Filme am Ende

Von: | 28.7.2015

Ja, auch ich schaue am Ende des Schuljahres Filme. Zuerst haben wir uns die Strandszene aus Jaws angeschaut, knapp 5 Minuten, findet man schnell im Web. Dann haben die Schülerinnen und Schülern gesammelt, was ihnen aufgefallen ist. Im Deutschunterricht sollen die Schüler ja das genaue Hinschauen üben, das Abstrahieren von Einzelbeobachtungen, und das Deutung ganzer Texte – ob es sich um Gedichte, Verträge, Gesetze, Kurzgeschichten oder Filme handelt. Und jetzt eben mit Jaws. Danach sahen wir uns diese Analyse zur Strandszene an: Und danach wiederum verglichen wir die Positionierung der Elemente im Bild beim schnell geschnittenenen Mad Max: Fury Road… Weiter lesen »

Informatik: Abschluss des Programmierprojekts in der 11. Klasse

Von: | 24.7.2015
club_mate_computerraum

Zum Abschluss der letzten Wochen Programmierarbeit habe ich eine Kiste Club Mate spendiert. (Der Kollege mit Auto war so nett, sie für michmitzubringen.) Club Mate ist eine alkoholfreie kohensäurehaltige Limonade auf Basis der Mate-Pflanze. Sie enthält halb so viel Zucker wie Cola und doppelt so viel Koffein. In manchen Kreisen ist sie als „Hackerbrause“ bekannt und hat den Ruf, unter Programmieren recht beliebt zu sein. Ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht, aber auf dem einen Usergroup-Meeting, auf dem ich war, gab’s das jedenfalls. Und weil die Schülerinnen und Schüler in den letzten zwei Monaten viel programmiert haben – am… Weiter lesen »

Zockstöckchen

Von: | 21.7.2015

Jan-Martin Klinge hat mir Fragen gestellt, die seinerseits ihm gestellt wurden. Diesmal geht es um Computerspiele. (Als ich ein Kind war, war „zocken“ nur mit Glücksspiel assoziiert. Heute bedeutet es „Computerspiele spielen“. Sprachwandel in action. Was war dein allererstes Computerspiel (Konsole o.ä. zählt auch)? Das dürfte so 1973, 1974 gewesen sein. „Table tennis“ auf der ersten kommerziellen Spielekonsole, der Magnavox Odyssey, die mein Vater ins Haus gebracht hatte. Schwarzweiß, auch auf einem Farbfernseher. Um die Spiele bunter zu machen, gab es für jedes Spiel selbsthaftende Folien, die man auf dem Bildschirm anbrachte, und die mit dem Spiel eigentlich nichts zu… Weiter lesen »

Blogparade: Lehrer von morgen heute denken

Von: | 20.7.2015

Als Schüler im Englisch-Leistungskurs beklagte sich der von allen sehr geschätzte Lehrer ein bisschen über die Lehrerausbildung. Den Anlass weiß ich nicht mehr, er erzählte überhaupt immer wieder kleine Geschichten, und das schätzten wir, weil es interessante Geschichten waren, und auf diesem Weg habe ich von ihm viel gelernt – Spike Milligan habe ich über ihn kennen gelernt, Evelyn Waugh, englische Kreuzworträtsel, Private Eye, Haggis. Ob ich Englisch gelernt habe, das weiß ich nicht, das konnte ich ja schon davor recht gut. Jedenfalls erzählte Herr G. von einem Kommilitonen, der eine Art Sprechbehinderung gehabt habe. Ich glaube mich an das… Weiter lesen »

Erfahrungen beim Programmieren

Von: | 19.7.2015

Beim Programmieren kann man viele schöne Erfahrungen machen, zum Beispiel mit Fehlern. Fehler sind dabei nämlich etwas Alltägliches. Anders als beim Fehler im Deutschaufsatz merkt man aber gleich, dass etwas falsch ist, und das ganz ohne den Hinweis eines Lehrers: Der Computer weigert sich zum Beispiel, einen Programmtext zu akzeptieren, weil man irgendeinen syntaktischen (=grammatischen) Fehler gemacht hat. Den muss man dann suchen und verbessern, sonst geht es nicht weiter. Das halte ich für eine lehrreiche Erfahrung. Noch spannender sind die semantischen Fehler: Das Programm läuft zwar, aber es tut einfach nicht das, was es soll. Das ärgert einen. Die… Weiter lesen »

Schuljahresendsternsinger

Von: | 15.7.2015

Gerade war ich im sich gentrifizierenden Münchner Stadtviertel südlich von da, wo ich wohne, spazieren, unsere wöchentliche Kartoffelkiste vom Verteilerpunkt abholen. Da sprechen mich drei Grundschulkinderinnen von der Seite an. „Pssst! Psst! Hallo.“ (Das mit dem „Psst“ habe ich erfunden.) Ob sie auf etwas warteten. (Sie sahen so aus.) Nein, aber sie würden gerne singen. (Na gut, ich stellte meine leere Kiste ab und setzte mich erwartungsvoll drauf.) Dann sangen die drei ein in der Grundschule erprobtes Lied, den Refrain etwas kräftiger als die drei Strophen, darüber, wie schön doch das Schuljahr war, dass sie sich in den Ferien erholen… Weiter lesen »

Bachmannpreisgucken in der Oberstufe

Von: | 10.7.2015

Anfang Juli finden jedes Jahr die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt, in deren Rahmen vor allem der Bachmann-Preis verliehen wird. Sieben Juroren schlagen dazu jeweils zwei Autorinnen oder Autoren vor, die eine unveröffentlichte Geschichte oder einen Romananfang mitbringen und dort vor den Jurorinnen und dem Publikum vorlesen. Nach jeder Lesung reden die Juroren dann kurz über das Werk. Und das alles live, vor Publikum, und im Fernsehen übertragen. Drumherum gibt es ein wenig Folklore für die Schlachtenbummler des Bachmannpreises (Bachmannpreisschwimmen und Bachmann Song Contest) und die Automatische Literaturkritik (Startpunkt für Recherche). Eine Doppelstunde für die Schule ist da… Weiter lesen »