Robert Anton Wilson

Samstag, 13. Januar 2007 | Herr Rau

Gerade habe ich erst mitgekriegt, dass vor zwei Tagen Robert Anton Wilson gestorben ist. Bekannt ist vor allem die Illuminatus-Trilogie, die er zusammen mit Robert Shea geschrieben hat, und die ich als später Teenager oder früher Student mit Genuss und Belehrung gelesen habe.

Illuminatus! ist eine Geschichte um Weltverschwörung und Intrigen, Rockmusik, Psychoanalyse, den Weltuntergang, Rebellion und die Illuminaten. (Wenn ich mich recht erinnere, hat Wilson zusammen mit anderen in den 60er Jahren die bis dahin vergessenen Illuminaten erst wieder als Verschwörer ins Speil gebracht, und diese Fiktion war so erfolgreich, dass sie sich immer weiter verbeitet hat.) Besser als 23 und Dan Brown und was es sonst so gibt. Skuriller. Aber bloß nicht ernst nehmen.

Ich habe auch einige weitere Bände mit Aufsätzen von Wilson gelesen. Schräges Zeug, ich habe viel über alles mögliche gelernt dabei. Und Esoterik-Anhänger fand ich immer schon spannend, auch wenn ich den Kram selber für völligen Humbug halte.

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Kategorien: Fundstücke

3 Reaktionen auf “Robert Anton Wilson”

  1. Das ist ja interessant. Aber eine Blog-Empfehlung ist das auch nicht ;-)

    Kann bei R.A.Wilson leider nicht mitreden – klingt aber so, als wenn ich mir das im Ruhestand (let me count … another 17 yrs.) antun könnte.

    Hast du schon was von Jasper Fforde gelesen? Kann ich nur empfehlen. (Hab ich’s schon mal empfohlen? Can’t remember).

    Schönen Gruß
    P.

  2. Herr Rau sagt:

    An die Blog-Empfehlung (keine sensationelle Sache übrigens) mache ich mich bald. Ich bin hintendran mit meinen Versprechungen, muss auch bald meine Beurteilung einscannen und (heftig geschwärzt) veröffentlichen und kommentieren.

    Jasper Fforde hast du mir schon empfohlen, danke. Habe auch brav fast alles von ihm gelesen, nur der zweite Nursery-Crimes-Roman fehlt mir noch.

    R.A. Wilson: Vielleicht hätte ich noch ergänzen sollen, dass das natürlich ein Kultbuch ist, mit viel Drogen und Sex. Es nimmt sich aber nicht sehr ernst. Ich habe viel über US-Populärkultur daraus gelernt.
    Und seit den 80er Jahren ist Illuminati eines der Flagschiffe von Steve Jackson Games. Ich kenne nur die alten, noch eher handgebastelt aussehenden Ausgaben dieses Kartenspiels, heute kommt das im Karton und nicht mehr im Ziplock-Beutel. Jede Karte steht für eine Gruppe, die wiederum andere Gruppen kontrolliert oder von ihnen kontrolliert wird: Die Mafia, die Telefongesellschaft, die Wasser-Fluoridierer, die Pfadfinder und so weiter. Gut als Impfung gegen Verschwörungstheoretiker.

  3. Jochen sagt:

    Über Wilson gibt es in der heutigen SZ (15.1. S. 13) einen schönen Nachruf: “Der kosmische Gaudibursch”.

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