Imaginary People

Donnerstag, 6. Mai 2004

Ich mag alle Arten von Nachschlagewerken. Alphabetisch angeordnete laden natürlich besonders zum Schmökern ein, weil man sich an keine Reihenfolge halten muss. Früher oder später lese ich sie aber doch von A bis Z durch, so auch das hier: David Pringle, Imaginary People. A Who’s Who of Modern Fictional Characters.

Das Buch enthält Einträge zu 1300 fiktionalen Charakteren ab Robinson Crusoe: Aus Büchern, Comics, Filmen. Aufgenommen ist aber nur, wer Anklang und Nachahmer gefunden hat: Es muss Umformungen in andere Medien oder Fortsetzungen geben. Der Werther von Goethe ist also drin. Und der Struwwelpeter. Indiana Jones. Dorothy. Batman. Dafür erfährt man dann gleich, wer welche Fortsetzungen gerschrieben hat, welche Oper es dazu gibt.

Ich habe das Buch seit dem Ende der 80er Jahre, und damals hatte ich natürlich auch das Vorwort und das Literaturverzeichnis gründlich gelesen: Sie erwähnen Vorbilder und ähnliche Bücher. Buchstäblich jahrelang hatte ich danach ein paar Kärtchen in meinem kleinen schwarzen Karteikasten mit den Titeln einiger Bücher. Das war lange vor dem Internet und www.abe.com, da hatte ich kaum Möglichkeiten Gelegenheit, an die Titel zu kommen. Jung war ich ja außerdem. Die Doc-Savage-Biograpghie von Philip José Farmer. David Thomson, Suspects – ich wusste manchmal gar nicht mehr, warum ich mir ausgerechnet diese Titel herausgeschrieben hatte. Aber dass diese Namen auf den Karteikarten standen, das wusste ich.

Mit dem Internet war es dann, zehn Jahre später, kein Problem, die Bücher aufzutreiben. David Thomson, Suspects. Hat sich wirklich gelohnt.

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