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	<title>Lehrerzimmer</title>
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	<description>Herr Rau kommentiert. Ein Lehrerblog.</description>
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		<title>Trochäische Vierheber</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 15:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Metrik in der 6. Klasse:
1. Erst mal das Zählen von Silben üben. Was ist eine Silbe, was ist keine? Das Wort &#8220;Abend&#8221; hat zwei Silben, auch wenn man in der Silbentrennung nicht &#8220;A-bend&#8221; schreiben darf.
2. Das Unterscheiden von betonten und unbetonten Silben üben. Jede Silbe ist im Deutschen eher mehr oder eher weniger betont. (Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Metrik in der 6. Klasse:</p>
<p>1. Erst mal das Zählen von <strong>Silben</strong> üben. Was ist eine Silbe, was ist keine? Das Wort &#8220;Abend&#8221; hat zwei Silben, auch wenn man in der Silbentrennung nicht &#8220;A-bend&#8221; schreiben darf.</p>
<p>2. Das Unterscheiden von <strong>betonten</strong> und <strong>unbetonten</strong> Silben üben. Jede Silbe ist im Deutschen eher mehr oder eher weniger betont. (Das ist nicht in allen Sprachen so.)</p>
<p>3. In vielen Gedichten gibt es als Gerüst eine ziemlich regelmäßige Verteilung von betonten und unbetonten Silben. Diese Verteilung heißt <strong>Metrum.</strong> An Beispielen üben. Noch nichts von Jambus oder Trochäus sagen, keine Taktstriche machen. Das sieht dann so aus:</p>
<blockquote><pre>
Er stand auf seines Daches Zinnen,
x    X    x   X  x   X  x   X  x
Er schaute mit vergnügten Sinnen
x    X   x  X   x   X  x   X  x
Auf das beherrschte Samos hin.
x   X   x    X   x   X x   X
</pre>
</blockquote>
<p>4. Dann aber bald darauf hinweisen, dass man beim Vortrag nicht alle dieser vom Metrum vorgesehenen Betonungen in gleicher Weise betont. Manche werden sehr, andere kaum betont, und manchmal muss man auch eine Silbe betonen, bei der das Metrum das eigentlich gar nicht vorsieht.* Mit einer anderen Farbe werden die Betonungsstriche ergänzt, die man wirklich betont. Das ist dann eine Frage des Vortrags, der Interpretation, da kann man unterschiedlicher Meinung sein.</p>
<blockquote><pre>
Er STAND auf seines DACHes ZINNen,
x    X    x   X  x   X  x   X  x
Er SCHAUte mit vergnügten SINNen
x    X   x  X   x   X  x   X  x
Auf das beHERRschte SAmos hin.
x   X   x    X   x   X x   X
</pre>
</blockquote>
<p>5. Zu diesem Zeitpunkt hat dann schon eine Schülerin bei Wikipedia nachgeschaut und meldet, dass es da so etwas wie &#8220;Jambus&#8221; gibt.  Dann führe ich auch die wichtigsten Versfüße ein (<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2007/09/vom-jambischen.htm">Jambus</a>, Trochäus, Daktylus); ansonsten kann das gerne noch ein halbes Jahr warten.</p>
<p>6. Die Anwendung. Gemeinsames und später eigenes Bestimmen der Metren folgender Vierzeiler:</p>
<blockquote><p>Schläft ein Lied in allen Dingen,<br />
Die da träumen fort und fort,<br />
Und die Welt hebt an zu singen,<br />
Triffst du nur das Zauberwort<br />
<em>(&#8220;Wünschelrute&#8221; von Joseph von Eichendorff)</em></p></blockquote>
<blockquote><p>Tiefe Stille herrscht im Wasser,<br />
Ohne Regung ruht das Meer,<br />
Und bekümmert sieht der Schiffer<br />
Glatte Fläche rings umher.<br />
<em>(aus: Goethe, &#8220;Meeresstille&#8221;)</em></p></blockquote>
<blockquote><p>Einigkeit und Recht und Freiheit<br />
Für das deutsche Vaterland!<br />
Danach lasst uns alle streben<br />
Brüderlich mit Herz und Hand!<br />
<em>(aus: Deutsche Nationalhymne, Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Melodie: Joseph Haydn)</em></p></blockquote>
<blockquote><p>Eisgekühlte Coca Cola,<br />
Coca Cola eisgekühlt,<br />
Eisgekühlte Coca Cola,<br />
Coca Cola eisgekühlt.<br />
<em>(1950er Jahre, Melodie von einem chilenischen Sambastück von Nicanor Molinare)</em></p></blockquote>
<blockquote><p>Oh my darling, oh my darling,<br />
Oh my darling, Clementine!<br />
Thou art lost and gone forever<br />
Dreadful sorry, Clementine<br />
<em>(aus: amerikanisches Volkslied)</em></p></blockquote>
<blockquote><p>Freude, schöner Götterfunken<br />
Tochter aus Elysium,<br />
Wir betreten feuertrunken,<br />
Himmlische, dein Heiligtum!<br />
<em>(aus: Friedrich Schiller, „Ode an die Freude“, vertont von Ludwig van Beethoven in der 9. Sinfonie)</em></p></blockquote>
<p>Man stellt schnell fest: Das sind alles trochäische Vierheber, nur dass in jedem zweiten Vers die letzte, unbetonte Silbe fehlt. Das ist erlaubt. (Männliche Kadenz, aber auch das kann noch warten.)<br />
Man merkt bei dieser Probe aus der Praxis auch, wie wichtig der Hinweis ist, dass das Metrum nur ein Muster vorgibt, das man beim Vortrag manchmal variieren kann oder muss. Sonst würde man beim letzten Schillervers ja &#8220;Hímmlisché&#8221; auch auf der letzten Silbe betonen.**</p>
<p>Für diejenigen, die bis hierhin gelesen haben: da alle diese Vierzeiler das identische Metrum haben, kann man jeden solchen Vierzeiler auf die Melodie der anderen vertonten Vierzeiler singen. Der Text von &#8220;Eisgekühlte Coca Cola&#8221; zur Melodie der Nationalhymne? Kein Problem. Der Text von Eichendorffs Wünschelrute zu Beethovens Neunter? Ditto. Die Nationalhymne zu Clementine? Geht natürlich auch.*** </p>
<p>Die Melodien kennen jeweils mindestens die Hälfte der Sechstklässler, so dass die Klasse mitsingen kann. (Und das besser als ich.) Immer einen Text und eine Melodie aussuchen und loslegen.</p>
<p>7. Nächster Schritt: Selber solch einen Vierzeiler schreiben. Das ist leichter als man denkt und schwieriger zugleich. Wenn man vor sich hinsingt, geht es allerdings fast automatisch. Am besten bei Beethoven, am schlechtesten bei Clementine, so ging es jedenfalls mir.</p>
<hr style="width:50%"/>
<p><small>* Man könnte auch sagen, dass immer wieder mal ein Jambus durch einen Trochäus ersetzt wird oder umgekehrt. Das sage ich aber erst ein Jahr später so. </small></p>
<p><small>** Wer will, kann auch sagen, dass in diesem Vers eben keine trochäischen Vierheber vorliegen, sondern dass ein trochäischer Versfuß durch einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhichios">Pyrrhichius</a> ersetzt wurde. Von mir aus.</small></p>
<p><small>*** Ein Problem kann es geben, wenn in der Vertonung eine Silbe auf zwei aufeinanderfolgende Noten aufgeteilt wird (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Melisma">Melisma</a>). Das ist oben, soweit ich gesehen habe, nur bei der Nationalhymne einige Male der Fall, etwa bei &#8220;Frei-ei-heit&#8221; und &#8220;Va-te-er-land&#8221;. Statt des trochäischen &#8220;Freiheit&#8221; mit Melisma könnte man auch ein daktylisches Wort ohne Melisma**** einbauen, und die Melodie würde dennoch passen.</small></p>
<p><small>**** Ich wusste auch nicht, dass das so heißt. Aber ich war mir sicher, dass es dafür ein Wort gibt.</small></p>
<hr style="width:50%"/>
<p>Schülerstrophen aus der 6. Klasse mit dem Metrum von oben:</p>
<blockquote><p>Frühling, Sommer, Herbst und Winter,<br />
So vergeht das ganze Jahr.<br />
Kälte, Frost und Sonnenstrahlen,<br />
Regen, Schnee und draußen sein.</p></blockquote>
<blockquote><p>Manchmal gibt es schöne Tage<br />
viele Tage sind so lang<br />
aber nur das Wochenende<br />
find ich wirklich super gut.</p></blockquote>
<blockquote><p>Träume sind wie Seifenblasen,<br />
Zierlich, klar und schön wie nie,<br />
Bleib ganz nah, spür, dass sie leben,<br />
Halt sie fest und liebe sie.</p></blockquote>
<blockquote><p>Chips sind eine Göttergabe,<br />
die ich immer mit mir trag,<br />
und ess sie fast alle Tage,<br />
da ich sie so gerne mag. </p></blockquote>
<p>Zu anderen Strophenformen gibt es auch Lieder. (1) Abwechselnd jambische Vier- und Dreiheber gibt es bei &#8220;Ghost Riders in the Sky&#8221;:</p>
<blockquote><p>An old cowpoke went riding out<br />
One dark and windy day,<br />
Upon a ridge he rested as<br />
He went along his way,</p></blockquote>
<p>und hier:</p>
<blockquote><p>Should auld acquaintance be forgot,<br />
And never brought to mind?<br />
Should auld acquaintance be forgot<br />
And auld lang syne?
</p></blockquote>
<p>(Im letzten Vers sollten aber auch sechs Silben sein, dafür ohne  Melisma zu singen.)</p>
<p>Dazu passt Goethe, &#8220;Auf dem See&#8221;:</p>
<blockquote><p>Und frische Nahrung, neues Blut<br />
Saug ich aus freier Welt;<br />
Wie ist Natur so hold und gut,<br />
Die mich am Busen hält!</p></blockquote>
<p>(2) Trochäische Vierheber, durchgehend männliche Kadenz? Yellow Submarine, ohne den Refrain.</p>
<p>Schön wäre es, wenn jemand ein Lied wüsste, das zu jambischen Fünfhebern passt.</p>

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	<h4>Siehe auch:</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/05/woran-merkt-man-dass-ein-gedicht-lustig-ist.htm" title="Woran merkt man, dass ein Gedicht lustig ist?"">Woran merkt man, dass ein Gedicht lustig ist?</a>  (22.5.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/verfilmte-gedichte.htm" title="Verfilmte Gedichte"">Verfilmte Gedichte</a>  (27.4.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/rilke-spanische-taenzerin.htm" title="Rilke, Spanische Tänzerin"">Rilke, Spanische Tänzerin</a>  (6.3.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/11/parabeln.htm" title="Parabeln"">Parabeln</a>  (2.11.2009) </li>
</ul>

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		<title>Kompetenzorientierung im Kamasutra</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 05:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Listen]]></category>

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		<description><![CDATA[Man should study the Kama Sutra and the arts and sciences subordinate thereto, in addition to the study of the arts and sciences contained in Dharma and Artha. [...]
The following are the arts to be studied, together with the Kama Sutra:

Singing
Playing on musical instruments
Dancing
Union of dancing, singing, and playing instrumental music
Writing and drawing
Tattooing
Arraying and adorning [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Man should study the Kama Sutra and the arts and sciences subordinate thereto, in addition to the study of the arts and sciences contained in Dharma and Artha. [...]</p>
<p>The following are the arts to be studied, together with the Kama Sutra:</p>
<ol>
<li><strong>Singing</strong></li>
<li><strong>Playing on musical instruments</strong></li>
<li><strong>Dancing</strong></li>
<li>Union of dancing, singing, and playing instrumental music</li>
<li><strong>Writing and drawing</strong></li>
<li>Tattooing</li>
<li>Arraying and adorning an idol with rice and flowers</li>
<li>Spreading and arranging beds or couches of flowers, or flowers upon the ground</li>
<li>Colouring the teeth, garments, hair, nails and bodies, i.e. staining, dyeing, colouring and painting the same</li>
<li>Fixing stained glass into a floor</li>
<li>The art of making beds, and spreading out carpets and cushions for reclining</li>
<li>Playing on musical glasses filled with water</li>
<li>Storing and accumulating water in aqueducts, cisterns and reservoirs</li>
<li><strong>Picture making, trimming and decorating</strong></li>
<li>Stringing of rosaries, necklaces, garlands and wreaths</li>
<li>Binding of turbans and chaplets, and making crests and top-knots of flowers</li>
<li><strong>Scenic representations, stage playing</strong></li>
<li>Art of making ear ornaments</li>
<li>Art of preparing perfumes and odours</li>
<li>Proper disposition of jewels and decorations, and adornment in dress</li>
<li><strong>Magic or sorcery</strong></li>
<li><strong>Quickness of hand or manual skill</strong></li>
<li><strong>Culinary art, i.e. cooking and cookery</strong></li>
<li><strong>Making lemonades, sherbets, acidulated drinks, and spirituous extracts with proper flavour and colour</strong></li>
<li>Tailor&#8217;s work and sewing</li>
<li>Making parrots, flowers, tufts, tassels, bunches, bosses, knobs, etc., out of yarn or thread</li>
<li><strong>Solution of riddles, enigmas, covert speeches, verbal puzzles and enigmatical questions</strong></li>
<li><strong>A game, which consisted in repeating verses, and as one person finished, another person had to commence at once, repeating another verse, beginning with the same letter with which the last speaker&#8217;s verse ended, whoever failed to repeat was considered to have lost, and to be subject to pay a forfeit or stake of some kind</strong></li>
<li>The art of mimicry or imitation</li>
<li><strong>Reading, including chanting and intoning</strong></li>
<li><strong>Study of sentences difficult to pronounce. It is played as a game chiefly by women, and children and consists of a difficult sentence being given, and when repeated quickly, the words are often transposed or badly pronounced</strong></li>
<li>Practice with sword, single stick, quarter staff and bow and arrow</li>
<li><strong>Drawing inferences, reasoning or inferring</strong></li>
<li>Carpentry, or the work of a carpenter</li>
<li>Architecture, or the art of building</li>
<li>Knowledge about gold and silver coins, and jewels and gems</li>
<li><strong>Chemistry and mineralogy</strong></li>
<li>Colouring jewels, gems arid bends</li>
<li>Knowledge of mines and quarries</li>
<li>Gardening; knowledge of treating the diseases of trees arid plants, of nourishing them, and determining their ages</li>
<li>Art of cock fighting, quail fighting and ram fighting</li>
<li>Art of teaching parrots and starlings to speak</li>
<li>Art of applying perfumed ointments to the body, and of dressing the hair with unguents and perfumes and braiding it</li>
<li><strong>The art of understanding writing in cypher, and the writing of words in a peculiar way</strong></li>
<li>The art of speaking by changing the forms of words. It is of various kinds. Some speak by changing the beginning and end of words, others by adding unnecessary letters between every syllable of a word, and so on</li>
<li><strong>Knowledge of language and of the vernacular dialects</strong></li>
<li>Art of making flower carriages</li>
<li>Art of framing mystical diagrams, of addressing spells and charms, and binding armlets</li>
<li><strong>Mental exercises, such as completing stanzas or verses on receiving a part of them; or supplying one, two or three lines when the remaining lines are given indiscriminately from different verses, so as to make the whole an entire verse with regard to its meaning; or arranging the words of a verse written irregularly by separating the vowels from the consonants, or leaving them out altogether; or putting into verse or prose sentences represented by signs or symbols. There are many other such exercises.</strong></li>
<li><strong>Composing poems</strong></li>
<li><strong>Knowledge of dictionaries and vocabularies</strong></li>
<li>Knowledge of ways of changing and disguising the appearance of persons</li>
<li>Knowledge of the art of changing the appearance of tilings, such as making cotton to appear as silk, coarse and common things to appear as fine and good</li>
<li><strong>Various ways of gambling</strong></li>
<li>Art of obtaining possession of the property of others by means of mantras or incantations</li>
<li>Skill in youthful sports</li>
<li><strong>Knowledge of the rules of society, and of how to pay respect and compliments to others</strong></li>
<li>Knowledge of the art of war, of arms, of armies, etc.</li>
<li>Knowledge of gymnastics</li>
<li>Art of knowing the character of a man from his features</li>
<li><strong>Knowledge of scanning or constructing verses</strong></li>
<li><strong>Arithmetical recreations</strong></li>
<li><strong>Making artificial flowers</strong></li>
<li>Making figures and images in clay</li>
</ol>
<p><em>A public woman</em>, endowed with a good disposition, beauty and other winning qualities, and also versed in the above arts, obtains the name of a Garrika, or public woman of high quality, and receives a seat of honour in an assemblage of men. She is, moreover, always respected by the king, and praised by learned men, and her favour being sought for by all, she becomes an object of universal regard. The daughter of a king too as well as the daughter of a minister, being learned in the above arts, can make their husbands favourable to them, even though these may have thousands of other wives besides themselves. And in the same manner, if a wife becomes separated from her husband, and falls into distress, she can support herself easily, even in a foreign country, by means of her knowledge of these arts. Even the bare knowledge of them gives attractiveness to a woman, though the practice of them may be only possible or otherwise according to the circumstances of each case.<br />
<em>A man</em> who is versed in these arts, who is loquacious and acquainted with the arts of gallantry, gains very soon the hearts of women, even though he is only acquainted with them for a short time.</strong></p></blockquote>
<p><small>Aus der ersten Übersetzung 1884 von Richard Burton (bzw. F.F. Arbuthnot), vom Sanskrit ins Englische. Ohne Illustrationen. Nummerierung von mir hinzugefügt. Das originale कामसूत्र entstand im 3. Jahrhundert n.Chr. </small></p>
<p>Die fett gedruckten Punkte kann ich &#8211; mit etwas gutem Willen. Ich habe mal ein paar Jahre lang Bogen geschossen und kann &#8211; ungern &#8211; einen Knopf annähen, das reicht aber nicht für 25 und 32. Nummer 45 klingt nach beliebtem Kinderspiel, das ich aber nie gelernt habe.</p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/fundstuecke" title="Fundstücke" rel="tag nofollow">Fundstücke</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/listen" title="Listen" rel="tag nofollow">Listen</a><br />

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	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/01/secret-government-warehouses.htm" title="Secret Government Warehouses"">Secret Government Warehouses</a>  (1.1.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/12/rudyard-kipling-wardrobe-worlds.htm" title="Rudyard Kipling &#038; Wardrobe Worlds"">Rudyard Kipling &#038; Wardrobe Worlds</a>  (6.12.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2005/05/rashomon-episoden.htm" title="Rashomon-Episoden"">Rashomon-Episoden</a>  (29.5.2005) </li>
</ul>

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		</item>
		<item>
		<title>Stillleben zur Schullektüre</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 05:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Schullektüren]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Quiz: Was lesen wir gerade im Deutsch-LK? 

Das könnte ich öfter machen; zu jeder Lektüre ein Stillleben mit den wichtigsten Dingen aus dem Buch &#8211; Symbolen, Leitmotiven, MacGuffins. Eine Sammlung davon wäre schön, so jeweils als Einstieg zur Besprechung oder Wiederholung. 
(Und so haben meine Schüle auch mal Udon- und Ramen-Nudeln gesehen. Und ja, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Quiz: Was lesen wir gerade im Deutsch-LK? </p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/stillleben_lektuere.jpg" alt="" title="stillleben_lektuere" width="530" height="421" class="aligncenter size-full wp-image-2729" /></p>
<p>Das könnte ich öfter machen; zu jeder Lektüre ein Stillleben mit den wichtigsten Dingen aus dem Buch &#8211; Symbolen, Leitmotiven, MacGuffins. Eine Sammlung davon wäre schön, so jeweils als Einstieg zur Besprechung oder Wiederholung. </p>
<p>(Und so haben meine Schüle auch mal Udon- und Ramen-Nudeln gesehen. Und ja, wir lesen das Buch in deutscher Übersetzung.)</p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/faecher/deutsch" title="Deutsch" rel="tag nofollow">Deutsch</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/deutsch" title="Deutsch" rel="tag nofollow">Deutsch</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/fotos" title="Fotos" rel="tag nofollow">Fotos</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/schullektueren" title="Schullektüren" rel="tag nofollow">Schullektüren</a><br />

	<h4>Siehe auch:</h4>
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	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/12/vorlesewettbewerb-der-6-klassen-2008.htm" title="Vorlesewettbewerb der 6. Klassen (2008)"">Vorlesewettbewerb der 6. Klassen (2008)</a>  (6.12.2008) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/12/vorlesewettbewerb-des-boersenvereins-des-deutschen-buchhandels.htm" title="Vorlesewettbewerb 2009 (des Börsenvereins des deutschen Buchhandels)"">Vorlesewettbewerb 2009 (des Börsenvereins des deutschen Buchhandels)</a>  (9.12.2009) </li>
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</ul>

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		<item>
		<title>Was ist eigentlich mit der Feder meiner Tante los?</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/03/was-ist-eigentlich-mit-der-feder-meiner-tante-los.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 20:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2727</guid>
		<description><![CDATA[Gerade höre ich &#8220;Je t&#8217;aime&#8221; in der Version des Ukulele Orchestra of Great Britain, voller Klamauk und frrrrranzösischen Wörtern, die nicht unbedingt alle immer zum Lied passen. Zwischendurch kommt auch ein gemurmeltes &#8220;la plume de ma tante&#8221;.
Diese Wörter verfolgen mich mein ganzes Leben begegnen mir immer wieder. Das erste Mal war in Badende Venus (Bathing [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade höre ich &#8220;Je t&#8217;aime&#8221; in der Version des Ukulele Orchestra of Great Britain, voller Klamauk und frrrrranzösischen Wörtern, die nicht unbedingt alle immer zum Lied passen. Zwischendurch kommt auch ein gemurmeltes &#8220;la plume de ma tante&#8221;.</p>
<p>Diese Wörter <strike>verfolgen mich mein ganzes Leben</strike> begegnen mir immer wieder. Das erste Mal war in <em>Badende Venus</em> (<em>Bathing Beauty</em>, 1944, Esther Williams, Red Skelton). Dort lernt Red Skelton Französisch, oder tut zumindest so, um Esther Williams nahe sein zu können. Und so wiederholt er brav die Sätze aus seinem Schulbuch: &#8220;J&#8217;ai perdu ma plume dans le jardin de ma tante&#8221;, &#8220;Ich verlor meine Feder im Garten meiner Tante.&#8221;</p>
<p>Oookay. Endlich habe ich einen Hinweis darauf, was es wohl damit auf sich hat. Im Englischen &#8211; und wohl auch Amerikanischen, zumindest früher mal &#8211; ist das ein Satz, den man von sich gibt, wenn man scherzhaft demonstrieren will, dass man Französisch kann, aber ohne dass man etwas zu sagen hat. Im Französischen lautet das Äquivalent wohl: &#8220;My tailor is rich.&#8221; (Und das kenne ich <em>auch</em> irgendwoher. Ist das geheime Erkennungszeichen fürs Ungarische wohl: &#8220;Mein Luftkissenboot ist voller Aale?&#8221;)</p>
<p>(Siehe auch: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/10/it-want-the-vehicle.htm">It want the vehicle!</a>)</p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/fundstuecke" title="Fundstücke" rel="tag nofollow">Fundstücke</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/sprache" title="Sprache" rel="tag nofollow">Sprache</a><br />

	<h4>Siehe auch:</h4>
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	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/07/zeugnisbemerkungen-bedaechtig.htm" title="Zeugnisbemerkungen: Bedächtig"">Zeugnisbemerkungen: Bedächtig</a>  (25.7.2008) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2006/01/wie-im-deutschen.htm" title="Wie im Deutschen"">Wie im Deutschen</a>  (20.1.2006) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/07/was-man-nicht-sagen-kann.htm" title="Was man nicht sagen kann"">Was man nicht sagen kann</a>  (1.7.2004) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2005/04/was-ich-bei-karl-may-gelernt-habe.htm" title="Was ich bei Karl May gelernt habe"">Was ich bei Karl May gelernt habe</a>  (3.4.2005) </li>
</ul>

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		<title>Percy Jackson &#8211; Diebe im Olymp</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 11:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag war ich mit der 6. Klasse im Kino. Den Schülern hat der Film gefallen, das ist das wichtigste. Ich selber fand ihn routiniert, aber profillos. Schön war es allerdings, die griechischen Götter mal wieder zu sehen. Ich bin auch schon auf die Neuverfilmung von &#8220;Kampf der Titanen&#8221; dieses Jahr gespannt.
Einige neue Gedanken hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag war ich mit der 6. Klasse im Kino. Den Schülern hat der Film gefallen, das ist das wichtigste. Ich selber fand ihn routiniert, aber profillos. Schön war es allerdings, die griechischen Götter mal wieder zu sehen. Ich bin auch schon auf die Neuverfilmung von &#8220;Kampf der Titanen&#8221; dieses Jahr gespannt.</p>
<p>Einige neue Gedanken hat der Film (oder die Buchvorlage) der Mythologie dann doch abgewonnen. Gefallen hat mir &#8220;Auntie Em&#8217;s Garden Emporium&#8221;, ein Laden für Gartenzubehör, also vor allem diese Statuen, die man gerne in großen Gärten aufstellt. Große, weiße, lebensechte Statuen. Da ahnt man schon, wer &#8220;Auntie Em&#8221; ist.<br />
Auch das Lotusesser-Casino in Las Vegas war eine schöne Umsetzung: man bleibt dort, genießt die tatsächlichen oder eingebildeten Freuden des Lebens und merkt nicht, wie einem die Zeit gestohlen wird. Zuschauer und Helden glauben, dass die Handlung dort wenige Stunden spielt; tatsächlich vergehen einige Tage, bevor die Helden entkommen. Verwundert hat mich nur: Percy entdeckt das Geheimnis der Lotusesser unter anderem dadurch, dass er einen jungen Mann beim Flipperspielen sieht, und zwar einen French-Connection-Flipper. <em>French Connection</em> ist ein Filmklassiker von 1971, und mindestens seit dieser Zeit ist der Mann im Casino und glaubt immer noch, es sei das Jahr 1971. Schock! Aber wer im Publikum kennt denn bitteschön <em>French Connection</em>? Percy will den Film vielleicht mal auf DVD gesehen haben, aber selbst das würde mich wundern. Hätte man da nicht einen Film nehmen können, den das Publikum auch tatsächlich als alt identifizieren kann? Aber vielleicht liegt das Problem ja wirklich darin, dass es für ein, sagen wir, vierzehnjähriges Publikum keinen solchen Film geben kann. Da ist <em>Der weiße Hai</em> genau so alt (und genau so unbekannt?) wie <em>E.T.</em>, <em>Terminator</em> oder <em>Matrix</em>?</p>
<p>Immer wieder schön: griechische Götter in New York. Ich muss endlich mal &#8220;Das Nachtleben der Götter&#8221; von Thorne Smith lesen, da treiben sich die Götter eben auch in New York herum. Das Buch habe ich vor zwanzig Jahren im Regal gesehen, in der schönen Ausgabe der <em>Bibliothek der phantastischen Abenteuer</em> von Fischer, habe es durchgeblättert und <em>nicht</em> mitgenommen. Das reut mich die letzten Jahre immer wieder. Smith kennt man &#8211; wenn überhaupt &#8211; durch die Topper-Romane beziehungsweise deren Verfilmungen. Auch das &#8220;Nachtleben der Götter&#8221; ist verfilmt, aber fast unbekannt, eine <a href="http://www.imdb.com/title/tt0026776/">Kritik bei der Internet Movie Database</a> klingt äußerst interessant, auch wenn sie dem Film nur begrenzt Lob zollt.</p>
<p>Halbwegs originell: Percy Jackson hat Legasthenie, ihm verschwimmen die Buchstaben immer vor dem Augen. Die Erklärung: er ist in Folge seiner göttlichen Abstammung nun einmal auf griechische Schrift ausgelegt. Außerdem ist bei ihm ADHS diagnostiziert, und daran finde ich am bemerkenswertesten, dass diese Abkürzung dem Publikum nicht erklärt wird. Kann man davon ausgehen, dass das jedem Zwölfjährigen schon ein Begriff ist?</p>
<p>Am wenigsten gefallen hat mir bei <em>Percy Jackson</em> die Darstellung des Hades und seines Reiches. Die Unterwelt ist kaum von der populären Vorstellung von der christlichen Hölle zu unterscheiden: verdammte Seelen und Feuer überall. Hades erscheint als Feuerdämon, der in die Unterwelt verbannt wurde und deswegen beleidigt ist. Keine Asphodeloswiese, keine Elysischen Felder, kein Lethe. Dabei ist die mythologische Unterwelt doch viel interessanter als dieser Ausschnitt. Und ja, auch bei den Griechen ist <em>einer</em> der Unterweltflüsse ein Fluss aus Feuer, und Hades keiner der geselligsten oder freundlichsten Götter. Aber er ist eben so viel mehr als das. &#8211; Möglicherweise ist die Buchvorlage da differenzierter, zumindest lässt <a href="http://www.bluetrident.org/images/underworldmapold.PNG">diese Karte</a> zur Unterwelt von einer <a href="http://www.bluetrident.org">Percy-Jackson-Fanseite</a> das vermuten.</p>
<p>(Am Anfang hat mich auch noch gestört, dass die Film-Persephone sich exakt so verhält, als sei sie aus <em>Desperate Housewives</em> entsprungen. Aber inzwischen gefällt mir das vielleicht sogar.)</p>
<p>Uninteressant fand ich außerdem die Handlung. Zum einen war von Anfang an klar, wer der Schurke ist. Zum anderen ist der Film voller fadenscheiniger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MacGuffin">MacGuffins</a>. Ein MacGuffin kann ein schönes Symbol sein oder eine plattes Mittel, um die Handlung voranzutreiben. Der große MacGuffin im Film ist der gestohlene Blitz Zeus&#8217;, der nur dazu da ist, dass man etwas hat, dem man hinterherjagen kann. Es hätten auch die silbernen Rührlöffel Hestias sein können. Dann gibt es noch drei kleine MacGuffins in Form von blauen Kugeln, weil dem Buch oder Drehbuch sonst kein Grund eingefallen ist, die Helden an drei verschiedene Wir-erleben-ein-Abenteuer-Stationen zu schicken. (Sie brauchen die Kugeln, um aus der Unterwelt herauszukommen.)</p>
<p>Und zum Schluss will ich noch wissen, welche griechische Göttin das gewesen sein soll, die am Schluss im Rat der zwölf Götter so platt gesagt hat: &#8220;Krieg kann nicht die Antwort sein.&#8221; Die hat dann aber in der <em>Ilias</em> nicht mitgespielt.</p>
<hr style="width:25%"/>
<p>Was ist eigentlich mit Chris Columbus passiert? Seine erste Regiearbeit, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2006/08/adventures-in-babysitting.htm">Adventures in Babysitting</a>,  war hervorragend. &#8220;Home Alone&#8221; war solide, aber alles nach und eingeschlossen &#8220;Mrs Doubtfire&#8221; war vielleicht erfolgreich, aber nicht interessant, die Harry-Potter-Filme eingeschlossen. &#8211; Vielleicht lege ich auch die falschen Kriterien an. Ich mag Kinder- und Jugendbücher und -filme. Bei denen ist aber vor allemn wichtig, dass sie Kindern gefallen. Gibt es überhaupt Kinder-/Jugendfilme, die Erwachsenen <em>und</em> Kindern gefallen? Mir fällt da gleich &#8220;Die 5000 Finger des Dr. T&#8221; ein, ein vergessenes Schmuckstück* von Kinderfilm, das Kindern kaum gefallen dürfte. Wenn ich es recht überlege, kommt der Film aber auch bei Erwachsenen nicht an&#8230; die guten Videos bei Youtube sind leider in Deutschland nicht zu sehen, aber hier ist ein Ausschnitt:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NtdFVRwqf8Y&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/NtdFVRwqf8Y&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p><small>*Erwähnt wird der Film allerdings in <em>Die Rose von Alexandria</em> von Manuel Vázquez Montalbán, auch wenn eine Zuschauerin ihn &#8220;langatmig&#8221; findet. Wie dieser Film in diesen Krimi gekommen ist, das frage ich mich noch heute.</small></p>

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	<h4>Siehe auch:</h4>
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	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2006/06/william-powell-und-myrna-loy.htm" title="William Powell und Myrna Loy"">William Powell und Myrna Loy</a>  (24.6.2006) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/08/the-whistler.htm" title="The Whistler"">The Whistler</a>  (19.8.2004) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/09/the-jazz-singer-ii.htm" title="The Jazz Singer II"">The Jazz Singer II</a>  (2.9.2004) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/09/the-jazz-singer-i.htm" title="The Jazz Singer I (Hintergrund)"">The Jazz Singer I (Hintergrund)</a>  (1.9.2004) </li>
</ul>

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		<title>Wochenrückblick, wie angekündigt</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 12:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Unterricht habe ich lange nichts mehr geschrieben. Es läuft harmonisch, die Schüler und ich vertragen uns entweder gut oder zumindest viel besser als vor Weihnachten; sie lernen was und mir macht die Schule Spaß. Heute nachmittag gehe ich mit der 6. Klasse ins Kino Percy Jackson &#8211; Diebe im Olymp anschauen. Vorschlag der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über den Unterricht habe ich lange nichts mehr geschrieben. Es läuft harmonisch, die Schüler und ich vertragen uns entweder gut oder zumindest viel besser als vor Weihnachten; sie lernen was und mir macht die Schule Spaß. Heute nachmittag gehe ich mit der 6. Klasse ins Kino <em>Percy Jackson &#8211; Diebe im Olymp</em> anschauen. Vorschlag der Schüler, wir machen ja viel griechische Mythen.</p>
<p>Außerdem bat ich höflich um die Erlaubnis für die Veröffentlichung von einigem Material, dass die Schüler erstellt haben. Und das eben nicht nur auf der passwortgeschützten Schulhomepage, sondern auch auf meiner Internetseite. Also musste ich kurz erklären, was ein Blog ist. Das mache ich ja nicht ungern. Eine Schülerin hatte auch schon zu Hause diverse Texte entdeckt, etwa <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/08/wieso-herr-rau-seinen-bart-abrasierte.htm">&#8220;Wieso Herr Rau seinen Bart abrasierte&#8221;</a>. Den mussten wir dann lesen.</p>
<p>In Informatik in der 11. Klasse hält die Praktikantin bald eine Stunde. Spannend. Mit Deutsch und vor allem Englisch habe ich ja viel Erfahrung aus Unterricht und Universität, aber bei Informatik erfinde ich sehr viel selbst. </p>
<p>Die Doppelstunden in Informatik in der 10. Klasse sind eine gute Idee, Nachmittag hin oder her. Endlich teile ich mehr Zeit ein für einen erklärenden Lehrervortrag am Anfang, und der ist eine gute Idee. <em>Danach</em> können die Schüler besser alleine arbeiten.</p>
<p>In Informatik in der 7. Klasse habe ich mit <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/robot-karol">Robot Karol</a> begonnen. Das geht bisher wie von selber, ich weiß jetzt aber auch besser als die vielen letzten Male, wo ich damit hinwill.</p>
<p>Leistungskurs Deutsch: Da sitzt einem das ganze letzte Semester über der Notenschluss und das Abitur im Nacken und die Zeit rennt davon. Ich muss eilig Noten machen. Trotzdem war noch, als Übertrag vom letzten Semester, Zeit für eine Sequenz, in der die Schüler in drei Gruppen kurze Szenen schrieben und auf der Bühne in der Aula aufführten. Das erste Stück war sehr modern, aufwendig choreographiert, mit viel Schminke und Ganzkörperkostümen. Das zweite, eine Parodie auf Kafkas Verwandlung, war etwas konventioneller, aber in metrisch korrekten Reimversen verfasst. Die Schulleitung hat wohl über die Brüstung gelinst, sich aber nicht zu uns ins Publikum gesetzt&#8230; schade, hätte gleich ein Unterrichtsbesuch sein können&#8230; jetzt überlege ich nur noch, unter welchem Vorwand ich mal eine ganze Klasse in die Aula verfrachten und dort eine öffentliche Unterrichtsstunde halten kann. Einfach so, weil lustig.</p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/alltag" title="Alltag" rel="tag nofollow">Alltag</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/schule-alltag" title="Schule (Alltag)" rel="tag nofollow">Schule (Alltag)</a><br />

	<h4>Siehe auch:</h4>
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	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/zu-lang-fuer-twitter.htm" title="Zu lang für Twitter"">Zu lang für Twitter</a>  (10.3.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/02/wochenschnipsel.htm" title="Wochenschnipsel"">Wochenschnipsel</a>  (20.2.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/wenn-lehrer-briefe-von-eltern-kriegen.htm" title="Wenn Lehrer Briefe von Eltern kriegen"">Wenn Lehrer Briefe von Eltern kriegen</a>  (7.7.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/07/wenig-neues.htm" title="Wenig Neues"">Wenig Neues</a>  (23.7.2008) </li>
</ul>

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		<title>Wieder mal Fundsachen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/03/wieder-mal-fundsachen.htm</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 19:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>

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		<description><![CDATA[Online-Test gibt Aufschluss über eigene IT-Fitness (via TeachersNews): Bei http://www.it-initiative.at.
26 Multiple-Choice-Fragen, die man in 20 Minuten beantworten soll. Die ersten fünf oder sechs Fragen habe ich mir angeschaut, dann genervt aufgehört. Bis auf eine waren alle Fragen rechnerspezifisch (nur PC-Tastatur, nicht Apple), betriebssystemspezifisch (nur Windows, nicht Linux) und programmspezifisch (nur Word, nicht Open Office). Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Online-Test gibt Aufschluss über eigene IT-Fitness (via <a href="http://www.teachersnews.net/artikel/nachrichten/beruf/016266.php">TeachersNews</a>): Bei <a href="http://www.it-initiative.at/">http://www.it-initiative.at</a>.</p>
<p>26 Multiple-Choice-Fragen, die man in 20 Minuten beantworten soll. Die ersten fünf oder sechs Fragen habe ich mir angeschaut, dann genervt aufgehört. Bis auf eine waren alle Fragen rechnerspezifisch (nur PC-Tastatur, nicht Apple), betriebssystemspezifisch (nur Windows, nicht Linux) und programmspezifisch (nur Word, nicht Open Office). Die Terminologie war durchwegs Microsoft, etwa wenn es um den Einzug der ersten Zeile eines Absatzes geht, was bei Open Office &#8220;Erste Zeile&#8221; heißt und bei Word &#8220;Sondereinzug/Hängender Einzug&#8221;.</p>
<p>&#8220;IKT-Fertigkeiten als Erfolgskriterium auf dem Arbeitsmarkt&#8221; steht oben drüber, dahinter steckt Microsoft. Es handelt sich um einen Arbeitsmarkt, der Leute braucht, die mit Word umgehen können. Das ist sicher für viele Berufe sehr wichtig. Aber wenn man Open Office benutzt oder wenn Microsoft wieder mal, wie bei Office 2007, die Knöpfe, auf die man drücken muss, anderswo platziert (was durchaus sinnvoll sein kann), dann brauchen Leute mit dieser Art von IKT-Fertigkeiten Fortbildungsmaßnahmen. Ich stelle mir unter einer informationstechnologischen Grundbildungen anderes vor. Nicht: was muss ich drücken, wenn ich das Euro-Zeichen haben will, sondern: was bewirkt die Taste &#8220;Alt Gr&#8221;. Nicht: wie heißt die Einstellung für diese Art der Absatzformatierung, sondern: was gibt es für Möglichkeiten, Absätze zu formatieren. </p>
<p>Ähnliche Töne hier: Experten warnen: <a href="http://www.theinquirer.de/2010/03/03/experten-warnen-it-unterricht-eher-armselig.html">IT-Unterricht eher armselig</a>: &#8220;Nur die Hälfte aller Top-Jobs in der IT- und Telekom-Branche seien von jemandem besetzt, der in seinem Tätigkeitsfeld auch einen Abschluss habe.&#8221; Bu-hu. Stimmt, der einzige Programmierer, den ich kenne, hat einen Abschluss in Geschichte. Ist das so schlimm? </p>
<blockquote><p>Eigentlich sind doch junge Leute von Computern, Internet, Handys und IT begeistert. Wo liegt das Problem? Es kann doch nur daran liegen, wie die IT von den Lehrern vermittelt wird. Langweilig. Angestaubt. Mit Highlights wie Word oder Excel.</p></blockquote>
<p>Wenn Word oder Excel oder überhaupt das Lernen von Programmoberflächen Inhalte sind, dann ist das tatsächlich wenig hilfreich oder inspirierend. Aber die zitierte Argumentation von David Clarke, Chef der British Computer Society, ist doch etwas zu simpel. Genauso gut könnte man sagen, dass junge Leute von Musik und  Filmen begeistert sind und deshalb quasi automatisch gut in Musik sein müssten, ein Instrument spielen oder Drehbücher verfassen können müssten. Es liegt nur am langweiligen Musikunterricht.</p>
<p>Dass junge Leute von Facebook und Handys begeistert sind, hat nun nämlich gar nichts mit Informatik-Grundbildung zu tun. Eher mit Klingeltönen.</p>
<p>Genug Altherrengebrummel für heute. Morgen mittag habe ich Zeit und Luft, da erzähle ich dann wieder was vom Schulalltag.</p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/fundstuecke" title="Fundstücke" rel="tag nofollow">Fundstücke</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/faecher/informatik" title="Informatik" rel="tag nofollow">Informatik</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/informatik" title="Informatik" rel="tag nofollow">Informatik</a><br />

	<h4>Siehe auch:</h4>
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	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/01/zwei-arten-von-anschaulichkeit.htm" title="Zwei Arten von Anschaulichkeit"">Zwei Arten von Anschaulichkeit</a>  (15.1.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2005/10/wiki-in-der-schule.htm" title="Wiki in der Schule"">Wiki in der Schule</a>  (24.10.2005) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/11/wiki-7-klasse-wieder-mal.htm" title="Wiki 7. Klasse, wieder mal"">Wiki 7. Klasse, wieder mal</a>  (22.11.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/09/vorbereitung-in-den-ferien.htm" title="Vorbereitung in den Ferien"">Vorbereitung in den Ferien</a>  (2.9.2009) </li>
</ul>

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		</item>
		<item>
		<title>Vom Schweigen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/03/vom-schweigen.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 20:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schüler der Tendai-Schule pflegten schon die Meditation, bevor Zen nach Japan kam. Vier von ihnen, die sehr gute Freunde waren, versprachen einander, sieben Tage lang Schweigen zu bewahren.
Den ersten Tag verbrachten allen schweigend. Sie meditierten einträchtig, aber als der Abend anbrach und die Öllampen nicht mehr genug Licht verbreiteten, rief einer der Schüler zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Schüler der Tendai-Schule pflegten schon die Meditation, bevor Zen nach Japan kam. Vier von ihnen, die sehr gute Freunde waren, versprachen einander, sieben Tage lang Schweigen zu bewahren.<br />
Den ersten Tag verbrachten allen schweigend. Sie meditierten einträchtig, aber als der Abend anbrach und die Öllampen nicht mehr genug Licht verbreiteten, rief einer der Schüler zu einem Diener: &#8220;Kümmere dich um die Lampen.&#8221;<br />
Der zweite Schüler erinnerte den ersten überrascht: &#8220;Wir sollten doch still bleiben!&#8221;<br />
&#8220;Ihr zwei seid dumm,&#8221; sagte der dritte, &#8220;warum redet ihr denn?&#8221;<br />
&#8220;Ha,&#8221; erklärte der vierte, &#8220;ich bin der einzige, der nicht geredet hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nach  Paul Reps, <em>Zen Flesh, Zen Bones</em> (deutsch: <em>Ohne Worte &#8211; ohne Schweigen</em>). Ein sehr schönes Buch übrigens; wenn man irgendwoher schon mal eine kleine Einführung in den Zen-Buddhismus gekriegt hat, ist das der beste nächste Schritt. (Na ja, finde ich, aber was weiß ich schon über Zen-Literatur. Von den fünf, sechs Büchern, die ich dazu gelesen habe, war es jedenfalls das hilfsreichste.) </p>
<p>Die Anekdote oben fällt mir bei manchen Diskussionen in Blogs oder Foren ein. Wie man sieht, befinde ich mich auf der Stufe des vierten Schülers, bin aber  noch nicht weiter.</p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/fundstuecke" title="Fundstücke" rel="tag nofollow">Fundstücke</a><br />
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		<item>
		<title>Montague, The Stray Shopping Carts of Eastern North America</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/02/montague-the-stray-shopping-carts-of-eastern-north-america.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/02/montague-the-stray-shopping-carts-of-eastern-north-america.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 08:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2671</guid>
		<description><![CDATA[Ein schönes Buch, das nur auf den ersten Blick befremdend anmutet, aber schon nach dem ersten Blättern eine neue Welt erschließt, die einsichtig und ganz und gar selbstverständlich wirkt. Da hätte man nun wirklich selbst darauf kommen können, denkt man.
&#8220;The Stray Shopping Carts of Eastern North America: A Guide to Field Identification&#8221; von Julian Montague [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/stray_shopping_carts.jpg" alt="" title="stray_shopping_carts" width="200" height="276" class="aligncenter size-full wp-image-2672" /></p>
<p>Ein schönes Buch, das nur auf den ersten Blick befremdend anmutet, aber schon nach dem ersten Blättern eine neue Welt erschließt, die einsichtig und ganz und gar selbstverständlich wirkt. Da hätte man nun wirklich selbst darauf kommen können, denkt man.</p>
<p>&#8220;The Stray Shopping Carts of Eastern North America: A Guide to Field Identification&#8221; von Julian Montague ist ein Buch zur Bestimmung von verlorenen Einkaufswagen. Man kennt so etwas vielleicht schon von heimischen Vögeln oder Pilzen. Montague geht dabei allerdings neue Wege. Bestimmt werden Einkaufswagen in der Wildnis nicht nach ihrem Hersteller, sondern nach ihrer Funktion.  Die Beschreibung zu einem der vielen Bilder sieht dann zum Beispiel so aus:</p>
<blockquote><p>The specimen on the left is an A/2 PLAZA DRIFT, B/18 AS REFUSE RECEPTACLE. The specimen on the right is a B/7 TRANSIENT IMPOSTER, B/14 ARCHAIC, B/18 AS REFUSE RECEPTACLE. It is not uncommon to find such complex situations in and around shopping plazas.</p></blockquote>
<p>Montague unterscheidet 11 Arten von &#8220;false strays&#8221; (Typ A). Ein &#8220;false stray&#8221; ist ein Einkaufswagen (&#8220;specimen&#8221;), der sich zwar von seinem Ursprungsort (&#8220;source&#8221;) entfernt hat, meist einem Einkaufszentrum, der aber wohl früher oder später dorthin zurückfinden wird. Das kann ein A/2 sein (plaza drift &#8211; wenn der Wagen im Einkaufszentrum von Parkplatz zu Parkplatz gewandert ist), ein A/3 (bus stop discard) oder ein A/10 (alternative usage &#8211; zweckentfremdet an der Quelle eingesetzte Wagen, etwa zur Absperrung oder Markierung).</p>
<p>Mehr Unterarten, nämlich 22, gibt es bei den &#8220;true strays&#8221; (Typ B). Das sind Einkaufswagen, die wohl nie wieder zum Ort ihres ursprünglichen Einsatzes zurückfinden. Das beginnt mit der allgemeinsten Kategorie B/1 (open true), kann auch ein B4 sein (on/as personal property, etwa in einer Garage zur Aufbewahrung von, äh, Sachen). Häufig ist auch B/12 oder B/13 (simple bzw. complex vandalism), traurig stimmt einen ein B/14 (archaic &#8211; wenn es die ursprüngliche Quelle schon gar nicht mehr gibt).</p>
<p>Montague stellt diese Klassen zuerst anhand typischer Beispiele vor, den Rest des Buches machen dann Aufnahmen von Einkaufswagen in allen möglichen Situationen aus. Dazu kommen viele Hintergrundinformationen, etwa die mögliche Übertragbarkeit auf andere Regionen der Welt oder auf verlorene Plastiktüten, Verkehrshütchen oder ausgediente Reifen. Typische Zerfallsreihen werden beschrieben, etwa von B/1 über B/15 und B/20 zu B/21. Reich illustriert und beeindruckend ist im Anhang eine Fallstudie im wörtlichen Sinn: &#8220;The Niagara Falls River Gorge. Analyzing a complex vandalism super site.&#8221; Etwa eine Meile unterhalb der berühmten Wasserfälle befindet sich ein Abhang, der häufig für Vandalismus genutzt wird, eine Art Elefantenfriedhof für Einkaufswagen. Der kundige Beobachter kann dort drei Zonen ausmachen mit jeweils für sie typischen true strays. </p>
<p>Weitere Informationen und viele, viele Bilder gibt es bei der beeindruckenden Seite <a href="http://www.strayshoppingcart.com/">http://www.strayshoppingcart.com/</a>. Der Bereich zu den Niagarafällen ist zwar noch im Aufbau, eine andere Fallstudie kann aber eingesehen werden. </p>
<p>Man möchte sich nach der Lektüre gleich ein Notizbuch anschaffen und mit dem Fotoapparat Jagd auf Einkaufswagen machen. Und deswegen komme ich auch erst jetzt zu diesem Blogeintrag, obwohl ich das Buch schon vor einiger Zeit gelesen habe. Um Vögel und Eichhörnchen zu fotographieren, muss ich mich ja nicht aus der Wohnung bewegen, aber mit Einkaufswagen ist das schon schwieriger. Seit acht Wochen halte ich die Augen offen und finde keine. Zwei Fast-Erfolge hatte ich, aber das waren dann doch nur ein Einkaufskorb für ein Fahrrad und ein kleiner Rollwagen (Bilder unten). Glücklicherweise brachte Frau Rau neulich aus Berlin einen Fund zurück, für den ich herzlich dankbar bin:</p>
<p><img width="350px;" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/stray_cart1.jpg" alt="" title="stray_cart1" xwidth="550" xheight="733" class="aligncenter size-full wp-image-2719" /></p>
<p>Fundort: Urbanstraße, Berlin-Kreuzberg, etwa 400m von der Quelle (ein Netto-Supermarkt) entfernt. Vermutlich ein A/1, &#8220;close false&#8221;, also noch so nahe an der Quelle, dass die Rückkehr zu ihr wahrscheinlich ist. </p>
<p><img width="350px;" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/stray_cart_fake1.jpg" alt="" title="stray_cart_fake1" xwidth="550" xheight="367" class="aligncenter size-full wp-image-2720" /></p>
<div style="width:350px;"><small>Rollwagen, außer Konkurrenz, in angefrorenem Wassergraben, Augsburg. Wäre vermutlich ein B/12, simple vandalism, genauere Bestimmung nicht möglich, aber B/2, damaged, nicht auszuschließen.</small></div>
<p><img width="350px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/stray_cart_fake2.jpg" alt="" title="stray_cart_fake2" xwidth="550" xheight="367" class="aligncenter size-full wp-image-2718" /></p>
<div style="width:350px;"> <small>Fahrradkorb, außer Konkurrenz, S-Bahn-Haltestelle Donnersbergerbrücke, München. Wäre vermutlich B/9, snow immobilization, möglicherweise in Kombination mit B/2</small></div>
<p>Mit Schülern könnte man ein ähnliches Projekt auf dem Schulgelände machen. Nicht mit Einkaufswagen, aber ein Führer zur anderen Formen unbeachteten zivilisatorischen Mülls ist möglich. Ich stelle mir da eine Broschüre vor mit den verschiedenen Arten von <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/05/fundsachen.htm">Fundsachen im Schulgebäude</a>. Allein im Computerraum habe ich fast täglich eine Sammlung von Federmäppchen, Heften, Büchern und Kettchen. Auch Getränkeflaschen und Dosen gibt es genug zu fotographieren und katalogisieren.</p>
<ul>
<li>Wem dieses Buch gefällt, der interessiert sich vielleicht auch für <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/10/alles-ueber-die-giraffe-mcsweeneys-iii.htm">Giraffes? Giraffes!</a>, ein alternatives Sachbuch zur Giraffe.</li>
<li>Erwähnenswert vielleicht auch die <a href="http://home.graf-rasso-gymnasium.de/joomla/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=196&#038;Itemid=134">molwanische Reisegruppe auf der Bundesgartenschau</a>, die eine 11. Klasse begleitete.</li>
</ul>
<p><em>Nachtrag: Beim Shopblogger gibt es ein schönes Bild von einem <a href="http://www.shopblogger.de/blog/archives/9677-Einkaufswagen-dem-Untergang-geweiht.html"></em>true stray<em> (B/13, complex vandalism) auf dem Eis.</a></em></p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/buecher" title="Bücher" rel="tag nofollow">Bücher</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/buecher" title="Bücher" rel="tag nofollow">Bücher</a><br />

	<h4>Siehe auch:</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/03/wolf-haas-das-wetter-vor-15-jahren.htm" title="Wolf Haas, Das Wetter vor 15 Jahren"">Wolf Haas, Das Wetter vor 15 Jahren</a>  (17.3.2008) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/08/william-safire-safires-political-dictionary.htm" title="William Safire, Safire&#8217;s Political Dictionary"">William Safire, Safire&#8217;s Political Dictionary</a>  (23.8.2008) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2005/07/william-golding-lord-of-the-flies-und-ein-bisschen-madagaskar.htm" title="William Golding, Lord of the Flies (und ein bisschen Madagaskar)"">William Golding, Lord of the Flies (und ein bisschen Madagaskar)</a>  (17.7.2005) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/wiedergelesen-hammett-und-amis.htm" title="Wiedergelesen: Hammett und Amis"">Wiedergelesen: Hammett und Amis</a>  (2.8.2009) </li>
</ul>

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		<title>Lauter Schelme</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 19:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwere Vorwürfe gegen das bayerische Kultusministerium hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, erhoben: Auf Druck der Behörde sollen Schüler des achtjährigen Gymnasiums besser benotet werden. &#8220;Mir wurde mitgeteilt, dass das Kultusministerium Schulleitern die versteckte Anweisung erteilt hat, man solle nachhelfen, dass G-8-Schüler nicht schlechter abschneiden als die Schüler auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Schwere Vorwürfe gegen das bayerische Kultusministerium hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, erhoben: Auf Druck der Behörde sollen Schüler des achtjährigen Gymnasiums besser benotet werden. &#8220;Mir wurde mitgeteilt, dass das Kultusministerium Schulleitern die versteckte Anweisung erteilt hat, man solle nachhelfen, dass G-8-Schüler nicht schlechter abschneiden als die Schüler auf dem G9&#8243;, sagte Wenzel gegenüber der Süddeutschen Zeitung.  (<a href="http://bildungsklick.de/a/72238/bayern-streit-um-zensuren-im-g8/">bildungsklick</a>)</p></blockquote>
<p>Das Problem mit versteckten Anweisungen ist, dass sie versteckt sind, und dass es deshalb leicht ist, zu behaupten, dass es welche gibt. Der Beweis für versteckte Anweisungen: keiner hat sie je gesehen, also müssen sie versteckt sein. Damit ist schon mal die Hälfte der Behauptung bewiesen.<br />
Falls es sie aber wirklich gibt, die versteckten Anweisungen, dann wurde wieder mal geschlampt im Kultusministerium, denn die Schulleiter haben vergessen, mir und meinen Kollegen Bescheid zu sagen. </p>
<p>Andererseits ist das vielleicht auch gar nicht nötig. Es ist dem Kultusministerium und damit den Schulleitungen durchaus möglich, Signale auszusenden, was gerade in der Luft liegt und was nicht, Regeln zu ändern für das Pflichtwiederholen, Fördermaßnahmen zu finden und dadurch Prozesse zu lenken&#8230; Dass im G8 weniger Schüler durchfallen als im G9, ist nicht nur der Brillianz der beteiligten Lehrer und Schüler zu verdanken. Allerdings läuft das nicht in Form geheimer Botschaften, sondern durcch Änderungen der GSO, und auch nicht so offensichtlich wie manchmal in den USA:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/82/504296/text/">Alle 93 Lehrer einer Schule wegen schlechter Noten entlassen</a> (Süddeutsche Zeitung). Weil an einer Schule nur wenige Schüler den Abschluss schaffen &#8211; 48%, tatsächlich nicht viele &#8211; und die Lehrer sich weigern, kostenlos Mehrarbeit zu leisten und dazu Nachhilfeunterricht zu geben, sind einfach alle entlassen worden.</p></blockquote>
<p>Aus guten Gründen droht Lehrern am Gymnasium eben nicht die Entlassung. Und was die Oberstufe im G8 betrifft, da hat man wirklich nicht den Eindruck erhalten, dass das Kultusministerium lenkend eingegriffen hätte. (Auch wieder schade, andererseits.)</p>
<p>Dass die Noten der G8-Schüler in der Oberstufe sich nicht groß von den Noten der G9-Schüler unterscheiden, hat mich nicht überrascht. Das deckt sich mit meinen Beobachtungen und mit dem gesunden Menschenverstand. (Anders wird es vielleicht in den Abiturfächern, wenn man sich die nicht mehr heraussuchen darf.) Denn die G8-Schüler sind nicht dümmer oder klüger als ihre ein Jahr älteren Mitschüler. Und Lehrer verlangen von Schülern nichts Übermenschliches: </p>
<blockquote><p>Die Note &#8220;gut&#8221; soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.</p></blockquote>
<p>Und die Anforderungen legen in der Realität die Lehrer fest, in Abhängigkeit von der Schwierigkeit des Stoffes und der dafür aufgewendeten Zeit. Bei gleich starken Schülern kann man nur gleichartige Leistungen erwarten und die Anforderungen davon abhängig machen. <em>Natürlich</em> gleichen sich die Noten, auch ohne versteckte Anweisungen.<br />
Die interessantere Frage ist doch die: Lernen die Schüler im G8 vergleichbar viel und vergleichbar Sinnvolles wie im G9? Kann und weiß man mit einer &#8220;2&#8243; im G8 vergleichbar viel wie mit einer &#8220;2&#8243; im G9? Das ist wichtiger als der Notendurchschnitt. Aber die besorgte Frage: lernen unsere Kinder im G8 weniger (fürs Leben, wofür auch sonst) als die Vorgänger, die wird kaum gestellt. Wenn die Noten passen, dann scheint das zu reichen.</p>
<p>(Die Antwort auf die Frage weiß ich übrigens nicht.)</p>
<p>&#8211; Der oben zitierte BLLV repräsentiert in Bayern übrigens nicht besonders die Gymnasiallehrer. Da ist der Bayerische Philologenverband repräsentativer. Beide Verbände mag ich nicht besonders. Den LEV gibt&#8217;s auch noch, das ist die Landes–Eltern–Vereinigung der Gymnasien in Bayern, die sagen von sich, dass sie die bayerischen Gymnasialeltern vertreten. In einem Schreiben vom 13.12. mit dem Briefkopf LEV und mit dem Vorsitzenden Thomas Lillig als Unterzeichner wird als einer von 6 Punkten gefordert: &#8220;Notendurchschnitte der Note 3,0 und schlechter sind in allen Jahrgangsstufen und bei allen klassenbezogenen Leistungserhebungen nicht mehr statthaft.&#8221; Seriously? Meint der 3,0 Punkte, also in der Oberstufenskala? Aber wieso dann in allen Jahrgangsstufen? Fälscht da jemand Briefe und stellt sie ins Netz? Das kann man doch gar nicht ernst nehmen.</p>

	Tags: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/tag/bildungspolitik" title="Bildungspolitik" rel="tag nofollow">Bildungspolitik</a>, <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/kategorie/fundstuecke" title="Fundstücke" rel="tag nofollow">Fundstücke</a><br />

	<h4>Siehe auch:</h4>
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	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/02/wieder-papstfrei-oder-so-aehnlich.htm" title="Wieder papstfrei! (Oder so ähnlich.)"">Wieder papstfrei! (Oder so ähnlich.)</a>  (5.2.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/01/wer-braucht-schon-gute-lehrer.htm" title="Wer braucht schon gute Lehrer?"">Wer braucht schon gute Lehrer?</a>  (15.1.2010) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/11/vom-nutzen-von-vera-8-und-den-jahrgangsstufentests-zur-schulentwicklung.htm" title="Vom Nutzen von Vera 8 und den Jahrgangsstufentests zur Schulentwicklung"">Vom Nutzen von Vera 8 und den Jahrgangsstufentests zur Schulentwicklung</a>  (28.11.2009) </li>
	<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/vera-8-und-ganz-wenig-kant.htm" title="VERA 8 (und ganz wenig Kant)"">VERA 8 (und ganz wenig Kant)</a>  (1.3.2009) </li>
</ul>

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