Going to a restaurant

Sonntag, 4. Februar 2007 | Herr Rau

Weil wir’s in der 6. Klasse neulich mit Restaurants hatten, haben wir das am Freitag in der Intensivierungsstunde (Glanz und Gloria des bayerischen G8, wird gerüchteweise abgeschafft zu freiwilligen Stunden erklärt) noch einmal geübt. In der Intensivierungsstunde ist nur die halbe Klasse da, da kann man so etwas machen.

Im Schulbuch sind einfache Speisekarten eines italienischen Restaurants abgedruckt und ein kurzer Dialog zwischen Kellner und Gästen. Also haben wir jeweils zwei Tische zusammengestellt, ein Teil der Schüler übernahm Gästerollen (Familie mit Kind, Geschäftsleute, Schüler bei einer Pizza), ein kleinerer Teil waren die Kellner, ich selber der maitre d’. Das Schulbuch diente als Speisekarte. Rotkarierte Tischdecken dazu wären sicher noch schöner gewesen. Dabei hatten die Schüler Gelegenheit zu lernen, dass man anderswo wartet, bis einem ein Tisch zugewiesen wird, und dass man anderswo pro Tisch eine Rechnung kriegt und nicht jeder einzeln.

Morgen versuche ich es mit dem anderen Teil der Klasse nochmal. Diesmal üben wir das mit dem Benehmen im Restaurant vorher aber extra. Ich kann manche Gäste sonst nur mit der Drohung ruhigstellellen, dass das Personal ihnen sonst heimlich in die Suppe spuckt. Die machen es der Bedienung manchmal schon recht schwer.

Ach ja, echte Speisekarten wären natürlich noch besser, vielleicht mit Bildern. Ich habe aber nur takeaway menus und die allerdings reich bebilderte Karte einer amerikanischen Frühstücksbude.

Kategorien: Schule (mal gemacht)

Eine Reaktion auf “Going to a restaurant”

  1. Herr Rau sagt:

    Kurzer Nachtrag: Gestern habe ich das also mit der zweiten Klassenhälfte gemacht. Das ging noch besser, da ich die Schüler von Anfang an davor gewarnt hatte, dass zu frechen und lauten Gästen möglicherweise in die Suppe gespuckt werden würde. (Machen die das wirklich so? Oh Gott, was habe ich angerichtet. Nein, habe ich gesagt, wohl nicht.) Richtig gesittet ging es zu.
    Wenn man ein Zimmer hätte mit echten napkins, tablecoths, condiments, cruets, salt cellars, mit menus und plates und cutlery (oder von mir aus silverware und centerpieces): Wie schön könnte man da rollenspielen und Englisch lernen. Oder gleich ein Holodeck.

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