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	<title>Kommentare zu: Schulaufgaben auf dem Laptop</title>
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	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 18:04:57 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Herr Rau</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79972</link>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 06:29:47 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Vorschlag für den Anfang: In Deutsch, 8. Klasse, wird gerne mal ein Protokoll als Prüfung geschrieben. (Ich selber mag es gar nicht.) Am ersten Klassenelternabend ankündigen, dass im zweiten Halbjahr diese Prüfung am Computer geschrieben wird. Und im Laufe des ersten Halbjahrs muss man einige Male im Computerraum mit den Schülern üben.

@Max: Kann ich mir vorstellen. Und wenn es so läuft, dann ist es auch gut. Manchen fällt es allerdings schwer, gleich den richtigen Satz zu treffen.

@Sebastian: Im prinzip ja. Aber es gibt, auch in der Kollegstufe, Schüler mit weit weniger Erfahrung beim Tippen, als man denken würde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vorschlag für den Anfang: In Deutsch, 8. Klasse, wird gerne mal ein Protokoll als Prüfung geschrieben. (Ich selber mag es gar nicht.) Am ersten Klassenelternabend ankündigen, dass im zweiten Halbjahr diese Prüfung am Computer geschrieben wird. Und im Laufe des ersten Halbjahrs muss man einige Male im Computerraum mit den Schülern üben.</p>
<p>@Max: Kann ich mir vorstellen. Und wenn es so läuft, dann ist es auch gut. Manchen fällt es allerdings schwer, gleich den richtigen Satz zu treffen.</p>
<p>@Sebastian: Im prinzip ja. Aber es gibt, auch in der Kollegstufe, Schüler mit weit weniger Erfahrung beim Tippen, als man denken würde.</p>
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		<title>Von: Max</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79787</link>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 18:48:58 +0000</pubDate>
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		<description>Bin vielleicht etwas spät, aber trotzdem: Ich vermute, dass die Textqualität unter Laptop-Klausuren leiden würde. Ich merke das bei mir selber (Deutsch-LK, in etwa einem Monat müssen auch wir in Bayern ran ans Abi), dass meine handgeschriebenen Texte pointierter sind, weil ich gezwungen bin, über jeden Satz wirklich nachzudenken - ich kann ihn nicht einfach wieder weglöschen. In diesem Sinne ist das Schreiben per Hand eine wesentlich «endgültigere» Handlung als das Tippen eines Satzes am Rechner.
Beweisen kann ich das nicht (und gleichzeitig kann ich auch nur für mich sprechen), vielleicht ist ein Testlauf ganz sinnvoll. Ich bin mir aber schon jetzt relativ sicher, wie ich lieber schreiben würde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bin vielleicht etwas spät, aber trotzdem: Ich vermute, dass die Textqualität unter Laptop-Klausuren leiden würde. Ich merke das bei mir selber (Deutsch-LK, in etwa einem Monat müssen auch wir in Bayern ran ans Abi), dass meine handgeschriebenen Texte pointierter sind, weil ich gezwungen bin, über jeden Satz wirklich nachzudenken &#8211; ich kann ihn nicht einfach wieder weglöschen. In diesem Sinne ist das Schreiben per Hand eine wesentlich «endgültigere» Handlung als das Tippen eines Satzes am Rechner.<br />
Beweisen kann ich das nicht (und gleichzeitig kann ich auch nur für mich sprechen), vielleicht ist ein Testlauf ganz sinnvoll. Ich bin mir aber schon jetzt relativ sicher, wie ich lieber schreiben würde.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Sebastian</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79779</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 09:58:15 +0000</pubDate>
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		<description>Macht es wirklich Sinn darauf zu schauen, wie viel Erfahrung die Schüler im Maschinenschreiben haben, wer wie schnell einen Text tippen kann, und das mit der handschriftlichen Anfertigung des gleichen Textes zu vergleichen? In niedrigen Jahrgangsstufen bestimmt, aber allerspätestens in der Kollegstufe sollte doch schon so gut wie jeder öfter mal am PC etwas geschrieben haben (zB Facharbeit). Auf die Technik kommt es nicht an - die einen beherrschen das 10-Finger-System, die weniger Erfahrenen tippen eventuell auch nur mit dem &quot;2-Finger-Geier-System&quot;, oder ein Mix aus allem. ABER - jeder tippt verschieden schnell; ich sehe es oft genug, dass Leute ohne 10-Finger-System wesentlich schneller schreiben können, als andere mit 10FS. Die Handschrift ist bei jedem Menschen genauso verschieden - die Art und Weise wie er/sie schreibt und in welcher Geschwindigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Macht es wirklich Sinn darauf zu schauen, wie viel Erfahrung die Schüler im Maschinenschreiben haben, wer wie schnell einen Text tippen kann, und das mit der handschriftlichen Anfertigung des gleichen Textes zu vergleichen? In niedrigen Jahrgangsstufen bestimmt, aber allerspätestens in der Kollegstufe sollte doch schon so gut wie jeder öfter mal am PC etwas geschrieben haben (zB Facharbeit). Auf die Technik kommt es nicht an &#8211; die einen beherrschen das 10-Finger-System, die weniger Erfahrenen tippen eventuell auch nur mit dem &#8220;2-Finger-Geier-System&#8221;, oder ein Mix aus allem. ABER &#8211; jeder tippt verschieden schnell; ich sehe es oft genug, dass Leute ohne 10-Finger-System wesentlich schneller schreiben können, als andere mit 10FS. Die Handschrift ist bei jedem Menschen genauso verschieden &#8211; die Art und Weise wie er/sie schreibt und in welcher Geschwindigkeit.</p>
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	<item>
		<title>Von: Tanja</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79758</link>
		<dc:creator>Tanja</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 14:25:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2315#comment-79758</guid>
		<description>Das ist sehr interessant, auch die Kommentare. 

In der Berufsfachschule sind wir in der Mehrheit der Unterrichtsprofile (vergleichbar mit Schulstufen) schon länger am Punkt angelangt, an dem Arbeiten nur noch am Rechner geschrieben werden und die autom. Rechtsschreibekorrektur sowie das Internet genutzt wird, wie im übrigen Leben auch. Die Bewertungsraster werden anspruchsvoller zu machen (die Deutschfachschaft hat am meisten Weiterbildung zu bewältigen) aber es ist die einzige Möglichkeit, Azubis, Eltern, Lehrmeister und Lehrpersonen vor Verzweiflung zu retten und allen so etwas wie Fortschrittsmöglichkeiten zu geben. Denn Deutsch durch Handschrift und Rechtschreibung ging schlicht und ergreifend nicht mehr, jedenfalls nicht mit den Budgets und der Klientel, die wir haben.

Politisch sind wir in dieser Sache auf einer pragmatischen Ebene gelandet, wo Teilautonomie der Schulen möglich ist (aber leider die Mindesanforderungen nicht gut genug definiert sind, gerade in Deutsch).

Die Schweiz ist und bleibt ein Einwandererland mit der tiefsten Gymansialquote Europas. Und wenn wir auch die tiefsten Jugendarbeitslosigkeit behalten wollen, führen die Wege nur über Kompromisse, bis die Augen (besonders die der Buchhändlerin) tränen. Ich habe lernen müssen, dass jemand sich dann genügend korrekt ausdrücken kann, wenn er die 200 Fachausdrücke seiner Branche beherrscht und die dazu notwendigen Sätze formulieren kann und dass er genau so auch eine Stelle findet. Aufsatz hat gegenüber Interviews und Reden ohnehin an Terrain verloren und kommt bei vielen Abschlussprüfungen gar nicht mehr vor.

In diesem Zusammenhang: Das einzige schweizerische Deutschlehrmittel, das es meines Wissens je auf den deutschen Markt geschafft hat, ist für die Berufsbildung geschrieben worden ist: &quot;Deutsch im Detail&quot; / Klett Vlg. 

Für mich ist das ein kleiner Hinweis, dass der Sprachunterricht und die Berwertung der Kompetenz in der Landessprache vielerorts überdacht wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist sehr interessant, auch die Kommentare. </p>
<p>In der Berufsfachschule sind wir in der Mehrheit der Unterrichtsprofile (vergleichbar mit Schulstufen) schon länger am Punkt angelangt, an dem Arbeiten nur noch am Rechner geschrieben werden und die autom. Rechtsschreibekorrektur sowie das Internet genutzt wird, wie im übrigen Leben auch. Die Bewertungsraster werden anspruchsvoller zu machen (die Deutschfachschaft hat am meisten Weiterbildung zu bewältigen) aber es ist die einzige Möglichkeit, Azubis, Eltern, Lehrmeister und Lehrpersonen vor Verzweiflung zu retten und allen so etwas wie Fortschrittsmöglichkeiten zu geben. Denn Deutsch durch Handschrift und Rechtschreibung ging schlicht und ergreifend nicht mehr, jedenfalls nicht mit den Budgets und der Klientel, die wir haben.</p>
<p>Politisch sind wir in dieser Sache auf einer pragmatischen Ebene gelandet, wo Teilautonomie der Schulen möglich ist (aber leider die Mindesanforderungen nicht gut genug definiert sind, gerade in Deutsch).</p>
<p>Die Schweiz ist und bleibt ein Einwandererland mit der tiefsten Gymansialquote Europas. Und wenn wir auch die tiefsten Jugendarbeitslosigkeit behalten wollen, führen die Wege nur über Kompromisse, bis die Augen (besonders die der Buchhändlerin) tränen. Ich habe lernen müssen, dass jemand sich dann genügend korrekt ausdrücken kann, wenn er die 200 Fachausdrücke seiner Branche beherrscht und die dazu notwendigen Sätze formulieren kann und dass er genau so auch eine Stelle findet. Aufsatz hat gegenüber Interviews und Reden ohnehin an Terrain verloren und kommt bei vielen Abschlussprüfungen gar nicht mehr vor.</p>
<p>In diesem Zusammenhang: Das einzige schweizerische Deutschlehrmittel, das es meines Wissens je auf den deutschen Markt geschafft hat, ist für die Berufsbildung geschrieben worden ist: &#8220;Deutsch im Detail&#8221; / Klett Vlg. </p>
<p>Für mich ist das ein kleiner Hinweis, dass der Sprachunterricht und die Berwertung der Kompetenz in der Landessprache vielerorts überdacht wird.</p>
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	<item>
		<title>Von: apanat</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79718</link>
		<dc:creator>apanat</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 17:57:05 +0000</pubDate>
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		<description>Im Sinne der Gleichbehandlung und um die wenigen Gelegenheiten, wo noch handschriftlich gearbeitet wird zu retten, würde ich gegen Laptopklausuren votieren.
Korrekturen von getipptem Text wären freilich angesichts mancher Handschriften viel einfacher.

Im Sinne der Ausbildung der Schüler: an handschriftl. Klausur festhalten.
Im Sinne der Arbeitsersparnis für die Lehrer: Laptopklausur</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sinne der Gleichbehandlung und um die wenigen Gelegenheiten, wo noch handschriftlich gearbeitet wird zu retten, würde ich gegen Laptopklausuren votieren.<br />
Korrekturen von getipptem Text wären freilich angesichts mancher Handschriften viel einfacher.</p>
<p>Im Sinne der Ausbildung der Schüler: an handschriftl. Klausur festhalten.<br />
Im Sinne der Arbeitsersparnis für die Lehrer: Laptopklausur</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Rau</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79717</link>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 17:07:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2315#comment-79717</guid>
		<description>Danke für die Erfahrungsberichte. Ich mache schon eifrig Lobbyarbeit in unserer Schule für organisierte Versuche am Rechner.
Das Ministerium überlegt wohl gar nichts. Anfang des letzten Schuljahrs 2007 wurde wieder betont, dass am Deutsch-Aufsatz nicht zu rütteln ist. Grammatik-Schulaufgaben gibt es nicht.

Allerdings kann in jedem Fach &lt;em&gt;eine&lt;/em&gt; Schulaufgabe durch &quot;andere gleichwertige Leistungsnachweise ersetzt werden&quot;. Auch in Deutsch. Da gibt es bereits Grammatikschulaufgaben, allerdings bisher nur in der Unter- und Mittelstufe. Im G8 darf man das auch in den Jahrgangsstufen 11 und 12, in denen je Semester eine Schulaufgabe geschrieben wird.

Aber ich will ja Aufsätze am Rechner, nicht unbedingt Grammatiktests. Erst mal. Erlaubt ist, was nicht verboten ist. Zulässige Hilfsmittel stehen zwar irgendwo, aber so genau auch nicht wieder, das darf der Lehrer entscheiden - wir machen ja schließlich auch &lt;em&gt;open book exams&lt;/em&gt;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Erfahrungsberichte. Ich mache schon eifrig Lobbyarbeit in unserer Schule für organisierte Versuche am Rechner.<br />
Das Ministerium überlegt wohl gar nichts. Anfang des letzten Schuljahrs 2007 wurde wieder betont, dass am Deutsch-Aufsatz nicht zu rütteln ist. Grammatik-Schulaufgaben gibt es nicht.</p>
<p>Allerdings kann in jedem Fach <em>eine</em> Schulaufgabe durch &#8220;andere gleichwertige Leistungsnachweise ersetzt werden&#8221;. Auch in Deutsch. Da gibt es bereits Grammatikschulaufgaben, allerdings bisher nur in der Unter- und Mittelstufe. Im G8 darf man das auch in den Jahrgangsstufen 11 und 12, in denen je Semester eine Schulaufgabe geschrieben wird.</p>
<p>Aber ich will ja Aufsätze am Rechner, nicht unbedingt Grammatiktests. Erst mal. Erlaubt ist, was nicht verboten ist. Zulässige Hilfsmittel stehen zwar irgendwo, aber so genau auch nicht wieder, das darf der Lehrer entscheiden &#8211; wir machen ja schließlich auch <em>open book exams</em>.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mareike</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79668</link>
		<dc:creator>Mareike</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 21:56:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2315#comment-79668</guid>
		<description>Ich bin derzeit für ein Erasmus-Semester in Schweden und habe letzte Woche eine Klausur am Computer geschrieben. Ich wusste das vorher nicht und war dementsprechend die ersten Minuten irritiert - ich glaube nämlich, dass ich mich etwas anders vorbereitet hätte.

Ich habe etwas gebraucht, bis mich das unterschiedlich schnelle, unterschiedlich laute und unterschiedlich rhythmische Geklappere der anderen nicht mehr gestört hat, aber man kommt (besser: ich kam) ganz gut in eine Art Flow. 

Krass fand ich, dass wir unter unserem Uni-Benutzernamen eingeloggt waren, sprich auf Dateien hätten zugreifen können. Abgabe war per E-Mail. 

Ich muss am Ende meines Studiums eine vierstündige Diplomklausur schreiben - die anderen Prüfungen sind mündlich. Die letzte Klausur habe ich im Abi geschrieben. Das ist aktuell 9 Jahre her. Ich würde viel dafür geben, wenn ich jene Diplomklausur am Rechner schreiben könnte! Ich hab noch keine Ahnung, wie ich mich darauf adäquat vorbereiten soll.

Wie ist das denn von Ministeriumsseite? Wird &quot;überlegt&quot;, Klausuren &quot;abzuschaffen&quot;? (Was könnte ein Ersatz sein? Multiple Choice hoffentlich nicht.) Und ist der Einsatz von Computern / Laptops zum Klausuren schreiben &quot;erlaubt&quot; oder wird das gar nicht erst besprochen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin derzeit für ein Erasmus-Semester in Schweden und habe letzte Woche eine Klausur am Computer geschrieben. Ich wusste das vorher nicht und war dementsprechend die ersten Minuten irritiert &#8211; ich glaube nämlich, dass ich mich etwas anders vorbereitet hätte.</p>
<p>Ich habe etwas gebraucht, bis mich das unterschiedlich schnelle, unterschiedlich laute und unterschiedlich rhythmische Geklappere der anderen nicht mehr gestört hat, aber man kommt (besser: ich kam) ganz gut in eine Art Flow. </p>
<p>Krass fand ich, dass wir unter unserem Uni-Benutzernamen eingeloggt waren, sprich auf Dateien hätten zugreifen können. Abgabe war per E-Mail. </p>
<p>Ich muss am Ende meines Studiums eine vierstündige Diplomklausur schreiben &#8211; die anderen Prüfungen sind mündlich. Die letzte Klausur habe ich im Abi geschrieben. Das ist aktuell 9 Jahre her. Ich würde viel dafür geben, wenn ich jene Diplomklausur am Rechner schreiben könnte! Ich hab noch keine Ahnung, wie ich mich darauf adäquat vorbereiten soll.</p>
<p>Wie ist das denn von Ministeriumsseite? Wird &#8220;überlegt&#8221;, Klausuren &#8220;abzuschaffen&#8221;? (Was könnte ein Ersatz sein? Multiple Choice hoffentlich nicht.) Und ist der Einsatz von Computern / Laptops zum Klausuren schreiben &#8220;erlaubt&#8221; oder wird das gar nicht erst besprochen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Frau Lehmann</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79665</link>
		<dc:creator>Frau Lehmann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 20:36:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2315#comment-79665</guid>
		<description>Eine meiner Schülerinnen im Italienisch-LK hatte eine chronische Sehnenscheidenentzündung und musste daher am Laptop schreiben. Ich habe ihr immer einen Schullaptop mit gesperrtem Internetzugang mitgebracht. Ihre Klausuren waren immer gut, manchmal auch sehr gut, obwohl sie manchmal dazu neigte, etwas knapp zu werden, weil ihr schneller ins Auge fiel, was sie schon geschrieben hatte. Ich habe die Klausur immer auf Laptop und Stick gespeichert und direkt ausgedruckt, war nie ein Problem. Die anderen Schüler fühlten sich auch nicht gestört. Ich bevorzuge allerdings die Handschriftlichkeit, das wird mittlerweile viel zu wenig geübt außerhalb der Schule. Merke ich auch immer daran, dass die Schüler immer behaupten, bei mir im Unterricht am meisten schreiben zu müssen - und zwar in Mathe!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine meiner Schülerinnen im Italienisch-LK hatte eine chronische Sehnenscheidenentzündung und musste daher am Laptop schreiben. Ich habe ihr immer einen Schullaptop mit gesperrtem Internetzugang mitgebracht. Ihre Klausuren waren immer gut, manchmal auch sehr gut, obwohl sie manchmal dazu neigte, etwas knapp zu werden, weil ihr schneller ins Auge fiel, was sie schon geschrieben hatte. Ich habe die Klausur immer auf Laptop und Stick gespeichert und direkt ausgedruckt, war nie ein Problem. Die anderen Schüler fühlten sich auch nicht gestört. Ich bevorzuge allerdings die Handschriftlichkeit, das wird mittlerweile viel zu wenig geübt außerhalb der Schule. Merke ich auch immer daran, dass die Schüler immer behaupten, bei mir im Unterricht am meisten schreiben zu müssen &#8211; und zwar in Mathe!!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Rau</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79664</link>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 19:21:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2315#comment-79664</guid>
		<description>&quot;Wieso wählen wir ausgerechnet die Form, mehrere Schüler zur selben Zeit an dem selben Ort zusammen zu bringen, um dann aber jeder für sich die selbe Aufgabe zu lösen?&quot;
Weil mir andernfalls der Ministerialbeauftragte diese Formen um die Ohren schlägt. Wir wollen mit Klausuren nun mal leider nicht nur Wissen überprüfen, sondern müssen vor allem Noten geben. In der Unter- und Mittelstufe haben wir mehr Freiheiten, solange es jedenfalls nicht ums Vorrücken geht.

Dass die derzeitige Form der Klausur nicht den Anforderungen entspricht, denen sich unsere Schüler später gegenüber sehen (von Uni-Prüfungen abgesehen), ist wohl jedem klar. Das hat vermutlich gar nicht mal so viel mit den heutigen Anforderungen zu tun, das war leider nie anders.

Ich versuche eher, den Spielraum zu nutzen, den mir die aktuellen Regelungen lassen. So gering der auch ist, wird er immer noch zu wenig genutzt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wieso wählen wir ausgerechnet die Form, mehrere Schüler zur selben Zeit an dem selben Ort zusammen zu bringen, um dann aber jeder für sich die selbe Aufgabe zu lösen?&#8221;<br />
Weil mir andernfalls der Ministerialbeauftragte diese Formen um die Ohren schlägt. Wir wollen mit Klausuren nun mal leider nicht nur Wissen überprüfen, sondern müssen vor allem Noten geben. In der Unter- und Mittelstufe haben wir mehr Freiheiten, solange es jedenfalls nicht ums Vorrücken geht.</p>
<p>Dass die derzeitige Form der Klausur nicht den Anforderungen entspricht, denen sich unsere Schüler später gegenüber sehen (von Uni-Prüfungen abgesehen), ist wohl jedem klar. Das hat vermutlich gar nicht mal so viel mit den heutigen Anforderungen zu tun, das war leider nie anders.</p>
<p>Ich versuche eher, den Spielraum zu nutzen, den mir die aktuellen Regelungen lassen. So gering der auch ist, wird er immer noch zu wenig genutzt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: beelzebub bruck</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/schulaufgaben-auf-dem-laptop.htm#comment-79662</link>
		<dc:creator>beelzebub bruck</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 18:33:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2315#comment-79662</guid>
		<description>Zur Frage, ob die Computertexte besser oder im Gedankengang klarer sind, als die handschriftlichen Texte kann ich anhand von Computerhausaufgaben und auch abgegebenen längeren Arbeiten feststellen: 
Computertexte enthalten andere Fehler in der Textkohärenz, die Ursache liegt wohl beim bequemen &quot;copy and paste&quot;, also genau darin, was das Texten mit dem Computer so angenehm macht. 
Selbst mehrfache Warnhinweise sich nicht auf die (ohnehin fehlerhaften) Rechtschreibprogramme zu verlassen und einen Text selbstständig durchzugehen führen nicht zu einem kongruenten Schülerverhalten. 
Die traditionelle (lineare) Textproduktion führt zu anderen Texten, sie erscheinen mir zielorientierter als die Computertexte, diese wirken eher wie eine (manchmal recht willkürliche) Akkumulation von aufgeblasenen Einzelbausteinen. Kausalität und Finalität scheinen mir aber doch recht wichtige Kategorien zu sein, nicht nur im Schreiben, sondern auch im Handeln. Assoziativ: die modrigen Pilze des Lord Chandos...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Frage, ob die Computertexte besser oder im Gedankengang klarer sind, als die handschriftlichen Texte kann ich anhand von Computerhausaufgaben und auch abgegebenen längeren Arbeiten feststellen:<br />
Computertexte enthalten andere Fehler in der Textkohärenz, die Ursache liegt wohl beim bequemen &#8220;copy and paste&#8221;, also genau darin, was das Texten mit dem Computer so angenehm macht.<br />
Selbst mehrfache Warnhinweise sich nicht auf die (ohnehin fehlerhaften) Rechtschreibprogramme zu verlassen und einen Text selbstständig durchzugehen führen nicht zu einem kongruenten Schülerverhalten.<br />
Die traditionelle (lineare) Textproduktion führt zu anderen Texten, sie erscheinen mir zielorientierter als die Computertexte, diese wirken eher wie eine (manchmal recht willkürliche) Akkumulation von aufgeblasenen Einzelbausteinen. Kausalität und Finalität scheinen mir aber doch recht wichtige Kategorien zu sein, nicht nur im Schreiben, sondern auch im Handeln. Assoziativ: die modrigen Pilze des Lord Chandos&#8230;</p>
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	</item>
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