Archive nach Jahr: 2013

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Theodor Herzl, Altneuland

Amerikanische Science Fiction des golden age und klassische Utopien oder Dystopien beschreiben beide neue Welten. Und in beiden Fällen ist es oft ein Außenseiter aus unserer eigenen Zeit oder Kultur, der in diese neue Welt kommt und sie für uns erklärt bekommt und für uns beschreibt. In Gullivers Reisen trifft der englische Reisende gleich auf mehrere solche Welten; in Schöne neue Welt ist es der der in einem Reservat aufgewachsene Wilde, dem die Welt gezeigt wird. In Ein Rückblick aus dem Jahre 2000 auf das Jahr 1887 von Edward Bellamy kriegt ein Amerikaner des Jahres 1887 die USA des Jahres 2000 gezeigt.
In diesen Fällen ist der Held eher passiv und spielt keine große Rolle in der neuen Welt, anders bei der Science Fiction in Pulp-Tradition: Den Amerikaner John Carter verschlägt es in Edgar Rice Burroughs’ Geschichten auf den Mars, wo er eine Prinzessin heiratet und Politik macht und Schlachten gewinnt; in Die Sternenkönige von Edmond Hamilton landet der Held aus unserer Zeit 200.000 Jahre in der Zukunft und gewinnt futuristische Sternenschlachten (und eine Prinzessin, ja). Ein Unikum ist Mark Twains A Connecticut Yankee at King Arthur’s Court, wo ein Held aus unserer Zeit in eine fremde Zeit und Kultur gerät, dort alles aufmischt und aufpeppt, nur um am Ende doch zu scheitern.

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Douglas R. Hofstadter, Gödel, Escher, Bach

goedel_escher_bach Das erste Mal gelesen habe ich das Buch vermutlich zu meiner Militärzeit, sicher jedenfalls in der Zeit nach dem Abitur und vor dem Studium. (Das war damals die ganz reguläre Wehrpflicht, Ältere erinnern sich.) Da hatte ich viel Zeit, und auch jemand getroffen, mit dem ich über Hoftstadter, Lord Dunsany, Rollenspiele und die Illuminatus!-Trilogie diskutieren konnte. Wenn man sucht, findet man Leute wie uns überall.

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Gestern war ich im Radio.

Bei DRadio-Wissen: Hier online zum Nachhören. Eine Stunde Geplauder über Bloggerei und Schule von den Redakteuren Konstantin Zurawski und Andreas Noll und mir. Natürlich war ich aufgeregt, live und so. Aber es hilft, wenn man über vieles schon mal gebloggt hat.

Ein Spiel: Bug Adventure

Das P-Seminar Informatik, das ich betreue, hat ein Spiel produziert: Bug Adventure. Ein klassisches 2D-Plattform-Jump’n’Run-Spiel. (Eigentlich waren es zwei Teams, aber eines der beiden hat das Projekt nicht zu Ende bringen können, so dass nur ein Spiel da steht.)

bugadventure_1

Viel kann ich hier nicht sagen zum Spiel, ich muss es schließlich noch benoten. Ein bisschen buggy ist es vielleicht, aber schließlich heißt es Bug Adventure. Es gibt Easter Eggs und eine Einstellung dafür, wie viel Blut spritzen soll. Leicht ist das Spiel nicht, erinnert mich an früher, als die Spiele noch richtig fies waren. Ich kämpfe mich gerade durch die Levels.

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Yay, eine Schule für Nerds!

Aus dem Koalitionsvertrag CDU-CSU-SPD für die 18. Legislaturperiode:

Nach dem Vorbild der Eliteschulen des Sports werden wir mit den Ländern Gespräche aufnehmen, um die Einführung von Profilschulen IT/Digital mit dem Schwerpunktprofil Informatik anzuregen. Dabei ist die Kooperation mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen sowie gegebenenfalls privaten Partnern obligatorisch.

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Robot Karola

Ein vor allem in der Unterstufe häufig verwendetes Informatiksystem ist Robot Karol von Ulli Freiberger: eine kleine Roboterfigur, die man mit einer einfachen Programmiersprache steuert – so richtig mit Schleifen und bedingten Anweisungen. Über eine polnische Version geht das auf eine amerikanische Urfassung und die Turtle-Tradition zurück.

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#ManicureMonday, und zur Beantwortung der Frage, ob Frauen schlecht in Mathe sind

Seventeen ist eine amerikanische Mädchenzeitschrift, die ich nicht weiter kenne. Aber jeden Montag gibt es dort wohl den Twitter-hashtag #ManicureMonday – wo die Leserinnen des Magazins Bilder ihre gestylten Fingernägel zeigen können.

Letzten Montag – habe ich bei Slate gelesen, woher ich auch schamlos die Links kopiere – haben einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Hashtag gekapert und ihrerseits Bilder gepostet: von Fingern mit Fingernägeln, gerne auch fein manikürten, die Dinge damit tun:

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