Großschreibung beim Siezen

Freitag, 4. November 2005 | Herr Rau

Beispielsatz, ohne aktuellen Anlass:

Lieber Herr Rau, Sie schreiben ja so viel in Ihr Blog. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie sich manchmal wiederholen?

Gut, beim Siezen wird großgeschrieben: Personal- und Possessivpronomen: “Sie, Ihnen, Ihr”. Warum nicht auch beim Reflexivpronomen “sich”?

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Kategorien: Fundstücke

11 Reaktionen auf “Großschreibung beim Siezen”

  1. Lila sagt:

    Off topic!

    Lieber Herr Rau, noch interessiert an P.J. Hindle-Briscoll?

  2. Adrian sagt:

    Entschuldigungen, ich hab KEIN Deutsch!

    P.J. Hindle-Briscall war mein Vater. Sprechen Sie Englisch, oder Franzosisch oder Italienish, ich kann besser verstehe.

    Gruss (und viel danke an Lila),
    Adrian

  3. Herr Rau sagt:

    Lila, ich bin bass erstaunt und überwältigt und schwer beeindruckt. Danke schön.

  4. Herr Rau sagt:

    Ganz wirklich ehrlich.

  5. Lila sagt:

    Ja, Internet ist schon eine tolle Sache. Ich bin selbst schwer beeindruckt von Adrian, der den Namen seines Vaters bei mir im Blog fand und sich daraufhin gemeldet hat.

    Übrigens sehr coole Spam-Filter. Verlockt einen geradezu, sich immer wieder zu neuen Kommentaren durch die Prüfung zu schummeln…

  6. Sven sagt:

    das Reflexivpronomen ist keine persönliche Anrede des Sprechers in Richtung des angesprochenen und kann deshalb klein geschrieben bleiben, da die Großschreibung als “Respektskennzeichnung” seitens des Sprechers zum direkt angesprochenen dient.

    Oder so herum: “sich” ist keine Ansprache sondern ein Bezug: es setzt eine Sachaussage in den Bezug einer Person.

  7. Herr Rau sagt:

    Okay. Verstehe ich. Deixis und so. Gilt das nicht auch für das Possessivpronomen bzw. den Possessivbegleiter “Ihr”?

    Im Englischen ist der Anrede-Bezug beim Reflexivpronomen übrigens da, finde ich. “You have said yourself”, auch wenn das Reflexivpronomen da eine andere Funktion hat. “Do you ask yourself sometimes if…” Kann er dann im Deutschen wirklich fehlen?

    Vermutlich schon, zugegeben.

  8. Gaby sagt:

    Hallo Herr Rau,

    heutzutage muss man, so finde ich, schon dankbar sein, wenn jemand die Anrede “Sie” groß schreibt.
    Dann noch zu fragen, warum man “sich” klein schreibt, geht schon ins Über-Sinn-liche ;-)

    Herzliche Grüße von

    Gaby,

    ehemals beruflich angesprochen mit “Frau Fischer”

  9. Gaby sagt:

    Der Spam-Filter spamt: So sehe ich meinen letzten Eintrag dreifach stehen …

  10. Herr Rau sagt:

    Ist korrigiert!

  11. Sven sagt:

    Ja, das selbe gilt für das Possesivpronomen. Wenn es eben für diesen Aspekt verwendet wird. Die Schwierigkeit besteht darin, dass “Ihr” sozusagen ein Homonym ist (nicht wirklich, natürlich, aber eben rein “optisch”) und diese Buschstabenfolge eben ein Possesivpronomen oder ein Personalpronomen sein kann.

    Wobei “Ihr” als Ansprache dennoch klein geschrieben wird, da hier mehrere Leute als Gruppe angesprochen werden und somit keine dezidiert persönliche Ansprache einer bestimmten Person vorliegt.

    Ausnahme: pluralis majestatis :-D

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