Orangenmarmelade 2018

Diesmal habe ich etwas früher an das jährliche Ritual gedacht und Orangenmarmelade gemacht:

Gläser mit Orangenmarmelade

Nach etwa zwanzig Jahren sind mir dann auch die Aufkleber für die Gläser ausgegangen. Gekauft habe ich die Packung jedenfalls noch in Augsburg, ganz sicher noch in DM bezahlt:

Aufkleberpackung mit Preisetikett
Aufkleberpackung, spätes 20. Jahrhundert

Zweckform Vielzweck-Etiketten No. 3327, 486 St. zu 50 x 19 mm. Heute „Avery Zweckform“, gleiche Nummer, gleiches Format, im Versandladen für 4,15 Euro. Damals kostete die Packung, bei Karstadt gekauft, sicher nicht der günstigste Ort, 8,95 DM. Und da sage einer, alles sei teurer geworden!

Es geht mir gut: Weihnachtsferien 2017 und was gerade im Unterricht läuft

Die Weihnachtsferien heißen übrigens offiziell Weihnachtsferien, während die Faschingsferien offiziell in Bayern Frühlingsferien heißen (und gar nicht Winterferien, wie ich bis eben dachte). Und die Herbstferien sind namentlich gar keine.

Ich war bei den Eltern und bei den Schwiegereltern, bei der Schwagerfamilie; habe viel gegessen und ein wenig gekocht; mittelviel gelesen. (Dicke Bücher.) Ich war im Bayerischen Nationalmuseum und habe dort eine allegorische gotische Statue der Grammatik gesehen. Außerdem war ich im Zoo.

Orang Utan im Zoo

Und ich habe endlich ein wenig Arbeit aufgeholt. Seit Anfang des Schuljahres hatte ich das Gefühl, nur von einem Übungsaufsatz zum nächsten, von einer Schulaufgabe zur Klausur zu hetzen. Zu kurz kam das Bloggen und das Basteln für den Unterricht, denn Kochen und Lesen sind mir noch wichtiger. Aber in den Ferien habe ich nicht nur viel korrigiert, so dass ich jetzt vor einer kurzen Verschnaufpause stehe, sondern auch Muße zum Bildungsbasteln gefunden. Das neue Schuljahr fing dann auch mit bisher durchweg schönen Stunden an:

  • Englisch, Q11: In der Doppelstunde das Kommunikationsmodell von Roman Jakobson gemacht und gleich an Harold-Pinter-Sketch ausprobiert. Ähnlich wie das Modell von Schulz von Thun basiert Jakobsons auf Bühlers Organon-Modell; es gibt sechs Aspekte bei der Kommunikation und jedem ist eine Funktion zugewiesen, die mal mehr, mal weniger im Vordergrund steht. David Lodge hat das mit Harold Pinters „Last to go“ in einem Aufsatz durchexerziert; dieser sehr kurze Sketch besteht fast nur aus phatischen Äußerungen, und das haben die Schülerinnen und Schüler auch schnell herausgefunden. Damit gewinnt das Modell auch hoffentlich etwas Erkenntniswert für sie.
  • Q12, W-Seminar Englisch: Da laufen wie überall gerade die Präsentationen der Seminararbeiten.
  • Deutsch, 10: Da muss immer noch eine Schülerin oder ein Schüler jede Stunde eröffnen. Diesmal ging es um Verschwörungstheorien, immer schön. Ansonsten die restlichen Erörterungs-Übungsaufsätze zurückgegeben – einen Teil hatte ich handschriftlich erhalten und korrigiert, einen Teil als .odt-Datei und mit der Überarbeitungsfunktion korrigiert, einen anderen Teil als pdf, und den hatte ich auf dem Tablet mit dem Stift kommentiert. Insgesamt verhältnismäßig erfreuliche Ergebnisse.
  • Informatik, 9: Den Lehrplan aus der Ferne streifend das Python-Zwischenspiel fortgesetzt. Das zieht und bringt so viel mehr als Tabellenkalkulation und Datenbanken. Die einen gestalten mit Visual Python Trickfilme, die anderen machen das, was ich auch getan hätte. Rollenspielsystem programmieren. Alles weitgehend ohne meine Anleitung, weil Material.
  • Informatik, Q12: Spectre und Meltdown bieten sich ja gerade wunderbar an, wenn man bei Prozessen und Threads ist; später, beim Prozessor, kann man noch einmal darauf zurückkommen. Sonst wenig aufregender, hoffentlich brauchbarer Unterricht, auch durch die Praktikanten. In den Ferien einigge Erklärvideos zu Threads erstellt, das hier ist der erste:
  • Informatik 7: Ex herausgegeben, mit dem Wiki begonnen. Ins Internet schreiben kommt immer noch an, ich hatte befürchtet, dass das inzwischen auch nur als eine Art Facebookeintrag gesehen wird.
  • Deutsch, 6: Für die Klasse hatte ich in den Ferien einen Mebis-Kurs mit Grammatik-Übungen erstellt. In der Klasse teilte ich dann Mebis-Zugänge aus (unerlaubt, das hole ich dann später nach, wenn die Schülerinnen und Schüler das Arbeiten mit Mebis für sinnvoll halten – ich wollte die Eltern nicht schon wieder mit einem Rundschreiben belästigen) und die Klasse probierte die Aufgaben nach Belieben durch. Dazu gab es ein Feedback-Blatt, gebastelt aus einem Screenshot, bei dem die SuS bis nächste Woche angeben sollen, welche Aufgaben ihnen hilfreich erschienen und welche nicht:

    Screenshot Mebis-Auswertung

    Die Aufgaben selber hatte ich zum Teil mit Mebis-eigenen Mitteln in Form von H5P-Übungen erzeugt, deutlich brauchbarer als die ursprünglichen Moodle-Aufgabenmodule selber; teils waren die Übungen bei LearningApps.org erstellt, auch um das mal mehr auszuprobieren:

    Einen Video gab’s natürlich auch:

    Bin schon auf das Feedback gespannt.

Bücher 2017

Meine gelesenen Bücher 2017. Zu einigen habe ich etwas gebloggt, zu anderen einen Podcast gemacht. Die Bücher mit ° habe ich wiedergelesen. Ingesamt wieder etwas mehr gelesen, aber lange nicht so viel wie früher. Zum Kochen und Lesen komme ich jedenfalls einigermaßen.

Ein prägendes Buch war diesmal nicht dabei. Lean on Pete ist mir vielleicht am ehesten nachgegangen. Ein Meisterwerk ist immer noch Remains of the Day, aber das hatte ich auch so noch in Erinnerung. 10 Bücher von Frauen, 37 von Männern, Rest so nicht zuordenbar. 18 Bücher wiedergelesen, 35 neu. 8 Nonfiction.

  1. J. C. Wezel, Belphegor
  2. Stephen King, The Bazaar of Bad Dreams
  3. Martin Amis, Time‘s Arrow
  4. Andre Norton, Bannkreis des Bösen°
  5. Penelope Fitzgerald, The Bookshop
  6. Umberto Eco, Das Foucaultsche Pendel (und hier
  7. Stefan Zweig, Schachnovelle°
  8. Friedrich Dürrenmatt, Der Richter und sein Henker°
  9. Karl May, Im Lande des Mahdi II: Menschenjäger
  10. Karl May, Im Lande des Mahdi III
  11. Slightly Foxed No. 53
  12. Karl May, Durch die Wüste°
  13. Bruder des Schwertes (Terra Fantasy 10)°
  14. Karl May, Durchs wilde Kurdistan°
  15. Karl May, Von Bagdad nach Stambul°
  16. Kenneth Robeson, The Man of Bronze°
  17. Willy Vlautin, Lean on Pete
  18. Andreas Eschbach, Ein König für Deutschland
  19. Philip K. Dick, Do Androids Dream Of Electric Sheep?°
  20. Philip K. Dick, Time Out of Joint
  21. Hartmut Laufhütte (Hrsg.), Deutsche Balladen
  22. Slightly Foxed No. 54
  23. Dorothy Hartley, Food in England
  24. William Goldman, Die Brautprinzessin°
  25. Isabel Abedi, Whisper
  26. Thomas Pynchon, The Crying of Lot 49
  27. Fritz J. Raddatz (Hrsg.), ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher
  28. Ursula K. Le Guin, The Left Hand of Darkness°
  29. Helen Macdonald, H is for Hawk
  30. Peter Bichsel, Über das Wetter reden
  31. Robert E. Howard, Degen der Gerechtigkeit°
  32. Johannes Schiltberger, Als Sklave im Osmanischen Reich und bei den Tataren, 1394-1427
  33. Robert E. Howard, The Complete Chronicles of Conan
  34. Robert E. Howard, The Best of Robert E. Howard, Vol. 1
  35. Abbé Barruel, Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Jakobinismus, Band 3 (und hier)
  36. Rudyard Kipling, Captains Courageous
  37. Michael Moorcock, Ritter des schwarzen Juwels°
  38. Zadie Smith, Swing Time
  39. Charles Dickens, The Pickwick Papers°
  40. Slightly Foxed No. 55
  41. Frank Schwieger, Ich, Zeus und die Bande vom Olymp
  42. Diana Knodel, Philipp Knodel, Einfach Programmieren für Kinder
  43. Robert E. Howard, The Best of Robert E. Howard, Vol. 2
  44. Arthur Bloch, Murphy’s Law°
  45. Naomi Alderman, The Power
  46. Robert Anton Wilson, Masken der Illuminaten°
  47. Oscar Wilde, The Importance of Being Earnest°
  48. Kazuo Ishiguro, The Remains of the Day°
  49. Swantje Ehlers (Hrsg.); Das Lesebuch. Zur Theorie und Praxis des Lesebuchs im Deutschunterricht
  50. Slightly Foxed No. 56
  51. Robert Menasse, Die Hauptstadt
  52. Ruth Klüger, Katastrophen
  53. Paul Hühnerfeld, Der Kampf um Troja

(Bücher 2016.)
(Bücher 2015.)
(Bücher 2014.)
(Bücher 2013.)
(Bücher 2012.)
(Bücher 2011.)
(Bücher 2010.)
(Bücher 2009.)

Erzeuger-Verbraucher-Videos

Kurzer Rückblick vorweg: Anstrengender Dezember; schönes Wichteln mit der 10. Klasse (Geschenke gab’s erst dann, wenn man gesagt hat, was man Gutes oder Schönes getan hat, auf das man stolz sein kann, wobei Noten nicht zählen – gar nicht so einfach für manche Leute, mich eingeschlossen); besonders gefreut hat mich auch ein gebastelter Stern aus meiner 6. Klasse. Danach Familienfeiern allüberall, viel gegessen. Geschenke machen kann ich nicht, oder mache ich mir nicht genug Mühe damit.


Wieder mal ein paar Videos erstellt, diesmal für die 12. Klasse Informatik, Synchronisierung von Threads in Java. Ein Threads ist ein Programm, das gleichzeitig neben anderen solchen Programmen laufen kann, was sinnvoll ist, weil damit vieles schneller geht. Manchmal müssen die Threads sich aber noch absprechen.

Ich bin noch auf der Suche nach dem geeigneten Werkzeug zum Erstellen solcher Videos. Open Source soll es sein. Zuerst habe ich wieder Pröäsentationssoftware genommen und abgefilmt, aber das gefällt mir nicht. Am liebsten wäre mir ein Programm, mit dem ich wie auf einem Schreibtisch Bildchen hin- und herschieben kann – das habe ich nur bei Smartboard-Software gefunden, und hier habe ich die offene Variante OpenBoard benutzt. Was mir noch fehlt, ist die Möglichkeit, mit einfachen Skripten zu bestimmen, was etwa bei einem Doppelklick auf ein Objekt geschehen soll – ersetzen der Grafik durch eine andere, vergrößérn, verkleinern, solche Sachen. Aber an sich mag ich das, so fast schon analog Objekte zu bewegen und das dann abzufilmen.

Alle Videos:

Synchronisation mit Monitoren 1 (OpenBoard)
Synchronisation mit Monitoren 2 (OpenBoard)

Synchronisation mit Monitoren 1 (Impress)
Synchronisation mit Monitoren 2 (Impress)

Lebenszeichen: Griechische Sagen, Who’s on First, Oscar Wilde, schnell mal das meiste notiert, was los war

Ich schmettere derzeit jedem Kollegen, der über zuviel Vertretung oder fehlendes Wissen bei den Schülerinnen und Schülern klagt, ein frohes: „Schule muss mehr sein als Unterricht!“ entgegen. Meine Hoffnung, dass die Kollegen dabei einen Zusammenhang herstellen (oder mir wenigstens widersprechen), wurde bisher noch nicht durch eine eindeutige Reaktion als eine begründete bestätigt.

Das mit dem „mehr als Unterricht“ höre ich etwas zu oft im Moment.

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Griechische Sagen: Kommen sehr gut bei der 6. Klasse an, aber die wollen wirklich sehr viel wissen, da reicht mein sehr solides Halbwissen nicht ganz aus. Hier meine Diagramme dazu:

theogonie1

theogonie2

Aber natürlich fehlt immer noch was: Was war mit der Mutter von Prometheus? — Mir kommt es dabei vor allem darauf an, dass die Schülerinnen und Schüler das als ein gewachsenes Flickwerk verstehen, dass nie unbedingt jemand an all das gleichzeitig geglaubt hat. Dass Aphrodite nicht die Tochter von Zeus ist, oder doch schon, auch, dass es jedenfalls mindestens zwei Mythen gibt, die sich widersprechen, und dass Aphrodite nach dem anderen Mythos aus dem Geschlechtsteil des Uranos stammt, als das ins Meer fiel, nachdem Kronos es abgeschnitten hatte.

Ich zeigte diesmal gleich am Anfang das Kamishibai, und die Schüler und Schülerinnen spielten mit meinem Bildern zum Urteil des Paris (ganz unten hier) gleich etwas, das fast schon ein bisschen Powerpoint-Karaoke ist, erzählten also die gerade gelesene und gesehene Geschichte unvorbereitet mit den Bildern nach. Ging gut.

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The Importance of Being Earnest: Mit der Q11 gelesen. Oll, aber gut. Mit Psychologietests Persönlichkeitsprofile der Charaktere festgestellt und spätestens da festgestellt, dass die eigentlich alle eher keine netten Menschen sind. Danach kurz Inszenierungsmöglichkeiten verglichen – eigentlich wollte ich nur Ausschnitte aus dem Film von 2002 zeigen, aber der war dann so interessant, dass wir den ganz ansagen. Die Inszenierung erinnert mich sehr an die Jeeves-und-Wooster-Serie mit Stephen Fry und Hugh Laurie, ist nur etwas besser. Firth ist solide, Rupert Everett vor allem in der ersten Hälfte brillant, Judi Dench ist Judi Dench, und Frances O’Connor als Gwendolyn ist sa-gen-haft mit hingehauchter Verführung. Hier eine Fassung von 1986 zum Vergleich, man achte auf das „That makes me so nervous“:

Und hier 2002:

(Später lässt sich Gwendolyn den Namen „Ernest“ auf ihren Po tätowieren.)

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Früher waren vielleicht die Lehrer cool, die mit der Zigarette ins Klassenzimmer kamen, was schon zu meiner Schulzeit extrem selten vorkam, selber gehe ich wenigstens ab und zu mit der vollen Kaffeetasse in den Unterricht. (Essen und Trinken – außer Wasser – ist Schülern und Schülerinnen im Unterricht verboten.) Aber die Teetasse mit Teebeutel drin, die ich beim Kollegen sah, ist noch cooler.

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Später dann mal in der Q11 die ersten paar Takte des Klassikers „Who’s on First“ (Youtube) gezeigt, dann ausgeteilt und eine Audioversion dazu hören lassen. Dass das ein immer noch sehr lebendiges amerikanisches Kulturgut ist, sieht man auch an der Fassung von Jimmy Fallon mit Billy Crystal und Jerry Seinfeld. Immerhin kennen ein paar Schüler Jimmy Fallon, die anderen, na ja, nicht mehr so.

Danach probierten die Schülerinnen und Schüler den paarweisen Vortrag in Ausschnitten. Ein Klassenzimmer voller Leute, die gleichzeitig und durcheinander „Who’s on First“ üben, das ist schön.

Einstieg in die Erörterung: Mit Liegestützen zum Bürgerentscheid

Ich habe ja oft genug geschrieben, dass ich mit der Erörterung hadere. Aber gut, auf ein Neues!

Vor vier Wochen gab es einen Bürgerentscheid in München, abgestimmt wurde über folgende Frage:

Sind Sie dafür, dass der Block 2 (Steinkohlekraftwerk) des Heizkraftwerks Nord bis spätestens 31.12.2022 stillgelegt wird?

Zusammen mit den Unterlagen zum Bürgerentscheid kam ein kleines vierseitiges Heftchen, in dem die Vertreter des Bürgerentscheids auf der einen sowie der Stadtrat auf der anderen Seite Stellung zu dem Entscheid nahmen – Pro und Kontra, These und Antithese. Diese Texte lasen die Schülerinnen und Schüler und mussten sich danach ohne größere Diskussion für eine Seite entscheiden. Also mit Ja stimmen, mit Nein, oder gar nicht erst zum Entscheid gehen – denn diese Möglichkeit sollte es auch geben. Dass bei Klassensprecherwahlen die Wahlbeteiligung immer 100% ist, irritiert mich ja jedesmal, also konnte, wer nicht wollte, einfach nicht abstimmen. Im Gegenteil, um die Mühsal des Wahlvorgangs wenigstens ein bisschen zu simulieren, musste jeder, der abstimmen wollte, zehn Liegestütze oder zwanzig Kniebeugen machen.

Trotzdem lag die Wahlbeteiligung bei 95% (München: um die 18%, glaube ich), das Quorum wurde damit erreicht (München: 10%, kleinere Städte: 20%), mit 55% stimmte eine knappe Mehrheit für Ja (München: 60%).

Danach begann die eigentliche Diskussion, zusammen mit einer Betrachtung der beiden Stellungnahmen: Welche Seite war überzeugender? Die Ja-Seite hat mehr, aber kürzere Punkte; die Nein-Seite wenige, ausgeführtere Argumente. Quellen gab es da keine, bei der Ja-Seite schon – andererseits waren die Belege dort nicht sehr relevant oder nicht von unparteiischen Organisationen. Die Ja-Seite war je nach Sichtweise entweder umfassend oder zu wenig konkret.

Daran schloss sich die Lektüre eines an sich nur mäßigen Kommentars der Süddeutschen Zeitung (Münchenteil) an, dessen Tenor war, dass Bürgerentscheide mit ihren Ja-Nein-Entscheidungen nicht das richtige Instrument für komplexe Probleme wie dieses seien. Und schon waren wir bei dem, was früher die dialektische Erörterung war, die vor sechseinhalb Jahren und anderthalb Lehrplänen zum letzten Mal in der Wildbahn beobachtet wurde. (Abitur 2011: „Erörtern Sie ausgehend von einer sorgfältigen Klärung des Zitats Hegels, inwiefern das von ihm diagnostizierte Problem auch auf den heutigen Kulturbetrieb zutrifft, und zeigen Sie Lösungsmöglichkeiten auf!“)

Inzwischen gibt es nur noch die antithetische Erörterung, oder das antithetische Erörtern, oder das Erörtern von Sachverhalten – aber die Wörter „dialektisch“ oder „Synthese“ stehen nicht mehr im Lehrplan. Dennoch schnappen die Schülerinnen und Schüler sie beim einen oder anderen Lehrer auf und wollen sie erklärt haben. Also bitte: Synthese heißt hier, dass man sich nicht abhängig machen soll von den Optionen, die einem der Aufgabensteller gibt, sondern die Möglichkeit haben soll, einen dritten, besseren Vorschlag darzubieten. Im Schulbuch steht das unter „Fazit“, was zu leicht auf eine oberflächliche Zusammenfassung des zuvor Geschriebenen oder einen exakt in der Mitte platzierten Kompromiss hinausführt.

(Download der Broschüre, notdürftig eingescannt.)

Für den Übungsaufsatz gibt es natürlich ein anderes Thema, mehr aus der Lebenswelt der Schüler. Ich glaube aber, dieser Ausflug in die Lebenswelt Münchner Bürger hat ihnen auch etwas gebracht.

Fleisch, Calliope, Eulenspiegel, Tempelritter

Calliope und Eightball

Über Calliope habe ich ja noch gar nicht geschrieben, glaube ich. Das ist schon seit einiger Zeit die letzte heißeste Sache in Schul-Microcomputern, und der Hype ist absolut gerechtfertigt. Ich habe ja in meinem Klassenzimmer eine magische Billiardkugel, die man umdrehen kann und die einem dann eine Orakelantwort auf eine Entscheidungsfrage gibt – Yes, No, Maybe, Not Sure und so weiter. Kleine und große Schüler greifen immer wieder mal zu dieser Kugel. Ich habe einfach eine Calliope danebengelegt, mit Batteriekästchen daran. Wenn man die Calliope schüttelt, piepst sie und gibt auf ihren 5×5 Leuchtdioden eine lesbare Laufschrift aus: Ja, Nein, Kaum, Sicher, Vielleicht. Frag Herrn Rau. Das interessiert die Schülerinnen und Schüler ebenso. Und bald verteile ich Calliopes an meine 6. Klasse zum Ausprobieren im Informatikunterricht.


Fleischteile in Plastik

Zum Geburtstag hatte ich Gutscheine für kaufnekuh.de gekriegt. Dort kauft man Anteile an einer Kuh, und wenn die Kuh ganz verkauft ist, wird sie geschlachtet und das Fleisch an die Käufer verteilt. Nach etwas Reifezeit kam heute die Kiste mit dem Fleisch an. Kommt ins Tiefkühlfach.


Meine 6. Klasse hatte sich beim Kinderkanal für die Quizshow „Deutschlands beste Klasse“ beworben und einen schönen Videofilm produziert. Gestern kam die Nachricht, dass wir leider nicht zu den gehören, die eingeladen werden – es gab aber auch 1100 Anmeldungen. Aber mit Film könnte man noch mal etwas machen.

Im Arbeitsheft ging es in einigen Aufgaben um Eulenspiegel, und sie wollten mehr von ihm erfahren. Also brachte ich ein paar Geschichten mit und las sie vor, brave und schulbekannte, aber auch die, die man sonst gerne mal nicht zeigt, darunter die, „wie Eulenspiegel einer Wirtin in das Bett schiss und ihr einredete, das habe ein Pfaffe getan.“ Sehr vergnüglich.


Im meiner zehnten Klasse muss jetzt jede Stunde von einem Schüler oder einer Schülerin eröffnet werden, mit Begrüßung und irgend etwas Interessantem zum Einstieg. Wir hatten schon Rätsel, Bilder, Witze, Wissenswertes – darunter neulich etwas zu Freitag dem 13., der deshalb als Unglückstag gilt, weil Jacques de Molay – der letzte Großmeister des Templerordens – an diesem Tag hingerichtet wurde. Das habe der Schüler aus verlässlicher Quelle. (Assassin’s Creed vielleicht?) Im Zusammenhang mit Aufklärung und Nathan war schon mal vorab ganz kurz von Templern und Illuminaten die Rede gewesen. Jedenfalls bot es sich an, gleich mal das Recherchieren und Beurteilen von Quellen zu üben. Diese Begründung für den Aberglauben kam mir sehr unwahrscheinlich vor, und Wikipedia, und die Links und Quellenangaben dort bestätigten das auch.

— Danach in Erörterung eingestiegen, aber das wird ein eigener Beitrag.


Elternsprechabend. Diesmal voll ausgebucht, anders als in den Jahren zuvor, aber wieder sehr angenehm und freundlich und interessant. Zumindest für mich gewinnbringend. Danach noch traditionell Imbiss mit dem Elternbeirat – von diesem üppig organisiert.

Informatikunterricht in Klasse 6

Heute sehr gerne Informatik in der 6. Klasse gegeben. Das ist nicht immer so.

Wenn man gerade damit angeben will, dann hat Bayern in der 6. und 7. Jahrgangsstufe ein Pflichtfach Informatik (und darüber hinaus im naturwissenschaftlich-technologischen Zweig in 9 und 10, ab der aktuellen Reform auch in den anderen Zweigen). Tatsächlich gibt es in 6 und 7 aber das Fach Natur und Technik, mit jeweils einer Stunde Informatik darin, losgelöst von Biologie oder Physik, die jeweils den größeren Anteil des Fachs ausmachen. De facto ist das also ein einstündiges Fach Informatik, das lediglich aus kosmetischen Gründen nicht so heißt.

Wenn man die Unterstufenklasse einmal pro Woche für eine Dreiviertelstunde sieht, bringt das kaum etwas. Einstündige Fächer sind Käse. Weil an meiner Schule so viel wie möglich in Doppelstunden unterrichtet wird, kommt es oft vor, dass auch Sechstklassinformatik als Doppelstunde stattfindet, nachmittags, aber nur alle 14 Tage. Das ist noch größerer Käse – Nachmittagsunterricht fällt regelmäßig aus – Sitzungen, Abiturprüfungen, Abiturnachprüfungen.

Auch dieses Jahr gibt es viel doppelstündige vierzehntägige Sechstklassinformatik, aber ich habe meine Klasse gleichzeitig auch im Deutschunterricht, und das macht einen enormen Unterschied. Ich kenne die Schülerinnen und Schüler; sie kennen mich; da können wir alle völlig anders arbeiten. Dann, und nur dann, geht auch in einer Wochenstunde viel.

Außerdem halte ich mich dieses Jahr nur lose an den Lehrplan – die Erfahrung zeigt, dass bei dem 14-Tage-Modus der Lehrplan nicht erfüllt werden kann, was mir quasi die Lizenz zum kreativen Umgang damit gibt. Ziel der 6. Klasse ist Objektorientierung (Attribute, Attribtuwerte, Methoden, Klasse) anhand von Vektorgraphik-, Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware. Den theoretischen Einstieg und die Vektorgraphik (LibreOffice Draw) habe ich mir diesmal völlig geschenkt, und gleich mit einem Programm angefangen, bei dem man richtig Code schreiben muss (EOS), und da schreiben die Sechstklässlerinnen jetzt:

rumpf:KREIS
rumpf.mittelpunktSetzen(0,-60)
rumpf.radiusSetzen(60)

und sie zeichnen damit Autos und Schneemänner und Häuser. Das ist ein sehr abrupter Einstieg, aber ich habe nun mal nicht mehr Zeit, und ich kenne die Klasse und weiß, was geht. Wenn die Puntkschreibweise für Methodenaufrufe so wichtig ist, dann doch gleich. Inzwischen spielen die ersten Jungs codecombat.com, wo man mit hero.modeDown() und Python-Syntax Fanatsyfiguren in einem Dungeon bewegt. (Nicht zu verwechseln mit codefights.com, das spiele ich gerade, sofern ich Zeit dazu habe. Macht süchtig. Kleine fiese Programmieraufgaben in der Sprache deiner Wahl, und man kriegt Punkte fürs Weitermachen.)
Das macht alles so viel mehr Spaß als Deutschunterricht, obwohl das da schon auch gut läuft, und ich bin so froh, dass ich da richtig Informatik unterrrichte und nicht einfach nur Digitales. Es ist toll zu sehen, wie die Schüler und Schülerinnen immer mehr Sicherheit im Umgang mit Informatiksystemen gewinnen.

Am liebsten würde ich jetzt mit 3D-Grafik in Python weitermachen, oder mit ersten Kontrollstrukturen. Aber dann halte ich mich doch an den Lehrplan und springe von der Punktschreibweise und den Methodenaufrufen direkt zur Textverarbeitung. Es gibt da zwei Tools, ponto (für Python) und Tolg (Java), beide schon betagt und zumindest in Computerräumen kaum zum Laufen zu kriegen, mit denen man über Punktschreibweise oder Programmcode die Absätze und Zeichen eines Textes bei Open/Libre Office direkt manipulieren kann, also etwa:

from ponto3 import Dokument
dok1 = Dokument()
absatz1 = dok1.erzeugeAbsatz("Hallo Welt")
absatz1.setzeEinzugLinks(2000)
absatz2 = dok1.erzeugeAbsatz("Das ist der zweite Absatz")

Das zeige ich aber nur kurz als Überleitung.

— Ich bin nach den Informatikstunden ganz erschöpft. weil ich da so viel hineinpacke, aber die saugen das auch alle auf. (Ganz anders vor zwei Jahren, einstündig, gleiche Bedingungen – nur dass ich da eben nicht Deutsch- oder auch nur irgend ein anderer Lehrer war.)

Schul- und sonstige Woche: Dim Sum, Mebis, Räuber

Huhn kochen

Letzte Woche kaufte Frau Rau ein Hühnchen. Ich löste die zwei Brüste heraus, zum Abendessen gab es Hühnerbrust à la Kim. (Hühnerbrüste einschneiden, mit Frischkäse und Pesto füllen, mit Parmaschinken umwinkeln und in Alufolie in den Ofen. Sehr lecker. Das Pesto hatte ich aus dem Grün der frischen Radieschen aus der letzten Kartoffelkiste gemacht, mit Parmesan, Öl, Salz, gerösteten Pinienkernen und Walnüssen.)

Das Fleisch der Schenkel kam in den Kühlschrank, aus der Karkasse kochte ich eine Hühnerbrühe. Anlass des ganzen: Am Tag darauf kochten wir mit der neuen Nachbarin gemeinsam Dim Sum, und dazu brauchte ich Hühnerhack – aus dem Fleisch im Kühlschrank – und Hühnerbrühe. (Dim Sum nach Rezepten aus Dumplings All Day Wong von Lee Anne Wong.)

Die Brühe war über Nacht draußen, die anderntags abgeschöpfte Fettschicht nahm ich, um das Weißkraut aus der Kartoffelkiste anzubraten. Und das gekochte Fleisch von der Karkasse gab noch einen leckeren Geflügelsalat. Es war ausgesprochen befriedigend, dieses Huhn so rundum und verschieden aufzubrauchen.

Mebis-Fortbildung

Montag Schule. Dienstag Fortbildung, letztlich zum Einsatz von Mebis für den Fremdsprachenunterricht. Letztlich habe ich nicht so viel Neues gehört, aber ich konnte mir endlich mal die Zeit nehmen zu schauen, was es bei Moodle (das hinter dem bayerischen Mebis steckt) alles an Neuerungen gibt. Das hat sich schon sehr verbessert. Ich traf Weggefährten von früher; tatsächlich habe ich – teilweise mit den gleichen Leuten – genau diese Fortbildungen vor sieben oder acht Jahren selber gegeben. Es hat mich ein bisschen erschreckt, wie wenig sich da geändert hat – die gleichen Inhalte, die gleichen Fragen, die gleichen Probleme. Mit dem Computer als Werkzeug umgehen können, das ist einfach wichtig.

Räuber

Mittwoch und Donnerstag dann Schule. Elterngespräche per Mail und Telefon, nichts, über das ich hier schreiben kann. Tipp für den Deutschunterricht:

Dialekte und Lautschrift

Im Englischuntericht der Q11 habe ich Lautschrift wiederholt und englische Dialekte beziehungsweise Akzente vorgestellt.

  • Hier ein liebenswerter Videoclip dazu, wie überhaupt das Web voll von Material ist:
  • Zur Übung der Lautschrift empfehle ich die Wikipedia-Seite List of names in English with counterintuitive pronunciations, und da insbesondere die separaten Seiten zu englischen oder amerikanischen Ortsnamen. Alphabetisch sortiert und mit IPA-Lautschrift daneben. Cholmondeley, Magdalen Hill (insgesamt zweisilbig), Woolfardisworthy, Gnadenhutten (Ohio) – /dʒəˌneɪdənˈhʌtən/, übrigens.

Format zeigen

Spielt es eine Rolle, in welcher Art Datei ich jemandem Informationen schicke? Aber ja. Dieser Cartoon erklärt, wie viel Vertrauen man dem Inhalt einer Datei entgegenbringt, abhängig von deren Dateiformat:

Cartoon zu Dateiformaten
https://xkcd.com/1301/
Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5

Eine .pdf-Datei ist glaubwürdiger als eine .doc-Datei, eine Grafik als .png glaubwürdiger als eine mit der Endung .jpg oder gar .jpeg, un d von .gif brauchen wir erst gar nicht anzufangen.

Dieser Cartoon ist natürlich überspitzt, aber da ist auch Wahres dran. Wenn mir eine Behörde eine .docx-Datei schickt, seufze ich, und erwarte wenig und halte wenig von dieser Behörde. Beispiel: Fortbildungsangebot – kommt das als .docx statt als .pdf, weiß ich, dass da jemand dahintersaß, der keine Ahnung hat. (Bei einem Informatiklehrertag obendrein, seufz.) Ähnlich gilt das für Dateien zum Download auf Schulhomepages, Rundschreiben der Schulleitung. Der Inhalt mag noch so gut sein, ich vertraue dem Urheber erst mal weniger.

Vielleicht ist das aber gar nicht wichtig. Wenn die Erzeuger dieser Dateien den Unterschied zwischen .pdf und anderen Formaten nicht kennen, spielt er für die Adressaten ebenfalls keine Rolle? Gehören Randall Munroe von xkcd und ich zu einer immer kleiner werdenden Gruppe?

Anlass für diese Gedanken war dieser Tweet:

Ich weiß nicht, welche Diskussion dem Tweet voranging; da ich nicht regelmäßig twittere und so auch nicht immer alle Tweets meiner Timeline lese, betrachte ich Tweets als weitgehend kontextfrei – kleine Kunstwerke, die auf eigenen Füßen stehen müssen. Jedenfalls widersprach ich, denn ich halte Libre Office ans Schulen nicht für gescheitert – jedenfalls unter den Schülern. Es sind die Lehrer, die auf Microsoft Word bestehen, und da wiederum vor allem die Schulleitungen, die regelmäßig Schreiben als .docx erhalten, weil die übergeordneten Behörden die so gerne versenden. Schuld daran ist fehlende Kompetenz, was Dokumente und Dateiformate ist. Viele Kollegen und Kolleginnen – am Kultusministerium, in Schulleitungen, als normale Lehrer – wissen gar nicht, dass es so etwas wie Dateiformate gibt und sind überhaupt nicht in der Lage, mündige Entscheidungen zu treffen. Der Unterschied zwischen Betriebssystem und (anderer) Software, zwischen offline und online ist ja oft schon nicht klar.

Das macht diese Kolleginnen und Kollegen für mich ein Stück kleiner. Verachten ist sicher zu stark, aber irgendwas zwischen geringschätzen und belächeln kommt hin, Tendenz zum ersteren.

Noch weniger verstehe ich die, die es eigentlich besser wissen müssten:

Ich habe ja angeboten, „schüttelt es mich“ durch „fühle ich mich beschämt“ zu ersetzen, aber das wollte Andreas nicht. :-) Warum es ihn schüttelt: weiß ich nicht, weil kontextfrei. Wenn es Microsoft-User schüttelt, wenn sie eine odt-Datei kriegen, dann schüttelt es Libre-/Open-Office-User genauso, wenn sie eine pdf-Datei kriegen.

Die Ursache ist: docx (als Implementierung des Standards OOXML) und odt (als Implementierung des Standards ODF) sind nicht völlig kompatibel. Das liegt an der Komplexität der Formate, aber auch daran, dass Microsoft kein Interesse daran hat, den anderen Standard zu fördern; der eigene Standard wurde nur unter bedenklichen Umständen als ISO zertifiziert (Wikipedia). Auch die 6000 Seiten Dokumentation von OOXML machen es anderen nicht leicht, den Standard zu implementieren.

Welche Software die Leute benutzen, das ist mir völlig egal. Ich mag die Menüstruktur von Libre Office lieber, aber wer mit Microsoft besser zurechtkommt: Gerne. (Ich glaube, die Serienbreiffunktion ist dort übersichtlicher, weiß das aber nicht sicher, weil ich ja nicht damit arbeite.) Wichtig ist, welches Dateiformat unterstützt wird und am Ende herauskommt. Das sollte offen, transparent, und möglichst auch noch nicht-proprietär sein. Klar will Microsoft keine Trennung von Software und Dateiformat; dass .docx nur von Word richtig bis in die Feinheiten unterstützt wird, ist ja ein wichtiger Grund für den Erfolg von Word.

Bei den Schülern und Schülerinnen sieht es übrigens so aus:

Ich lasse mir immer wieder Aufsätze per Mail oder über Moodle schicken, zu den Formaten mache ich dazu keine Angaben. Selbst Pages ginge zur Not. Unter Schülern ist odt also durchaus verbreitet. Wir bieten in der Schule aber auch kein Rundum-Sorglos-Microsoft-Office-365-Paket an. Der objektorientierte Informatikunterricht beginnt mit Klassen bei LibreOffice, das funktionale Programmieren – oder der Ansatz dazu – ebenfalls. Schnickschnack bei der Präsentation wird dabei vermieden, damit ist auch genug Kompatibilität zwischen der Microsfot und Libre Office vorhanden.

Die Formatfrage halte ich für wichtig. Mündige Nutzer sollten sich bewusst für ein Format entscheiden können. Die aktuelle Unmündigkeit ist zum Teil selbstverschuldet. OER in proprietären Formaten halte ich bei pdf und mp3 für völlig in Ordnung, weil es dafür verschiedene offene Programme gibt; OER, das mit docx arbeitet, das nur durch ein einziges kommerzielles Programm unterstützt wird, geht gar nicht. Das ist wie eine Kommunikationssteuer, die an Microsoft gezahlt wird.