Deutsch, Fundstücke

Erörterung in der Schule, und Essays

Seit vielen Jahren bin ich mit der Textsorte Erörterung in der Schule unzufrieden. Steht hier was dazu,, und hier noch mehr. Die Theorie zu dieser Textsorte – die kenne ich nicht. Nie gelernt, mich auch nie weitergebildet. Ich kenne auch keinen, der dazu gesicherte Informationen hat und nicht nur Alltagserfahrung… vielleicht mal bei Wikipedia schauen.

…uh, nein. Heißt die Erörterung irgendwo tatsächlich noch “Besinnungsaufsatz”? Ich dachte, das Wort vermeidet man seit den 1970ern. Davor trieb man in der Mittelstufe Erörterung, und den Besinnungsaufsatz in der Oberstufe; heute gibt es nur noch die Erörterung. Sag ich mal nichts dazu. (Siehe Dietrich Wolf und Dorothea Klotz, Von der Erörterung zum Reifeprüfungsaufsatz. 3000 Aufsatzthemen, Frankfurt am Main 1966, in altem Blogeintrag mal beschrieben.) Und was da über die textgebundene Erörterung steht, gilt in Bayern nicht.
Auch sonst sind keine Links zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Erörterung da, schade. Da gibt es sicher Untersuchungen, wenn auch keine Fortbildungen.

Nachdem ich mich also nie wissenschaftlich mit der Erörterung beschäftigt habe, hier mein Bauchgefühl, was die Schüler daran lernen sollen: Sie sollen lernen, a) gute Argumente zu erkennen und zu verwenden, b) Argumente auch erfolgreich zu versprachlichen und c) dass die Dinge manchmal kompliziert sind. Ist die Erörterung das beste Mittel, diese drei Ziele zu erreichen? Meine Intuition sagt: nein. Werden diese drei Ziele denn erreicht? Sagen wir mal so: Im bayerischen Abitur war die reine Erörterung kein besonders beliebtes Thema.

Dass die Dinge manchmal kompliziert sind, lässt sich am ehesten in der Auseinandersetzung mit anderen Meinungen erfahren; in der Praxis der Erörterung führt das eher dazu, dass man schreibt, was man nicht glaubt, weil es der Lehrer so will.
Wie man Argumente versprachlicht, lernen die Schüler zu oft an Hand einer Reihe von Floskeln, die sie zu verwenden haben, und brav verwenden, gerade bei den Überleitungen. “Am wichtigsten ist jedoch”, “Ganz besonders wichtig ist aber”.
Und was ein gutes Argument ist – dazu sollte man erst mal lernen, was ein non sequitur ist, ein ad hominem, ein argumentum ad verecundiam. Im G9 habe ich das auch noch ein bisschen gemacht, Schopenhauers Eristische Dialektik gelesen.

Aber gut, soll sein, soll sein. Ich kenne ein paar Deutsch-Kolleginnen und -Kollegen, die das anders sehen, die schwören auf die Erörterung. (Und raten den meisten Schülern davon ab, im Abitur diese Aufgabensorte zu wählen.)

Immerhin gibt es seit ein paar Jahren Alternativen zur Erörterung, im Lehrplan und im Abitur. Schüler und Lehrer werden erst langsam warm damit, aus Gründen, zugegeben. Während im letzten Lehrplan des G9 noch von Aufsatzarten die Rede war (“Erörterung”), geht es im aktuellen Lehrplan um Fertigkeiten (“erörtern, begründen”). Und die kann man in verschiedenen Textsorten demonstrieren. Außerdem gibt es “informierendes” Schreiben. Das führt zu einer Vielzahl neuer, mehr oder weniger geglückter Aufsatzvarianten: Rede, Vorwort zu Ausstellungskatalog, Theaterprogramm, Lexikoneintrag, und eben auch Kommentar und Essay.

Was auch immer man unter einem Essay versteht und wie auch immer man ihn benotet.

Im Moment übe ich Essays mit der 11. Jahrgangsstufe. Die Schülerinnen und Schüler sind erleichert, dass sie etwas schreiben dürfen, dass nicht krampfhaft antithetisch-dialektisch-synthetisierend sein muss. Ohne das Korsett des Arguments mit Behauptung-Begründung-Beispiel. Tatsächlich mal schreiben dürfen, was man will. Ohne die – gefühlte, hoffentlich nie bewusst durch Lehrer vermittelte – Notwendigkeit, geschwollen daherzureden, Fremdwörter zu benutzen, lange Sätze zu machen. Ich habe mit den Schülerinnen ein paar Essays angeschaut und wir haben verglichen, was ihnen aus der Erörterung bekannt vorkommt und was so in der Erörterung nicht stehen dürfte. Zu letzterem zählten lauter einfache, klar, deutliche Aussagen, über die ich mich so in in jeder Erörterung freuen würde.
Allerdings haben die Schüler auch gleich gemerkt, dass das Schreiben ohne starres Gerüst schwieriger wird. Also lesen wir jetzt gemeinsam Essays und Kommentare; ich glaube, dass man am besten am Vorbild lernt. Bei der Erörterung geht das ja nicht, weil es die in freier Wildbahn nicht gibt, weil sie dort auch nicht überleben könnte, öde wie sie ist.

Das Lesen von Essays macht den Schülern Spaß. Ich habe nur noch nicht genug Beispiele – die meisten Essays, die ich kenne und schätze, habe ich nur im englischen Original. Hat jemand Vorschläge? Der ideale Beispielessay für die Schule ist kurz, sprachlich und gedanklich originell, demonstriert weder noch verlangt zu viel Hintergrundwissen. Blogeinträge zählen auch.

Essayvorschläge, zu ergänzen:

  • Heinrich von Kleist, “Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden”
    Gut, aber als Aufsatz-Vorbild schwierig, da man so etwas nur schreiben kann, wenn man sich bereits viel Gedanken zum Thema gemacht hat
  • Charles Lamb, “A Dissertation Upon Roast Pig”
    Schon besser, da Allerweltsthema. Beim Lesen bekam ich richtig lustig darauf, Schweinebraten zuzubereiten. Deutsche Übersetzung ist in der Post.

Ich habe schon ein paar mal in diesem Blog ein kleines Buch von Birgit Lahann erwähnt, Abitur. Von Duckmäusern und Rebellen – 150 Jahre Zeitgeschichte in Aufsätzen prominenter Deutscher (1982). Neben viel Kommentar, Zusammenfassung, Beschreibung enthält der Band viele – zu wenige – zumindest teilweise wiedergegebene Abituraufsätze. Keiner davon sieht aus wie eine moderne Erörterung. Als Essay würden sie alle durchgehen, auch in den Fällen, in denen es um Literaturiterpretationen geht- sie enthalten rhetorische Mittel und durchgehend ein sehr deutlich sich positionierendes Ich. Dieses “ich” treiben wir den Schülern in der Erörterung aus.

Ich hätte jedenfalls gerne mehr solcher Essays-Besinnungsaufsätze als Erörterung. Kann man dabei die Dinge, die man an der Erörterung lernen soll, besser lernen als mit der Erörterung? Oder andere, wichtigere Dinge? Wenn nicht, dann ist die Erörterung wichtiger, keine Frage.

Standard
Fundstücke

Brighton 2015

Ich bin gerade wieder mal in Brighton. Gegessen habe ich schon: Fish und Chips, indisch (das nicht besonders gut war, tse, und das in England – vielleicht bin ich auch anspruchsvoller geworden), Fig Rolls und Garibaldis (was zwei leckere Kekssorten sind), Burger (nicht besonders, aber das sind sie nie), feine englische Küche (sehr gut). Und noch viel mehr, ich führe ja nicht Buch. Unter anderem poutine, das eine berüchtigte Spezialität aus Québec ist und der ich zum ersten Mal in einem kanadischen Kochbuch begegnet bin, das ich in einem Museum für…. führt zu weit. Das sah so aus:

brighton2015_poutine

(Bild von Frau Rau)

Eigentlich besteht Poutine aus Pommes mit – laut Wikipedia: quietschend jungem – Käse und Bratensoße und hat keinen guten Ruf. Nu, schlimmer als die Dönerboxen mit Pommes unten und Döner und Zeug oben drauf kann es auch nicht sein. Mein englisches Poutine kam von einem Käsestand “Fresh from the Alps”, der Raclettekäse anbot, also so mit halben Käselaiben überm Grill. Pommes, zwieblige Soße, Raclettekäse, französische Wurst. Nicht schlecht.

Ein Muss ist immer die Wanderung am Undercliff Walk zum nächsten Städtchen im Osten. Bei zwei Stunden Spaziergang (vermutlich trifft dieser von Frau Rau bevorzugte Begriff es besser) sieht man allerlei Strandgevögel, diesmal Dohlen, Möwen, Strandpieper (rock pipit), Stare. Sonst gerne noch mehr, diesmal war das alles. Hier Möwenbrut:

brighton2015_moewen

Danach geht es dann hinauf zu den Kipling Gardens, einem kleinen Park zu einem Haus, in dem Kipling einige Jahre gelebt und geschrieben hat.

brighton2015_kipling1

brighton2015_kipling2

Dort Rotkehlchen, Möwen, Tauben, Saatkrähen (rooks, nicht crows), und der hier, den ich zu Hause mal nachschlagen muss:

brighton2015_kipling_bird

Danach eine Pint in einem der Pubs oben, und dann mit dem Bus an der Steilküste entlang zurück nach Brighton.

Aber gemerkt: Bevor ich wieder mal Englisch unterrichte (Schuljahr 2016/17, denke ich), möchte ich ein paar Wochen Urlaub allein in England machen, um wieder flüssiger zu werden.

Standard
Fundstücke

Quick! Somebody’s wrong on the internet! Again!

Sehr viel kommentiert ist der Beitrag “Das Informatik-Schulbuch meiner Töchter: Werft es weg – oder schafft den Informatik-Unterricht ab, denn so kann man auch gut darauf verzichten!” von Sandra Schön, und die Meinung der meisten Kommentare deckt sich nicht mit meiner. Da dort aber niemand meine verhaltenen Einwände zum Anlass einer Diskussion nimmt, möchte ich ich mich hier auslassen.

Also: Der Titel ist hoffentlich hyperbolisch, weil natürlich grundfalsch. Die Alternative “Informatikbuch wegwerfen” oder “Informatikunterricht abschaffen” ist vielleicht aus Sicht des Steuerzahlers sinnvoll (wenn ein Buch nicht genug genutzt wird, sollte man nichts dafür ausgeben), oder für jemanden, der Onlinekurse verkaufen will (der ist natürlich gegen Bücher), aber für jede Lehrkraft ist das Schulbuch ein Werkzeug unter vielen, und die Lehrkraft entscheidet, welche der zur Verfügung stehenden Werkzeug sie einsetzen will. Man kann ganz mit dem Buch arbeiten, gar nicht mit dem Buch arbeiten, oder sich einzelne Kapitel herauspicken. Bei mir ist das von Fach zu Fach und von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe unterschiedlich, abhängig von der Qualität des Buchs, der anderen Werkzeuge, meinem Unterrichtsstil, den Unterrichtsinhalten und der Klasse. Man kann jedenfalls auch parallel “Informatikunterricht nicht abschaffen” und “Informatikbuch manchmal verwenden”.

Was stört Sandra Schön denn genau am Buch? Ganz wird mir das nicht klar, sie hat sich auch wohl nur die erste Hälfte des Buchs angeschaut, das für die 6. und die 7. Jahrgangsstufe gedacht ist; an dem großen Kapitel Algorithmik hat sie nichts auszusetzen. Es sind aus meiner Sicht Kleinigkeiten, und in den Kommentaren werden noch mehr Kleinigkeiten genannt, jedem fehlt sein persönliches Steckenpferd. Hauptpunkt: Technisch ist das nicht auf der Höhe. Da gibt es Einstellungen zur Verbindung eines Rechners mit dem Internet (die man heute nicht mehr braucht, wo das Internet einfach aus der Steckdose kommt). Audio-CDs werden – ganz am Rand – erwähnt und Diskettenlaufwerke abgebildet. Ich sehe das dramatische Problem dabei nicht. Später machen wir mit den Schülern auch Bubblesort und das Wasserfallmodell, obwohl beide in der Praxis keine oder keine große Rolle mehr spielen.

Recht hat Schön aber völlig, wenn es ums Internet und die Verhaltensregeln darin geht. Da ist das Buch von 2004 veraltet, und der Lehrplan, auf dem das Buch basiert, ebenso, und der neue wird kaum besser werden.

Außerdem stört Schön, dass so früh mit Objektorientierung begonnen wird, einem zentralen Gedanken des Lehrplans. Und ich denke, da liegt der Knackpunkt: Schön gefällt das Fach Informatik, so wie es der Lehrplan vorsieht, nicht. Deswegen fällt ihr auch die reißerische Drohung mit der Abschaffung des Fachs leicht.

Für mich zeigt das Buch schön (unabhängig davon, dass es veraltet ist), wie einfach es dem System Schule gelingt, ein eigentlich cooles Thema didaktisch “aufzuarbeiten”, dass es dann einfach nur – unspannend ist.

Das ist der Kernpunkt. Und das Problem dahinter sehe ich auch. Aber ich habe schon mal ein Problem mit der Prämisse, dass Informatik, oder irgendwas mit Internet, oder was auch immer genau gemeint ist, “eigentlich cool” ist. Natürlich finde ich Informatik cool. Das gilt genauso für Deutsch und Englisch, meine anderen Fächer. Die finde ich auch eigentlich cool, und die Schüler irgendwie eigentlich nicht unbedingt. Und die Sportlehrer finden auch, dass Sport voll cool ist, und doch reißen sich die Schüler nicht alle darum. Und Kunst. Und Musik. Wieso sollte das bei Informatik groß anders sein? Informatik ist nicht inhärent cooler als andere Inhalte.

Was kann man da unternehmen? Ich weiß nicht, ob da etwas geht. Man kann natürlich darauf verzichten, Schülern in einem festgelegten Alter/einer Jahrgangsstufe bestimmte Inhalte verpflichtend beizubringen, wenn Schüler nur noch lernen, was sie wollen, oder wenigstens, wann sie wollen. Organisatorisch ist das schwer zu machen. Bleibt also ein Wahlfach Informatik wie in anderen Ländern (in Deutschland gibt es, glaube ich, nur zwei Länder, in denen das Fach Pflicht ist). Dann braucht man keine verbindlichen Lehrpläne, und damit auch keine Bücher. Dann hat man motivierte Schüler. Klar, Mädchen sind dann kaum mehr dabei, und ein Großteil bleibt digitaler Analphabet, aber die werden dann halt andere Wahlunterrichte besuchen.

Oder man verzichtet auf einen Lehrplan und macht einfach schöne Projekte. Optimisten glauben ja, dass man damit auch die Lehrplaninhalte abdecken könnte, so wie man durch die Aufführung von Theaterstücken mit allem, was dazu gehört, auch alle Deutschinhalte abdecken könnte. Ich glaube das nicht. Aber wenn man in der Unterstufe erst mal nur irgendwelche positiv empfundene Sachen mit dem Computer macht, vielleicht kommen dann am Ende doch informatisch gebildete Menschen heraus? Ich bin mir gar nicht sicher, dass das völlig absurd ist. Ich weiß nur nicht, was man im Klassenverband machen kann, das alle als positiv empfinden.

Könnte man auch den Deutschunterricht in der Unterstufe ganz mit Lektüren bestreiten? Nur mit kreativem Umgang damit?

Standard
Fundstücke

Quick! Somebody’s wrong on the internet!

(“Unsäglich” war etwas zu streng. Da habe ich mich im Überschwang hinreißen lassen.)

Ich kann auf Twitter nicht diskutieren. Wenn jemand einen Artikel weiterreicht, erwarte ich keine große Begründung, warum der lesenswert ist; wenn ich den Artikel unsäglich finde, will ich das nicht in 140 Zeichen begründen müssen. Da kann man nichts anderes tun als sich anschreien: “Ich hab recht!”, “Nein, ich!” oder, häufiger, sich die gemeinsame Meinung bestätigen lassen.

Vor gut zwei Wochen schrieb Lisa Becker in der Fazn (online): “Smartphone im Klassenzimmer Zeit für digitale Medien in der Schule“. Inhalt: das Übliche.

Erstens: “Zu ihrer [digital-skeptische Eltern] Beruhigung trägt bei, wenn dort das Handy gar verboten ist. Der Haken an der Sache: Das vielerorts geltende Verbot wird massenhaft unterlaufen, und alle wissen es.”
Mein Problem: Es gibt dieses Handyverbot gar nicht. Schüler dürfen Handys mitnehmen. Und für unterrichtliche Zwecke darf es selbstverständlich eingesetzt werden. Nur – siehe unten – bringt das wenig. Das Problem ist nicht, dass Handys verboten sind – sie sind es ja nicht -, sondern dass man nichts damit anfangen kann, siehe unten.
(Anmerkung: Auf Twitter sagt man mir, es gebe an manchen Schulen – kann nur außerhalb Bayerns sein – tatsächlich Handyverbote, und verspricht mir, eine derartige Hausordnung zukommen zu lassen. Also gut, mal sehen.)
Ich halte es jedenfalls für kontraproduktiv, immer wieder gegen das Handyverbot zu wettern, weil damit Eltern, Schülern und Lehrern suggeriert wird, es gäbe eines.

Zweitens: “Die Schule als analoges Idyll, in dem Kinder und Jugendliche fernab von Elektronik konzentriert und ohne Ablenkung lernen.”
Mein Problem: Es gibt dieses Idyll nicht. Wir haben Beamer, Rechner und Internet in jedem Klassenzimmer; die Schüler sollen mit Moodle arbeiten (und mögen das gar nicht). Ob gut oder schlecht, Schule ist schon lang kein analoges Idyll mehr.

Drittens: “Viel zu selten treffen Jugendliche auf Erwachsene, die ihnen im Umgang mit digitalen Medien auf Augenhöhe begegnen und ihnen ein Vorbild sein können.”
Mein Problem: Liegt an meiner Filterblase, ich kenne halt viele solche Erwachsene. Die nehmen sich Schüler nur wenig zum Vorbild.

Viertens: “Dazu braucht es freilich Lehrer, die bereit sind, sich auf die digitalen Medien einzulassen. Diejenigen, die das tun, berichten viel Gutes.”
Ja, schon. Ich bin bei vielen Berichten, die ich lese, skeptisch.

Fünftens: “Die digitalen Medien sind gut geeignet, Schüler aus ihrer passiven Rolle herauszuführen, sie fördern selbständiges und kooperatives Lernen.”
Mein Problem: Glaube ich insofern nicht, als “gut” heißt “besser als ohne”. Es gibt selbstständige und kooperative Lerner, und andere. 2003 habe ich eine Facharbeit zum Thema Blogs in der Schule vergeben, da hieß es in der spärlichen Skeundärliteratur auch, wie sehr Blogs das Schülerleben revolutionieren, weil Schüler so gerne über sich selber schreiben. Bitte was? dachte ich mir damals schon. Ich warte noch auf die Revolution.

Sechstens: “Schulen, die sich mit dem Thema immer noch nicht tiefgehend beschäftigt haben, laufen Gefahr, teure Geräte anzuschaffen, ohne sie sinnvoll zu nutzen.”
Mein Problem: Solange eine Schule für 2000 Schüler und Lehrer eine Internetverbindung hat, die halb so schnell ist wie meine zu Hause (und selbst die ist nicht besonders schnell), brauchen wir über sinnvollen Nutzen nicht zu reden. Wir können nicht Schüler von zu Hause aus auf das Schulnetz zugreifen lassen, Schüler individuell Videos anschauen lassen, WLAN anbieten. Wenn das mal da ist, reden wir weiter. Ohnehin sind die Geräte nicht das Problem, sondern die Wartung. Solange Lehrer nebenbei Hard- und Software warten, wird das nichts.

Siebtens: “Inzwischen wenden sich nur noch ganz wenige Lehrer grundsätzlich gegen den Einsatz der neuen Medien im Unterricht. Allerdings fühlen sich die meisten unsicher und wissen nicht, was man mit ihnen machen kann.”
Siehe oben. Ohne Internet geht wenig. Ohne digitale Schulbücher auch nicht. Könnte sich jemand bitte darum kümmern, dass wir sinnvolle digitale Schulbücher kriegen? Die digitalen Bildungseuphoriker, die ich kenne, halten Schulbücher ohnehin für unnötig, solange es das Internet gibt. Ist für meine Fächer gut (Deutsch, Informatik) oder nicht (Englisch) denkbar, auch für Mathematik kann ich mir das kaum vorstellen, aber, wie gesagt, es gibt kein Internet. Geht es darum, dass die Schüler zu Hause mehr mit “neuen Medien” machen sollen? Die werden uns was husten.

Achtens: “Doch der Wille muss zuallererst der Wille der Pädagogen sein, sie müssen wissen, wie sie die neuen Medien einsetzen.”
Ein weiteres Problem: Ich weiß schon, wie ich sie einsetze. Die wenigstens, die ich möchte, darf ich einsetzen – Urheberrecht und Datenschutz. Aber vielleicht ist da nur Bayern besonders streng.

Fazit: Im Artikel steht nichts von digitalen Schulbüchern, nichts von Breitband, nichts davon, ob die Schüler zu Hause oder in der Schule digital arbeiten sollen (und das halte ich für eine essentielle Frage), nichts von Systembetreuung. Nur der Wille der Lehrer fehle. Fragt mal die Telekom, den Sachaufwandsträger, die Schulbuchverlage und die Rechtsabteilung vom Kultusministerium, wie sehr mein Wille die interessiert.

Standard
Bücher

Bram Stoker, Dracula

Once again we went through that ghastly operation. I have not the heart to go through with the details.

Ehrlich gesagt, das ging mir als Leser auch so.

Lucy Westenra leidet an einer mysteriösen Blutarmut. Der hinzugezogene Professor van Helsing erkennt: da lässt sich allenfalls noch mit einer Bluttransfusion etwas machen, gefolgt von Knoblauch, Kruzifixen und ständiger Beaufsichtigung im Krankenzimmer. Aber irgendetwas geht immer schief mit diesen Vorsichtsmaßnahmen, so dass sich einige Zeit nach Lucys Verlobtem, Arthur Holmwood, auch noch Dr. Seward für eine Bluttransfusion zur Verfügung stellt, und einige Zeit danach van Helsing selber, und einige Zeit danach Quincey Morris. Vier Transfusionen ziemlich rasch hintereinander, das ermüdet auch den Leser. Klar, jetzt sind die vier quasi Blutsbrüder, aber trotzdem.

Teil 1: Harker in Transsilvanien

Dracula1st

Als Leser wissen wir natürlich, wo die Blutarmut herkommt. Im ersten Viertel von Dracula reist der Anwaltsgehilfe Jonathan Harker nach Transsilvanien, um einem Klienten seiner Kanzlei beim Umzug nach England und dem Erwerb einiger Liegenschaften dort behilflich zu sein. Er findet sich bald als einen Gefangenen im Schloss seines Klienten, Graf Dracula, wieder. Am Ende gelingt ihm doch die Flucht. Erzählt wird das in Form der Tagebucheinträge Harkers (allerdings, wie wir später erfahren werden, in Typoskriptform gebracht durch Mina Harker, Jonathans Ehefrau).

Teil 2: Ein unerkanntes Monster neben uns

Das zweite Viertel des Buches spielt hauptsächlich in Whitby, im Nordosten Englands. Lucy Westenra hat gleich drei Verehrer, Arthur Holmwood, John Seward, Quincey Morris. Sie hat eine beste Freundin, Mina Murray, die vergeblich auf Lebenszeichen ihres Verlobten Jonathan Harker wartet, der sich im Auftrag seiner Kanzlei in Osteuropa befindet.
Lucy nimmt den Heiratsantrag Holmwoods an, bleibt den anderen beiden aber freundschaftlich verbunden. Im Laufe der nächsten Wochen geschehen mehrere Dinge gleichzeitig und scheinbar unabhängig voneinander: Ein Geisterschiff strandet in einer dramatischen und ausgezeichnet geschilderten Szene in Whitby; ein Patient in Dr. Sewards Irrenanstalt, Renfield, verhält sich immer merkwürdiger; Lucy schlafwandelt, hat merkwürdige Träume, und leidet an der erwähnten Blutarmut. Vermittelt werden diese Informationen allein in Form von Tagebüchern, Briefen und Zeitungsartikeln, chronologisch geordnet.
Dass es einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen gibt, ist dem Leser klar, weil er a) in unserem Kulturkreis die Geschichte natürlich eh schon kennt und vor allem b) den ersten Teil, Jonathan Harkers Tagebuch, gelesen hat. Spannender wäre es für den Leser vielleicht, hätte er dieses Vorwissen nicht. Allerdings erfahren wir später im Buch, dass all diese Dokumente – Harkers in Kurzschrift verfasstes Tagebuch, die Zeitungsausschnitte und und Briefe, Dr. Sewards Audiotagebuch (auf Wachszylinder gesprochen) – von Mina Harker abgeschrieben und als Dokumentation der Ereignisse chronologisch zusammengestellt worden sind.

Mina holt währenddessen Jonathan aus Budapest ab, der die Ereignisse um Dracula verdrängt hat, und heiratet ihn. Sehr viktorianisch: eine Reihe alter Leute sterben und hinterlassen Erbschaft: Mrs. Westenra (Vermögen geht an Arthur), Arthurs Vater (ab da wird Arthur Holmwood zu Arthur, Lord Godalming), Harkers Arbeitgeber Mr. Hawkins (der ihm Geld und Kanzlei hinterlässt). Nichts davon ist für die Handlung nötig.

Teil 3: Die Natur des Monsters und Aufnahme des Kampfes

Der dritte Teil beginnt damit, dass die Helden erfahren, dass Lucy zum Vampir geworden ist, dass sie den Lucy-Vampir töten, dass sie die eine böse Macht hinter all dem erkennen. Van Helsing und die anderen erfahren von Jonathans Tagebuch und lesen es, in der von Mina abgetippten Fassung; Mina tippt Dr. Sewards Audioaufzeichnungen ab und erfährt, was mit Lucy geschehen ist. Schön: eine ausführliche Beschreibung von van Helsing (Haarfarbe, Vorname), jenseits seiner beeindruckenden Augenbrauen, erhalten wir erst jetzt, als Mina ihn trifft und in ihrem Tagebuch beschreibt. Erwähnenswert: Das Konzept der Untoten oder Vampire wird erst spät – durch den Alleswisser van Helsing – dem Leser und den Charakteren groß erklärt, es darf wohl als einigermaßen bekannt vorausgesetzt werden.

Mina wird für ihre gute Arbeit und ihre männlichen und weiblichen Qualitäten gelobt, und unmittelbar danach wird sie aus der Runde ausgeschlossen. In den Worten ihres Mannes:

I am so glad that she consented to hold back and let us men do the work. Somehow, it was a dread to me that she was in this fearful business at all; but now that her work is done, and that it is due to her energy and brains and foresight that the whole story is put together in such a way that every point tells, she may well feel that her part is finished, and that she can henceforth leave the rest to us.

Teil 4: Nach Mina und Vertreibung Draculas

Die anderen verfolgen die Spuren von Dracula, insbesondere den Aufenthaltsort seiner vielen Reservesärge, die Dracula unbedingt braucht – um zwischendurch zu ruhen? Das wird erklärt, bleibt mir aber unklar. An sich kann er sich auch bei Tageslicht bewegen, ist dann aber weniger mächtig. Jedenfalls machen sie die meisten Särge für Dracula nur unbrauchbar, nur einer entgeht ihnen, und in diesem lässt sich Dracula zurück nach Transilvanien schiffen. Dort wird er, so fürchten die Helden, sich erholen und den nächsten Angriff auf England vorbereiten.
Diese längere Phase ist die uninteressanteste im Buch. Eigentlich verwendet Stoker sie ja auch nur, um die männlichen Helden aus dem Haus zu kriegen. Denn es rächt sich natürlich, dass Mina außen vor bleibt. Während der Suche nach Dracula hat dieser Eintritt in das Haus der Harkers erhalten und ist dabei, Mina zum Vampir zu machen. Nur dem Leser ist vorher aufgefallen, dass Mina als bleich und müde geschildert wird und über unregelmäßigen Schlaf klagt. Als die Helden endlich – mit Renfields Hilfe – kapieren, wo sich Dracula aufhält, und in Minas Schlafzimmer stürzen, sehen sie ein Bild des Grauens. Neben der Ankunft Draculas in Whitby, auf dem Geisterschiff, ist das die zweite äußerst eindrucksvolle Szene des Romans. Dracula hat die letzten Nächte über Minas Blut gesaugt und zwingt sie jetzt, von seinem Blut zu trinken. Dadurch erst wird sie zum Vampir werden, so wie Dracula, sobald sie stirbt.

Teil 5: In Transsilvanien

Auf nach Transsilvanien, dem Sarg mit Dracula hinterher. Auch hier wird wieder in Form von Tagebucheinträgen erzählt, aber spätestens jetzt, und vielleicht schon ab dem zweiten Drittel, ist das nicht mehr produktiv. In der ersten Hälfte des Buchs geht es dem Leser wie mit Hitchocks Bombe: die Helden haben verschiedene Teilinformationen und Sichtweisen auf das Geschehen, aber nur der Leser weiß, dass währenddessen die Bombe unter dem Tisch tickt beziehungsweise Dracula sein Unwesen treibt. Danach sind a) die Fakten allen bekannt und b) die Helden weitgehend ohnehin zusammen. Da wechselt zwar mal die Erzähler-Figur im Tagebuch, aber die Geschichte ist trotzdem linear und kontinuierlich.

Stoker versucht das im letzten Viertel wieder zu ändern, indem er die Helden in Transsilvanien aus eher fadenscheinigen Gründen auf drei verschiedenen Routen zu Draculas Schloss beziehungsweise Draculas Sarg hinterherreisen lässt – Mina mit van Helsing, Jonathan Harker mit Quincey Morris, Dr. Seward mit Lord Goldalming. Richtig Interessantes passiert auf dem Weg zu Draculas Schloss nicht. Mina nimmt, und das ist schon gut gemacht, zugegeben, immer vampirhaftere Züge an und steht kurz vor ihrem Tod als Mensch beziehungsweise ihrer – gefürchteten, verabscheuten – Wiedergeburt als Vampir. Van Helsing tötet die drei weiblichen Vampire in Draculas Schlosss, recht unkompliziert, bei Tageslicht in ihren Särgen.
Währenddessen ist Draculas Sarg, transportiert von einer Gruppe Zigeuner, fast am Ziel angelangt. Aber da warten schon van Helsing und Mina, und minutengenau zeitgleich – eher unglaubwürdig – treffen die beiden anderen Teams ein, so dass zum Finale doch wieder alle vereint um den Wagen mit dem Sarg stehen. In wenigen Sätzen geschildert, haarscharf vor Sonnenuntergang, tötet Harker Dracula im Sarg, gerade im Moment dessen Erwachens. Quincey Morris wird, eher nebenbei, von den Zigeunern erstochen, bevor diese fliehen.

Also das hätte Stoker besser machen können. Die Reise zu Draculas Schloss ist, von Mina abgesehen, uninteressant und das Finale antiklimaktisch. In einem Nachwort, sieben Jahre nach der Handlung, erfahren wir, dass Mina und Jonathan stolze Eltern geworden udn sowohl Dr. Seward als auch Lord Godalming verheiratet sind. Für die Nachwelt haben die Harkers alle Dokumente in einem Konvolut zusammengestellt, und das ist es, das wir als Leser vor uns hatten.

Restliche Gedanken

Gotisch-viktorianische Versatzstücke gibt es zuhauf: Erbschaften, Irrenhaus, Gruft, Friedhof, nächtliche Einbrüche, knarzende Türen, Draculas Schloss. Männlich entschlossene Helden. Und, nur an einer einzigen Stelle einmal erwähnt, eine wahnsinnig gewordene Ehefrau, nämlich von van Helsing:

Then this so sweet maid [Lucy] is a polyandrist, and me, with my poor wife dead to me, but alive by Church’s law, though no wits, all gone – even I, who am faithful husband to this now-no-wife, am bigamist.

Ganz leicht zu verstehen ist die Stelle nicht, weil van Helsing ein recht verqueres Englisch spricht. So sieht eine typische Äußerung aus:

“Friend Quincey is right!” said the Professor. “His head is what you call in plane with the horizon.”

Van Helsings sprachliche Eigentümlichkeiten haben einen interessanten Aspekt. Normalerweise unterscheiden wir zwischen Erzählerbericht (wenn der Erzähler das Geschehen wiedergibt) und Figurenrede (wenn eine der Figuren aus der Erzählung spricht, nicht der Erzähler). Am deutlichsten ist die Figurenrede bei der wörtlichen Rede, zu der der Erzähler eigentlich nichts beiträgt, daneben gibt es viele Zwischentöne etwa als indirekte Rede oder als erlebte Rede, bei denen der Erzähler mehr oder weniger durchscheint. Wenn jetzt van Helsing angeblich die Rede von Mina wörtlich wiedergibt, geschieht das trotzdem mit seinen sprachlichen Fehlern – es ist halt doch nicht wirklich wörtliche Figurenrede, sondern durch einen – stets mehr oder weniger zuverlässigen – Erzähler gefiltert:

“Of course I know it,” she answer, and with a pause, add: “Have not my Jonathan travelled it and wrote of his travel?”

(Eigentlich müsste es “Has not my Jonathan” heißen und “written” und natürlich, aber das ist van Helsing, “answers” und “adds”. Abgetippt wurde das ganze wohl wieder von Mina selber, die van Helsings falsche Wiedergabe ihrer Rede aber nicht korrigiert.)

Eignung als Schullektüre: Kommt auf die Klasse an, in der Mittelstufe vielleicht, aber dann mit Konzentration auf bestimmte Ausschnitte. Einmal stand das bei mir in einer achten Klasse als Schülervorschlag zur Auswahl, aber in einer Abstimmung hat dann doch knapp das andere Buch gewonnen. Man kann damit machen: Briefroman, Orte analysieren, Landkarten zeichnen, Versatzstücke heraussuchen, Dracula als Invasionsroman lesen, Rolle der Frau thematisieren. Den Nobelpreis für Literatur hat Stoker nie bekommen, ebensowenig wie Arthur Conan Doyle, und doch sind mir ihre Werke näher als viele andere.

The Fury of Dracula

Das ist ein Brettspiel aus dem Jahr 1987, in einer modernisierten Version ohne “The” im Titel von 2006, das einige Elemente des Romans auf schöne Weise aufgreift. Das Spielprinzip ist ähnlich wie bei “Scotland Yard” (1983): Es gibt eine Karte mit Orten, jede Spielfigur hält sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort auf und zieht in jedem Zug in einen benachbarten Ort – mit der Eisenbahn, auf der Straße, per Schiff, was jeweils zur Verfügung steht. Drei Spieler (van Helsing, Godalming, Seward) bewegen sich offen und versuchen den vierten Spieler (Dracula) zu fangen, der seine Figur verdeckt bewegt. Trifft einer oder mehrere der Helden auf Dracula, kommt es zum Kampf (Karten ziehen, Tag oder Nacht, Würfel). Währenddessen hinterlässt Dracula Spuren und vor allem Vampire an den Orten, an denen er war; sein Ziel ist es, eine bestimmte Anzahl von Vampiren zu erzeugen.

The_Fury_of_Dracula

(Die Version von 2006 unterscheidet sich in etlichen Punkten von der abgebildeten alten Fassung; mit im Bild der Esstisch von Herrn und Frau Rau.)

Standard
Fotos

Eichhörnchen-Frühling

Ich nehme jedenfalls an, dass das etwas mit dem Frühling zu tun hat. Gestern hat ein Eichhörnchen vor meinem Fenster angefangen, einen Kobel zu bauen. Zuerst ist mir ein Eichhörnchen aufgefallen, das einen kleinen Zweig im Maul trug, so wie ich das eher von Vögeln kenne. Und dann nochmal. Und dann habe ich das Eichhörnchen beobachtet. Es hat, ziemlich rabiat, die eh schon arg geplagte Kastanie von kleinen Zweigen befreit:

eichhoernchen_bau_1

eichhoernchen_bau_2

eichhoernchen_bau_3

eichhoernchen_bau_4

Und das ziemlich systematisch und flott.

eichhoernchen_bau_5

eichhoernchen_bau_7

eichhoernchen_bau_8

Siegreich dann ab damit.

eichhoernchen_bau_6

Und so wuchs der Kobel:

eichhoernchen_bau_9

eichhoernchen_bau_10

Sieht nicht sehr ordentlich und nicht sehr stabil aus, aber gehört wohl so. Reservekobel?

Nachtrag ein paar Tage später:

eichhoernchen_bau_11

(Daneben noch gesehen: zwei Rotkehlchen und die beiden Kaninchen. Das alles um die Frühstückszeit herum, danach musste ich zur Arbeit, den ganzen Tag an der Uni. Die sonst völlig friedlichen Kaninchen verscheuchen übrigens gezielt die Eichhörnchen, wenn die am Boden sind.)

Standard