf dem einen Usergroup-Meeting, auf dem ich war, gab’s das jedenfalls. Und weil die Schülerinnen und Schüler in den letzten zwei Monaten viel programmiert haben – am… Weiter lesen »

Zockstöckchen

Von: | 21.7.2015

Jan-Martin Klinge hat mir Fragen gestellt, die seinerseits ihm gestellt wurden. Diesmal geht es um Computerspiele. (Als ich ein Kind war, war „zocken“ nur mit Glücksspiel assoziiert. Heute bedeutet es „Computerspiele spielen“. Sprachwandel in action. Was war dein allererstes Computerspiel (Konsole o.ä. zählt auch)? Das dürfte so 1973, 1974 gewesen sein. „Table tennis“ auf der ersten kommerziellen Spielekonsole, der Magnavox Odyssey, die mein Vater ins Haus gebracht hatte. Schwarzweiß, auch auf einem Farbfernseher. Um die Spiele bunter zu machen, gab es für jedes Spiel selbsthaftende Folien, die man auf dem Bildschirm anbrachte, und die mit dem Spiel eigentlich nichts zu… Weiter lesen »

Blogparade: Lehrer von morgen heute denken

Von: | 20.7.2015

Als Schüler im Englisch-Leistungskurs beklagte sich der von allen sehr geschätzte Lehrer ein bisschen über die Lehrerausbildung. Den Anlass weiß ich nicht mehr, er erzählte überhaupt immer wieder kleine Geschichten, und das schätzten wir, weil es interessante Geschichten waren, und auf diesem Weg habe ich von ihm viel gelernt – Spike Milligan habe ich über ihn kennen gelernt, Evelyn Waugh, englische Kreuzworträtsel, Private Eye, Haggis. Ob ich Englisch gelernt habe, das weiß ich nicht, das konnte ich ja schon davor recht gut. Jedenfalls erzählte Herr G. von einem Kommilitonen, der eine Art Sprechbehinderung gehabt habe. Ich glaube mich an das… Weiter lesen »