Archive nach Jahr: 2006

Sie blättern gerade im Jahres-Archiv.

Weihnachtskrippe

krippe1.jpg

So sieht meine Krippe aus. Ursprünglich haben meine Großeltern sie in den späten 20er oder frühen 30er Jahren angeschafft. Neben dem Kamel, im Hintergrund fast verdeckt und kaum zu sehen, warten die drei Könige auf ihren Einsatz.
Gefallen hat mir an der Krippe immer, dass der Stall nicht irgendwo separat in der Gegend herumsteht, sondern klar erkennbar hinten an eine Herberge angebaut ist. Meine Lieblingsfigur, der Herbergsvater, der leider keinen Platz mehr anbieten konnte, schaut aus dem Turm heraus sogar nach dem Rechten.

...mehr

Chaucer zum anhören und spielen

Bei weeklyreader gibt’s eine Seite zu den Canterbury Tales. Sehr plastisch grunzen da Schweine im Hintergrund. Viel Text, liebevoll aufgemacht und für Lernende zubereitet. Ich erwähne das vor allem deshalb, weil meine Chaucer-Aufnahme da als Illustration für Middle English genommen wurde. (Natürlich auf Anfrage und mit Erlaubnis.) Gern geschehen. Dazu stellt man ja Sachen ins Web.

...mehr

Englischstunde vor Weihnachten (LK)

Statt Referat gab’s heute englischen Christmas Cake von einem Schüler, zusammen mit einer Vorstellung englischer Weihnachtsbräuche und einem gar nicht mal so leichten Quiz mit Weihnachtsfragen.

christmascake.jpg

Der Kuchen war lecker, auch wenn currants keine Johannisbeeren sind. Aber bei einem Kuchen, in den raisins, sultanas und currants hineinkommen, kann man schon mal zweifeln.
Was auf dem Bild wie Sahne aussieht, ist übrigens beinharte Zuckerkruste.

...mehr

Weihnachtsmarkt in der Schule

Heute am Nachmittag und frühen Abend war Weihnachtsmarkt in der Schule. An anderen Schulen gibt es so etwas schon länger, unsere Schüler wollten das auch haben, die Schülervertreter haben es vorgeschlagen, die Schülern selbst organisiert. Die Kommunikation hat nur mäßig geklappt, weder Schülern noch Lehrern war klar genug, wer wofür verantwortlich war. (Ich bin für Lehrerpaten für SMV-Projekte, die die Schüler beraten und Kontakt zur Schulleitung und zum Kollegium halten.)

...mehr

Wie ich mir meine Arbeitskraft erhalte

Weil wir’s eben mit der Belastung der Lehrer hatten: Hier gestehe ich, wie ich mir meine Arbeitskraft erhalte.

Erst mal habe ich einen Partner, der mir viel Zeit lässt und bei dem ich mich ausheulen kann: Frau Rau, die nicht so heißt.
Dann hilft es, dass ich sehr fleißig studiert habe und noch vieles weiß. Was einem Spaß gemacht hat, kann man auch immer mal einsetzen. Auch Mittelenglisch.
Dann ist spätestens zur Tagesschau Schluss. Was da nicht fertig ist, auf das muss eben verzichtet werden. Lieber schlecht improvisiert als ohne Feierabend. Gut improvisiert ist natürlich noch besser, kommt auch mal vor.
Ich korrigiere schnell.
Ich versuche, in Sequenzen zu denken. Wenn ich weiß, was ich im Verlauf von einer oder zwei Wochen beibringen will, ist das Vorbereiten einzelner Stunden nicht so schlimm. Ich habe viele Ideen und nehme mir die Zeit, immer wieder mal einige davon umzusetzen.
Ich versuche Phasen in alle Stunden einzubauen, in denen die Schüler alleine arbeiten.
Ich weiß, dass ich Fehler mache; denke über sie nach, aber akzeptiere sie und hoffe, dass ich beim nächsten Mal andere Fehler mache. Kein Grund zur Selbstzerfleischung.
Freitagnachmittag habe ich frei. (Samstag und Sonntag natürlich nicht.)
Ich habe, bei guter Kenntnis der Gesetze und Vorschriften, nur geringen Respekt vor… hm, wie formuliere ich das delikat… ich habe eine gesunde Skepsis gegenüber den Wünschen und Fähigkeiten des Kultusministeriums und anderer beteiligter Instanzen, auch auf lokalerer Ebene. (Wenn ich glauben müsste, die meinen das alle ernst, was die so schreiben, müsste ich allerdings verrückt werden.) Ich habe studiert, um Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zu lernen, und nutze das als Lehrer.
Ich erwarte keine Wunder von den Schülern, und schon gar nicht, dass sie alles kapieren. (Allerdings erwarte ich einigermaßen Pünktlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit – und diese Erwartungen werden tatsächlich täglich enttäuscht. Nicht von jedem Schüler, keinesfalls, aber bei 180 Schülern am Tag ist doch jeden Tag einer dabei, der meint, mit einem frischen Hotdog in den Unterricht kommen zu müssen.)
Ich mag Schüler und habe ein positives Menschenbild. Die sind so jung und so lustig und so kindlich.
Ich habe Hobbies neben der Schule. Und ich blogge, wobei ich nicht weiß, ob das ein Hobby oder doch schon beruflich ist. Jedenfalls hilft es. Gestern habe ich auch mein erstes abschätziges “der muss ja Zeit haben” von einem Kollegen gehört, was ja wohl eine Art Mitgliedsausweis unter Bloggern ist.

...mehr

Studie der Universität Potsdam zur Beanspruchung im Lehrerberuf

Lehrer als Risikogruppe
Nah am Burnout
60 Prozent der Lehrer stehen kurz vor dem psychischen und physischen Kollaps. Sie verausgaben sich exzessiv oder haben schon resigniert.

Mehr hier bei der Süddeutschen Zeitung.

Oder auch in der Welt:

Überlebenskampf im Klassenzimmer
Schullehrer leiden stärker an Selbstüberforderung, Resignation und völliger Erschöpfung als vergleichbare Berufsgruppen wie Ärzte, Polizisten oder Pflegepersonal. Jeder zweite Pädagoge hat mit Symptomen von Überlastung zu kämpfen. Der tägliche Kampf im Klassenzimmer ist für viele einfach zu hart.

...mehr

Urheberrechtsfrage im Informatikunterricht

Urheberrechtsfrage und Antwort im Informatikunterricht, Hintergrund ist ein Wiki-Projekt in der 7. Klasse mit einer selbsterschaffenen Fantasy-Welt:

“Herr Rau, ich habe da eine Frage, ob das erlaubt ist. Es gibt da eine Firma, die macht so kleine Plastikfiguren, die man selber anmalen kann. Darf ich die fotographieren und online stellen?”

...mehr