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	<title>Kommentare zu: Arbeitszeitkonto Niedersachsen</title>
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	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
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		<title>Von: Gerd</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-66827</link>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 19:27:27 +0000</pubDate>
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		<description>Soeben hat unser smarter Ministerpräsident CHRISTian Wulff angekündigt, dass die in Aussicht gestellte Barauszahlung der Mehrarbeitsvergütung für die AZ-Konten nun nicht wie versprochen sofort, sondern über einen Zeitraum von VIER Jahren erfolgen soll.

Wieder ein offenkundig zeitlich wohlkalkulierter Wortbruch, am Tag vor Sommerferienbeginn, somit erst am Folgetag in der Presse! Wollte man damit etwa dem zu erwartenden erneuten deutlichen Widerspruch der Lehrer den Wind nehmen?

Ich erinnere mich noch genau, wie der CDU- Schulpolitiker Karl-Heinz Klare beim Aktionstag in Hannover auf dem Podium sein Wort gegeben hat, dass jeder und jede, der/die die Mehrarbeit ausgezahlt haben will, den Ausgleich am 1. August in einer Summe auf dem Konto haben wird. Ich bin gespannt, wie lange sich Politiker auf ihren Mandaten halten können, die wiederholt falsche oder ungedeckte Versprechen machen. Welche Bedeutung hat das C heute noch im Namen einer Partei, deren Mandatsträger solche  Dinge zu verantworten haben?  Warum  überlässt man Schulpolitik auch vollkommen fachfremden und überforderten Minister/innen?

Ob der mehrfachen Falschberechnung des tatsächlichen Stundenbedarfs und der Kosten der Mehrarbeitsvergütung stellt sich die Frage, wie dilettantisch die Regierung in Hannover nur Ihre Arbeit macht. Dilettantismus ist dabei wohl noch die harmloseste Vermutung.  Ein Schelm, wer sich den folgenden Reim macht: Erst ein Versprechen kurz vor der Wahl, dann ein Dementi nach der Wahl, danach das Zurückrudern nach der eindrucksvollen Demonstration in Hannover und jetzt der erneute Wortbruch! Wenn schon die Schulen durch einen so genannten TÜV überprüft werden, sollte man an eine solche regelmäßige Untersuchung auch durchaus auch auf andere Bereiche und Ebenen ausweiten. 

Schöne Ferien noch!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben hat unser smarter Ministerpräsident CHRISTian Wulff angekündigt, dass die in Aussicht gestellte Barauszahlung der Mehrarbeitsvergütung für die AZ-Konten nun nicht wie versprochen sofort, sondern über einen Zeitraum von VIER Jahren erfolgen soll.</p>
<p>Wieder ein offenkundig zeitlich wohlkalkulierter Wortbruch, am Tag vor Sommerferienbeginn, somit erst am Folgetag in der Presse! Wollte man damit etwa dem zu erwartenden erneuten deutlichen Widerspruch der Lehrer den Wind nehmen?</p>
<p>Ich erinnere mich noch genau, wie der CDU- Schulpolitiker Karl-Heinz Klare beim Aktionstag in Hannover auf dem Podium sein Wort gegeben hat, dass jeder und jede, der/die die Mehrarbeit ausgezahlt haben will, den Ausgleich am 1. August in einer Summe auf dem Konto haben wird. Ich bin gespannt, wie lange sich Politiker auf ihren Mandaten halten können, die wiederholt falsche oder ungedeckte Versprechen machen. Welche Bedeutung hat das C heute noch im Namen einer Partei, deren Mandatsträger solche  Dinge zu verantworten haben?  Warum  überlässt man Schulpolitik auch vollkommen fachfremden und überforderten Minister/innen?</p>
<p>Ob der mehrfachen Falschberechnung des tatsächlichen Stundenbedarfs und der Kosten der Mehrarbeitsvergütung stellt sich die Frage, wie dilettantisch die Regierung in Hannover nur Ihre Arbeit macht. Dilettantismus ist dabei wohl noch die harmloseste Vermutung.  Ein Schelm, wer sich den folgenden Reim macht: Erst ein Versprechen kurz vor der Wahl, dann ein Dementi nach der Wahl, danach das Zurückrudern nach der eindrucksvollen Demonstration in Hannover und jetzt der erneute Wortbruch! Wenn schon die Schulen durch einen so genannten TÜV überprüft werden, sollte man an eine solche regelmäßige Untersuchung auch durchaus auch auf andere Bereiche und Ebenen ausweiten. </p>
<p>Schöne Ferien noch!</p>
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	<item>
		<title>Von: Maik</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-63566</link>
		<dc:creator>Maik</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 May 2008 10:47:30 +0000</pubDate>
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		<description>Es bleibt zu fragen, was wir als Lehrerinnen und Lehrer konkret unternehmen können, ohne dabei auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler zu tanzen. 

Da liegt in meinen Augen ein wesentlicher Hemmschuh für den revolutionären Geist. Ein anderer ist m.E. das Berufsbeamtentum - ein großes Privileg, aber eine ebenso große Kette, die wir aber alle auch irgendwie liebhaben - gerade diejenigen mit Familie. Ich sehe zumindest selten bis gar nicht Lehrerinnen und Lehrer im Fernsehen auf die Kacke hauen - das trauen sich nur vereinzelt Schulleiterinnen und Schulleiter, die mit dem Rücken zur Wand stehen.

Die Zeit läuft gegen das Bildungssystem. Es ist absehbar, dass sich die Probleme in der Unterrichtsversorgung in naturwissenschaftlichen und einigen anderen Fächern massiv verschärfen werden. Der Tag kommt (und soll teilweise auch schon da sein), an dem eine selbstständige Schule einstellen muss, was kommt und mangels Bewerberzahl gerade auf dem Land nicht mehr auswählen oder gar die Stelle selbst besetzen  kann. 
Das ist ja gerade auch ein Grund, den die Bildungsministerin des Landes Niedersachsen für ihren weitgehend zurückgenommenen Beschluss ins Feld geführt hat (obwohl die Kinder, die es heute betrifft, zur Zeit des Einführung des Arbeitszeitkontos, alle schon geboren waren). Schon damals hat also die Mathedidaktik kläglich versagt.

Mir tut es in der Seele weh, die für mich wertvollen Bestandteile heutiger Grundschulkdidaktik und -methodik nicht am Gymnasium fortführen zu können. Leider scheitert z.B. das Thema Gruppenarbeit bereits an der Tatsache, dass ich in einem Raum unterrichte, der für 25 SuS konzipiert ist, aber mittlerweile  von 32-34 SuS genutzt wird - ich bin froh, wenn sie alle sitzen und beim Austrecken des Armes keinen Mitschüler oder eine Wand streifen. Zur Tafel gehen können sollen sie ja auch noch... Von Oberstufenkursen mir 28 Personen (Deutsch, erhöhtes Niveau), rede ich schonmal gar nicht. 

Mit Geld alleine ist es nicht getan. Was uns fehlt ist Nachhaltigkeit: In der Didaktik, in der Methodik, und der Lehrerfortbildung (Gibt es sowas in guter Qualität?), in der finanziellen Ausstattung von Schulen, in der Personalplanung. Nachhaltigkeit erfordert Konsens, der in unserer föderalen Struktur utopisch ist - das haben die bei der Reform echt verpennt. 
Das Bildungssystem in Skandinavien beruht auf Nachhaltigkeit und innerer Einstellung. In Dänemark lehnte bereits in den 70er Jahren ein Verteidigungsminister die Aufstockung seines Etats zu Lasten des Bildungsetats ab mit der Aussage: &quot;Aber es sind doch unsere Kinder&quot;. Dort ist beileibe nicht alles Gold, was glänzt, aber Kaffee, eigener Arbeitsplatz und diverse andere Dinge (Präsenzpflicht, weniger Stunden bei weniger Geld - oft nicht berücksichtigt bei Vergleichen) sind dort selbstverständlich. 

Fächer, die sich selbst entdecken, sind prima, aber wenn man der 7. Klasse den Dreisatz nicht beherrscht, ist das in Chemie schon doof. Den Grafikrechner muss man bedienen können, um derartige Aufgaben lösen zu können, aber das können viele nicht, obwohl der notfalls sogar Buchstaben ausspuckt. Gleiches sagen mir die Fremdsprachenlehrer, wenn sie in der 5. Klassen entsetzt feststellen, dass immer noch von Tu- und Wie-Wörtern gesprochen wird, Deutsch entdeckt sich schließlich auch selbst...

Womit wir bei der Förderung leistungsschwacher SuS wären, die wir durch keine Veränderung der Fachdidaktik allein zu besseren Leistungen verhelfen werden - sondern allein durch: Nachhaltigkeit - auch in den Elternhäusern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es bleibt zu fragen, was wir als Lehrerinnen und Lehrer konkret unternehmen können, ohne dabei auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler zu tanzen. </p>
<p>Da liegt in meinen Augen ein wesentlicher Hemmschuh für den revolutionären Geist. Ein anderer ist m.E. das Berufsbeamtentum &#8211; ein großes Privileg, aber eine ebenso große Kette, die wir aber alle auch irgendwie liebhaben &#8211; gerade diejenigen mit Familie. Ich sehe zumindest selten bis gar nicht Lehrerinnen und Lehrer im Fernsehen auf die Kacke hauen &#8211; das trauen sich nur vereinzelt Schulleiterinnen und Schulleiter, die mit dem Rücken zur Wand stehen.</p>
<p>Die Zeit läuft gegen das Bildungssystem. Es ist absehbar, dass sich die Probleme in der Unterrichtsversorgung in naturwissenschaftlichen und einigen anderen Fächern massiv verschärfen werden. Der Tag kommt (und soll teilweise auch schon da sein), an dem eine selbstständige Schule einstellen muss, was kommt und mangels Bewerberzahl gerade auf dem Land nicht mehr auswählen oder gar die Stelle selbst besetzen  kann.<br />
Das ist ja gerade auch ein Grund, den die Bildungsministerin des Landes Niedersachsen für ihren weitgehend zurückgenommenen Beschluss ins Feld geführt hat (obwohl die Kinder, die es heute betrifft, zur Zeit des Einführung des Arbeitszeitkontos, alle schon geboren waren). Schon damals hat also die Mathedidaktik kläglich versagt.</p>
<p>Mir tut es in der Seele weh, die für mich wertvollen Bestandteile heutiger Grundschulkdidaktik und -methodik nicht am Gymnasium fortführen zu können. Leider scheitert z.B. das Thema Gruppenarbeit bereits an der Tatsache, dass ich in einem Raum unterrichte, der für 25 SuS konzipiert ist, aber mittlerweile  von 32-34 SuS genutzt wird &#8211; ich bin froh, wenn sie alle sitzen und beim Austrecken des Armes keinen Mitschüler oder eine Wand streifen. Zur Tafel gehen können sollen sie ja auch noch&#8230; Von Oberstufenkursen mir 28 Personen (Deutsch, erhöhtes Niveau), rede ich schonmal gar nicht. </p>
<p>Mit Geld alleine ist es nicht getan. Was uns fehlt ist Nachhaltigkeit: In der Didaktik, in der Methodik, und der Lehrerfortbildung (Gibt es sowas in guter Qualität?), in der finanziellen Ausstattung von Schulen, in der Personalplanung. Nachhaltigkeit erfordert Konsens, der in unserer föderalen Struktur utopisch ist &#8211; das haben die bei der Reform echt verpennt.<br />
Das Bildungssystem in Skandinavien beruht auf Nachhaltigkeit und innerer Einstellung. In Dänemark lehnte bereits in den 70er Jahren ein Verteidigungsminister die Aufstockung seines Etats zu Lasten des Bildungsetats ab mit der Aussage: &#8220;Aber es sind doch unsere Kinder&#8221;. Dort ist beileibe nicht alles Gold, was glänzt, aber Kaffee, eigener Arbeitsplatz und diverse andere Dinge (Präsenzpflicht, weniger Stunden bei weniger Geld &#8211; oft nicht berücksichtigt bei Vergleichen) sind dort selbstverständlich. </p>
<p>Fächer, die sich selbst entdecken, sind prima, aber wenn man der 7. Klasse den Dreisatz nicht beherrscht, ist das in Chemie schon doof. Den Grafikrechner muss man bedienen können, um derartige Aufgaben lösen zu können, aber das können viele nicht, obwohl der notfalls sogar Buchstaben ausspuckt. Gleiches sagen mir die Fremdsprachenlehrer, wenn sie in der 5. Klassen entsetzt feststellen, dass immer noch von Tu- und Wie-Wörtern gesprochen wird, Deutsch entdeckt sich schließlich auch selbst&#8230;</p>
<p>Womit wir bei der Förderung leistungsschwacher SuS wären, die wir durch keine Veränderung der Fachdidaktik allein zu besseren Leistungen verhelfen werden &#8211; sondern allein durch: Nachhaltigkeit &#8211; auch in den Elternhäusern.</p>
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	<item>
		<title>Von: Gerd</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-63127</link>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2008 12:51:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=1299#comment-63127</guid>
		<description>Hallo Manfred!

Deine Bestandsaufnahme ist scharf und aufschlussreich. &quot;Herr Rau&quot; hat ja auch schon beklagt, dass wir ruhig etwas &quot;revolutionärer&quot; denken und handeln könnten, was weniger politisch gemeint ist als eher reformerisch, zunächst auf unseren Job, in zweiter Linie aber auch auf die Gesellschaft bezogen. Liebe BND-Spitzel, ich bin weit davon entfernt, zum Umsturz aufzurufen, also gemach.

Wir leben mittlerweile in einer Gesellschaft, in der Ellenbogen über immer mehr entscheidet. Jeder versucht sich auf Kosten Anderer zu profilieren. Wer kann, versucht den sozialen Abstieg zu vermeiden. Sozialer Aufstieg ist so gut wie ausgeschlossen (siehe die Ergebnisse von PISA). Daher auch die zunehmende soziale Inkompetenz. Sie erleben den täglichen Kampf bei den Eltern, also versuchen sie sich in der Schule eben auch auf Kosten Anderer durchzubeißen. Im Leben heißt das &quot;Erfolg&quot; , in der Schule &quot;mangelhaftes Sozialverhalten&quot;.

Die Schüler am unteren Ende der Skala realisiern zunehmend, dass für sie kaum mehr als die Aussicht auf soziale Grundsicherung besteht. Vielleicht ist das etwas überspitzt, aber in der Tendenz sicher so.

In der Gesellschaft ist der Erhalt des Arbeitsplatzes die Überlebensfrage geworden. Die Schere zwischen reich/gebildet und arm/ungebildet öffnet sich. Als erfolgreich gilt der Dieter Bohlen-Typ Selfmade-Mann, der mit dem Porsche Cayenne Schneisen durch den Großstadtdschungel fräst.

Was müssen unsere Konsequenz als Pädaggen aus dem Gesagten sein?

Wir dürfen das Elite-Denken der neoliberalen Politikrichtung nicht kritiklos hinnehmen, denn es produziert einige wenige Gewinner, ein mageres Mittelfeld und viele Verlierer.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet in dem Maße, in dem wir durch ein rigides Schulsystem gesellschaftliche Schichten voneinander trennen, statt ihnen die Möglichkeit zu geben, miteinander und voneinander zu lernen und zu profitieren.

Wir brauchen kleinere  Lerngruppen in den Schulen, denn in Systemen mit Klassenstärken von über 30 kann keiner mehr optimal gefördert bzw. gefordert werden.

Ich erlebe täglich das Selbstverständnis von Schülern, in deren Bewusstsein in Kategorien von Haupt-/Real-schule und Gymnasium gedacht wird, womit vielfach ein mehr oder minder ausgeprägtes Selbstbewusstsein einhergeht. 
 
Welche Folgen ein weniger ausgeprägtes Selbstwertgefühl haben kann, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Ich bin es Leid, wenn immer wieder von politischer Seite gefordert wird, die Spielregeln des freien Marktes und der freien Wirtschaft auf Schule zu übertragen. Und ich mag es nicht, dass so viel mehr von Eliteförderung gesprochen wird als von der Förderung der schwächeren Schüler.

Ich bin froh, dass in Hannover alle Lehrer in einem Ziel zusammengestanden sind, und ich wüschte mir, dass auch in grundsätzlichen Belangen unsere Expertise als Fachleute für Bildung und Erziehung gesehen wird. Auch das Lagerdenken zwischen &quot;Sudienräten&quot; und anderen Pädagogen gehört auf den Müllhafen der Geschichte.

Wenn wir daran nichts zu ändern versuchen, degradieren wir uns zu willenlosen Befehlsempfängern, die sich auch noch durch so fragwürdige Kontrollinstrumente wie Schul-TÜV gängeln lassen müssen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Manfred!</p>
<p>Deine Bestandsaufnahme ist scharf und aufschlussreich. &#8220;Herr Rau&#8221; hat ja auch schon beklagt, dass wir ruhig etwas &#8220;revolutionärer&#8221; denken und handeln könnten, was weniger politisch gemeint ist als eher reformerisch, zunächst auf unseren Job, in zweiter Linie aber auch auf die Gesellschaft bezogen. Liebe BND-Spitzel, ich bin weit davon entfernt, zum Umsturz aufzurufen, also gemach.</p>
<p>Wir leben mittlerweile in einer Gesellschaft, in der Ellenbogen über immer mehr entscheidet. Jeder versucht sich auf Kosten Anderer zu profilieren. Wer kann, versucht den sozialen Abstieg zu vermeiden. Sozialer Aufstieg ist so gut wie ausgeschlossen (siehe die Ergebnisse von PISA). Daher auch die zunehmende soziale Inkompetenz. Sie erleben den täglichen Kampf bei den Eltern, also versuchen sie sich in der Schule eben auch auf Kosten Anderer durchzubeißen. Im Leben heißt das &#8220;Erfolg&#8221; , in der Schule &#8220;mangelhaftes Sozialverhalten&#8221;.</p>
<p>Die Schüler am unteren Ende der Skala realisiern zunehmend, dass für sie kaum mehr als die Aussicht auf soziale Grundsicherung besteht. Vielleicht ist das etwas überspitzt, aber in der Tendenz sicher so.</p>
<p>In der Gesellschaft ist der Erhalt des Arbeitsplatzes die Überlebensfrage geworden. Die Schere zwischen reich/gebildet und arm/ungebildet öffnet sich. Als erfolgreich gilt der Dieter Bohlen-Typ Selfmade-Mann, der mit dem Porsche Cayenne Schneisen durch den Großstadtdschungel fräst.</p>
<p>Was müssen unsere Konsequenz als Pädaggen aus dem Gesagten sein?</p>
<p>Wir dürfen das Elite-Denken der neoliberalen Politikrichtung nicht kritiklos hinnehmen, denn es produziert einige wenige Gewinner, ein mageres Mittelfeld und viele Verlierer.</p>
<p>Der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet in dem Maße, in dem wir durch ein rigides Schulsystem gesellschaftliche Schichten voneinander trennen, statt ihnen die Möglichkeit zu geben, miteinander und voneinander zu lernen und zu profitieren.</p>
<p>Wir brauchen kleinere  Lerngruppen in den Schulen, denn in Systemen mit Klassenstärken von über 30 kann keiner mehr optimal gefördert bzw. gefordert werden.</p>
<p>Ich erlebe täglich das Selbstverständnis von Schülern, in deren Bewusstsein in Kategorien von Haupt-/Real-schule und Gymnasium gedacht wird, womit vielfach ein mehr oder minder ausgeprägtes Selbstbewusstsein einhergeht. </p>
<p>Welche Folgen ein weniger ausgeprägtes Selbstwertgefühl haben kann, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.</p>
<p>Ich bin es Leid, wenn immer wieder von politischer Seite gefordert wird, die Spielregeln des freien Marktes und der freien Wirtschaft auf Schule zu übertragen. Und ich mag es nicht, dass so viel mehr von Eliteförderung gesprochen wird als von der Förderung der schwächeren Schüler.</p>
<p>Ich bin froh, dass in Hannover alle Lehrer in einem Ziel zusammengestanden sind, und ich wüschte mir, dass auch in grundsätzlichen Belangen unsere Expertise als Fachleute für Bildung und Erziehung gesehen wird. Auch das Lagerdenken zwischen &#8220;Sudienräten&#8221; und anderen Pädagogen gehört auf den Müllhafen der Geschichte.</p>
<p>Wenn wir daran nichts zu ändern versuchen, degradieren wir uns zu willenlosen Befehlsempfängern, die sich auch noch durch so fragwürdige Kontrollinstrumente wie Schul-TÜV gängeln lassen müssen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-63114</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2008 09:16:20 +0000</pubDate>
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		<description>@Johannes: Ich kann deinen Unmut über manchen Kollegen am Gymnasium tatsächlich verstehen. Besonders einige ältere Kollegen an meinem Gymnasium leben methodisch doch noch in einer etwas anderen Zeit.

Allerdings muss ich (ich kenne die Verhältnisse an dem Gymnasium, an dem du unterrichtest bzw. unterrichtet hast ja nicht) doch einiges anmerken:

Ich unterrichte im Moment eine 5. Klasse in Englisch. Diese Klasse hat 34 (!) Schüler! Das ließe sich ja irgendwie noch hinkriegen, auch wenn die Klasse natürlich viel zu groß ist. 

Das Hauptproblem ist jetzt allerdings folgendes (Gerd hatte es ja auch schon angedeutet). Unter diesen 34 Schülern sind die Leistungsunterschiede derart groß, dass die Erfüllung des Lehrplans (wozu ich nach LDO ja verpflichtet bin) und eine Förderung aller Schüler quasi unmöglich ist! Einige der Schüler haben schon Probleme deutsche Texte flüssig zu lesen, geschweige denn die bislang noch sehr einfachen englischen Texte. Andere Schüler hingegen langweilen sich, weil es ihnen nicht schnell genug geht. (Inwieweit hier der offensichtlich nach jeweiliger Grundschule etwas unterschiedlich ausgefüllte Englischunterricht eine Rolle spielt, vermag ich nicht zu beurteilen.)

Da denkt sich dann der engagierte (so schätze ich mich tatsächlich ein) Lehrer, was nun? Also, immer wieder Gruppenarbeit einfallen lassen mit unterschiedlichem Anspruchsniveau, stärkere Schüler als Hilfe für die schwächeren Schüler einsetzen, stärkere Schüler Merkplakate entwerfen/basteln lassen, während ich mich etwas die schwächeren kümmere etc.,  hatte mir noch einiges andere einfallen lassen. Ist alles schön und gut. 

In der Praxis sieht das dann aber so aus: Die soziale (In-)Kompetenz der Schüler ist teilweise derart groß, dass sie gar nicht willens sind, von stärkeren Schülern etwas anzunehmen bzw. stärkere Schüler gar nicht willens sind, den schwächeren etwas beizubringen/zu helfen. Sowas endet dann leicht bei 34 Leuten in Unruhe bzw. Frust bei den Schülern. 

___
(Nur so als Anmerkung: Nach dieser 5. Klasse mit Basteln etc. (Scheren, Plakate etc. unter den Arm geklemmt) laufe ich dann schleunigst 400m an das andere Ende des Schulgebäudes, wo ich einen Grundkurs 13 Englisch mit 29 (!) Schülern auf das Abitur vorbereiten soll. Aber die beiden Stunden sind ja schon zwei meiner acht Stunden an diesem Tag... upss... jetzt habe ich tatsächlich gejammert.)
___

Ich kann hier einfach nicht umhin, auch eine Verantwortung bei den Eltern zu sehen, da es mir doch so scheint, dass elementarste, eigentlich selbstverständliche Umgangsformen bzw. soziales Verhalten nicht auch noch im Englischunterricht der 5. Klasse Gymnasium eingeführt werden müssen. Punktuell sicher, ist auch gar kein Problem. Aber wie soll ich den Lehrplan erfüllen (was ja immer noch mein Auftrag ist), wenn ich die Hälfte der Zeit auf die Erziehung zu Grundsätzlichem verwenden muss. Ist unter den gegebenen Umständen eigentlich unmöglich. Da muss organisatorisch bzw. vom Anspruch her einfach was geschehen. Unter o. g. Umständen kann ich zumindest nachvollziehen, warum einige Kollegen einfach nur noch ihren Stoff durchziehen, wobei ich das damit nicht gutheißen möchte.

Meines Erachtens muss sowohl Eltern als auch Lehrern aller Schularten klargemacht werden, dass es nur durch eine bessere Zusammenarbeit miteinander geht. Für viele Eltern ist die Bildung ihrer Kinder mittlerweile äußerst wichtig geworden und sie setzen oft auch nicht unbeträchtliche finanzielle Mittel zur Förderung ihrer Kinder ein. Allerdings gibt es immer mehr Probleme beim Umgang der Schüler miteinander. Woran liegt das? Wird zuhause zwar Geld aber keine Zeit für die Kinder verwendet? Versagen die Erzieher im Kindergarten? Die Grundschullehrer? Die Lehrer am Gymnasium? Wird grundsätzlich zu viel Zeit für Vermittlung von Fachwissen (auch wenn dies größtenteils durch den Lehrplan vorgegeben ist) in der Schule verwendet? Oder hat so mancher Lehrer einfach zu wenig Zeit für den Einzelnen, weil die Klassen so groß sind? Muss hier die Politik reagieren?
All diese Fragen lassen sich doch nur beantworten, wenn alle Beteiligten einmal kritisch, auch über ihren eigenen Beitrag, reflektieren. Ich bin gerne bereit, jeglichen Verbesserungsvorschlag, der sich auf meine Arbeit bezieht, aufzunehmen. Ob das unter den gegebenen Bedingungen allerdings auch mit der Umsetzung klappt, daran habe ich zumindest inzwischen doch ernsthafte Zweifel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Johannes: Ich kann deinen Unmut über manchen Kollegen am Gymnasium tatsächlich verstehen. Besonders einige ältere Kollegen an meinem Gymnasium leben methodisch doch noch in einer etwas anderen Zeit.</p>
<p>Allerdings muss ich (ich kenne die Verhältnisse an dem Gymnasium, an dem du unterrichtest bzw. unterrichtet hast ja nicht) doch einiges anmerken:</p>
<p>Ich unterrichte im Moment eine 5. Klasse in Englisch. Diese Klasse hat 34 (!) Schüler! Das ließe sich ja irgendwie noch hinkriegen, auch wenn die Klasse natürlich viel zu groß ist. </p>
<p>Das Hauptproblem ist jetzt allerdings folgendes (Gerd hatte es ja auch schon angedeutet). Unter diesen 34 Schülern sind die Leistungsunterschiede derart groß, dass die Erfüllung des Lehrplans (wozu ich nach LDO ja verpflichtet bin) und eine Förderung aller Schüler quasi unmöglich ist! Einige der Schüler haben schon Probleme deutsche Texte flüssig zu lesen, geschweige denn die bislang noch sehr einfachen englischen Texte. Andere Schüler hingegen langweilen sich, weil es ihnen nicht schnell genug geht. (Inwieweit hier der offensichtlich nach jeweiliger Grundschule etwas unterschiedlich ausgefüllte Englischunterricht eine Rolle spielt, vermag ich nicht zu beurteilen.)</p>
<p>Da denkt sich dann der engagierte (so schätze ich mich tatsächlich ein) Lehrer, was nun? Also, immer wieder Gruppenarbeit einfallen lassen mit unterschiedlichem Anspruchsniveau, stärkere Schüler als Hilfe für die schwächeren Schüler einsetzen, stärkere Schüler Merkplakate entwerfen/basteln lassen, während ich mich etwas die schwächeren kümmere etc.,  hatte mir noch einiges andere einfallen lassen. Ist alles schön und gut. </p>
<p>In der Praxis sieht das dann aber so aus: Die soziale (In-)Kompetenz der Schüler ist teilweise derart groß, dass sie gar nicht willens sind, von stärkeren Schülern etwas anzunehmen bzw. stärkere Schüler gar nicht willens sind, den schwächeren etwas beizubringen/zu helfen. Sowas endet dann leicht bei 34 Leuten in Unruhe bzw. Frust bei den Schülern. </p>
<p>___<br />
(Nur so als Anmerkung: Nach dieser 5. Klasse mit Basteln etc. (Scheren, Plakate etc. unter den Arm geklemmt) laufe ich dann schleunigst 400m an das andere Ende des Schulgebäudes, wo ich einen Grundkurs 13 Englisch mit 29 (!) Schülern auf das Abitur vorbereiten soll. Aber die beiden Stunden sind ja schon zwei meiner acht Stunden an diesem Tag&#8230; upss&#8230; jetzt habe ich tatsächlich gejammert.)<br />
___</p>
<p>Ich kann hier einfach nicht umhin, auch eine Verantwortung bei den Eltern zu sehen, da es mir doch so scheint, dass elementarste, eigentlich selbstverständliche Umgangsformen bzw. soziales Verhalten nicht auch noch im Englischunterricht der 5. Klasse Gymnasium eingeführt werden müssen. Punktuell sicher, ist auch gar kein Problem. Aber wie soll ich den Lehrplan erfüllen (was ja immer noch mein Auftrag ist), wenn ich die Hälfte der Zeit auf die Erziehung zu Grundsätzlichem verwenden muss. Ist unter den gegebenen Umständen eigentlich unmöglich. Da muss organisatorisch bzw. vom Anspruch her einfach was geschehen. Unter o. g. Umständen kann ich zumindest nachvollziehen, warum einige Kollegen einfach nur noch ihren Stoff durchziehen, wobei ich das damit nicht gutheißen möchte.</p>
<p>Meines Erachtens muss sowohl Eltern als auch Lehrern aller Schularten klargemacht werden, dass es nur durch eine bessere Zusammenarbeit miteinander geht. Für viele Eltern ist die Bildung ihrer Kinder mittlerweile äußerst wichtig geworden und sie setzen oft auch nicht unbeträchtliche finanzielle Mittel zur Förderung ihrer Kinder ein. Allerdings gibt es immer mehr Probleme beim Umgang der Schüler miteinander. Woran liegt das? Wird zuhause zwar Geld aber keine Zeit für die Kinder verwendet? Versagen die Erzieher im Kindergarten? Die Grundschullehrer? Die Lehrer am Gymnasium? Wird grundsätzlich zu viel Zeit für Vermittlung von Fachwissen (auch wenn dies größtenteils durch den Lehrplan vorgegeben ist) in der Schule verwendet? Oder hat so mancher Lehrer einfach zu wenig Zeit für den Einzelnen, weil die Klassen so groß sind? Muss hier die Politik reagieren?<br />
All diese Fragen lassen sich doch nur beantworten, wenn alle Beteiligten einmal kritisch, auch über ihren eigenen Beitrag, reflektieren. Ich bin gerne bereit, jeglichen Verbesserungsvorschlag, der sich auf meine Arbeit bezieht, aufzunehmen. Ob das unter den gegebenen Bedingungen allerdings auch mit der Umsetzung klappt, daran habe ich zumindest inzwischen doch ernsthafte Zweifel.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Rau</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-63056</link>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2008 06:32:27 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für die Fotos, Gerd, und die Erinnerung, dass zusammenarbeitende Lehrer etwas bewirken könnten. Wir könnten viel mehr machen, zu verlieren haben wir auch nicht viel - aber Revolutionäre sind wir leider wirklich nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Fotos, Gerd, und die Erinnerung, dass zusammenarbeitende Lehrer etwas bewirken könnten. Wir könnten viel mehr machen, zu verlieren haben wir auch nicht viel &#8211; aber Revolutionäre sind wir leider wirklich nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerd</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-63003</link>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2008 07:23:40 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Johannes, hallo Kollegen, hallo Kolleginnen!

Ich war am Donnerstag in unserer Landeshauptstadt Hannover auf einer Großdemonstration gegen die Politik der CDU-geführten Verarschungspolitik (excuse my French) mit den Arbeitszeitkonten.

Positiv fiel auf, dass erstmals alle Lehrer (ich meine auch die Frauen) aller Schulformen, von GS über Förder-, Sonder-, Gymnasien, Hauptschulen, Realschulen und BBS zusammen aufgetreten sind um GEMEINSAM als KOLLEGEN den die eigentlichen Gegenspielern entgegenzutreten.

11.000 Kollegen vor dem Niedersächsischen Landtag, vereint in einem Ziel. Das schafft Power. Ich bin da weggegangen mit dem Gefühl der Sicherheit, dass so eine Verarsche nicht noch einmal passiert und sich jede Kultusministerin oder Kultusminister verdammt warm anziehen muss, um uns mit weiteren Einschränkungen und Belastungen zu malträtieren.

Ich bin überzeugt, dass so gut wie JEDER und JEDE, da wo wir arbeiten, einen tollen Job macht. Das kann uns keine Schulinspektion ausreden. Wir haben Macht, wenn wir geschlossen auftreten und notfalls NEIN sagen!!!

Johannes hat insofern recht, dass die Kollegen an Gymnasien von der eigentlichen pädagogischen Erziehungsarbeit viel weiter entfernt sind als die Grundschullehrer und Hauptschullehrer, da einfach der Anteil an Wissensvermittlung naturgemäß größer und die persönlichen Probleme geringer sind. Das in Frage zu stellen, wäre ja auch unsinnig.

Mein persönlicher Wunsch wäre es, die Grenzen zwischen den Schulformen aufzuweichen und weitestgehend ganz abzuschaffen. Wir leisten uns ein weltweit einzigartiges, vollkommen veraltetes Schulsystem und eine unerträgliche Kleinstaaterei im Bildungswesen, den wir Pluralismus und Föderalismus nennen, was in dem Bereich aber längst überholt ist.

Überlegt nur, welche gesellschaftliche Position wir haben, wenn wir zusammenstehen. Unsere Ministerin ist ja schon am Tag vor der angekündigten Demonstration, als noch mit 5-6000 Kollegen zu rechnen war, eingeknickt und hat ein viel besseres Angebot unterbreitet. Davon haben wir uns nicht täuschen lassen und sind mit der doppelten Anzahl angereist und haben ein tolles Festival gefeiert, mit Livemusik, Verpflegung etc.
  
Kein Regierender kann sich über seine Bediensteten mehr hinwegsetzen. Von GEW über VBE, Philologenverband, nicht organisierte Lehrer: Wir haben Präsenz gezeigt und zusammengehalten und viel erreicht.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Pfingsten.
Ich werde heute noch ein paar Fotos von der Demo auf meine Internetseite www.vattiweb.de stellen.

Gruß, Gerd</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Johannes, hallo Kollegen, hallo Kolleginnen!</p>
<p>Ich war am Donnerstag in unserer Landeshauptstadt Hannover auf einer Großdemonstration gegen die Politik der CDU-geführten Verarschungspolitik (excuse my French) mit den Arbeitszeitkonten.</p>
<p>Positiv fiel auf, dass erstmals alle Lehrer (ich meine auch die Frauen) aller Schulformen, von GS über Förder-, Sonder-, Gymnasien, Hauptschulen, Realschulen und BBS zusammen aufgetreten sind um GEMEINSAM als KOLLEGEN den die eigentlichen Gegenspielern entgegenzutreten.</p>
<p>11.000 Kollegen vor dem Niedersächsischen Landtag, vereint in einem Ziel. Das schafft Power. Ich bin da weggegangen mit dem Gefühl der Sicherheit, dass so eine Verarsche nicht noch einmal passiert und sich jede Kultusministerin oder Kultusminister verdammt warm anziehen muss, um uns mit weiteren Einschränkungen und Belastungen zu malträtieren.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass so gut wie JEDER und JEDE, da wo wir arbeiten, einen tollen Job macht. Das kann uns keine Schulinspektion ausreden. Wir haben Macht, wenn wir geschlossen auftreten und notfalls NEIN sagen!!!</p>
<p>Johannes hat insofern recht, dass die Kollegen an Gymnasien von der eigentlichen pädagogischen Erziehungsarbeit viel weiter entfernt sind als die Grundschullehrer und Hauptschullehrer, da einfach der Anteil an Wissensvermittlung naturgemäß größer und die persönlichen Probleme geringer sind. Das in Frage zu stellen, wäre ja auch unsinnig.</p>
<p>Mein persönlicher Wunsch wäre es, die Grenzen zwischen den Schulformen aufzuweichen und weitestgehend ganz abzuschaffen. Wir leisten uns ein weltweit einzigartiges, vollkommen veraltetes Schulsystem und eine unerträgliche Kleinstaaterei im Bildungswesen, den wir Pluralismus und Föderalismus nennen, was in dem Bereich aber längst überholt ist.</p>
<p>Überlegt nur, welche gesellschaftliche Position wir haben, wenn wir zusammenstehen. Unsere Ministerin ist ja schon am Tag vor der angekündigten Demonstration, als noch mit 5-6000 Kollegen zu rechnen war, eingeknickt und hat ein viel besseres Angebot unterbreitet. Davon haben wir uns nicht täuschen lassen und sind mit der doppelten Anzahl angereist und haben ein tolles Festival gefeiert, mit Livemusik, Verpflegung etc.</p>
<p>Kein Regierender kann sich über seine Bediensteten mehr hinwegsetzen. Von GEW über VBE, Philologenverband, nicht organisierte Lehrer: Wir haben Präsenz gezeigt und zusammengehalten und viel erreicht.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Pfingsten.<br />
Ich werde heute noch ein paar Fotos von der Demo auf meine Internetseite <a href="http://www.vattiweb.de" rel="nofollow"></a><a href='http://www.vattiweb.de'>http://www.vattiweb.de</a> stellen.</p>
<p>Gruß, Gerd</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Johannes</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-62985</link>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 May 2008 21:00:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=1299#comment-62985</guid>
		<description>@sully 77
Leider habe nicht alle folgenden Eintragungen nach mir lesen können. 
Zu deinen Äußerungen:
Ich bin derzeit -ob du`s glaubst oder nicht- gleichzeitig Fachlehrer eines Deutschkurses in einer Realschulklasse 9 und Englischlehrer in einer Hauptschulklasse 5 und 8. Hauptsächlich unterrichte ich aber -als Klassenlehrer!- eine 4. Grundschulklasse( EN, SU, D) 
Ich habe -ausser in der BBS- bis jetzt in jeder Schulform mindestens 2 Jahre unterrichtet und bleibe bei meiner Behauptung, dass...
... die Grundschullehrer die meiste pädagogische UND fachliche Arbeit leisten
... Die Förderschullehrer die meiste pädagogische Arbeit leisten
... die Hauptschullehrer und -z. T.  die Realschullehrer- hauptsächlich pädagogische Arbeit leisten 
... die Gymnasiallehrer -und z.T. die Realschullehrer- sich auf die fachliche Arbeit beschränken.

Zur letzten Gruppe zähle ich dich anhand deines Beitrages!  Ich bin mir ziemlich sicher, dass du - als übernehmender 5. Klasse-lehrer- die Curricula der Grundschule NICHT kennst (Könnt ich dir -anhand deines Eintrages -auch beweisen, wenn du willst!)

Ich habe nicht viel Sympathien mit Lehrern, die sich über das niedrige/unterschiedliche Niveau ihrer Schüler beschweren, ohne mal erkennen zu lassen, ob sie Ideen für den Ausgleich dieses unterschiedlichen Niveau erkennen lassen.

Ich erhebe den Anspruch, dass meine Meinung  -als gleichzeitiger Haupt- Grund- und Realschullehrer-nicht als plakativ abgewertet wird. 
Vielleicht hat sully77 ja ihre/seine Meinung nur aus einer und nicht aus 3 Perspektiven gepostet???!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@sully 77<br />
Leider habe nicht alle folgenden Eintragungen nach mir lesen können.<br />
Zu deinen Äußerungen:<br />
Ich bin derzeit -ob du`s glaubst oder nicht- gleichzeitig Fachlehrer eines Deutschkurses in einer Realschulklasse 9 und Englischlehrer in einer Hauptschulklasse 5 und 8. Hauptsächlich unterrichte ich aber -als Klassenlehrer!- eine 4. Grundschulklasse( EN, SU, D)<br />
Ich habe -ausser in der BBS- bis jetzt in jeder Schulform mindestens 2 Jahre unterrichtet und bleibe bei meiner Behauptung, dass&#8230;<br />
&#8230; die Grundschullehrer die meiste pädagogische UND fachliche Arbeit leisten<br />
&#8230; Die Förderschullehrer die meiste pädagogische Arbeit leisten<br />
&#8230; die Hauptschullehrer und -z. T.  die Realschullehrer- hauptsächlich pädagogische Arbeit leisten<br />
&#8230; die Gymnasiallehrer -und z.T. die Realschullehrer- sich auf die fachliche Arbeit beschränken.</p>
<p>Zur letzten Gruppe zähle ich dich anhand deines Beitrages!  Ich bin mir ziemlich sicher, dass du &#8211; als übernehmender 5. Klasse-lehrer- die Curricula der Grundschule NICHT kennst (Könnt ich dir -anhand deines Eintrages -auch beweisen, wenn du willst!)</p>
<p>Ich habe nicht viel Sympathien mit Lehrern, die sich über das niedrige/unterschiedliche Niveau ihrer Schüler beschweren, ohne mal erkennen zu lassen, ob sie Ideen für den Ausgleich dieses unterschiedlichen Niveau erkennen lassen.</p>
<p>Ich erhebe den Anspruch, dass meine Meinung  -als gleichzeitiger Haupt- Grund- und Realschullehrer-nicht als plakativ abgewertet wird.<br />
Vielleicht hat sully77 ja ihre/seine Meinung nur aus einer und nicht aus 3 Perspektiven gepostet???!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerd</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-61717</link>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 14:30:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=1299#comment-61717</guid>
		<description>Hallo croco,

Meinungsforschungsinstitute wie das IfD Allensbach machen ihre Erhebungen laut Satzung auftragsungebunden.

Siehe dazu auch http://www.stiftung-demoskopie.de/

Bezahlt werden sie aus Stiftungsmitteln.
Ich finde, man sollte sich ruhig mit solchen Ergebnissen und möglichen Gründen auseinandersetzen, auch wenn sie einem nicht gefallen. Sonst endet man wie Friedbert Pflüger, der in Berlin jede Niederlage als Sieg verkauft Siehe http://blog.zdf.de/toll/

Viele Grüße,
Gerd</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo croco,</p>
<p>Meinungsforschungsinstitute wie das IfD Allensbach machen ihre Erhebungen laut Satzung auftragsungebunden.</p>
<p>Siehe dazu auch <a href="http://www.stiftung-demoskopie.de/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.stiftung-demoskopie.de/'>http://www.stiftung-demoskopie.de/</a></p>
<p>Bezahlt werden sie aus Stiftungsmitteln.<br />
Ich finde, man sollte sich ruhig mit solchen Ergebnissen und möglichen Gründen auseinandersetzen, auch wenn sie einem nicht gefallen. Sonst endet man wie Friedbert Pflüger, der in Berlin jede Niederlage als Sieg verkauft Siehe <a href="http://blog.zdf.de/toll/" rel="nofollow"></a><a href='http://blog.zdf.de/toll/'>http://blog.zdf.de/toll/</a></p>
<p>Viele Grüße,<br />
Gerd</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: croco</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-61623</link>
		<dc:creator>croco</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 18:44:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=1299#comment-61623</guid>
		<description>Gott sei Dank betrifft mich das alles nicht, bin ja Oberstudienrätin ;-)

Wer gibt eigentlich solche Umfragen in Auftrag?
Oder macht Allensbach das unbezahlt?
Was ich eher nicht glaube, weil &quot;Zucker ist gesund&quot;-Umfragen immer von Firmen wie Süßzucker bezahlt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gott sei Dank betrifft mich das alles nicht, bin ja Oberstudienrätin ;-)</p>
<p>Wer gibt eigentlich solche Umfragen in Auftrag?<br />
Oder macht Allensbach das unbezahlt?<br />
Was ich eher nicht glaube, weil &#8220;Zucker ist gesund&#8221;-Umfragen immer von Firmen wie Süßzucker bezahlt werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerd</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/04/arbeitszeitkonto-niedersachsen.htm#comment-61509</link>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 20:11:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=1299#comment-61509</guid>
		<description>Ich frage mich allerdings, woran erkennt ein repräsentativ befragter Normalbürger denn einen Studienrat?
An unserer Schule unterrichteten zur Zeit als es noch die Orientierungsstufe gab, auch ein paar Studienrätinnen und -assessoren, aber weder Schüler noch alle Kollegen konnten sie von Realschullehrern und Grund- und Hauptschullehrern unterscheiden, nicht mal die Studienrätin mit Doktortitel (den hatte sie allerdings auch nicht auf ihr Türschild gemalt).
Die haben genau den selben Job gemacht wie wir alle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich allerdings, woran erkennt ein repräsentativ befragter Normalbürger denn einen Studienrat?<br />
An unserer Schule unterrichteten zur Zeit als es noch die Orientierungsstufe gab, auch ein paar Studienrätinnen und -assessoren, aber weder Schüler noch alle Kollegen konnten sie von Realschullehrern und Grund- und Hauptschullehrern unterscheiden, nicht mal die Studienrätin mit Doktortitel (den hatte sie allerdings auch nicht auf ihr Türschild gemalt).<br />
Die haben genau den selben Job gemacht wie wir alle.</p>
]]></content:encoded>
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