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Weihnachten I

Jahrelang habe ich Weihnachten dem Sekretariat ein bisschen geholfen, wenn es um Serienbriefe in Sonderformaten ging, insbesondere die jährliche Weihnachtskarte der Schule. Inzwischen gehen die Serienbriefe auch ohne mich, die Weihnachtskarte (Schülerwerke, von den Kunstlehrern ausgewählt) gibt es aber immer noch. Was ich jahrelang übesehen habe: Natürlich schickt nicht nur meine Schule Weihnachtsgrüße an die Nachbarschulen, die Nachbarschulen schicken natürlich ebensolche an uns! Die haben wir jetzt im Lehrerzimmer aufgehängt, an einer Schnur, so wie ich es aus England kenne. Da sind welche dabei von Grundschulen und Gymnasien, von externen Partnern der Schule, von Banken. Unterschrieben von der Schulleitung, manchmal […]

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Tanzkurs und anderes Sportliches

Am Samstag war wieder der Abschlussball des Tanzkurses der 8. Klassen. Ich kümmere mich um die Organisation dieses Tanzkurses, mache Listen, kläre Termine, solche Sachen. Ich finde die 8. Jahrgangsstufe zwar recht früh, aber so hat sich das nun mal ergeben vor über zehn Jahren. Da stand Cole Porter im Lehrplan, und „New York, New York“ passte dazu (Leonard Bernstein und Betty Comden & Adolph Green, nicht das, das man von Sinatra kennt), und zum Unterschied von amerikanischem und britischem Englisch passt „Let’s call the whole thing off“. Diesmal hatte der Besitzer der örtlichen Tanzschule gewechselt, aber trotzdem lief wohl […]

The Most Powerful Weapon for Changing the World

„Education: The Most Powerful Weapon for Changing the World“ war das Thema eines Zehntklass-Essays, wohl als Hausaufgabe gestellt, den ich in der Schule zufällig gesehen habe. Der Anfang war nicht wirklich geschickt, ein schwaches Argument für irgendwas oder dagegen, letztlich eine Variante von: wir kriegen zu viel Hausaufgaben, aber der gesamte Hauptteil bestand dann nur aus der Beschreibung einer Wasserstoffbombe als tatsächlicher most powerful weapon, mit Details und Zahlen zur Sprengkraft und wie sie Welt verändern könnten. Das fand ich gar nicht so schlecht. Aus Metaphern die Luft raus nehmen, das mag ich.

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Abistreich 2015

Heute war Abistreich an meiner Schule. Ich bin ja – inzwischen wohl bekanntlich – kein großer Freund dieser Veranstaltungen, aber aus Solidarität war ich trotzdem da, auch wenn ich gar keinen Unterricht hatte. Der Termin war zwar geheim, aber man kriegt es ja doch irgendwie mit. Den nach allem, was man hört, etwas unglücklichen Anfang habe ich verpasst. Mir ist keine höfliche Formulierung dafür eingefallen, wie îch den Umgang mancher Abiturienten in dieser liminalen Phase mit Wasser, Bier und Wasserpistolen beschreiben möchte. Dann gab es ein paar launige Durchsagen, ganz ordentlich gemacht. Die erste informierte die Schüler, dass sie alle […]

Wochenrückblick

Montagnachmittag und Mittwochnachmittag Beisitz beim Deutsch-Kolloquium (mündliche Abiturprüfung). Donnerstag einmal Erstprüfer an der Uni, einmal Zweitprüfer. Am Anfang war ich nervös bei solchen Prüfungen, das ist wohl jeder Lehrer, inzwischen bin ich das nicht mehr. Für eine von mir mit organisierte Informatiklehrer-Fortbildung hat ein Workshopleiter kurzfristig abgesagt, so dass wir uns um Ersatz kümmern müssen. Diskussion mit einem Kollegen von einem anderen Fach, ob nicht jenes andere Fach eigentlich mehr Recht zum Ächzen und Stöhnen über Arbeitsbelastung habe als Deutsch. Den Kollegen belehrt, dass Deutsch den Anspruch auf Vorrang diesbezüglich nicht abgeben wird. Informatikklausur schreiben lassen, Q11. Außerdem Unterricht.

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Votivtafeln 2015

Das ist mal ein Brauch, der mir gefällt: Seit einigen Jahren – in Schulzeit umgerechnet: schon immer – wünschen Freunde und Verwandte den Abiturienten vor den Prüfungen mit Plakaten Glück. Am Anfang, noch im alten Schulgebäude, waren das nur wenige Plakate, und zwar, wenn die Erinnerung nicht täuscht, vor allem von Mitgliedern des Abiturjahrgangs aus dem Vorjahr, die diejenigen ihrer Weggefährten, die es beim ersten Mal nicht geschafft hatten, auf diese Weise beim zweiten Versuch Glück zusprachen. Inzwischen hängen die jüngeren Schulkameraden die Poster auf, also aus dem aktuellen Jahrgang 11, die den Älteren Glück wünschen, und auch immer mehr […]

Wie viel Wochen hat ein Schuljahr, die Fortsetzung

Hier hatte ich mal zusammengerechnet, wie viele Wochen ein Schuljahr tatsächlich lang ist. In diesem Schuljahr habe ich gezählt, wie viele Stunde Unterricht ich tatsächlich halte, also wie viel ausfällt aus schulinternen Gründen, durch Feiertage, durch Fortbildungen oder Krankheit. Der Lehrplan für das bayerische Gymnasium ist ausgelegt für 28 Schulwochen. Die übrige Zeit ist für Projekte und Wiederholung vorgesehen: Bei den Fachlehrplänen wurde von 28 Wochen (bei Jahrgangsstufe 12 nur von 21 Wochen) Unterricht für die verbindlichen Lernziele und Lerninhalte ausgegangen. Der bei 52 Jahreswochen, abzüglich der Ferienwochen, verbleibende Gestaltungsraum erlaubt nicht nur das für nachhaltiges Lernen und für Leistungserhebungen […]

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Jugend forscht

Wie in so vieles, bin ich auch da reingerutscht: An meiner Schule gibt es seit Anfang des Schuljahrs einen Wahlunterricht „Jugend forscht“, der von zwei Lehrern betreut wird. Das war zu kurzfristig, um Projekte für diese Runde fertigzustellen (Anmeldung ist Ende November, wenn ich mich richtig erinnere), aber ein anderer Schüler hat dann doch etwas gemacht, und zwar mit Informatik, und weil ich mit dem Schüler auch sehr aktiv in der Homepage-AG zusammenarbeite, und die anderen beiden Lehrer keine Zeit hatten, zum Jugend-forscht-Regionalentscheid zu fahren (weil wichtiger Unterricht), und zumindest an einem der beiden Tage ein Lehrer mitsollte, und mein […]

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Bibliotheksbesuch mit dem W-Seminar

Anfang der Woche war ich mit den Teilnehmern des W-Seminars in der Bibliothek in München. Online und auf Papier haben wir schon einiges gemacht, aber um einen eigenen Benutzerausweis zu kriegen, muss man mit den richtigen Formularen selber in die Bibliothek. Das Treffen an der Münchner Stadtbibliothek am Gasteig war schon mal schwierig – ich wartete in bitterer Kälte, während die Schüler in der S-Bahn nicht vorankamen („Personen im Gleisbereich“). Und dieses dämliche Moodle… Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung ist ja schön und gut, aber einige Schüler haben jetzt erst festgestellt, dass sie keine Mails (mehr) kriegen, und zwar vor allem […]