Archive nach Jahr: 2012

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(Für den Fall, dass irgendwer mal wieder fragt, warum Schulen wenig mit IT machen.)

Wenn ich im neuen Jahr wieder die Tanzkurse für die 8. Klassen organisiere, wäre es schön, wenn sich die Schüler selber online eintragen könnten. Es gibt 6 Klassen und 2 mögliche Termine, und manche Schüler wollen auch gar nicht mitmachen. Es erfordert viele Gänge in die Klassenzimmer, bis ich die Angaben auf Papier habe. Da wäre es doch schön, wenn sich die Schüler selber eintragen könnten. Das könnte man ganz einfach über Google Drive (früher: Google Docs) machen – da lassen sich ganz einfach Umfragen erstellen, die man dann ohne jegliche Anmeldung ausfüllen kann, wenn man den Link kennt.

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Tanja und Johnny Haeusler, Netzgemüse

Wer noch schnell ein gutes Weihnachtsgeschenk braucht, dem kann ich das hier empfehlen:

netzgemuese

Das Buch ist ein Ratgeber für Eltern, die Rat suchen bei der Frage, wie sie es mit ihren Kindern und dem Internet halten sollen. Lesenswert ist es aber auch für Lehrer. Ach, eigentlich möchte ich, dass das jeder liest, der sich Sorgen um die jungen Leute von heute macht.

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Frontalunterricht kein Schimpfwort mehr?

Die FAZ titelt etwas plakativer Frontalunterricht macht klug. Ganz so vereinfacht würde ich das nicht darstellen: Eine Studie zeigt (wenn auch nur an naturwissenschaftlichen Fächern), was andere Studien auch schon gezeigt haben, was Hilbert Meyer, der “Papst der Lehrerausbildung” (FAZ) inzwischen auch sagt – Frontalunterricht funktioniert und die meisten Schüler lernen bei den meisten Lehrern besser damit als mit offeneren Unterrichtsformen. Praktiker sind davon nicht überrascht.

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Modus F, oder die mittlere Führungsebene und die eigenverantwortliche Schule

An einem Gymnasium mit 100 Lehrern gibt es nur einen Vorgesetzten: den Schulleiter. Unterstützt wird der durch, sagen wir mal, drei Mitarbeiter in der Schulleitung. Aber nur der Schulleiter beurteilt die Leistungen der Lehrer, repräsentiert die Schule nach außen, ist verantwortlich und trifft Entscheidungen – und kann mir etwas anschaffen. Dafür ist der Schulleiter in der Gehaltsstufe A16, die anderen Lehrern – und da geht es uns gut, ich weiß – sind am Anfang A13, später A14, und wer eine der begehrten Funktionsstellen erhält, wird früher oder später meist auch A15.

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Grenzen der Kompetenzorientierung

Ich lese regelmäßig, dass alles Wissen, das man in Schulen beibringt, ja eh schon im Internet steht. Selbst wenn das vielleicht noch nicht ganz stimmt, dann stimmt es vermutlich bald. Nahegelegt wird mit diesem Satz, dass Schulen nur oder vor allem Wissen beibringen. Das ist sicher nicht so, obwohl man über das Verhältnis Wissen-Kompetenzen streiten kann. Nahegelegt wird außerdem, dass man Wissen nicht braucht, wenn man es eh leicht nachschlagen kann. Das stimmt so sicher auch nicht.

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Der Informatik-Biber

Die Mathematiklehrer haben – in der 6. Jahrgangsstufe – den Känguru-Test, die Informatiklehrer den Biber. (Kichern von Frau Rau.) Biber, sage ich! Ernst bleiben! Also, das ist ein bundesweiter Informatik-Wettbewerb für alle Jahrgangsstufen. In diesem Jahr nahmen 185.055 Jugendliche teil, aus insgesamt 1.097 Schulen. Eine dieser Schulen, und das zum ersten Mal, war meine.

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Hauptschulbesuch, Elternsprechabend, Social-Media-Leitfaden für Schule

Am Mittwoch war ich in einer Hauptschule zu Besuch; der Schulleiter war so nett, mich ein bisschen herumzuführen. Eine Lehrerin dort lässt mich beim nächsten Mal zuschauen, dann darf ich vielleicht sogar selber mal eine Stunde halten. Und sie besucht dann mich einmal.

Warum? Weil mir der Stundenplan Zeit dafür lässt und weil ich noch nie an einer Hauptschule war. (Gelegentlich höre ich Erzählungen einer Schwägerin von mir, die Hauptschullehrerin ist.) Wenn ich für ein mehrgliedriges Schulsystem bin, dann sollte ich wenigstens mal eine Hauptschule von innen gesehen haben. Ich werde hoffentlich später mal mehr berichten, jetzt nur ganz kurz: Die Atmosphäre dort war anders als in meiner Schule. Mehr Platz, mehr Einzeltische; die Gänge sauber, alles ruhig; die Schüler waren durchweg offen und freundlich und schienen selbstständig zu arbeiten. Vor der Tür fingen Fünftklässler ein Gespräch mit mir an.

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