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	<title>Lehrerzimmer</title>
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	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
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		<title>Ich bin ja so stolz auf unsere Neuntklässler&#8230;</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-bin-ja-so-stolz-auf-unsere-neuntklaessler.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 17:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;heute hielt im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum sicheren Umgang mit den neuen Medien (organisiert vom Elternbeirat, in vorigen Jahren gab es das zum Beispiel zu Essstörungen) ein Referent einen Vortrag vor Neuntklässlern. Ein Polizist und letztlich forensischer Computertechniker, wenn ich ihn recht verstanden habe. (Ich habe ihn nicht angesprochen auf die Geschichte von den Polizisten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;heute hielt im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum sicheren Umgang mit den neuen Medien (organisiert vom Elternbeirat, in vorigen Jahren gab es das zum Beispiel zu Essstörungen) ein Referent einen Vortrag vor Neuntklässlern. Ein Polizist und letztlich forensischer Computertechniker, wenn ich ihn recht verstanden habe.</p>
<p>(Ich habe ihn nicht angesprochen auf die <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/02/02/monitor-und-tastatur/">Geschichte von den Polizisten</a>, die bei der Hausdurchsuchung nur Monitor und Tastatur gefunden haben und keinen Rechner. Ich sag nur: iMac.)</p>
<p>Der Vortrag war schon in Ordnung. Keine übertriebene Warnung vor Fotos bei Facebook, wegen denen man dann nie eine Stelle finden wird; eine Warnung vor Abofallen; Hinweise darauf, wie man seriöse Seiten erkennt. Angesprochen wurden auch Tauschbörsen und das Urheberrecht, und da waren einige Schüler schon nicht ganz unkundig. Richtig stolz war ich, als der Referent gefragt wurde, was er den von SOPA und ACTA hielte&#8230; da blieb leider keine Zeit für eine Antwort; das hätte wohl für einen Großteil der Schüler Erklärung erfordert vorbeigegangen und die ganzen 90 Minuten füllen können. Aber es ist schön, dass es ein paar Schüler gibt, die etwas damit anfangen können. </p>
<p>Eine Beispiel des Referenten für das Verhalten der Politik, von mir jetzt sehr vereinfacht, war: wenn es zu viel Gewalt im Web gibt, sagen wir, dann fordern die Eltern, dass die Kinder geschützt werden, und darauf muss die Politik reagieren, sonst werden die Politiker nicht mehr gewählt. Zumindest bei SOPA, ACTA, Zensursula sehe ich aber nicht den Bürger, der diese Wünsche an die Politik heranträgt. </p>
<p>Aber, wie gesagt, war schon okay. Übertriebene Warnungen nimmt ein Jugendlicher heute genauso wenig ernst wie ich damals in den Junior-Apothekenheften die Warnungen vor den Suchtgefahren jener Jahre.</p>
<p>Schon wichtig ist bei solchen Vorträgen, dass die Schüler darauf hingewiesen werden, dass sie im Internet immer in der Öffentlichkeit stehen und öffentlich handeln, im Prinzip auch bei noch so privat geglaubten Facebook-Einstellungen. Dass sie deshalb aufpassen müssen, was sie dort tun. Das ist richtig und wichtig. Ich vermisse allerdings meist den Aspekt, dass es auch ein gute Sache ist, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, öffentlich Stellung zu beziehen und am öffentlichen Gespräch teilzunehmen. Auch schon als Schüler, selbst wenn die Öffentlichkeit da nur so klein ist wie eine Klasse oder eine Schule.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-bin-ja-so-stolz-auf-unsere-neuntklaessler.htm">Permalink</a> |
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</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich verliere den Kontakt zu den Schülern</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-verliere-den-kontakt-zu-den-schuelern.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-verliere-den-kontakt-zu-den-schuelern.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 17:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben eine schmucke Theke in unserem Lehrerzimmer, dahinter Spülmaschine, Kaffeemaschine, Wasserhahn, dergleichen. Jede Woche sind zwei Lehrer zum Küchendienst eingeteilt, die die Spülmaschine befüllen, die Theke wischen, obwohl natürlich jeder Kollege gehalten ist, selbst auch auch Sauberkeit zu achten. Am Freitag fand ich einen Zettel in meinem Fach, dass ich diese Woche dran sei. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben eine schmucke Theke in unserem Lehrerzimmer, dahinter Spülmaschine, Kaffeemaschine, Wasserhahn, dergleichen. Jede Woche sind zwei Lehrer zum Küchendienst eingeteilt, die die Spülmaschine befüllen, die Theke wischen, obwohl natürlich jeder Kollege gehalten ist, selbst auch auch Sauberkeit zu achten. Am Freitag fand ich einen Zettel in meinem Fach, dass ich diese Woche dran sei.</p>
<p>Also habe ich mich natürlich fein gemacht. Weißes Hemd mit Fliege und dunkler Weste dazu. (Hätte gerne mehr auf Barmann gemacht heute, hatte aber zwei Vertretungsstunden.) Und eine ordentliche rote Bistroschürze, Modell Vorbinder 100&#215;100 (<a href="http://www.berufskleidung24.de/Vorbinder-G2060-L%C3%A4nge-100cm-Breite-100cm-viele-Farben-f%C3%BCr-Damen-und-Herren.htm?websale7=berufskleidung24;berufsbekleidung&#038;pi=4-3092&#038;ci=2-2800">so wie hier</a>). </p>
<p>6 verschiedene Klassen habe ich heute unterrichtet, fremde und eigene, sieben Stunden insgesamt. Kein Schüler hat auch nur eine Augenbraue gehoben. Gut, die Schürze hatte ich nur hinter der Theke an, aber man sollte meinen, Fliege und Weste allein sei eine Reaktion wert. Bis auf ein Schmunzeln in einer 9. Klasse: nichts. Nada. So ähnlich war das schon 2001 zum ersten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Towel_Day">Towel Day</a> zur Erinnerung an den früh gestorbenen Douglas Adams, als viele Leute, mich eingeschlossen, den Tag mit einem Handtuch auf der Schulter verbrachten. Weil es im Notfall immer gut ist zu wissen, wo man sein Handtuch hat. Ging unkommentiert an den Schülern eines ganzen Vormittags vorbei.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-verliere-den-kontakt-zu-den-schuelern.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-verliere-den-kontakt-zu-den-schuelern.htm#comments">14 Kommentare</a>
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</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eine Ecke für Nachhilfeangebote auf der Schulhomepage?</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/eine-ecke-fuer-nachhilfeangebote-auf-der-schulhomepage.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/eine-ecke-fuer-nachhilfeangebote-auf-der-schulhomepage.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 05:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Gelegentlich werde ich von Schülern oder Eltern gefragt, ob ich nicht Oberstufenschüler oder auch Studenten kennte, die Nachhilfe geben würden. Wenn das so ist, gebe ich das weiter, aber das hängt sehr vom Zufall ab. Ich frage auch in Klassen oder Kursen, die ich habe, ob Schüler Interesse haben. Aber systematisch gibt es bei uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gelegentlich werde ich von Schülern oder Eltern gefragt, ob ich nicht Oberstufenschüler oder auch Studenten kennte, die Nachhilfe geben würden. Wenn das so ist, gebe ich das weiter, aber das hängt sehr vom Zufall ab. Ich frage auch in Klassen oder Kursen, die ich habe, ob Schüler Interesse haben. Aber systematisch gibt es bei uns keine Möglichkeit, Nachhilfesuchende und Nachhilfegebende zusammenzubringen. Halt &#8211; es gibt ein schwarzes Brett in der Nähe des SMV-Raums, glaube ich. Muss ich mal hinschauen.</p>
<p>Gibt es eine Möglichkeit, auf der Schulhomepage eine Kontaktbörse für Nachhilfe zu schaffen? Zuerst müsste man klären, ob das ein gutes oder ein schlechtes Bild auf die Schule wirft, wenn die Öffentlichkeit &#8211; und sei es nur die schulische Öffentlichkeit &#8211; daran erinnert wird, dass manche Schüler Nachhilfe brauchen. Ich bin mir da nicht sicher, aber das müsste sich unkompliziert klären lassen.</p>
<p>Andere Fragen: Nimmt man kommerzielle Angebote auch auf? (Technisch sind natürlich alle Angebote kommerziell. Meine ich professionell?) Soll man Nachilfe suchen können oder anbieten können oder beides? Nur Schüler der eigenen Schule, oder andere, oder Studenten, oder doch wieder jeder? Nachdem ich mir nicht vorstelle, dass da so viele kommen werden, kann man das wohl noch kontrollieren. Aktuell gehalten werden die Nachrichten dadurch, dass der Homepagebetreuer beim Veröffentlichen gleich ein Datum angibt, zu dem der Eintrag automatisch wieder abgeschaltet wird.<br />
Wünsche reicht man per Mail (double opt-in) ein. Die Angebote unter Angabe der Mailadresse oder als Kontaktformular? </p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/eine-ecke-fuer-nachhilfeangebote-auf-der-schulhomepage.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/eine-ecke-fuer-nachhilfeangebote-auf-der-schulhomepage.htm#comments">7 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Heinrich Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/heinrich-heine-zur-geschichte-der-religion-und-philosophie-in-deutschland.htm</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 06:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Überrascht hat mich folgendes Fundstück bei der Lektüre von Heinrich Heines Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, das zeigt, dass Heine Shelleys Frankenstein gelesen oder zumindest davon gehört haben muss: Es geht die Sage, dass ein englischer Mechanikus, der schon die künstlichsten Maschinen erdacht, endlich auch auf den Einfall geraten, einen Menschen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Überrascht hat mich folgendes Fundstück bei der Lektüre von Heinrich Heines <em>Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland</em>, das zeigt, dass Heine Shelleys <em>Frankenstein</em> gelesen oder zumindest davon gehört haben muss:</p>
<blockquote><p>Es geht die Sage, dass ein englischer Mechanikus, der schon die künstlichsten Maschinen erdacht, endlich auch auf den Einfall geraten, einen Menschen zu fabrizieren; dieses sei ihm auch endlich gelungen, das Werk seiner Hände konnte sich ganz wie ein Mensch gebärden und betragen, es trug in der ledernen Brust sogar eine Art menschlichen Gefühls, das von den gewöhnlichen Gefühlen der Engländer nicht gar zu sehr verschieden war, es konnte in artikulierten Tönen seine Empfindungen mitteilen, und eben das Geräusch der innern Räder, Raspeln und Schrauben, das man dann vernahm, gab diesen Tönen eine echtenglische Aussprache; kurz dieses Automat war ein vollendeter Gentleman, und zu einem echten Menschen fehlte ihm gar nichts als eine Seele. Diese aber hat ihm der englische Mechanikus nicht geben können, und das arme Geschöpf, das sich solchen Mangels bewusst worden, quälte nun Tag und Nacht seinen Schöpfer mit der Bitte, ihm eine Seele zu geben. Solche Bitte, die sich immer dringender wiederholte, wurde jenem Künstler endlich so unerträglich, dass er vor seinem eignen Kunstwerk die Flucht ergriff. Das Automat aber nahm gleich Extrapost, verfolgte ihn nach dem Kontinente, reist beständig hinter ihm her, erwischt ihn manchmal, und schnarrt und grunzt ihm dann entgegen: <em>give me a soul</em>! Diesen beiden Gestalten begegnen wir nun in allen Ländern, und nur wer ihr besonderes Verhältnis kennt, begreift ihre sonderbare Hast und ihren ängstlichen Missmut. Wenn man aber dieses besondere Verhältnis kennt, so sieht man darin wieder etwas Allgemeines, man sieht, wie ein Teil des englischen Volks seines mechanischen Daseins überdrüssig ist und eine Seele verlangt, der andere Teil aber aus Angst vor solcherlei Begehrnis in die Kreuz und die Quer getrieben wird, beide aber es daheim nicht mehr aushalten können.</p></blockquote>
<p>Wie international die Bestseller auch damals waren, zeigt andersherum eine Stelle aus <em>Frankenstein</em>, die ich vor ein paar Monaten entdeckt habe. Das Monster, auf der Flucht und von seinem Schöpfer verlassen, lernt heimlich das Sprechen, indem er eine Familie belauscht und in deren Büchern liest. Darunter auch Goethes <em>Werther</em>:</p>
<blockquote><p>One night during my accustomed visit to the neighbouring wood where I collected my own food and brought home firing for my protectors, I found on the ground a leathern portmanteau containing several articles of dress and some books. I eagerly seized the prize and returned with it to my hovel. Fortunately the books were written in the language, the elements of which I had acquired at the cottage; they consisted of Paradise Lost, a volume of Plutarch&#8217;s Lives, and the Sorrows of Werter. The possession of these treasures gave me extreme delight; I now continually studied and exercised my mind upon these histories, whilst my friends were employed in their ordinary occupations.<br />
I can hardly describe to you the effect of these books. They produced in me an infinity of new images and feelings, that sometimes raised me to ecstasy, but more frequently sunk me into the lowest dejection. In the Sorrows of Werter, besides the interest of its simple and affecting story, so many opinions are canvassed and so many lights thrown upon what had hitherto been to me obscure subjects that I found in it a never-ending source of speculation and astonishment. The gentle and domestic manners it described, combined with lofty sentiments and feelings, which had for their object something out of self, accorded well with my experience among my protectors and with the wants which were forever alive in my own bosom. But I thought Werter himself a more divine being than I had ever beheld or imagined; his character contained no pretension, but it sank deep. The disquisitions upon death and suicide were calculated to fill me with wonder. I did not pretend to enter into the merits of the case, yet I inclined towards the opinions of the hero, whose extinction I wept, without precisely understanding it.</p></blockquote>
<p>Kein Wunder, dass das Monster am Leben, an sich, seinem Schöpfer und überhaupt verzweifelt, wenn er sich Werther als Vorbild nimmt.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/heinrich-heine-zur-geschichte-der-religion-und-philosophie-in-deutschland.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/heinrich-heine-zur-geschichte-der-religion-und-philosophie-in-deutschland.htm#comments">1 Kommentar</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tag der Ukulele 2012</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/tag-der-ukulele-2012-world-ukulele-day-2012.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/tag-der-ukulele-2012-world-ukulele-day-2012.htm#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 06:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zu hören: Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des World Ukulele Day 2012 &#8211; jeder soll die Ukulele mit in die Arbeit nehmen, oder darüber bloggen, oder sonst etwas &#8211; wieder etwas öffentliches Üben: &#8220;Wildwood Flower&#8221; in einem Arrangement von Ken Middleton. (Forgive me, I&#8217;m a beginner.) Die Ukulele ist eine Konzertukulele, weil meine Sopran nicht sehr bundrein ist und man das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des World Ukulele Day 2012 &#8211; jeder soll die Ukulele mit in die Arbeit nehmen, oder darüber bloggen, oder sonst etwas &#8211; wieder etwas öffentliches Üben:</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/jl9IhxGQVGA?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&#8220;Wildwood Flower&#8221; in einem Arrangement von Ken Middleton. (Forgive me, I&#8217;m a beginner.) Die Ukulele ist eine Konzertukulele, weil meine Sopran nicht sehr bundrein ist und man das an ein paar Stellen in diesem Stück deutlich hört.<br />
Meine erste Ukulele habe ich vor einem Jahr gekauft, seit einem halben Jahr übe ich ernsthaft damit. Das Stück klingt an ein paar Stellen noch etwas mechanisch, und so richtig fließend ist der Rhythmus noch nicht &#8211; aber auch so macht die Ukulele schon großen Spaß.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/tag-der-ukulele-2012-world-ukulele-day-2012.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/tag-der-ukulele-2012-world-ukulele-day-2012.htm#comments">17 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Überstunden machen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ueberstunden-machen.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 11:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit der Veröffentlichung einer Statistik, laut der im letzten Jahr an Bayerns Gymnasien zu viele Stunden unvertreten ausfallen, also jedenfalls deutlich mehr als an der Realschule, drängt das Kultusministerium, dass solche Statistiken in Zukunft nicht zustande kommen sollen. (Wir ignorieren die besondere Situation am Gymnasium mit dem doppelten Abiturjahrgang und anderen Fröhlichkeiten.) Also muss die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Veröffentlichung einer Statistik, laut der im letzten Jahr an Bayerns Gymnasien zu viele Stunden unvertreten ausfallen, also jedenfalls deutlich mehr als an der Realschule, drängt das Kultusministerium, dass solche Statistiken in Zukunft nicht zustande kommen sollen. (Wir ignorieren die besondere Situation am Gymnasium mit dem doppelten Abiturjahrgang und anderen Fröhlichkeiten.) Also muss die Zahl der vertretenen Stunden steigen.</p>
<p>Meinen Plan, in den vermehrten Vertretungsstunden systematisch Verkehrserziehung mit alten FWU-Filmen aus dem letzten Jahrtausend zu treiben, habe ich leider noch nicht in die Tat umgesetzt. Aufgegeben habe ich ihn noch nicht; ich erinnere mich an regelmäßige Dienstvorschläge, man solle doch Vertretungsstunden dazu nutzen. (Das, und die Liebe zur bayerischen Heimat wecken, irgend so etwas.)</p>
<p>Zusätzliche Stunden werden Lehrern übrigens als Überstunden bezahlt. Viel Geld gibt es nicht dafür, fünfzehn Euro die Stunde, schätze ich mal &#8211; ich weiß es nicht, ich habe seit dem Referendariat keine Überstunden mehr gezählt und eingereicht. Das ändert sich jetzt natürlich, und ich hoffe, möglichst viele Kollegen am Gymnasium machen das so ähnlich und schreiben sich die Überstunden auf. Das ist zwar immer noch billiger, als ausreichend Lehrkräfte einzustellen, aber ganz so billig wie in den letzten Jahren will ich meine Arbeitskraft nicht mehr hergeben.</p>
<p>Bezahlt werden allerdings nicht alle dieser Stunden. Sondern:<br />
1. Man muss mindestens vier Überstunden im Kalendermonat haben, erst dann werden &#8211; dann aber auch alle davon &#8211; bezahlt.<br />
2. Wenn einem eine Stunde ausfällt, weil die Klasse etwa auf eine Exkursion ist und man stattdessen im Lehrerzimmer Kaffee trinkt, dann gilt das als Freizeitausgleich und wird mit der Anzahl an Überstunden in diesem Monat verrechnet. </p>
<p>(Außerdem zählt die fixe Präsenzstunde, die man wöchentlich an der Schule verbringt, nur dann als Überstunde, wenn man tatsächlich zur Vertretung eingesetzt wird.)</p>
<p>Im Januar habe ich netto 6 solcher Überstunden gehalten, die lasse ich mir jetzt auszahlen. Ich benutze natürlich ein schönes Formuler, <strong>&#8220;Für geleistete Dienste&#8221;</strong>, und: <strong>&#8220;erlaube ich mir zu berechnen&#8221;</strong>, auch wenn das nur zur Erheiterung von Sekretariat und Schulleitung dient. Heiterkeit ist ja nicht zu unterschätzen.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ueberstunden-machen.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ueberstunden-machen.htm#comments">19 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>c-jump</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/c-jump.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/c-jump.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 10:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern ging es um den Tag des digitalen Lernens. Etwas, das analog und digital zugleich ist, zeige ich hier &#8211; ein Brettspiel: Der Titel des Spiel ist ein Wortspiel mit &#8220;Ski&#8221; und der Programmiersprache &#8220;C&#8221;. Als Spiel ist es recht simpel: jeder Spieler kriegt eine oder zwei Figuren und bewegt sie nach Würfelwürfen den Kurs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/digilern-2012-lernen-mit-digitalen-medien-und-wettbewerb.htm">ging es um den Tag des digitalen Lernens</a>. Etwas, das analog und digital zugleich ist, zeige ich hier &#8211; ein Brettspiel:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/c-jump_1.jpg" alt="" title="c-jump_1" width="550" height="323" class="alignnone size-full wp-image-3622" /></p>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/c-jump_2.jpg"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/c-jump_2-550x342.jpg" alt="" title="c-jump_2" width="550" height="342" class="alignnone size-medium wp-image-3623" /></a></p>
<p>Der Titel des Spiel ist ein Wortspiel mit &#8220;Ski&#8221; und der Programmiersprache &#8220;C&#8221;. Als Spiel ist es recht simpel: jeder Spieler kriegt eine oder zwei Figuren und bewegt sie nach Würfelwürfen den Kurs entlang, bis alle im Ziel sind. Der Kurs besteht aus Kästchen mit jeweils einem Element der Programmiersprache C darin (und damit auch Java sehr ähnlich).<br />
Vor jedem Zug schaut man sich das Feld an, auf dem man steht, und wenn dort &#8220;x+2;&#8221; steht, würfelt man und zählt 2 dazu, und so viele Felder zieht man dann weiter &#8211; ebenso für x+3; und x++; und so weiter.<br />
Es gibt besondere Felder, etwa &#8220;if (x==1)&#8221; oder &#8220;switch(x)&#8221;. Diese Felder eröffnen alternative Skipisten abseits der blauen main()-Piste &#8211; man würfelt und schaut, ob die Bedingung erfüllt ist und wechselt abhängig davon zu einem anderen Pfad.</p>
<p><a href="http://c-jump.com/">Zu kaufen gibt es das hier</a>. Als Spiel ist das vermutlich nicht allzu spannend, die <a href="http://boardgamegeek.com/boardgame/18731/c-jump-computer-programming-board-game">Besprechung bei <em>boardgame geek</em></a> klingt eher mäßig. Ich habe auch noch keine Mitspieler gefunden. Aber Informatiker müssen das doch einmal ausprobieren. Wenn sich also mal in München ein paar zum Spielen treffen möchten, ich wäre dabei. (Interesse? Interesse?)<br />
Auf das Spiel bin ich gekommen durch eine Seite mit <a href="http://www.der-will-doch-nur-spielen.de/spiele-fuer-informatiker/">Spielen für Informatiker</a>. Da gibt es noch andere kuriose Spiele.</p>
<p>Ich hätte auch noch Ideen für Verbesserungen oder für weitere Spiele. </p>
<ul>
<li>Als Erstes stört mich der Umgang mit dem x. Das sollte nicht jedesmal neu erwürfelt werden, sondern fest bleiben und für alle Spieler gleich bleiben, bis es irgendwann geändert wird. Dazu legt man einen Bereich am Spielfeldrand fest, mit &#8220;x&#8221; beschriftet, auf dem man einen oder mehrere Würfel ablegt, deren Augenzahl dem aktuellen Wert von x entspricht.</li>
<li>Überhaupt: Bereiche am Spielfeldrand, die für Variablen stehen. Ein Bereich für x, y, z, mit Würfeln, die den aktuellen Wert angeben. Und einen weiteren Bereich, nummeriert von 1-6, der sechs Speicherzellen darstellt, in denen alles mögliche drin sein kann. (Weitere Würfel, oder eher kurze Wörter aus Buchstabenwürfeln?) Dann muss man sich nur noch einig sein, ob x den Zahlenwert angibt (etwa 1), oder auf den Inhalt der Speicherzelle (etwa mit der Nummer 1) verweist.</li>
<li>(Grundgedanke, zu erweitern: Den Zustand eines Objekts mit eienr Anzahl von Variablen-Würfeln auf dem Spielfeld angeben.)</li>
<li>Dann wäre es mir lieb, wenn die Spieler nicht auf demselben Kurs fahren würden, sondern auf verschiedenen Kursen &#8211; entweder mehrfach den gleichen, oder auch auf echt unterschiedlichen Kursen. Das wären dann, sagen wir, eigene Spielpläne, die man parallel nebeneinander legen könnte. Die Spieler wechseln sich auch nicht einfach ab, sondern ein Spinner (eine Drehscheibe, <em>scheduler</em> genannt) entscheidet, wer jeweils als Nächstes drankommt. Damit kommt man dem parallelen Arbeiten von Threads, sagen wir, näher.</li>
<li>Nächste Stufe: es gibt bestimmte Streckenteile, die doch von allen Strecken genutzt werden. Damit kann man das Erzeuger-Verbraucher-Problem modellieren.</li>
</ul>
<p>Andere Spiele, die ich im Blog vorgestellt habe und für die ich auch nie Mitspieler finde:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2005/03/eleusis.htm">Eleusis</a></li>
<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2005/04/wff-n-proof.htm">WFF &#8216;n Proof</a></li>
<li>(Und nur kurz in einem Kommentar erwähnt: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/01/formale-sprachen-teil-3-kontextfreie-sprachen.htm">Queries &#038; Theories</a>.)</li>
</ul>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/c-jump.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/c-jump.htm#comments">3 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Digilern 2012 &#8211; Lernen mit digitalen Medien (und Wettbewerb)</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/digilern-2012-lernen-mit-digitalen-medien-und-wettbewerb.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/digilern-2012-lernen-mit-digitalen-medien-und-wettbewerb.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 11:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 8.-10. März findet in Ottobrunn bei München zum Tag des digitalen Lernens 2012 der Kongress Lernen mit digitalen Medien statt. Gastgeber ist das Gymnasium Ottobrunn, organisiert wird die Veranstaltung von einem P-Seminar des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt. (Anmeldetermin zumindest offiziell schon vorbei.) Anmeldetermin: bis 20. Februar. Der Kongress dauert drei Tage: erster Tag Barcamp, die anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 8.-10. März findet in Ottobrunn bei München zum <strong>Tag des digitalen Lernens</strong> 2012 der <strong>Kongress <a href="http://wikis.zum.de/digilern/Hauptseite">Lernen mit digitalen Medien</a></strong> statt. Gastgeber ist das Gymnasium Ottobrunn, organisiert wird die Veranstaltung von einem P-Seminar des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt. <strike>(Anmeldetermin zumindest offiziell schon vorbei.)</strike> <strong>Anmeldetermin: bis 20. Februar.</strong></p>
<p>Der Kongress dauert drei Tage: erster Tag Barcamp, die anderen Vorträge und Programm. Ich werde auch da sein, habe aber keinen Vortrag eingereicht &#8211; weil da schon jede Menge hochkarätige Gäste da sind <strike>und ich zwei Wochen danach auf dem Südbayerischen E-Learning Tag quasi dienstlich eh schon einen Vortrag halten muss</strike> <em>eben erfahren: fällt aus</em>. Das, und Faulheit. Aber ich bin schon sehr gespannt auf die Inhalte dort und freue mich über die Gelegenheit, ein paar Gesichter zu den Namen aus dem Web kennenzulernen.</p>
<p>Es gibt im Rahmen der Digilern auch einen Wettbewerb, auf den ich hinweisen möchte. Zu gewinnen sind 7 mal 30 Laptops für die Schule. Dazu müssen Schüler einen kurzen Videofilm drehen, der zeigt, warum die Schule die Laptops gut brauchen kann. Drei Fragen soll der Film beantworten, selbstgewählte oder eine Auswahl aus einer Reihe Vorschlägen auf der <a href="http://wikis.zum.de/digilern/Laptops">Wettbewerbsseite (wo auch Details zum Wettbewerb stehen)</a>.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/CEAsm_jPdTw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=HfdBTkyl2rw&#038;feature=player_embedded">Zweiter Videoclip, der sich direkt an Schüler richtet.</a>)</p>
<p>Mögliche Fragen sind zum Beispiel:</p>
<blockquote><ol>
<li>Ist die Schule für dich und deine Freunde so etwas wie ein Social Network?</li>
<li>Wie, glaubst du, würde der Unterricht aussehen, wenn den Schülern das Internet ständig zur Verfügung steht?</li>
<li>Im Internet findet man doch Fragen auf alle Antworten! Warum sollte man also noch zur Schule gehen?</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Das Video muss bei Youtube hochgeladen sein, soll Popsonglänge haben, <strong>Einsendeschluss 1. März 2012.</strong> Ich werde meine Schüler darauf hinweisen, vielleicht läuft da ja etwas.</p>
<p>Ich bin ja selber sehr dafür, dass Computer in die Schule kommen. Gestern hörte ich vom ersten Schüler, der fragte, ob er die Schullektüre auch auf seinem E-Book-Reader mitnehmen könne. Computer sind tolle, tolle Werkzeuge und das Internet ist eine tolle, tolle Sache. An den großen Zeitenwechsel, wie er mir auf Twitter immer wieder um die Ohren geschlagen wird, glaube ich indes nicht. Das Internet macht Kluge noch klüger und Dumme noch dümmer, und die Schüler, die sich bisher vor Arbeit und Motivation drückten, werden weiterhin Wege finden, das zu tun. Es sei denn, man zeigte mir, dass das bei digitalem Lernen schwieriger ist. Da hat der Hund dann halt auf den Rechner gepinkelt statt die Hausaufgaben gefressen.</p>
<p>Digitales Lernen muss ja nicht unbedingt mit Computern zu tun haben, digital ist ja auch das elektrische Lernspiel aus den 1970er Jahren, mit dem ich Ethnologie und Fischarten gelernt habe. (War das Elexikon von Ravensburger, oder ein Konkurrenzprodukt?) Digital ist zum Beispiel auch alles, was nur zwei Werte kennt, &#8220;falsch&#8221; oder &#8220;richtig&#8221;, oder nur sechs Werte von &#8220;sehr gut&#8221; bis &#8220;ungenügend&#8221;. (Analog ist dagegen die Reaktion: &#8220;Das hast du schön gemacht/das gefällt mir&#8221;, weil man das nicht in festen Einheiten ausdrückt.) Sehr digital sind auch die Finger, englisch <em>digits</em>, lateinisch <em>digiti</em> und da kommt letztlich auch das Digitale her: die zehn Finger nutzt man zum Rechnen, und Finger sind dabei eine unteilbare kleinste Einheit. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sexagesimalsystem#Ein-_und_zweih.C3.A4ndiges_Z.C3.A4hlen_mit_Fingergliedern_und_Fingern">Wenn man nicht gerade mit den Fingergliedern bis 60 zählt.</a>) Digitaler als Abzählreime geht fast nicht&#8230; Als analog könnte man mit etwas gutem Willen Elle und Fuß betrachten, deshalb waren die ja auch überall verschieden lang.</p>
<p>&#8211; Heute ist übrigens der vom Europarat ausgerufene <a href="http://www.coe.int/t/dghl/standardsetting/DataProtection/Data_protection_day_en.asp">Data Protection Day</a>. Da sollen wir alle darauf acht geben, dass unsere Daten sicher sind. (Vor Facebook, nicht vor einer Vorratsdatenspeicherung.)<br />
Als Gegenveranstaltung dazu <a href="http://blog.spackeria.org/2012/01/27/open-in-public-day/">gibt es den <em>Open in Public Day</em></a>, der demonstrieren soll, dass man nicht reflexartig Angst davor haben muss, dass irgendwelche Daten in die Öffentlichkeit gelangen. Dazu stellen alle Teilnehmer bewusst peinliche Fotos von sich ins Blog oder soziale Netzwerke &#8211; genau die Bilder, vor denen uns unsere Eltern und Lehrer gewarnt haben. Die Partybilder, die dazu führen, dass man SOFORT keinen Job mehr kriegt, weil der Personalchef das bei Facebook gesehen hat. bei Twitter gibt es dazu den Hashtag <a href="https://twitter.com/#!/search/%23oipd12">#oipd12</a>.* Ich habe überlegt, ob ich mitmachen soll, aber von mir sind eh schon genug peinliche Bilder im Blog. Ich hoffe ja heimlich darauf, dass mich bei einer Böses-Internet-Fortbildung mal ein Referent als Versuchsperson erwischt, um mich und die anderen Teilnehmer damit zu überraschen und zu schockieren, was das Internet alles über mich weiß.</p>
<p><small>*Wer nicht weiß, was ein Hashtag ist: auf Texttheater wurde das vor kurzem <a href="http://texttheater.net/eine-kleine-taxonomie-der-funktionen-von-twitter-hashtags-in-meiner-timeline">hervorragend analysiert</a>.</small></p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/digilern-2012-lernen-mit-digitalen-medien-und-wettbewerb.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/digilern-2012-lernen-mit-digitalen-medien-und-wettbewerb.htm#comments">3 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Christian Stöcker, Nerd Attack!</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/christian-stoecker-nerd-attack.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/christian-stoecker-nerd-attack.htm#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 05:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat mir großes Vergnügen bereitet, dieses Buch zu lesen. Der Titel ist launig und kann eigentlich nur eine Idee des Verlags gewesen sein. Aber sonst ist das Buch gut; ich weiß nur noch nicht, wem ich es empfehlen soll. Christian Stöcker zieht eine Verbindung von den Commodore-64-Nutzern der frühen 1980er Jahre bis zu den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float:left; margin-right:10px;" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/stoecker.jpg" alt="" title="stoecker" width="150" height="237" class="alignnone size-full wp-image-3616" /> Es hat mir großes Vergnügen bereitet, dieses Buch zu lesen. Der Titel ist launig und kann eigentlich nur eine Idee des Verlags gewesen sein. Aber sonst ist das Buch gut; ich weiß nur noch nicht, wem ich es empfehlen soll.</p>
<p>Christian Stöcker zieht eine Verbindung von den Commodore-64-Nutzern der frühen 1980er Jahre bis zu den besonders aktiven Internet-Nutzern der Gegenwart. Zwar beginnt er seine Geschichte der digitalen Welt schon einige Jahre zuvor, aber die Zäsur in Deutschland sieht er beim C64, und er ist ebenso wie ich ein Kind dieser Generation.</p>
<p>Das waren die ersten zwei Überraschungen für mich: Erstens, dass das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen und das Tauschen von Material keine Erfindung der Kostenloskultur im Internet ist, sondern viel älter. Das hatte ich vergessen oder nie so gesehen. Ohne eine Spur von Unrechtsbewusstsein tauschten wir Spiele und Tipps, getrieben von Neugier darauf, was es alles gibt, was alles möglich ist mit dem Ding.</p>
<p><small>(Ein Cracker war ich nie. Ich spielte und tauschte, war aber in der Verwertungskette ganz unten. Zweimal war ich bei echten Nerds, die nicht so hießen, in der Wohnung &#8211; das waren Leute, die Lötkolben herumstehen hatten und Eprom-Brenner und volle Schreibtische.)</small></p>
<p>Die zweite Überraschung war, dass es möglicherweise mehr so Leute wie mich gab. Im Kaufhaus standen wir eh alle vor den Rechnern herum. Aber auch die anderen Beschäftigungen, die Stöcker nennt, kannte ich, bis hin zu den Details: Rolemaster, Call of Cthulhu, D&#038;D, DSA, Steve Jackson Games &#8211; alles alte Bekannte. Und das Abhängen in Läden für gebrauchte Taschenbücher, Heftromane und Comics. SF-Autoren und -Filme sowieso.</p>
<p><small>(Und da ist es auch, wo die Computer-Nerds und ich verschiedene Wege gingen. Midgard fehlt in der Liste der erwähnten Rollenspiele &#8211; Midgard ist ein Spiel, das aus dem Fandom kommt, und da habe ich mich dann herumgetrieben. Nicht wirklich bei Midgard, auch wenn ich ein paar Jahre Mitglied bei FOLLOW war, aber in der Science-Fiction-Fandom-Ecke: Magazine herausgeben, auf Cons gehen, Briefe schreiben. Das taucht bei Stöcker nicht auf.)</small> </p>
<p>Offen bleibt: Warum sind die Deutschen so computerfeindlich? Stöcker liefert nur Ansätze zu einer Erklärung. Er vergleicht die Entwicklung in den USA, wo Individualisten und Hippies und Technikfreunde gemeinsame Interessen entdeckten und als digitale Bürgerrechtsbewegung die Electronic Frontier Foundation entstand, mit Deutschland, wo Computer ein Mittel der Unterdrückung waren (Volkszählung und so weiter) und 1985 der erste mitgebrachte Computer in den Räumen der Bundestagsgrünen wieder entfernt werden musste, weil Teufelszeug.</p>
<p>Weitere Themen des Buches sind: der Umgang mit Daten, die Piraten, das Urheberrecht, Anonymous, kastrierte Rechner. (Kastrierte Rechner: Computer, die naturgemäß alles können, aber nicht alles dürfen.) Sachlich und doch begeisternd geschrieben. Ich bin aber auch leicht zu begeistern. Eine These eher am Rande ist die: dass es eine Nerdkultur gibt, innerhalb der man bestimmte Themen als bekannt voraussetzen darf. Star-Trek-Episoden, die wichtigsten Superhelden, die wichtigsten Science-Fiction-Werke, Fernsehserien. Meine Frage: Wenn das denn stimmt, ist es dann Zufall, dass sich Computerbegeisterte zu großem Teil auskennen auf diesen anderen Gebieten? Gibt es ebenso viele Weinkenner-Computernerds und Angler-Computernerds und Auto-Computernerds? Ist ein Nerd, um mal weiter diesen Begriff zu benutzen, einfach jemand, der Experte auf irgendeinem Gebiet ist, oder muss das Gebiet einfach nur obskur genug sein, oder muss es tatsächlich Science Fiction usw. sein?</p>
<p>Nach der Lektüre des Buches habe ich mich jedenfalls gut gefühlt. Weil ich mich als Teil einer Geschichte und Entwicklung sah. Und musste gleich Frau Rau einen Kuss geben, weil es so schön ist, dass die auch so eine ist. Möglicherweise nicht von Geburt an, aber inzwischen.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
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		</item>
		<item>
		<title>Heute in der Süddeutschen und ich habe nichts anzuziehen&#8230;</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/heute-in-der-sueddeutschen-und-ich-habe-nichts-anzuziehen.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/heute-in-der-sueddeutschen-und-ich-habe-nichts-anzuziehen.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 07:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=3618</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;also, nichts Bildungswichtiges gebloggt in den letzten Tagen, meine ich. Im Archiv der alten Beiträge, auch nach Schlagwörtern sortiert, gibt es mehr davon. Deshalb jetzt schnell noch etwas zum Vorzeigen. (Zur Erklärung: In der SZ steht im Bildungsteil etwas über Lehrerblogger, und ein Foto von mir, weil ich so angenehm unanonym bin. Interviewt worden bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;also, nichts Bildungswichtiges gebloggt in den letzten Tagen, meine ich. Im Archiv der alten Beiträge, auch nach Schlagwörtern sortiert, gibt es mehr davon. Deshalb jetzt schnell noch etwas zum Vorzeigen.</p>
<p>(Zur Erklärung: In der SZ steht im Bildungsteil etwas über Lehrerblogger, und ein Foto von mir, weil ich so angenehm unanonym bin. Interviewt worden bin ich vor Weihnachten, schon mit dem Hinweis, dass der Beitrag nicht in der allernächsten Zeit entstehen würde. Der Journalist, soll ich von Frau Rau sagen, hat das gut gemacht.)</p>
<p>Ansonsten: bin heute nicht an meiner, sondern an einer anderen Schule, Moodle-Fortbildungsgeber. Bin gespannt, ob der Apple-Schulbuchvorstoß auch da etwas bewirken wird. Moodle wird genutzt a) zum Einsammeln von erledigten Aufgaben, b) zur Kommunikation in der Gruppe, c) zur Präsentation von Material und d) als Gestaltungsraum für Schüler. Je nach Schüler- und Lehrertyp überwiegt der eine oder andere Aspekt. Die Möglichkeit d) wird dabei zu wenig genutzt , für a) und b) lassen sich alternative Werkzeuge finden &#8211; und die Präsentation von Material kann viel eleganter in einem digitalen Schulbuch erfolgen, wenn &#8211; ja, wenn die Schüler flächendeckend mit geeigneten tragbaren Rechnern ausgestattet sind.</p>
<p>Der Vorstoß von Apple dazu: Software zur Erstellung von Schulbüchern bereitstellen; die dürfen dann nur über iTunesU verkauft werden (verschenkt aber auch auf anderen Wegen).<br />
Einerseits gefällt mir das nicht: ich wollte zwar schon 2008 <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/03/unterrichtsmaterial-per-rss-feed-zum-letzten-mal-versprochen.htm">ein iTunes für Unterrichtsmaterial</a>, aber damit meinte ich das iTunes, mit dem man beliebiges Material im Format RSS abonnieren kann, das aus beliebigen Quellen stammen kann und für das iTunes nur die Benutzeroberfläche darstellt. Gekriegt habe ich iTunesU, ein geschlossenes System mit einem proprietären Dateiformat.<br />
Aber: das Ding ist sexy. Ich habe mir gestern ein paar Bücher heruntergeladen (&#8220;Introduction to Algorithms&#8221;, &#8220;Writing creatively: plays&#8221;, und das Vorzeigeprodukt &#8220;Life on Earth&#8221;), und es würde Spaß machen, mit Schülern daran zu arbeiten. Vielleicht nur, weil das so schön glänzt und auch am Ende des Schuljahres noch sauber aussieht, aber das ist ja auch schon etwas.</p>
<p>Als es neulich im Zuge des Schultrojaners <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/11/gemeinsam-an-einem-digitalen-schulbuch-arbeiten.htm">um digitale Schulbücher ging</a>, sagte ich, es fehlte nur ein geeignetes Format, dann würde ich mit einem beginnen. Das iTunesU-Buch ist es noch nicht ganz. Denn erstens will ich nicht mit einem iPad arbeiten, sondern mit einem &#8211; gerne sehr kleinen &#8211; Notebook-Rechner. Weil damit so viel mehr geht als mit einem iPad, und weil ich damit besser schreiben kann. Und ich will kein proprietäres, sondern ein offenes Format &#8211; gerne auch webbasiert, dann ist man von Rechnertyp und Betriebssystem unabhängig. </p>
<p>Kriege ich das, was ich will? Ich habe keine Ahnung. So oder so ist das Apple-Schulbuch sexy, im Sinn von: haben wollen, machen wollen. Vielleicht ziehen <a href="http://www.ck12.org/flexbook/">Flexbooks</a> nach.</p>
<p><em>(Nachtrag: Ich bin gerne mal das Vorzeigekind für Lehrerblogs, weil ich schon sehr lange dabei bin, regelmäßig und abwechslungsreich und nicht anonym blogge. Und diesmal, weil ich so schön in Süddeutscher Nähe wohne. Aber </em>cutting edge<em> oder besonders analytisch bin ich nicht, da gibt es andere, sehr empfehlenswerte Lehrerblogs.)</em></p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/heute-in-der-sueddeutschen-und-ich-habe-nichts-anzuziehen.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/01/heute-in-der-sueddeutschen-und-ich-habe-nichts-anzuziehen.htm#comments">19 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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