Kartenspielen mit der 10a, aus Gründen

In der letzten Stunde habe ich mit der 10a Karten gespielt. So eine Art Mau-Mau. Mau-Mau geht ja ganz einfach: Am Anfang deckt man eine Karte auf, und die Spieler versuchen der Reihe nach ihre Karten loszuwerden, indem sie sie ablegen. (Lassen wir alle Sonderkarten mal weg.) Die Ablageregel lautet: Man kann eine Karte ablegen, wenn sie die gleiche Farbe (Herz, Pik, Kreuz, Karo) hat wie die oben liegende Karte, oder wenn sie den gleichen Wert hat.

In meiner Variante wurde allerdings eine andere Regel verwendet, die nur ich als Spielleiter, sozusagen, kannte. Eine geheime also. Einige Schüler waren die Mitspieler, die nach und nach versuchten ihre Karten loszuwerden. Es gibt auch einfache Regeln für die Bepunktung, aber die sind im Moment nicht wichtig.

Am Anfang muss man bei diesem Spiel raten und einfach eine Karten ausspielen und schauen, was der Spielleiter sagt. Vielleicht hat man Glück (“Geht”), vielleicht Pech (“Geht nicht”). Man hat vorerst einfach nicht genug Material, als dass man sinnvoll raten könnte, wie die geheime Regel lautet. Aber wenn man das Spiel ein, zwei Runden beobachtet, dann hat die ersten Vermutungen. Da waren ein paar rote Karten, die immer gingen. Oder: nach der Pik 9 waren alle Karten, die abgelehnt wurden, Pik; die Karte, die dann akzeptiert wurde, war Herz.

Aufgrund dieser Beobachtungen stellt man Theorien auf. “Nach einer Karte mit einer ungeraden Zahl muss immer ein Herz kommen.” Oder: “Nach einer Pik-Karte muss immer ein Herz kommen.” Es geht bei dem Spiel zwar nicht darum, die Regel herauszufinden, sondern darum, seine Karten loszuwerden. Aber das geht natürlich leichter, wenn man die Regel kennt. Also folgt man erst mal seiner Vermutung und legt die entsprechenden Karten ab.
Meist bricht diese erste Vermutung schon bald zusammen. Irgendeine gespielte Karte passt nicht; entweder der Spielleiter weist eine Karte zurück, auch wenn die laut der vermuteten Regel akzeptiert werden sollte, oder die Karte eines Mitspielers wird akzeptiert, obwohl man nicht weiß warum.

Es ist sehr schön, sich selber und den anderen Spielern beim Theoriebilden zuzuschauen. Man sieht die Köpfe leuchten, hört kleine Ausrufe: “Ich glaub, ich hab’s.” Ein paar Runden später das verständnislose Kopfschütteln, wenn die Theorie verworfen werden muss und man sich die bisher gespielten Karten noch einmal genauer anschauen muss.

Erfahrene Spieler, die zum Beispiel vermuten: “Nach einer Pik-Karte muss immer ein Herz kommen,” testen das im Experiment. Man wartet, bis eine Pik-Karte liegt, und legt dann ein Herz an. Leider kann man nicht immer bestimmen, welche Karte gerade oben liegt. Es geht bei diesem Spiel eher um Beobachtungen, und die Möglichkeiten für Experimente – also die Wiederholung einer beobachteten Erscheinung unter kontrollierten Bedingungen – sind gering.
Allerdings muss man auch das andere ausprobieren: Man wartet, bis eine Pik-Karte liegt, und legt dann extra kein Herz. (Oder man hofft, dass ein Mitspieler das macht.) Dann sagt der Spielleiter vielleicht “Geht nicht”, und das bestätigt die Vermutung. Oder er sagt “Geht”, und man ist überrascht. Aber auch dann ist das kein fehlgeschlagenens Experiment. Es gibt keine fehlgeschlagenen Experimente, allenfalls schlampig durchgeführte. Wenn bei einem Experiment nicht das herauskommt, was man erwartet, ist das keinesfalls ein Fehlschlag, sondern eine interessante Beobachtung, aus der man etwas lernen kann. Vielleicht lautet die Regel in Wirklichkeit ja: “Nach einer Pik-Karte muss immer eine rote Karte, also Herz/Karo, kommen.”

Es kommt nämlich oft vor, dass die vom Spieler vermutete Regel erst einmal viel komplizierter ausfällt, als die des Spielleiters tatsächlich ist. Das geschieht, wenn man kein Muster in den vorliegenden Daten erkennt und deshalb versucht, viele kleine Ausnahmen und Sonderregeln aufzustellen, damit die gespielten Karten passen. Kann ja auch stimmen so; in meiner Spielerrunde war das aber selten der Fall – wenn bei jeder neuen gespielten Karte wieder eine Ausnahme zum bisherigen Regelsatz kommt, dann ist man wohl auf dem Holzweg. Manchmal ist die eigene Regel auch einfacher nur enger gefasst als die tatsächliche, so wie in dem Fall oben, wo jede rote Karte spielbar ist, man aber glaubt, dass nur Herzen erlaubt sind. Solange man da nicht kritisch die Gegenprobe macht, wird man immer Herz legen, das wird immer funktionieren, und die eigene, unnötig enge Regel, wird bestätigt. (Bis man mal kein Herz auf der Hand hat und dem Spielleiter sagt, man kann nicht. Dann wählt der ein Karo aus, legt es an und gibt die vier Strafkarten.)


Dieses Spiel gibt es wirklich, und es ist – eine nur mäßig schräge Spielerrunde vorausgesetzt – tatsächlich gut spielbar, anders als andere Kuriositäten. Es heißt Eleusis, und ich habe vor Jahren schon mal darüber geschrieben, wenn auch aus anderer Perspektive. Robert Abbott erfand es 1959, ich spiele meist die erweiterte Version von 1977; 2006 veröffentlichte Hohn Golden eine vereinfachte Version Eleusis Express, die auch an Grundschulen spielbar sein soll. Daneben gibt es Varianten von Spieleverlagen, etwa “Geheimcode” von der Firma Winning Moves. Das wird nicht mit regulären Spielkarten gespielt, sondern mit Karten von berühmten Pesonen aus der Geschichte – die jeweils zu einer bestimmten Farbe (rot, gelb) und Kategorie (Denker, Politiker, Künstler) gehören, mit bestimmter Rahmenform (rund, eckig, spitz). Nicht sehr spielbar, obwohl es von Alex Randolph ist. Das Original von Abbott gibt es in einigen Spielebüchern oder als Broschüre bei Abbot selber – für fünf Dollar einschließlich Porto, allerdings nur auf Papier und nur per Scheck oder US-Bargeld, also noch nicht so sehr webfreundlich. Aber Eleusis Express kann man ausdrucken, da fehlen halt einige der philosophischen Überlegungen aus der Broschüre.
Neu war mir das Spiel “Mao” (Wikipedia), eine Art Eleusis-Abkömmling, das nach dem großen Vorsitzenden Mao benannt ist, dessen geheime Regeln man befolgen muss, ohne sie zu kennen; die Etymologie könnte aber tatsächlich vom deutschen Mau-Mau kommen, mit dem Mao mehr Ähnlichkeiten aufweist als mit Eleusis.)

— Ein anderes Spiel von Abbott, “Babel”, will ich mal mit Schülern ausprobieren. Ein Handelsspiel für acht bis vierzig Personen, die sich miteinander unterhalten müssen, um Karten zu tauschen und zu kombinieren, die sie dann beim Spielleiter gegen Punkte und neue Karten eintauschen. Müsste auch in der Fremdsprache gehen. Und vielleicht, irgendwann mal, so etwas wie die San Tilapian Studies von Emily Short, ein Erzählspiel für eine Party mit 30-40 Spielern.

Nachtrag: Link zu Material zu Eleusis, via Bob Abbotts Seite.


Eleusis funktioniert einfach als Spiel, aber man kann es natürlich auch als Allegorie auf die wissenschaftliche Methode sehen. Es gibt Regeln, Naturgesetze. Die kennt man nicht, und man kann sie auch nie erfahren. Man beobachtet die Natur und stellt Vermutungen an; aufgrund dieser baut man die Natur in kontrollierter Umgebung nach und stellt Experimente an, die die Vermutungen bestätigen oder auch nicht. Wenn man genug Experimente hat, stellt man eine Theorie auf. Die Theorie erlaubt Vorhersagen, und wenn sich später die Vorhersagen mit der Wirklichkeit decken, dann gilt die Theorie erst einmal als bewiesen. Mehr geht nicht in der Wissenschaft – in das Hirn des Spielleiters (oder Gottes) kann man nicht hineinsehen.

(Außerdem kann ich so vielleicht erklären, warum die Beispiele der Schülern in Erörterungen meist nichts bringen. “Mein Onkel hat einmal…/Eine Cousine von mir hat…/Ich selber habe…” – das ist etwa so aussagekräftig wie bei Eleusis: “Ich habe mal eine Kreuz 7 gelegt, und die wurde nicht akzeptiert.”)


Im Moment komme ich auf wissenschaftliches Vorgehen, weil in meinem Teil des Internets gerade wieder Homöopathie diskutiert wird. Die Kaltmamsell verweist auf einen Artikel in den Science Blogs über die Rolle der Homöopathie in der Ausbildung zum Pharmazeutiker-Ausbildung; versöhnlicher dazu Frau Nuf. Lesen Sie das nach, bei der Kaltmamsell und den ScienceBlogs, auch die jeweils vielen Kommentare. (Unbedingt den schönen Kommentar von Schlappohr bei dem ScienceBlog-Artikel lesen, mit dem herzerwärmenden Austausch zwischen Apotheker A und Herrn H.)

Leben kann ich gut mit der Argumentation: “Tests haben bewiesen, dass Homöopathie funktioniert.” Das ist nicht dumm, sondern nur falsch.
Leben kann ich auch mit: “Man kann Homöopathie nicht beweisen, das liegt in der Natur der Sache.” Das ist schon etwas dumm, aber auch das regt mich wenig auf. Diese Person gibt wenigstens zu, dass Homöopathiegläubigkeit eine Religion ist, und wenn ich mit Religion auch meine Schwierigkeiten habe, habe ich keinen Anlass, darüber zu streiten.

Mit anderen Argumenten habe ich mehr Probleme:

  • Die Pharmalobby hat etwas gegen Homöopathie. Wieso sollte sie? Kann man doch Geld mit machen. Die Homöopathielobby ist doch Teil der Pharmaindustrie. Vermutlich ist das schlechte Image von Pharma nur auf das Ph- am Anfang zurückzuführen – phishing, phreaking, lauter böse Sachen.
  • Jeder kann doch frei entscheiden, was er tut. Abgesehen davon, dass das, was man für freie Entscheidung hält, natürlich immer beeinflusst ist von Umfeld und Erziehung: Klar kann jeder frei entscheiden, hat auch niemand etwas dagegen gesagt. Das heißt aber nicht, dass jeder frei entscheiden darf, was eine Tatsache ist und was nicht. “Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten.” (Patrick Moynihan) Außerdem gilt das mit der freien Entscheidung wohl nur für natürliche Personen; Gesundheitsministerien und Krankenversicherungen können sicher nicht frei entscheiden, sondern müssen sich an irgendetwas halten – an Tatsachen; Bürgerwünsche; Lobbywünsche. Man wünscht sich, sie halten sich vor allem an das erste.
  • Wissenschaft kann nichts beweisen, sondern nur Theorien aufstellen. Das ist eine Wortspielerei, die zeigt, dass der Mensch keine Ahnung hat, wovon er spricht. Natürlich kann die Wissenschaft nur Theorien aufstellen, siehe Eleusis oben. Wenn die Theorien brauchbar sind, erlauben sie Vorhersagen, die bestätigt werden. Wenn das oft genug geschieht, darf man von bewiesen reden. Aber klar, natürlich ist immer möglich, dass ein Stein plötzlich nach oben fällt statt nach unten. Aber so unwahrscheinlich, dass man davon ausgehen kann, dass die Tehorie der Schwerkraft trotzdem bewiesen ist – und wenn das doch einmal geschieht, ist ein Naturwissenschaftler der erste, der sich darüber freut.
  • Alles mit den Wörtern mechanistisches Weltbild darin. Gemeint ist damit nur, dass sich Dinge gemäß Regeln verhalten, so wie bei Eleusis; das heißt nicht, dass man diese Regeln kennt. Die Alternative zu dem, was etwas unsachlich so genannt wird, lautet: Dinge verhalten sich nicht nach Regeln. Also doch Wunder.
  • Möglicherweise wird die Wissenschaft eines Tages feststellen, dass Homöopathie doch funktioniert. Nur jetzt kann sie es noch nicht beweisen. Es geht nicht ums Beweisen, es geht ums Feststellen. Man hat noch nicht festgestellt, das Homöopathie funktioniert.
  • Bei meinem Onkel hat es auch geholfen.

Dieser letzte Satz ist problematisch, und vermutlich der wichtigste. Woher weiß man, ob etwas wahr ist? Woher weiß man, dass Astrologie, Handauflegen, Hausaufgaben, Lebendiges Wasser, Aspirin funktionieren? “Mein Onkel hat festgestellt, dass es funktioniert. Ich habe festgestellt, dass es funktioniert. Deshalb funktioniert es.” Ein naheliegender Schluss. Der muss aber nicht stimmen; ich selber bin da ganz demütig und misstraue meinen eigenen Feststellungen manchmal. Alles andere erschiene mir wie Größenwahn. So ähnlich wie es optische Illusionen gibt, gibt es auch kognitive Illusionen, und woher will man wissen, ob man nicht auf eine hereingefallen ist? Das ist so ähnlich, wie wenn man bei Eleusis beobachtet, dass eine Herz 3 angelegt werden kann. Daraus die Regel abzuleiten: man kann (immer) eine Herz 3 anlegen, das wäre verfrüht. Bei Eleusis sieht man schön, wie Spieler Muster erkennen, wo keine sind.


Schlimm ist, dass so etwas die Deutschlehrer machen müssen statt die Biolehrer. Überhaupt, mit Esoterik haben es die Schulen manchmal, wie es die Süddeutsche unter “Aromadusche im Klassenzimmer” schreibt: “Lehrer setzen immer häufiger zweifelhafte Methoden in den Klassenzimmern ein.” Auch aus innerschulischen Gründen will ich dazu nicht viel schreiben. Zitieren möchte ich allerdings folgende kluge Frage, die Anne Höhl in diesem Artikel stellt:

Doch ist das Drücken einiger Energiepunkte wirklich so schlimm? Ist es gefährlich, wenn Kinder zur besseren Konzentration mit Lavendel beduftet werden? “Geschadet wird im Allgemeinen nicht dadurch, dass etwas getan, sondern dadurch, dass etwas unterlassen wird”, sagt Wolfgang Hund. Unterlassen wird die gezielte Hilfe von pädagogischen Fachleuten, wenn zum Beispiel Aufmerksamkeitsdefizite oder Lernschwächen auftreten.

Da rührt sich die Erinnerung des Deutschlehrers. Genau diese Frage stellt Daja in Nathan der Weise, und Nathan gibt genau diese Antwort darauf. Nathans Tochter Recha ist von einem christlichen Tempelritter aus dem brennenden Haus gerettet worden, bildet sich aber ein, ein Engel habe sie geschützt:

Recha. – Ich also, ich hab einen Engel
Von Angesicht zu Angesicht gesehn;
Und meinen Engel.

Nathan. Doch hätt’ auch nur
Ein Mensch – ein Mensch, wie die Natur sie täglich
Gewährt, dir diesen Dienst erzeigt: er müsste
Für dich ein Engel sein. Er müsst’ und würde.

Recha. Nicht so ein Engel; nein! ein wirklicher;
Es war gewiss ein wirklicher!

Recha will aber lieber auf wundersame Weise gerettet worden sein; Nathan weist sie darauf hin, dass die Realität wunderbar genug ist:

Nathan. Wie? weil
Es ganz natürlich, ganz alltäglich klänge,
Wenn dich ein eigentlicher Tempelherr
Gerettet hätte: sollt’ es darum weniger
Ein Wunder sein? – Der Wunder höchstes ist,
Dass uns die wahren, echten Wunder so
Alltäglich werden können, werden sollen.
[…] Lass mich! – Meiner Recha wär’
Es Wunders nicht genug, dass sie ein Mensch
Gerettet, welchen selbst kein kleines Wunder
Erst retten müssen? Ja, kein kleines Wunder!
Denn wer hat schon gehört, dass Saladin
Je eines Tempelherrn verschont? dass je
Ein Tempelherr von ihm verschont zu werden
Verlangt? gehofft? ihm je für seine Freiheit
Mehr als den ledern Gurt geboten, der
Sein Eisen schleppt; und höchstens seinen Dolch?

Darauf vermittelnd Daja, Nathans Haushälterin und Rechas Ziehmutter:

Was schadet’s – Nathan, wenn ich sprechen darf –
Bei alledem, von einem Engel lieber
Als einem Menschen sich gerettet denken?
Fühlt man der ersten unbegreiflichen
Ursache seiner Rettung nicht sich so
Viel näher?

Da ist genau die Frage aus dem Artikel oben. Nathans Antwort: Weil der Glaube an das Wunder echte Tätigkeit verhindert. Recha schwärmt für den Engel, um den heimatlosen Tempelritter in Jerusalem kümmert sich niemand; vielleicht schläft er hungernd irgendwo unter Brücken. (Nathan jagt Recha ein wenig Schreck ein, schwarze Pädagogik und so.)

Nathan: Kommt! hört mir zu. – Nicht wahr? dem Wesen, das
Dich rettete, – es sei ein Engel oder
Ein Mensch, – dem möchtet ihr, und du besonders,
Gern wieder viele große Dienste tun? –
Nicht wahr? – Nun, einem Engel, was für Dienste,
Für große Dienste könnt ihr dem wohl tun?
Ihr könnt ihm danken; zu ihm seufzen, beten;
Könnt in Entzückung über ihn zerschmelzen;
Könnt an dem Tage seiner Feier fasten,
Almosen spenden. – Alles nichts. – Denn mich
Deucht immer, dass ihr selbst und euer Nächster
Hierbei weit mehr gewinnt, als er. Er wird
Nicht fett durch euer Fasten; wird nicht reich
Durch eure Spenden; wird nicht herrlicher
Durch eu’r Entzücken; wird nicht mächtiger
Durch eu’r Vertraun. Nicht wahr?

25 Gedanken zu “Kartenspielen mit der 10a, aus Gründen

  1. Dirk on 15.11.2012 at 22:15 sagte:

    [Quote]Schlimm ist, dass so etwas die Deutschlehrer machen müssen statt die Biolehrer. [/quote]
    Ich mache das immer in Reli in der Kursstufe. Denn die Methode der NW zu kennen, ist wichtig, um dem verbreiteten Unsinnsargument zu begegnen, dass man dank NW ja keine Religion mehr brauche. In Deutsch käme ich nicht auf die Idee. Aber es stimmt sicher, dass die WissenschaftsTHEORIE in den NW-Fächern zu wenig behandelt wird.
    Danke für die Anregung mit dem Spiel, das ist eine sehr spaßige und einleuchtende Methode.

  2. Gott und Naturwissenschaft sind zwei verschiedene Bereiche. Wissenschaft kann Gott weder beweisen noch widerlegen; und die Frage, ob man Religion oder Gott braucht oder nicht, ist auch für mich keine Frage, auf die Naturwissenschaft eine Antwort geben kann. (Aber ich kenne die Unsitte.)

  3. Eine Abwandlung des Spiels kenne ich für den Matheunterricht. Zwei Schüler denken sich jeweils ein Zahlenmuster aus oder erhalten vom Lehrer einen Vorschlag. Dann stellen sie sich vor der Klasse hin und sagen dann, welche Zahl ihnen gefällt, die also zu ihrem Zahlenmuster passt, und eine Zahl, die ihnen nicht gefällt. Die Klasse darf dann fragen, ob sie z.B. die Zahl 10 mögen. Die vorne stehenden Schüler bejahen oder verneinen dies. Irgendwann sollte die Klasse hinter die Eigenschaften kommen, die sich die beiden Schüler ausgedacht haben.

  4. komentartroll on 16.11.2012 at 11:06 sagte:

    ““Tests haben bewiesen, dass Homöopathie funktioniert.” Das ist nicht dumm, sondern nur falsch.”

    Diese Aussage ist auch nicht dumm, aber ebenso falsch! Denn googelt Lehrer nach Homöopathie und Placebo-Effekte dann kommen Ergebnisse wie dieses:

    “Der Idealfall liegt vor, wenn gläubige Patienten von charismatischen Ärzten behandelt werden. Denn es gibt Placebo-Effekte natürlich auch in der wissenschaftlichen Medizin. Roberts et al. (38) faßten fast 7000 Fallstudien zusammen, in denen bei völlig wirkungslosen Therapien das Heilungsergebnis bei 70% der Patienten ausgezeichnet oder gut war”

    Ergo wirkt Homöopathie. Und seien wir ehrlich, auch die klassische Schulmedizin weiss in vielen Fällen nicht was sie tut, sondern erschlägt mit dem pharmakologischen Hammer oftmals den Patienten gleich zusammen mit der Krankheit.

    Und ich wünsche mir oft eine Aromadusche im olfaktorischen Gruselkabinett der Schulen! Esoterik hin, Esoterik her!

  5. Um, danke für den Tipp mit dem Googeln, Kommentartroll, aber, uh, ich hab auch Bücher darüber gelesen und Zeitungsartikel und Blogartikel und so, da ist das mit dem Hinweis auf den Placeboeffekt ein bisschen ein alter Hut. Siehe die verlinkten Artikel.

  6. Ich habe heute morgen im Deutschlandradio Kultur dieses Interview mit A. L. Kennedy gehört, die du ja anscheinend gerade liest: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1923619/
    Inhaltlich passt das hier irgendwie ja auch rein, oder?
    (Weisst du, dass Frau Kennedy am Sonntag in München beim Literaturfest liest?)

  7. Moe on 16.11.2012 at 13:15 sagte:

    @kommentartroll:
    Was dadurch bewiesen wird, ist, dass der Placebo-Effekt funktioniert. Nicht Homöopathie.

    Wenn ich ein Aspirin nehme, dann hat das einen messbaren Unterschied zu einem Placebo unter den gleichen Bedingungen. Bei homöopathischen Mitteln ist das nicht der Fall.

  8. Danke für die detaillierte Erläuterung des Spiels.
    Die Verknüpfung von Spielen mit Unterricht gefällt mir sehr :-)

  9. Dass Kennedy in München liest, wusste ich wohl mal, hatte es dann aber wieder vergessen. Frau Rau schwört auf Kennedy; das ist jetzt gerade mein erstes Buch von ihr – wir lesen es in einer Leserunde, in der ich bin, und zur Auswahl hat wohl auch das Literaturfest beigetragen. (Ist aber nicht so mein Fall. Zu viele Wörter.)

  10. komentartroll on 16.11.2012 at 19:34 sagte:

    Bitte keine Ursache:

    Leider fällt Ihre Antwort in diese Kategorie:

    “Mit anderen Argumenten habe ich mehr Probleme: Bei meinem Onkel hat es auch geholfen.”

    Deshalb im Sinne der naturwissenschaflichen Nachhaltigkeitsesoterik, rein pflanzliche Grüsse!

  11. Zu viele Wörter – bei Kennedy oder auf dem Literaturfest? Habe auch Kennedy über unseren Buchclub entdeckt, vor ein paar Jahren mit “Original Bliss”. Ist allen als eine unserer kontroversesten Lektüren und als die wohl beste Diskussion der letzten acht Jahre in Erinnerung geblieben!

  12. Die Kennedy, zumindest bei dem Blue Book. Mir werden vor allem die Kurzgeschichten empfohlen, Blue Book ist mir sprachlich zu wenig witzig-überraschend und inhaltlich zu wenig Handlung – eines von beiden reicht mir völlig, aber eines von beiden muss für mich sein.

  13. Leider komme ich erst jetzt dazu den Artikel zu lesen und eine Antwort zu schreiben, sonst hätte ich das Kartenspiel gleich in meiner Physik-Klasse umgesetzt. So hätten sie vielleicht eher den wissenschaftlich/physikalischen Prozess aus Phänomen->Experiment/Modell->Theorie->Vorhersage->Phänomen->Experiment->etc. verstanden und AUCH verstanden, warum wir in der Schule mehr auf der Theorie rumreiten, also Regeln erklären. Denn so macht man das auch mit anderen Spielen: Ich sehe Mitschüler ein interessantes Spiel spielen, beobachte und denke darüber nach wie es funktionieren könnte. Dann kaufe ich mir die Regeln / Spiel und spiele selbst. Spielen (Phänomene erklären, Experimente machen) kann man nur, wenn man die Regeln (Theorie) genau kennt.

    Und noch zum Thema Honöopathie: Warum auch immer Homöopathie wirkt oder nicht – als Lehrer darf ich keine Globuli an Schüler geben. Auch keine “Rescue Tropfen”, wenn sie in einer Schulaufgabe fast kollabieren. Aber – selbst erlebt – was mache ich, wenn ich mit Schülerinnen auf dem Berg beim Skifahren bin und eine fängt an über Unterleibsschmerzen/Unwohlsein/Übelkeit zu klagen und man ins Tal fahren muss? Man nimmt die Rescue Tropfen der Schülerin, ruft die Frau zu Hause nach der Dosierung an und lots die Schüler vorsichtig den Berg runter, um sie dort dann später mit den Auto abzuholen.

  14. Gute Frage. Ich weiß, dass ich keine Medikamente geben darf. Betrifft das auch homöopathische Mittel? Vermutlich, schon mal, weil einige davon sicher nicht nur homöopathische Dosen enthalten.

  15. Meines Wissens fallen homöopathische Mittel auch unter die Kategorie Medikamente – so weit ich zumindest weiß.

  16. komentARTroll on 18.11.2012 at 0:30 sagte:

    @moe

    Für den einen ist es Homöopathie, für die andere der Placebo-Effekt.

    Heute im Spiegel:
    Persönlichkeit beeinflusst Placebo-Effekt
    ” …Die wichtigste psychologische Erklärung für den Effekt der Scheinmedikamente ist die Erwartungshaltung eines Kranken: Wer etwa unter Schmerzen leidet und von seinem Arzt Pillen verschrieben bekommt, geht davon aus, dass die Schmerzen verschwinden. Und das tun sie dann zuweilen auch – allein aufgrund der positiven Aussichten. Untersuchungen konnten zudem zeigen, dass sich auch Größe, Farbe und Preis der Scheinmedikamente auf das Ausmaß des positiven Effekts auswirken. …”

    Ich habe mir kürzlich den Experimentier-Baukasten “Der kleine Hobbyhomöopath” besorgt und damit experimentiert. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es dabei nicht nur darum geht, Zuckerkugeln zu verteilen, sondern vor allem darauf ankommt, sich viel Zeit für den Patienten zu nehmen und diesem viel Fragen zu stellen, ihn oder sie ernst zu nehmen und dann eine Diagnose zu stellen. Danach sucht man unter grossen Aufwand unter unzähligen Varianten von nicht unterscheidbaren Zuckerkugeln, die vermeintlich richtigen heraus und gibt sie dem Patienten. Dieses Spiel wiederholt man gegebenen Falls mehrmals, möglicherweise leicht verändert. Im besten Fall, der gar nicht so selten ist, tritt dann sogar eine Besserung ein oder die Krankheit wird sogar besiegt. ( So würde das natürlich kein ordentlicher Homöopath sagen, aber ich als diplomierte Hobbyhomöopath muss mich da nicht an die offizielle Sprachregelung halten.)

    Beim erneuten Durchlesen dieses Experimentalberichtes ist mir doch tatsächlich der ketzerische Gedanke gekommen, dass sich der Streit zwischen der Schulmedizin und der Homöopathie fast so anhört, wie der zwischen den hardcore Schulpädagogen und den softcore Kuschelpädagogen und deren experimenteller Erfolgsüberprüfung durch mehrere Generationen von professionelle Schülerinnen-Eltern-Experten.

    Die Quintessenz dieser Überprüfungen kommen, je nach Zusammensetzung des Expertenpools und der Experimentalsituation, entweder zu dem Schluss, die Person (Lehrer oder Schüler) ist jeweils am Erfolg oder Misserfolg schuld oder das System.

    Ich zum Beispiel glaube nicht an eine positive Wirkung schlechter Noten und das Nichtvorrücken als pädagogisches Instrument, halte ich ebenso für schädlich und dumm und dazu noch für volkswirtschaftlich äusserst schädlich.
    Ich bin also ein typischer softcore Anhänger der intelligenten menschzentrierten Kuschelpädagogik.

    Als solcher versuche ich dieses menschenverachtende bürokratiebeherrschte und sensible aber intelligente Schülerinnen aussortierdende G8-Monster mit einer verbalzersetzender Kuschelargumentgegenoffensive zu besiegen.

    Mein Aufruf ans Kollegium: Gebt gute Noten und macht lustige Unterrichtsprojekte. Nehmt das alles mit den pubertären Auswüchsen nicht persönlich und euch selbst und euer Fach nicht so schrecklich ernst. Vertraut euren Schülerinnen. Die haben ein grösseres Potential als ihr glaubt.

  17. Hmm, Babel klingt interessant. Mal suchen, ob ich das irgendwo finde. Dankeschön.

  18. komentARTroll on 19.11.2012 at 22:07 sagte:

    Passend zum Thema Regeln, habe ich folgendes gefunden:

    “shiftingschool.wordpress” googlen

    dann lesen:

    Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt? – Systemtheorie für Lehrer: Helmut Willkes Grundzüge einer Theorie der Intervention in komplexe Systeme

    Dort steht:

    “Immer mehr „Risikoschüler“; immer mehr Schulversagen; immer mehr Schulangst (bei Schülern wie bei Lehrern, bei letzteren Burnout genannt); immer mehr Schulschwänzer; immer drängender die warnenden Stimmen aus Wirtschaft und Bildungsforschung, dass die Schule nicht (mehr) fürs Leben bilde. Und dies alles trotz mittlerweile 4 Jahrzehnte fortlaufender Reformbemühungen.”

    und

    “Komplexe Organisationen wie etwa Unternehmen, [ergänze: Schulen], Forschungsinstitute, Entwicklungshilfeeinrichtungen oder politische Institutionen machen den zweiten Schritt vor dem ersten, weil sie annehmen, sie hätten die Regeln des Spiels schon verstanden. Das ist ein verhängnisvoller Irrtum. Sie spielen immer noch ‚Mensch-ärgere-dich-nicht‘ oder bestenfalls ‚Dame‘, während das Spiel sich bereits zu einem mehr-dimensionalen Schach transformiert hat. Schlimmer noch: Betrachtet man die gegenwärtige Lage genauer, so erweist sich, dass in vielen Hinsichten gar nicht klar ist, welches Spiel überhaupt gespielt wird und welche Regeln gelten sollen.“

    und

    “Das System Schule arbeitet jedoch regelmäßig mit „linearer Intervention“. Das sind im Fall Unterricht vor allem vorgegebene Curricula, Belehrung, Fremdbewertung, Drohung, Sanktionen. Sie stammen in der Regel aus der Logik der Systemumwelt der Schüler und nicht aus der Logik ihrer eigenen Systeme. (Schulen, die hohe Schülerbeteiligung in allen Fragen haben – also auch in Fragen der Schulregeln und deren Einhaltung – wie etwa die Sudburry-Schulen haben diese Lektion gelernt und bieten hohe Anschlussfähigkeit zwischen dem sozialen System und den psychischen Systemen.)”

    Das Fazit (leicht verkürzt): ;o)

    “Und ja: „Auf der anderen Seite ist immerhin nicht ausgeschlossen, dass Personen einen Unterschied ausmachen. Sie tun dies, indem sie – und nur indem sie – Regeln und mithin Strukturen und mithin Erwartungen und mithin Wirklichkeiten verändern oder neu schaffen.”

    Ergänzend:

    “Auf die Schule bezogen: Im Interaktionssystem Unterricht reagieren die Schüler scheinbar auf die Anforderungen des Lehrenden und lassen sich auf das Spiel des richtigen und falschen Wissens ein. Dahinter geht es aber auch bei den Schülern um Selbstdarstellung: das Vorführen positiver und Verdecken negativer Leistungen. “Und dieses ‘Können’ scheint denn auch das zu sein, was man in der Schule fürs Leben lernt”.”

    Von uns hängt es also ab, wie positiv oder negativ sich das System veränder!

  19. Neben Babel, Flint, ist auch das hier interessant:
    http://www.logicmazes.com/bur.html
    Muss ich unbedingt mal ausprobieren.

  20. Entschuldigung, wenn ich das Thema so spät noch einmal aufgreife. Ich als Laie betrachte das Thema “Schulmedizin” nicht kritisch, weil ich so ein Homöopathiefan bin (was ich nicht bin). Sondern, weil ich so oft “glauben” muß. Bei vielen Themen belegen (?) Studien unterschiedlichste Theorien (etwa bei der Frage nach dem Nutzen von Kaffee und Rotwein). Heute so, morgen so. Waren die etwa alle fehlerhaft? Und wenn ja, warum?

    Dann gibt es zahlreiche komplexe Krankheiten, bei denen Diagnose und Therapie kompliziert sind. Offenbar ein weites Feld für Studien aller Art.

    Vor ein paar Monaten erschien eine Metastudie zu einer Gruppe Medikamenten, die mit Erfoglsquoten (laut ihrer Studien) um die 30 Prozent “wirken”. Die Metastudie sagt, nach teilweise 17 Jahren Einsatz dieser Medikamente, muß man zu dem Schluß kommen, die wirken “gar nicht”. Ein paar Tage später wurde (aus einem anderen Lager) eine Kritik der Studie nachgereicht, die besagter Metastudie formale Mängel vorwirft. Ergebnis: Die Medikamente wirkten (höchstwahrscheinlich) doch. (Zu 30 Prozent)

    Jetzt ich als Laie wieder: Heißt das, da haben Wissenschaftler nicht korrekt gearbeitet? Und wenn ja – welche der beiden Gruppen? Wie soll ich das entscheiden als Laie? Wem soll ich “glauben”? Zumal, wenn ich _jetzt_ und nicht irgendwann etwas tun möchte, mich für eine Therapie entscheiden? Mich stört dieser Nimbus scheinbar jederzeit belegbarer “Wissenschaft”, während gleichzeitig ein “Glaubenskrieg” unter Wissenschaftlern tobt.

    Da kann ich schon Menschen verstehen, die sagen, ach, ich probier’s mal mit den Zuckerkugeln, die Ärzte wissen es ja auch nicht. Vor allem, wenn sie zu drei verschiedenen Ärzten gehen und mit drei verschiedenen Diagnosen wieder herauskommen. Kurz: Ich denke, daß viele über die Theorie von Wissenschaft diskutieren, während andere aber zum Zeitpunkt X – ob anekdotisch oder statistisch unterstüzt – eine Entscheidung treffen müssen. (Das kann man dann endlos diskutieren – Mulder und Scully haben auch neun lange Staffeln gebraucht, sich einander ihre gegensätzlichen Standpunkte näher zu bringen.)

  21. Das meiste von dem, was wir für wahr halten, halten wir deshalb für wahr, weil es uns jemand versichert hat, dem wir trauen – daneben noch die eigene Erfahrung (der man eben nicht sehr trauen kann) und die Vernunft (der man trauen kann, die aber immer mit ungenügenden Daten arbeitet). Insofern muss ich mich auch bei Zuckerkügelchen neben meiner Vernunft auf das verlassen, was ich in der Literatur so lese. Das ändert sich manchmal, gerade in der Medizin, wo es unveröffentlichte (also unkontrollierbare) Studien gibt, wo Informationen erst an die Presse gehen und danach, wenn überhaupt, an die Fachwelt; und wo Journalisten aus einer Studie alles mögliche herausholen, was nicht drin steht.

    Sich selber tut man jedenfalls unmittelbar nichts Böses an, wenn man zu Kügelchen greift, sofern man dabei die seriöse Medizin parallel führt. (Mittelbar… ist eine andere Sache.) Verstehen kann ich das als Trost auf jeden Fall.

  22. Ich stimme da schon überein. Aber ein Punkt streift das, was ich meine, ganz gut: “wo Journalisten…” Irgendwie scheinen immer nur “Wissenschaftler” frei von menschlichen Schwächen und Fehlern, von Gier, Neid und Eitelkeiten zu sein – und Studien immer korrekt durchgeführt und höchstens nur falsch interpretiert. Vielleicht stört auch das die Leute ;-)

  23. kommentARTroll on 26.11.2012 at 20:33 sagte:

    Leider ist das mit der Medizin, ebenso wie mit der Schule, so eine Sache für sich.

    Die seriöse Schulmedizin, sofern es eine solche überhaupt als Gesamtheit gibt, agiert in grossen Teilen nicht professioneller und wissenschaftlicher als diese sogenannten ‘sanften’ unwissenschaftlichen Medizinpraktiken.
    Es gibt für die Schulmedizin, von Bösmeinenden, die Bezeichnung medizinisch-technologischer Komplex, der weniger dem Menschen dient, sondern der monetären Gesundheit der Pharmaindustrie.

    Das Gleiche gilt leider auch für die Bildungspolitik. Seriöse wissenschaftliche Studien belegen auch, dass das in Bayern sehr beliebte Modell des Bildungsdurchfalls (Wiederholen von Klassen) kontraproduktiv ist. Trotzdem hält die Politik daran fest und auch die Lehrer wollen von dem Irrglauben, dass das seriöse und wirksame Pädagogik sein, nicht lassen.
    Voodoo-Pädagogik vom Feinsten also.

  24. Justizminister on 26.11.2012 at 22:23 sagte:

    Schöner Blog. :D

  25. Einverstanden, kid37, oder zumindest zugegeben: unter Wissenschaftlern (und Medizinern) gibt es auch Schlamper und Betrüger.

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