Kategorie: Englisch

Stand by Me, Jahrzehnte danach

Different Seasons ist eine 1982 erschienene Sammlung von vier langen Kurzgeschichten – oder Kurzromanen? – von Stephen King. “Novella” heißt diese Länge auf Englisch, und das Terminologieproblem ist noch das geringste bei Texten dieser Länge: Sie lassen sich einzeln auch schlecht verkaufen. King gelang das nur, indem er vier davon zusammenpackte. Die erste wurde als Shawshank Redemption verfilmt, die zweite als Apt Pupil, für die vierte ist ein Film in Produktion. (Eine Geschichte um einen geheimnisvollen Club und eine geheimnisvolle Bibliothek, ganz klassisch und weniger ernst gemeint als die anderen Geschichten. Kann ich mir als Film schwer vorstellen.) Und die dritte, die Herbstgeschichte, heißt als Film Stand by Me.

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Facharbeit 1987: “The impact of Edgar Allan Poe on the work of Howard Phillips Lovecraft”

Neulich herausgekramt: Meine Facharbeit, Leistungskurs Englisch. Getippt auf einem IBM-Computer, grün auf schwarz, ausgedruckt auf einem Typenraddrucker.

Das Original der Facharbeit habe ich natürlich nicht, und auch keine unmittelbare Kopie. Aber eine kleine Weile nach der Facharbeit habe ich für einen Brieffreund die Datei noch einmal ausgedruckt; inzwischen war das “k” am Typenrad schon etwas beschädigt, und einen Ausdruck dieser Version habe ich, nebst der Punkteverteilung durch den Lehrer damals.

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Serious Text Games

“The Republia Times” ist ein schönes Spiel, das sich vielleicht auch für das rasche Leseverstehen (skimming) im Englischunterricht eignet. Flashbasiert, im Browser zu spielen; man kann die Flashdatei aber auch einfach lokal speichern. (Via Aaron A. Reed.)

Das Spiel ist einfach, aber reizvoll: Man spielt den eben ernannten Redakteur der Republia Times, einer Zeitung im diktatorisch regierten Republia. Die Presse dort ist alles andere als frei; die Familie des Redakteurs befindet sich in Geiselhaft der Regierung. Man muss zehn Tage als Redakteur überstehen: In den ersten Tagen muss man die Loyalität der Leserschaft auf einen gegebenen Wert erhöhen, indem man regimefreundliche Propagandaartikel platziert. Danach muss man die Anzahl der Leser erhöhen, indem man Artikel veröffentlicht, die den Lesern gefallen. (Der Loyalitätswert darf dabei aber nicht unter eine bestimmte Grenze sinken.) Und danach wiederum hat man etwas freiere Hand… bis sich der Untergrund meldet und sowohl eine hohe Auflage als auch eine niederige Loyalität der Leserschaft zu einem bestimmten Termin fordert.

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Podcasttipp: Lexicon Valley

Lexicon Valley (at Slate.com): Inzwischen bei Episode 13, jeweils um die dreißig Minuten. Die ersten Episoden waren nur so mäßig interessant, aber die letzten beiden fand ich gut.

– In Episode 12 ging es um die Sprache von Abraham Lincoln, insbesondere der berühmten Gettysburg Address anlässlich der Einweihung eines Soldatenfriedhofs mit Gefallenen einer Schlacht des Bürgerkriegs. Die Rede beginnt “Four score and seven years ago our fathers brought forth, upon this continent, a new nation, conceived in Liberty, and dedicated to the proposition that all men are created equal”, und endet mit: “that this government of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth.”

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Manners for the Digital Age

Schöner Podcast: Manners for the Digital Age. Der Technik-Kolumnist und die Anstandsdame von Slate beantworten gemeinsam Fragen der digitalen Etikette. Wie geht man mit Müttern um, die Kindergeburstagsfotos bei Facebook posten, mit allen kleinen Gästen darauf? Sind (Foto-)Handys im Umkleideraum okay, auch wenn die Benutzung offiziell verboten ist? Wann muss man Ohrstöpsel aus dem Ohr nehmen? Wie geht man mit Freunden um, die einem kommentarlos die besten bei Facebook geposteten Beiträge klauen? Wie mit Kollegen, die Unwahrheiten über sich posten?

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Thesaurus

David Crystal stellt in seinem Blog den Historical Thesaurus of the Oxford English Dictionary vor. Die Datenbasis dafür ist der Oxford English Dictionary, aber die Information ist gänzlich anders angeordnet, nämlich eben als Thesaurus.

In einem Thesaurus kann man nach Synonymen suchen. So eine Funktion ist zum Beispiel in meinem LibreOffice intergriert (und auch in Open Office und Microsoft Word). Ich habe da mal das Wort “Haus” geschrieben und markiert und dann den Thesaurus um Synonyme dazu gebeten. Der hat etwa zwanzig davon gefunden, und bietet sie mir zur Auswahl an, und zwar nach Aspekten sortiert. Meinte ich Haus unter dem Aspekt “Bau”? Dann schlägt er vor: Behausung, Bude, Eigenheim, Heim, Hütte, Bauwerk, Gebäude. Oder meinte ich Haus unter dem Aspekt “Blutsbande”, etwa wie in “Haus Habsburg”? Vorschläge: Familie, Familienbande, Geblüt, Geschlecht, Mischpoke, Sippe, Stamm.

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Macbeth in den Kammerspielen

Ich gehe nicht gerne ins Theater. Das ist immer abends, und da bin ich müde. Außerdem sind komische Leute um mich herum. Aber das Hauptproblem ist, dass ich mich da oft langweile, selbst bei Stücken, die ich zum Lesen gut finde. Ich wünsche mir beim Theater eine hohe Informationsdichte, so wie ich mir bei Fernsehserien grundsätzlich Split-Screen wünsche (also mehrere Fenster mit unterschiedlichen Szenen, gerne mit Bezug zueinander). Und wenn ich dort am Anfang der letzten Folge eines Vierteilers ein schnell geschnittenes “Was bisher geschah” sehe, wünsche ich mir einen ganzen Film, der so dicht erzählt ist wie dieser Rückblick.
Und was kriege ich meist im Theater? Eine Gruppe von Menschen, die in sicher ganz wichtigen Konstellationen auf der Bühne stehen und bedeutungsvoll schweigen. Jedes Wort im Satz betonen, und dann wieder bedeutungsvoll gucken. Und schweigen, bedeutungsvoll. Das Haupt schütteln, schweigend. — Mein liebstes Theater nehme ich bitte gleich als Hörspiel, mit viel Text, wenig Pausen dazwischen, und schneller, dichter Vortragsweise. Wo die Leute stehen und wie sie gucken, ist mir dabei egal.

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