Schnürsenkel richtig binden

Sonntag, 31. Januar 2010 | Herr Rau

Meine Schnürsenkel gehen dauernd auf. Ernsthaft. Ständig bin ich am Binden. Über diesen Eintrag bei Lifehacker bin ich darauf gekommen, woher das kommt: Es gibt eine richtige und eine falsche Art, eine Schleife zu machen. Und das sieht man auch, wenn man die Schleife gebunden hat:

Rechts im Bild mein Schnürsenkel, wie er normalerweise aussieht. Das ist eine Schleife, die aufgeht (“granny knot”). Sie liegt schräg, fast schon parallel zum Schuh.
Links im Bild die inzwischen geübte Schleife, die nicht aufgeht (“reef knot”). Schön im rechten Winkel zum Schuh. Und hält besser.

Und ich dachte, das sei mit dem Kindergarten erledigt gewesen. Also ja, stimmt schon, das mit dem lebenslangen Lernen.

Kategorien: Fundstücke

10 Reaktionen auf “Schnürsenkel richtig binden”

  1. Johannes sagt:

    Sie haben das gleiche Parkett wie meine Eltern!

  2. Ivo sagt:

    lifehacker.com ist doch immer wieder Quell unzähliger lebenswichtiger Nebensächlichkeiten. Ich liebe das.

  3. Andrea sagt:

    Ha, das gleiche Problem hatte ich vor ein paar Jahren auch! Ich musste mir die Schleife dann anders herum angewöhnt. Seitdem halten die Schleifen auch.

  4. Andreas Kalt sagt:

    Wenn es besonders gut halten soll (oder die Schnürsenkel sehr glatt sind), kann man auch “zwei Mal wickeln” – schwierig zu beschreiben: man macht den ersten Knoten, legt die erste Schleife, dann “wickelt” man den Schnürsenkel um einen Finger – typischerweise ein Mal, aber wenn man das zwei Mal macht, hält es bombenfest. Anschließend wie gewohnt fertig binden.

  5. Stephan sagt:

    Wenn man die schnöde Schleife mit ein bißchen sea lingo terminologisch adeln möchte: Ich binde mir die Schuhe immer mit einem doppelt geslip(p?)ten Kreuzknoten.

  6. Tom sagt:

    Glückwunsch zu der Erkenntnis!

    Ich habe dazu fast 23 Jahre gebraucht, da beruhigt es nicht, daß noch jemand länger gebraucht hat.

    Trotz der Erkenntnis es seit der Kindergartenzeit falsch zu machen, beherrsche in den doppelt auf Slip gelegten Kreuzknoten noch immer nicht. Die falschen Bewegungen sind einfach zu tief verwurzelt.
    Daher bevorzuge ich persönlich die von Andreas beschriebene Methode.

  7. Herr Rau sagt:

    Gerade bei Wikipedia – der Spur des doppelt geslippten Kreuzknotens folgend, in der Tat sehr adeliger Name für diese Sache – gesehen, dass es da auch so ein schönes Schuhfoto gibt, zusammen mit den deutschen Namen: der granny knot heißt demnach Altweiberknoten.

    Einen Knotenkurs machen wäre auch mal lustig.

  8. sdinkel sagt:

    Ich habe den Kreuzknoten und den Unterschied zu seinem falschen Ableger damals im Segelkurs gelernt. Der eine geht auf, der andere stabilisiert sich selbst und ist trotzdem gut zu lösen – ein sehr wichtiges Kriterium für gute Knoten!

    Ich habe mir das damals so gemerkt: Rechts auf links, links auf rechts.
    Die falsche Variante geht: Links auf links, bzw. rechts auf rechts.

  9. Fontanefan sagt:

    Hab mich immer noch nicht bedankt für den Hinweis. Wird hiermit nachgeholt.

  10. R.Hucke sagt:

    Endlich….ich war meine losen Schnürsenkel so leid. Die Variante “reef Knot” sowie zweimal um den Finger gewickelt von Andreas halten bei mir prima! Danke…Grüsse

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