Kategorie: Lieblings- Blogeinträge

Zwischen den Zeilen schreiben (1)

Zusammenfassung: Keine Geschichte erzählt alles. Der Leser muss immer Lücken füllen, sei es bei dem Äußeren einer Person oder bei einem Vorgang. Diese Leerstellen entstehen absichtlich, unabsichtlich, durch Fehler des Autors, durch fehlerhafte Überlieferung, und sind unvermeidbar. Man kann sie füllen, indem man sich ihnen spielerisch-wissenschaftlich nähert oder dadurch, dass man sie literarisch mit anderen Geschichten füllt.

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Laienhafte Notizen zu germanischer Dichtung (mit Weltende)

Ja, die Germanen. Eine völkerwandernde Gruppe von Sprechern verwandter indoeuropäischer Dialekte. Grob kann man die Dialektgruppen Nordgermanisch (die Nachfolger davon in Skandinavien und Island), Ostgermanisch (Gotisch gehört dazu, Nachfolger gibt es keine mehr) und Westgermanisch (Althochdeutsch, Altenglisch, Altniederdeutsch/Altsächsisch) unterscheiden; es gibt natürlich noch weitere Klassifizierungen.

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Erzählen mit Perspektivenwechsel, die Schulaufgabe

Bei den letzten Schulaufgaben (für Leute außerhalb Bayerns: angekündigte, benotete Aufsätze, heftig benotet) meiner 6. Klasse habe ich mich beim Korrigieren sehr unterhalten. Eines der Themen, angelehnt an diese Übung (und die), sah so aus:

Zwei Leute haben sich verabredet, um ins Kino zu gehen. (Möglich: Kind/Elternteil, Freunde.) Einer von beiden ist pünktlich und wartet vor dem Kino und wird ungeduldig oder besorgt, weil der andere nicht kommt. Der oder die andere hat sich verspätet und beeilt sich sehr, um noch rechtzeitig zu kommen.
Erzähle das, indem du zwischen den Perspektiven der beiden abwechselst. Schildere anschaulich das Innenleben der beiden. Schreibe unterhaltend, aber übertreibe nicht; benutzte Vergleiche oder Metaphern. Am Schluss der Erzählung sollen Sie sich treffen.
Erzähle in der 3. Person.

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Der englische Schulroman (neue Abenteuer im Papierweb)

Ende der Sommerferien brachte ich mir aus England ein Buch mit, das mir zufällig untergekommen war: Stalky & Co von Rudyard Kipling. Ich hatte schon mal davon gehört, außerdem lese ich Kipling gerne (so gerne, dass ich einen Eintrag über ihn schreiben muss), und es war eine schöne Ausgabe. In neun Episoden werden darin die Abenteuer eines Triumvirats von Schuljungen an einer public school erzählt: Stalky, M’Turk und Beetle.

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Richtig große Zahlen (und die Ackermannfunktion)

Ein Blogeintrag für mich: Ein Thema hat mich interessiert, ich habe recherchiert und zusammengefasst, um es mir anzueignen. Für die Leser, die dableiben: Es geht um richtig große Zahlen. So große, dass die Rechenarten Addition, Multiplikation und Potenzierung nicht reichen.

Ein bisschen was zu den Rechenarten und wie sie zusammenhängen:

  • Die Addition ist eine der Grundrechenarten. Zum Beispiel: 1+2 oder 3+4.
  • Nicht ganz so grundrechnend ist die Multiplikation, die quasi nur eine Abkürzung für die mehrfache Addition ist:
    3*4 ist ja nichts anderes als 3+3+3+3 (also vier 3er mit einem Plus dazwischen).
    Fußnote: 3*4 ist natürlich auch 4+4+4, aber aus Gründen, die in den nächsten Zeilen klarer werden, lese ich hier von rechts nach links.
  • Noch weniger grundrechnend ist die Potenzierung, die quasi nur eine Abkürzung für die mehrfache Multiplikation ist:
    34 ist ja nichts anderes als 3*3*3*3 (also vier 3er mit einem Mal dazwischen).

Und was kommt nach der Potenzierung? Gibt es auch eine Abkürzung für die mehrfache Potenzierung? Ja, gibt es. Die heißt Tetration. Deshalb:

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Formale Sprachen, Teil 4: Kontextsensitive Sprachen (und Überblick)

1. Überblick und Wiederholung

Im Lauf dieser Serie habe ich formale Sprachen vorgestellt, dann eine Untergruppe davon, die regulären Sprachen. Im letzten Beitrag ging es dann um eine übergeordnete Gruppe, die kontextfreien Sprachen. Die ersteren haben praktische Anwendungen etwa bei den regulären Ausdrücken, die für Suchen/Ersetzen genutzt werden. Die zweite Gruppe ist wichtig beim Beschreiben von natürlichen Sprachen und vor allem von Programmiersprachen.

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Warum ich während der Lehrerkonferenz germanische Langzeilen schreibe, erkläre ich ein anderes Mal

Gleich beginnt sie, die grausliche Sitzung,
wo die Noten genannt, die nötig dazu sind
um die schlauen Schüler und die schlampigen ebenso
zu belehren und lohnen ihre Leistung und Fleiß.

Die Schulleitung spricht, schon lauschen ergriffen
die Lehrer, auch wenn lieber das Leben zu Hause
sie genössen. Doch nötig ist das Nicken im Verbunde,
wenn das Schicksal der Schüler sich entscheidet mit Ernst.

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