Lehrerblogschau 2014, kleine Fortsetzung

(Was es mit den Lehrerblogs 2014 auf sich hat, steht in diesem ersten Blogeintrag.)

Der letzte Blogeintrag zum Thema hat mir so viel Vergnügen bereitet, dass ein weiterer mir etwas unnötig vorkommt. Allerdings möchte ich inhaltlich noch einige Sachen ergänzen, so dass ich das hier nachhole. Eigentlich geht es in meiner kleinen Bloggerwelt ja schon wieder um ganz andere spannende Sachen. Aber ich will das hier noch abschließen und noch ein paar Blogs vorstellen. Alte Lieblingsblogs und neue, die gerade jetzt erst nach vorne gerückt sind. Ohne genaue Reihenfolger, einfach um zu zeigen, wie bunt die Lehrerbloggerwelt ist, in der ich mich herumtreibe:

  • Kreide fressen
    Hatte ich beim letzten Mal vergessen. Schreibt nicht mehr so viel, lese ich aber immer gerne. Alter Wegbegleiter.
  • Norberto
    Norbert Tholen nimmt nicht so aktv Teil am Austausch unter Blogger, aber ist – und das schon sehr lange – ein Archiv fundierter Analysen zur deutschen Literatur und Sprache.
  • Bob Blume
    Auslöser der aktuellen Blogparade zu schlechten Lehrern. Das allein reicht schon für einen Eintrag hier!
  • Teacheridoo
    Noch in der Ausbildung. Lese ich schon lange, ist aber erst jetzt durch die Blogparade in den Vordergrund gerückt.
  • Fontanefan
    Ausrufer der Lehrerblog-Schau 2014. Ich sehe ihn als Bindeglied zwischen verschiedenen Bereichen der Bloggerszene. Mich verbindet er jedenfalls mit dem organisierteren Teil der Lehrerblogger.
  • Rete-mirabile.net
    Das schönste Design und hervorragendes Material zu Wikis im Unterricht.
  • Marco Bakera
    Informatiklehrer mit vielen tollen Ideen.
  • Schwamm drüber
    Informatiklehrerin in der Ausbildung, hat 2014 noch nicht so viel gepostet, ich hoffe, das ändert sich wieder! Ich bin ja selber Informatik-Quereinsteiger.
  • Grüße aus der Provinz
    Auf Frau Henner bin ich auch erst durch die Lehrerblogschau gestoßen. Sieht gut aus, auch wenn ich noch nicht viel sagen kann. Aber wo Herr Mess die Karte schon bereitstellt… und Frau Henner hat schon mal klug im letzten Beitrag erkannt, dass da viele Männer bei diesen Blogs sind.
  • Frau Hilde
    Geschichten aus der Schule. Lese ich erst jetzt konzentierter, ich gebe es zu.
  • Lehrer aus Leidenschaft
    Erst durch die Lehrerblogschau darauf gestoßen, deswegen weiß ich noch nicht viel. Aber wer bei der aktuellen Blogparade mitmacht, hat sich einen Platz verdient.
  • Skolnet
    Sieht die Schulwelt so ganz anders als ich und bloggt darüber. Es kann mir nicht schaden, wenn ich als Ausgleich abweichende Meinungen lese. Wenig Anekdoten, viel Theoretisches, viel Grundschuldidaktik.

Und ich habe auch Karten gemacht beziehungsweise drei von Herrn Mess übernommen. Weil die so schön bunt sind, und vielleicht freuen sich ja ein paar.
Allerdings habe ich gemerkt, dass das ein bisschen langweilig ist, immer die gleichen Kategorien. Dementsprechend habe ich dann auch immer schneller und oberflächlicher überlegt, wieviel Sterne da jeweils hingehören. Für die Zukunft stelle ich mir da eher ein Applet vor, mit dem sich jeder seine Quartettkarte selber machen kann, mit selbst gewählten Kategorien. Es macht doch nichts, wenn die Quartettkarten alle unterschiedlich sind, sie sollen ja nicht miteinander konkurrieren.

Deswegen ist es vielleicht keine gute Idee, ein Lehrerblog des Jahres zu küren: Es sollte eher Titel geben wie „Der Sammler“, „Das Archiv“, „Mr/Ms Fortschritt“, „Tüftelblog“ und so weiter. Da kann dann jeder Teilnehmer eine Bezeichnung kriegen, und man kann immer noch wählen, auf wen welcher Titel passt.

quartett_kreidefressenquartett_norbertoquartett_bob

quartett_teacheridooquartett_fontanefanquartett_retemirabile

quartett_marcoquartett_schwammdrueberquartett_henner

quartett_hildequartett_lalquartett_skolnet

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8 Thoughts to “Lehrerblogschau 2014, kleine Fortsetzung

  1. Zunächst möchte ich mich bei Thomas Rau dafür bedanken, dass mein Blog genannt worden ist.
    Eine kleine Korrektur: Meine beiden Blogs (logos und norberto42) bei kulando.de habe ich im Dezember 2005 eröffnet; davor war ich mit norberto42 und studioD bei bloghof.net, nachdem ich mein Blog bei twentysix versehentlich abgewürgt hatte. Ich bin also schätzungsweise seit 2001/02 als Blogger aktiv.
    Das Verhältnis von Theorie und Praxis in meinen beiden Blogs (norberto42 und norberto68 – der häufige Wechsel der Namen war sicher unklug) sehe ich etwas ausgeglichener als 5:1, wie es hier bewertet wird. Ich würde fragen: Was ist denn Praxis? Zählen die aus dem Unterricht hervorgegangenen oder für ihn entworfenen Analysen nicht zur Praxis? Aber darüber brauchen wir nicht zu streiten, das ist nicht so wichtig.

  2. Ist nicht so wichtig, stimmt, aber ich habe das Verhältnis noch ein bisschen angepasst. Ehrlich gesagt, ich weiß auch nicht mehr so genau, was Theorie und was Praxis sein sollten. So erst war das ja auch nicht gemeint. — Das die Norberto-Blogs schon älter sind weiß ich, aber ich habe mich an das Archiv des aktuellen Blogs gehalten, sonst wird’s zu kompliziert. Danke für die Analysen!

  3. Ich habe (m)eine eigene Sammelkarte. :´-)

    Am Theorie- und Praxis-Gehalt möchte ich definitiv noch arbeiten. Das kommt hoffentlich noch mit der Zeit bzw. spätestens dem Ref. :)

    Danke für die Aufnahme jedenfalls. *Sammelkarte schnapp* Ich fühle mich furchtbar geehrt (kein Scherz). ^^

  4. Es ist schön, so viele aktive Kollegen zu sehen. In der eigenen Filterblase engt sich manchmal das Blickfeld stark ein. Dann sind solche Beiträge, die auf andere Wege führen immer eine willkommene Abwechslung.

    Eine sehr ausführliche Übersicht bietet auch der Lehrerblog-Artikel im ZUM-Wiki.

    http://wikis.zum.de/zum/Lehrerblogs

    Die Quartettkarten gefallen mir optisch jedoch deutlich besser. :)

  5. Oha! Das freut mich ja aber, dass du doch trotz des „kaputten“ RSS-Feeds bei mir ab und an vorbeischaust. Sehr interessant finde ich deine gewählten Kriterien, sagen sie doch einerseits etwas über deine Prioritäten bei Lehrerblogs aus. Andererseits geben mir deine Sternchen ein Feedback, das ich so noch nirgendwo erhalten habe. Herzlichen Dank dafür! Du hast natürlich recht, dass ich sehr wenig Praxisanteile auf meiner Seite habe. Dessen bin ich mir auch bewusst und ich habe schon häufig daran gedacht, hier mehr zu zeigen. Auf der anderen Seite wird mir gerade auch klar, warum ich hierzu erst so wenig geschrieben habe: Meine Seite dient ja in erster Linie mir und der Strukturierung meiner Gedanken und Themen, mit denen ich mich beschäftige. Es geht mir ja weniger darum, mich zu präsentieren. Wie auch immer, ich habe heute Nacht – auch aufgrund deines Feedbacks – eine Artikel-„Serie“ gestartet, von der ich denke, dass sie viele Kolleginnen und Kollegen interessieren könnte.

    Beste Grüße nach Bayern

    Marek

    P.S.
    Ich vermute, dass, wenn wir uns länger persönlich unterhalten würden, dass wir in unseren Erwartungen an uns, die Schule und die Schüler soooo weit weg nicht wären, wie du es oben schreibst. Eigentlich müssten bei Gesprächen im anonymen Netz zunächst einige zentrale Dinge geklärt werden: a) wo liegt deine Schule b) welche Jahrgänge unterrichtest du c) wie groß ist deine Schule d) wie viele Klassen unterrichtest du etc. Denn die Bedingungen jedes Einzelnen sind doch so verschieden, dass sich auch unsere Erfahrungen sehr unterscheiden. Aber eben auf der Grundlage unserer Erfahrungen führen wir die Gespräche! So muss es zwangsläufig immer wieder zum Disput kommen. Ein Beispiel: In der Grundschule, von denen viele nur ein paar Klassen haben, verbringt der Klassenlehrer die meiste Zeit in seiner eigenen Klasse. Dass ich unter diesen Bedingungen ganz anders arbeiten kann als ein Lehrer in einer städtischen Schule mit vielen hundert Schülern und ständig Fachunterricht, ist ja leicht nachvollziehbar. Du hast irgendwo den Begriff des „reflektierten Praktikers“ geschrieben. Genau das ist es, was ich auch immer sage. Seine Arbeit, d.h. die eigene Wirkung auf den Schulerfolg der Schüler immer wieder zu hinterfragen, aber sich trotzdem nicht wie ein Fähnchen im Wind zu verhalten, davon hängt letztendlich sehr viel ab.

  6. Ich habe das jetzt wie du gemacht, Teacheridoo, die Quartettkarte in der Seitenleiste. Allerdings musste ich noch den von Jan vorgeschlagenen Nerd-Faktor ergänzen. :-)

    >Oha! Das freut mich ja aber, dass du doch trotz des “kaputten” RSS-Feeds bei mir ab und an vorbeischaust.

    Nicht immer folge ich allerdings der süßen Verlockung dieser hundert ersten Zeichen.
    Ich würde gar nicht sagen, dass ich „Praktisches“ mehr schätze als „Theoretisches“. Was ich nicht mag, ist Missionierungseifer, aber den habe ich ja nicht mit aufgenommen. :-) Ansonsten schätze ich eine niedrige Fokussierung sehr, aber zu meinen Lieblingsblogs gehören auch sehr konzentrierte.

    Der reflektierende Praktiker stammt ursprünglich von Torsten Larbig, wenn ich mich recht erinnere. Ansonsten hängt auch viel vom Menschenbild ab, Marek, das aber vielleicht durch die Schule geprägt wird. Da bin ich eher Herr der Fliegen als Rousseau.

  7. Hallo. Vielen Dank nochmals für die Aufnahme. Ich hoffe, dass ich es mit dem Blog irgendwann schaffen werde, über die Blogparade hinaus noch andere, gute Inhalte zu liefern. Ich freue mich über Feedback von „Alteingesessenen“, da ich ja noch nicht so lange dabei bin. Liebe Grüße

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