Category Archives: Informatik

Agiles Weihnachtskochen

By | 10.12.2016

Von Agilem Kochen hatte ich schon gehört, bei der Weihnachtsfeier an der Uni probierten wir das auch einmal aus. Und das kommt so: Informatiker beschäftigen sich auch mit Softwareentwicklung, und mit verschiedenen Vorgehensweisen bei der Softwareentwicklung. Die Erfahrung hat nämlich gezeigt, dass es meist ins Chaos führt und Projekte nicht abgeschlossen werden, wenn man einfach mal so drauflos macht und dann schaut, was am Ende herauskommt. Es gibt also mehrere Modelle, nach denen man vorgehen kann: das Wasserfallmodell (Blogeintrag) gilt als alt und unflexibel und uncool, erfreut sich aber wohl immer noch einiger Beliebtheit. Es gibt das erweiterte Wasserfallmodell, das… Read More »

Wie das Heimnetz bei mir zu Hause aussieht (ein Überblick für Einsteiger)

By | 22.11.2016

1. Ein ganz einfaches Heimnetz Wie so viele habe ich einen Router zu Hause. Der Router ist mit dem Internet verbunden, und mein Rechner ist mit dem Router verbunden und kommt durch diesen auch ins Internet. Das kann man sich so vorstellen – links ist mein Rechner, rechts das Internet: Wenn ich von meinem Rechner aus eine Webseite aufrufen will, dann nutze ich einen Client (ein Programm, das dafür gedacht ist, zum Beispiel Mozilla Firefox) und gebe den Namen oder die Adresse eines anderen Rechners sein, auf dem ein Server-Programm läuft, das auf Anfragen Webseiten an den Client ausliefert. Nach… Read More »

Türen und Tastaturlayouts

By | 17.11.2016

In unserem Schulgebäude sind die Türen der Fachräume – Physik, Kunst, Informatik und so weiter – mit zumindest auf den ersten Blick passenden Dekorationen verziert. Noch lieber wären mir Schilder mit Straßennamen für die einzelnen Gänge, aber man nimmt, was man kriegt. (Selbst auf der Dult, dem Christkindlesmarkt, dem Oktoberfest haben die Wege Namen, warum dann nicht im Schulgebäude?) Einer der Computerräume sieht dabei so aus: Nun hätte man sich vielleicht noch etwas anderes vorstellen können als eine Tastatur, die metonymisch für Informatik steht, aber sei’s drum. Vielmehr geht es um die Frage,w as das denn eigentlich für ein komisches… Read More »

Drunt in der greana Au: Klasse, Objekte, Objektreferenzen

By | 11.10.2016

Dieses Jahr beginne ich meine zehnten Klassen wieder ganz anders, und zwar zum einem mit meinem GeisterGo-Projekt, zum anderen setze ich den Schwerpunkt gleich auf Objektreferenzen statt auf primitive Attributtypen. Wenn man mit diesen primitiven Typen (ganze Zahl, Kommazahl, Wahrheitswert) anfängt, sind die Schüler später total überrascht, dass ein Attribut oder allgemein eine Variable allgemein auch einen Objekttyp haben kann; wenn man gleich mit Objekttypen anfängt, geht das vielleicht leichter. Schauen wir mal. Zum Üben bringe ich bald meine Ukulele mit, und wir singen zusammen „Drunt in der greana Au“ (Wikipedia): (Alle:) Drunt in da greana Au steht a Birnbam,… Read More »

Pokémon GO für Sesselsitzer: Die Desktop-Variante

By | 21.8.2016

Beim Herumbasteln für den letzten Blogeintrag bin ich auch auf diese Variante gekommen (für den leisen Ton bitte ich um Entschuldigung):   Kurzfassung: Man kann mit einer Art Lupe den Bildschirm absuchen, und wenn man dieser Lupe (dem Geister-Registrierungs-Gerät) zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, sieht man dort – über dem herkömmlichen Desktop beziehungsweise den Programmen darauf – eine eingeblendete kleine Gestalt, mit der man interagieren kann. Da könnte man eine Art Wack-A-Mole daraus machen, wo es also vor allem darum geht, die Gestalten schnell zu finden und draufzuklicken. Sie könnnten sich dabei auch über den Desktop bewegen. Oder… Read More »

Das Geister-Registrierungs-Gerät: Ein Pokémon-Go-Simulator

By | 18.8.2016

Wie hoffentlich die Hälfte aller Informatiklehrer mache ich mir gerade Gedanken, wie ich das allgemeine Interesse an Pokémon Go für die Schule nutzbar mache. (Level 14 übrigens, und wenn ich ein neueres Gerät hätte, auf dem das Programm anständig liefe, wäre ich schon weiter.) Ingo Bartling hat sich schon überlegt, was man daran alles zeigen könnte, und dann nochmal hier mehr davon. Mit Schülern in der 10. Klasse könnte man mit einfachen Fragen zur Kommunikation anfangen: Was will die App denn eigentlich vom Server wissen? Zum Beispiel, wo die nächsten Pokémon sind. Allerdings kann der Server das nur beantworten, wenn… Read More »

Pflichtfach Informatik

By | 29.5.2016

(Älterer Eintrag, einst verworfen, jetzt doch veröffentlicht, auch weil Maik übers Pflichtfach gebloggt hat.) Die Aufregung um ein neu eingeführtes Zentralabitur in einzelnen Bundesländern, die man gelegentlich bei Twitter mitkriegt, ist für mich aus Bayern nicht leicht nachvollziehbar. Wir habe das seit Jahrzehnten; die Gewohnheit erzeugt Akzeptanz. Dabei habe ich zum Beispiel am diesjährigen Informatik-Abitur schon auch etwas auszusetzen. Da gab es eine Aufgaben zu einer „Datenbankabfrage (z.B. in SQL)“ und eine zum Implementierung einer solchen in einer objektorientierten Sprache, letztlich Java. Im Lehrplan der 11./12. Jahrgangsstufe tauchen weder Datenbanken noch SQL auf. SQL ist Stoff der 9. Klasse, in… Read More »

Probestudium Informatik, 2016

By | 21.3.2016

Vor die Osterferien hat der Herrgott das Probestudium gesetzt. Jedenfalls für mich, einige Kollegen, und einen Haufen Schüler. Zum sechsten Mal inzwischen, und zum letzten Mal mit mir, können Schülerinnen und Schüler in ein Studium der Informatik an der LMU hineinschnuppern. Es gibt drei Vorlesungen und jeweils einen mehrtägigen Workshop, insgesamt dauert das vier Tage. Vorlesungen gibt’s zu Bioinformatik, Mustererkennung im Genom: Warum ein einfacher Baum manchmal nicht ausreicht, sondern immer ausgefeiltere Datenstrukturen her müssen, um Information so zu repräsentieren, dass sie schnell bearbeitet werden kann. Anders als in der theroetischen Informatik geht es meist um lineare, manchmal quadratische Laufzeit,… Read More »

Informatiklehrertag Bayern 2016, Erlangen (und Sonstiges)

By | 11.3.2016

Ich habe mir wieder Anregungen geholt bei einer Fortbildung. Kaffee gab es schon vor dem Eröffnungsvotrag, eine ganz wichtige Sache, finde ich. Nach dem Vortrag war dann eine kurze Schlange sowohl beim Kaffee als auch bei den Toiletten. Jedenfalls bei den Herren – Informatikveranstaltungen dürften einige der wenigen Gelegenheiten sein, bei denen man tatsächlich bei den Damentoiletten weniger lang warten muss als bei den Herren. Michael Koelling ist der Kopf hinter BlueJ und Greenfoot, zwei sehr verbreiteten und miteinander verwandten Java-Entwicklungsumgebungen für Anfänger, die in Bayern am Gymnasium äußerst verbreitet sind. Er stellte im Eröffnungsvortrag ein tolles neues Feature von… Read More »

Modulares Geschichtenerzählen in Java, Fortsetzung

By | 1.2.2016

(Fortsetzung von hier, wo ich Sunless Sea beschrieben habe. In der ersten Hälfte geht’s ums Prinzip, in der zweiten wird es dann immer technischer.) Das modulare Prinzip, nach dem in eine bestehende Spielwelt kleine Missionen oder Geschichten eingebaut werden, würde ich gerne für ein Programmierprojekt in der Schule nutzen. Dazu erschafft man gemeinsam eine Fantasy-Welt oder nimmt eine von mir vorgegebene. Die Welt besteht aus vielen Orten, zwischen denen man reisen kann, modelliert als Graph. Jeder Ort hat einen Namen und eine schön geschriebene Beschreibung, jede Verbindung eine Distanz, später können dann gerne noch andere Attribute dazu kommen. Außerdem sollen… Read More »