The Good Old Days

Ich bin ja gerade in England und habe fünf volle Tage schönsten Wanderns in den Cotswolds hinter mir. Zuerst wollte ich regelmäßig davon bloggen, aber das machte Frau Rau viel besser als ich; und ich hatte mehr Vergnügen daran, abends dazusitzen, aus den Fenstern zu schauen, zu lesen – keinesfalls erschöpft, aber ein bisschen überwältigt. Einen bebilderten Blogeintrag dazu hole ich nach, wenn ich wieder in Deutschland bin. (Danach beginnt gleich die Kolloquiumswoche; einen Großteil der Abiturkorrekturen habe ich mit ziemlichem Aufwand vorher korrigieren können, aber ein bisschen was steht noch aus.) Beim abendlichen Fernsehen hier entdeckte ich eine Sendung, […]

Tag 1

Wunderbares Wanderwetter. Wichtig sind dennoch die regelmäßigen Pausen: Mit dem anvisierten Pub auf dem Weg weniger Glück gehabt. Real Ale und traditionell und so, aber dann war überraschend geschlossen, weil alle im Fußballstadion waren. Dann lieber ein gesichtsloser Kettenpub, der den müden Wanderer wenigstens tränkt und nährt. Am Spätnachmittag in Middleyard angekommen, Füße ausgestreckt, in die Ferne gesehen.

Day Zero

Informatiker fangen ja immer bei 0 zu zählen an, außerdem ist morgen Tag 1 der Wanderung.  Abendessen in Painswick, sehr schmucke kleine Gemeinde in den Cotswolds. Unerwartet melodisches Kirchengeläute. Hergekommen via Flugzeug, Zug, Zug, Zug, Taxi. Alles pünktlich.

In Wien gewesen

Die letzten drei Tage war ich in Wien auf einer Hochzeit, die sehr schön war. Wunderbarer Sonnenschein die ganze Zeit über. Das Paar sah sehr glücklich aus und trug schöne Anzüge; das Standesamt war sehr kurz und die Feier am nächsten Tag sehr lang. Bis halb eins war ich jedenfalls dabei, und für mich – Schlafenszeit zehn Uhr sonst – ist das äußerst lang. Am frühen Abend konnte ich mit der bezaubernden Frau Rau ein paar Runden tanzen, etwas, das ich sehr gerne mache, und zwar gerade auf Hochzeiten. Danach gab es traditionellere Hochzeitsmusik, also Prince, Michael Jackson, Soft Cell. […]

Schreibanlass für die Schule: Der Osterhase hat ein Fahrrad gebracht

Dieser schöne Text ging bei Twitter herum: Der Osterhase hat ein Fahrrad gebracht. Ein sehr schöner Text, den ich gerne mal als Schreibanlass in der Schule nutzen werde. Es geht darum um Geschenke für Kinder in unserer Gesellschaft und wie man Kindern erklärt, warum man ihnen nicht jeden Wunsch erfüllen will, auch wenn man könnte. Oder soll man doch? Schön an dem Blogeintrag ist, dass die Fragen, die dort gestellt sind, ehrliche Fragen sind, auf die die Autorin keine unmittelbare Antwort hat. Da ist doch ein Essay, Kommentar, oder zur Not eine Erörterung drin.

„Die erschreckenden Bildungsdefizite junger Deutscher“

So titelte die Welt am Wochenende einen lesenswerten Beitrag. Darin geht es um eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, laut der – vereinfacht gesagt – der Studienabbrecher-Anteil stetig steigt. Der Wirtschaft, heißt es, fehlen qualifizierte Absolventen und die Universitäten klagen über Studierende, die kein Interesse an Wissenschaft mitbrächten und denen Grundferwtigkeiten und Grundwissen fehle. Schuld sei einerseits das Durchwinken durch die Schule: Über 50% eines Jahrgangs erreichen die Hochschulreife, immer mehr gehen aufs Gymnasium, wo das Nivevau gesunken sei. Schuld sei andererseits der kompetenzorientierte Unterricht, die Abkehr von fachlicher Bildung. Hmja. Das deckt sich mit meinen Beobachtungen und Vorurteilen. Was fehlt, ist […]

Datenschutz auf Schulhomepages, kurze Anmerkung

In einem Lehrerforen ging es neulich darum, wie und ob Lehrernamen – etwa im Zusammenhang mit Sprechstunden oder E-Mail-Listen – auf einer Schulhomepage erscheinen dürfen. Da geht es anscheinend drunter und drüber in den verschiedenen Bundesländern. Also: In Bayern müssen es nur die Lehrkräfte mit irgendeiner Außenfunktion hinnehmen, dass ihre Namen auf der Schulhomepage erscheinen. Das sind sicher Schulleitung und Stellvertreter und Beratungslehrer; wer sonst dazu gehört, ist Ansichtssache. Sprechstundenlisten dürfen allenfalls dann veröffentlicht werden, wenn sie passwortgeschützt sind, das Passwort bestimmten Mindestkriterien genügt, und das ganze über eine sichere TLS-Verbindung (https) läuft. Ob man sich selbst dann als Lehrkraft […]

Wochenrückblick, gemischt

Der Zeitung entnommen, dass im kommenden Schuljahr an der Nachbarschule, einer FOS/BOS (Fachoberschule, Berufsoberschule; bietet in Jahrgängen 11-12 oder 11-13 die Möglichkeit, Fachhochschulreife oder Hochschulreife, eventuell fachgebunden, zu erreichen) Flüchtlingsklassen eingerichtet werden. Die Klassen selber werden laut Zeitung in unserem Gebäudeteil sein, weil die FOS/BOS seit Jahren ohnehin wächst und Räume bei uns auslagert. Ansonsten kriegen wir am Gymnasium wenig mit von Flüchtlingen: Es gibt wohl ein einziges Gymnasium im Münchner Umfeld, das Übergangsklassen anbietet, aber selbst da ist kaum Bedarf. Ansonsten würden wir uns hoffentlich gerne anbieten. Abiturvorbereitungen laufen an. Ich habe ja einen Deutschkurs und einen Informatikkurs, und […]

Ukulele im Ensemble, und Panamapapiere, ein bisschen

Letzte Woche war einer ein Treffen des Münchner Ukulele-Meetups. Wir sind ein paar Ukulelespieler von unterschiedlicher Erfahrung und treffen uns einmal im Monat im Nebenzimmer der einen oder anderen Gaststätte und spielen mit unseren Ukulelen. Der eine oder andere spielt etwas vor, man zeigt den anderen vielleicht ein paar Kniffe, und spielt vor allem gemeinsam. Noch sind wir sehr in der Phase, in der wir erst einmal ein gemeinsames Repertoire erstellen – also Lieder finden, die wir alle sowohl können als auch ertragen. Zur Abwechslung habe ich auch eine kleine Nummer für das Ensemblespiel mitgebracht; das macht mir gerade mehr […]

rettich-hustensirup

Hustensirup, selbst gemacht

Was macht man, wenn man einen schwarzen Rettich zu Hause hat und wenig Lust darauf, ihn zu essen? Husten. Weil ich das eh tat, das mit dem Husten, probierte ich ein Rezept für Hustensirup aus: Rettichkappe oben abschneiden. Rettich etwas aushöhlen und mit einer dicken Stricknadel bis unten ein Loch bohren (unten auch etwas abschneiden). Mit zwei doer drei Teelöäffeln braunem Zucker und einem Teelöffel Honig füllen. In ein Glas setzen. Warten. Alle paar Stunden gibt das einen Esslöffel schleimlösenden Hustensaft. Danach etwas auskratzen und wieder auffüllen. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich besser wirkt als ein Esslöffel Honig.