Der Meister des jüngsten Tages

Sonntag, 20. Juni 2004 | Herr Rau

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Nach der Lektüre von Effi Briest wollte ich meinem Grundkurs etwas leichtere Kost zumuten: Einen Roman von 1923, Der Meister des jüngsten Tages von Leo Perutz. (Irgendeinen Roman aus dieser Zeit muss man laut Lehrplan mehr oder weniger lesen.)

Wie es sich gehört, beginnt der Roman mit einem Vorwort des Erzählers, der jene grauenhafte Ereignisse im Herbste 1909 niedergeschrieben hat und betont, die volle Wahrheit geschrieben zu haben.
Das Nachwort wiederum identifiziert die vorhergegangenen Seiten als Papiere aus dem Nachlass des Erzählers, Freiherrn von Yosch: “Natürlich, eine alte Handschrift”, wie Eco sagt. Der Bericht sei eher ein Roman, einem verwirrten Geist entsprungen, der sich zu rechtfertigen versucht.
Die eigentliche Erzählung enthält Elemente des Krimis, des Thrillers und des phantastischen Romans.

Die Schüler haben, natürlich nicht freiwillig, zu diesem Roman weitere Dokumente erstellt: Die chemische Analyse eines Giftes, das eine große Rolle in der Handlung spielt; die Urkunde zur unehrenhaften Entlassung des Freiherrn von Yosch; ein Liebesbrief.

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