<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Besser Deutsch?</title>
	<atom:link href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm</link>
	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 21:36:00 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: &#187; Schreibwaisen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-8128</link>
		<dc:creator>&#187; Schreibwaisen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2006 10:18:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-8128</guid>
		<description>[...] Das die &#8220;Kids&#8221; damit zurechtkommen, ist schon klar, aber was mit den jenigen die elter als 12 sind und kaine SMS-Tastatur mÃ¤hr bedienen kÃ¶nnen? [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Das die &#8220;Kids&#8221; damit zurechtkommen, ist schon klar, aber was mit den jenigen die elter als 12 sind und kaine SMS-Tastatur mÃ¤hr bedienen kÃ¶nnen? [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kai</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-14</link>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-14</guid>
		<description>Wie wahr. Erst vorgestern hatte ich ein entsprechendes Gespräch mit einer Schülerin. Ich empfahl ihr, auf allzu komplizierte Sätze und Phrasen zu verzichten und lieber klare, kurze Sätze zu schreiben, die ihre Gedanken auf den Punkt bringen. Sie war schließlich tief gekränkt. Andere Lehrer hätten ihr das aber anders beigebracht ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wahr. Erst vorgestern hatte ich ein entsprechendes Gespräch mit einer Schülerin. Ich empfahl ihr, auf allzu komplizierte Sätze und Phrasen zu verzichten und lieber klare, kurze Sätze zu schreiben, die ihre Gedanken auf den Punkt bringen. Sie war schließlich tief gekränkt. Andere Lehrer hätten ihr das aber anders beigebracht &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: philosophus</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-15</link>
		<dc:creator>philosophus</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-15</guid>
		<description>Stilistik ist aber auch ein Minenfeld. DEN guten Stil gibt es eigentlich nicht. Eher: mehr oder minder angemessene Register.

Außerdem gibt es auch hierzulande noch &#039;Stilisten&#039;, die z.B. Hegels Unfähigkeit, mal nen Punkt zu machen (im wörtlichen Sinne), für elegantes Deutsch und Ausdruck seines Tiefsinns halten. Mitunter nimmt der Schüler (und auch der Student) von seiner Lektüre mit, daß an einen gescheiten Satz mindestens zwei Nebensätze gehören, damit es sich um eine &quot;anspruchsvolle&quot; Konstruktion handelt.

Um bei der Kritik nicht allzu persönlich zu werden, sollte man vielleicht eher auf die verschiedenen Register abheben - und den Schülern auch mal zumuten, andere Textsorten zu produzieren. Korrektur quasi als Redaktionskonferenz. (Gerade Journalisten müssen ja bis ins hohe Alter Stilkritik - ganz ohne Samthandschuhe aushalten.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stilistik ist aber auch ein Minenfeld. DEN guten Stil gibt es eigentlich nicht. Eher: mehr oder minder angemessene Register.</p>
<p>Außerdem gibt es auch hierzulande noch &#8216;Stilisten&#8217;, die z.B. Hegels Unfähigkeit, mal nen Punkt zu machen (im wörtlichen Sinne), für elegantes Deutsch und Ausdruck seines Tiefsinns halten. Mitunter nimmt der Schüler (und auch der Student) von seiner Lektüre mit, daß an einen gescheiten Satz mindestens zwei Nebensätze gehören, damit es sich um eine &#8220;anspruchsvolle&#8221; Konstruktion handelt.</p>
<p>Um bei der Kritik nicht allzu persönlich zu werden, sollte man vielleicht eher auf die verschiedenen Register abheben &#8211; und den Schülern auch mal zumuten, andere Textsorten zu produzieren. Korrektur quasi als Redaktionskonferenz. (Gerade Journalisten müssen ja bis ins hohe Alter Stilkritik &#8211; ganz ohne Samthandschuhe aushalten.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: philosophus</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-16</link>
		<dc:creator>philosophus</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-16</guid>
		<description>BTW: Wäre das nicht einen Beitrag bei Lehrerforen.de wert? Könnte eine interessante Diskussion geben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>BTW: Wäre das nicht einen Beitrag bei Lehrerforen.de wert? Könnte eine interessante Diskussion geben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ekkehard Knörer</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-17</link>
		<dc:creator>Ekkehard Knörer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-17</guid>
		<description>Durch die Phase, in der einem der Lehrer die allzu langen Sätze um die Ohren haut, muss man wohl wirklich durch. Wenn auch nicht mit Wolf &quot;Ich habe die Sprachweisheit mit Löffeln gefressen&quot; Schneider. Danach aber darf man wieder gaaanz lange Sätze schreiben. Und Hegel nacheifern. Echt. Darf man dann wieder. Wenn man&#039;s kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Phase, in der einem der Lehrer die allzu langen Sätze um die Ohren haut, muss man wohl wirklich durch. Wenn auch nicht mit Wolf &#8220;Ich habe die Sprachweisheit mit Löffeln gefressen&#8221; Schneider. Danach aber darf man wieder gaaanz lange Sätze schreiben. Und Hegel nacheifern. Echt. Darf man dann wieder. Wenn man&#8217;s kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ekkehard Knörer</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-18</link>
		<dc:creator>Ekkehard Knörer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-18</guid>
		<description>Durch die Phase, in der einem der Lehrer die allzu langen Sätze um die Ohren haut, muss man wohl wirklich durch. Wenn auch nicht mit Wolf &quot;Ich habe die Sprachweisheit mit Löffeln gefressen&quot; Schneider. Danach aber darf man wieder gaaanz lange Sätze schreiben. Und Hegel nacheifern. Echt. Darf man dann wieder. Wenn man&#039;s kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Phase, in der einem der Lehrer die allzu langen Sätze um die Ohren haut, muss man wohl wirklich durch. Wenn auch nicht mit Wolf &#8220;Ich habe die Sprachweisheit mit Löffeln gefressen&#8221; Schneider. Danach aber darf man wieder gaaanz lange Sätze schreiben. Und Hegel nacheifern. Echt. Darf man dann wieder. Wenn man&#8217;s kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ekkehard Knörer</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-19</link>
		<dc:creator>Ekkehard Knörer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-19</guid>
		<description>Hoppla. Das war jetzt einmal zu viel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hoppla. Das war jetzt einmal zu viel.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hl</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-20</link>
		<dc:creator>hl</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-20</guid>
		<description>und zu lang.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>und zu lang.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Rau</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-21</link>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-21</guid>
		<description>Wobei lange Sätze ja überhaupt nicht das Problem sind: sondern schwer verständliche Sätze. Genauso wenig sind Nebensätze zu vermeiden - ein Hauptsatz allein kann unverständlich sein als manches Satzgefüge.

Und natürlich kann man sich über all das hinwegsetzen und seine Novellen mit solchen Sätzen beginnen:

Herzog Wilhelm von Breysach, der, seit seiner heimlichen Verbindung mit einer Gräfin, namens Katharina von Heersbruck, aus dem Hause Alt-Hüningen, die unter seinem Range zu sein schien, mit seinem Halbbruder, dem Grafen Jakob dem Rotbart, in Feindschaft lebte, kam gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts, da die Nacht des heiligen Remigius zu dämmern begann, von einer in Worms mit dem deutschen Kaiser abgehaltenen Zusammenkunft zurück, worin er sich von diesem Herrn, in Ermangelung ehelicher Kinder, die ihm gestorben waren, die Legitimation eines, mit seiner Gemahlin vor der Ehe erzeugten, natürlichen Sohnes, des Grafen Philipp von Hüningen, ausgewirkt hatte.

Heinrich von Kleist, &quot;Der Zweikampf&quot;. Der darf das, auch wenn&#039;s nicht jedem gefallen muss.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wobei lange Sätze ja überhaupt nicht das Problem sind: sondern schwer verständliche Sätze. Genauso wenig sind Nebensätze zu vermeiden &#8211; ein Hauptsatz allein kann unverständlich sein als manches Satzgefüge.</p>
<p>Und natürlich kann man sich über all das hinwegsetzen und seine Novellen mit solchen Sätzen beginnen:</p>
<p>Herzog Wilhelm von Breysach, der, seit seiner heimlichen Verbindung mit einer Gräfin, namens Katharina von Heersbruck, aus dem Hause Alt-Hüningen, die unter seinem Range zu sein schien, mit seinem Halbbruder, dem Grafen Jakob dem Rotbart, in Feindschaft lebte, kam gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts, da die Nacht des heiligen Remigius zu dämmern begann, von einer in Worms mit dem deutschen Kaiser abgehaltenen Zusammenkunft zurück, worin er sich von diesem Herrn, in Ermangelung ehelicher Kinder, die ihm gestorben waren, die Legitimation eines, mit seiner Gemahlin vor der Ehe erzeugten, natürlichen Sohnes, des Grafen Philipp von Hüningen, ausgewirkt hatte.</p>
<p>Heinrich von Kleist, &#8220;Der Zweikampf&#8221;. Der darf das, auch wenn&#8217;s nicht jedem gefallen muss.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ekkehard Knörer</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-22</link>
		<dc:creator>Ekkehard Knörer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/06/besser-deutsch.htm#comment-22</guid>
		<description>Ja, aber Verständlichkeit ist als Fetisch gerade das Problem (von Leuten wie Wolf Schneider). So eine schöne, zum anknabbernden und nachsinnenden Denken anregende Schwer- oder Unverständlichkeit, die hat schon manchen zum besseren und klügeren Menschen gemacht. Natürlich ist Journalismus Vermittlung blabla - und natürlich müssen SchülerInnen wie StudentInnen erst mal lernen, geradeaus unfallfrei zu denken wie zu formulieren. Klar und geschenkt. Aber Texte sollen auch herausfordern dürfen, egal wo, auch in der Zeitung, sollen ungefällig sein dürfen. Das Stolpern, das Nochmal-Nachlesen-Müssen, das Nicht-Begreifen sind unbedingt als wertvoll zu erachtende Lektüre-Erlebnisse. Finde ich, und zwar mit Entschiedenheit.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, aber Verständlichkeit ist als Fetisch gerade das Problem (von Leuten wie Wolf Schneider). So eine schöne, zum anknabbernden und nachsinnenden Denken anregende Schwer- oder Unverständlichkeit, die hat schon manchen zum besseren und klügeren Menschen gemacht. Natürlich ist Journalismus Vermittlung blabla &#8211; und natürlich müssen SchülerInnen wie StudentInnen erst mal lernen, geradeaus unfallfrei zu denken wie zu formulieren. Klar und geschenkt. Aber Texte sollen auch herausfordern dürfen, egal wo, auch in der Zeitung, sollen ungefällig sein dürfen. Das Stolpern, das Nochmal-Nachlesen-Müssen, das Nicht-Begreifen sind unbedingt als wertvoll zu erachtende Lektüre-Erlebnisse. Finde ich, und zwar mit Entschiedenheit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

