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	<title>Lehrerzimmer &#187; Schule (mal gemacht)</title>
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	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 06:22:44 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Heute Vorlesung</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/02/heute-vorlesung.htm</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 13:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute haben wir mit ersten Vorlesungen begonnen, von denen ich weiß, dass andere Schulen damit schon länger experimentieren: probehalber, für die Q12, im Rahmen einer jahrgangsinternen Ringvorlesung. Wir haben erst mal die scheidende Referendarin vorgeschickt, weil wir Schisser sind ihr Gelegenheit zu einer Abschiedsveranstaltung geben wollten. Sie hat das auch sehr gut gemacht. Thema: Kafka. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="display:block;margin-right:auto;margin-left:auto;" alt="image" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/wpid-IMAG0034.jpg" /></p>
<p>Heute haben wir mit ersten Vorlesungen begonnen, von denen ich weiß, dass andere Schulen damit schon länger experimentieren: probehalber, für die Q12, im Rahmen einer jahrgangsinternen Ringvorlesung. Wir haben erst mal die scheidende Referendarin vorgeschickt, weil wir <strike>Schisser sind</strike> ihr Gelegenheit zu einer Abschiedsveranstaltung geben wollten. Sie hat das auch sehr gut gemacht. Thema: Kafka.</p>
<p>(Eigentlich sollten die Q12-Schüler vom letzten Jahr die Vortragende kennen, aber mindestens einer war dabei, der im Anschluss daran, in den einzelnen Kursen, fragte: &#8220;Aber die, die war schon eine von der Uni, oder?&#8221; Ich führe das auch auf den Hosenanzug zurück: zumindest die beiden Fachbetreuer des Faches Deutsch an dieser Schule sind eher pullovrig und weniger universitär-repräsentativ. Darf ich doch so sagen, oder? Aber natürlich lag es noch mehr an dem gut gemachten Vortrag und der präzisen Ausdrucksweise.)</p>
<p>Den Schülern hat das wohl gefallen. Ich habe mir nach der Vorlesung &#8211; knapp 45 Minuten &#8211; im zweiten Teil der Doppelstunde die Mitschriften zeigen lassen und deren Übersichtlichkeit gelobt. Hat also auch gepasst. Informationsdichte, Vortragsweise, Schwierigkeitsgrad fanden die Schüler auch gut.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/02/heute-vorlesung.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/02/heute-vorlesung.htm#comments">1 Kommentar</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Dokumentation an der Schule</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/10/dokumentation-an-der-schule.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/10/dokumentation-an-der-schule.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 16:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ich auch noch in den letzten Ferientagen gemacht habe: Ein kleines Heft mit allem, was neue und erfahrene Kollegen an unserer Schule über das Fach Deutsch wissen sollten: Regeln für die Notengebung aus verstreuten kultusministeriellen Schreiben (und die sind sehr verstreut) Vereinbarungen an unserer Schule, zum Beispiel über Schulaufgabenarten in den verschiedenen Jahrgangsstufen Wertung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich <em>auch</em> noch in den letzten Ferientagen gemacht habe:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/grg_deutsch.jpg" alt="" title="grg_deutsch" width="550" height="366" class="aligncenter size-full wp-image-2995" /></p>
<p>Ein kleines Heft mit allem, was neue und erfahrene Kollegen an unserer Schule über das Fach Deutsch wissen sollten:</p>
<ul>
<li>Regeln für die Notengebung aus verstreuten kultusministeriellen Schreiben (und die sind <em>sehr</em> verstreut)</li>
<li>Vereinbarungen an unserer Schule, zum Beispiel über Schulaufgabenarten in den verschiedenen Jahrgangsstufen</li>
<li>Wertung der zentralen bayerischen Tests und eventueller Ergänzungstests dazu</li>
<li>alle möglichen Sachen, die ich mir selber nie merken kann (wie die Höchstdauer für Große Leistungserhebungen)</li>
<li>Vorlesewettbewerb</li>
<li>Gepflogenheiten bei der Respizienz</li>
<li>Musteraufsätze für einzelne Aufsatzarten und Jahrgangsstufen</li>
<li>und vieles andere.</li>
</ul>
<p>Das geht schnell, wenn man mit Formatvorlagen in Open Office arbeitet und einen Drucker hat, der automatischen Broschürendruck beherrscht. Kollege Z. hat ein ähnliches Heft erarbeitet für die Eltern der neuen Fünftklässler, das diesen die wichtigsten Fragen zum Deutschunterricht an unserer Schule beantworten soll. Auch so schön layoutet, denn das gehört schließlich dazu. Macht was her.</p>
<p>Das ganze geschah zumindest von meiner Seite aus auch in der Hoffnung, dass andere Fächer nachziehen werden. Oder auch die Schulleitung selber. Im Rahmen der Evaluation damals (Gott hab sie selig) ist zwar ein Profil der Schule entstanden, mit Aufgabenbereichen und so weiter, aber, nun, na, äh, ja. Man bräuchte vielleicht doch etwas, das dauerhaft gültig, unmittelbar verfügbar und verständlich formuliert ist. Klar legt man sich dabei fest: wenn etwas veröffentlicht ist, dann ist man daran einigermaßen gebunden, und viele Institutionen scheuen diese Bindung. </p>
<p>Es muss ja nicht sofort so ausführlich dokumentiert sein wie in Jakobs Blog beschrieben: <a href="http://blog.kurtjakob.ch/index.php?/archives/262-Neues-Handbuch-unserer-Schule.html">neues Handbuch unserer Schule</a>, 250 Seiten auf Papier. Ausgedruckt braucht man das inzwischen ohnehin nicht mehr, pdf reicht völlig.</p>
<p>Später dann vielleicht auch mal ein Imagefilm, so wie der des IndaGymnasiums:</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fjFqU00w--o?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/fjFqU00w--o?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
<p>(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=FOoxjPGr61g">Teil 2/Abspann</a>.)</p>
<p>Gefunden vor einem knappen Jahr <a href="http://dastafelblog.wordpress.com/2009/11/25/in-eigener-sache/">beim Tafelblog</a>, aber doch nie etwas dazu geschrieben. Natürlich ist ein Imagefilm Werbung für eine Schule, aber auch da sind öffentliche Aussagen drin, auf die man die Schule festnageln kann.</p>
<p>Immerhin, wir haben eine Schulvereinbarung und eine Broschüre. Film-AG hätten wir auch, heißt es. Jetzt muss nur noch festgenagelt werden.</p>
<p>(Ach, vermutlich stehe ich einfach nur auf ordentlich gestaltete Gehefte. Hat mit den Fanzines meiner Jugend zu tun.)</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/10/dokumentation-an-der-schule.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/10/dokumentation-an-der-schule.htm#comments">Kein Kommentar</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Für eine Öffentlichkeit schreiben: Geniale Idee</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/12/fuer-eine-oeffentlichkeit-schreiben-geniale-idee.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/12/fuer-eine-oeffentlichkeit-schreiben-geniale-idee.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 08:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Poesiealbum]]></category>

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		<description><![CDATA[Selber darauf gekommen bin ich nicht, aber wenigstens erkenne ich eine gute Idee, wenn ich sie sehe: Kollege Z. im Treppenhaus der Schule, er geht nach oben, ich nach unten, um uns herum wuselnde Schüler, Zeit nur für einen kurzen Zuruf: &#8220;Was hältst du davon: Ich lasse jetzt die Schüler in mein Poesiealbum schreiben.&#8221; Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selber darauf gekommen bin ich nicht, aber wenigstens erkenne ich eine gute Idee, wenn ich sie sehe: Kollege Z. im Treppenhaus der Schule, er geht nach oben, ich nach unten, um uns herum wuselnde Schüler, Zeit nur für einen kurzen Zuruf: &#8220;Was hältst du davon: Ich lasse jetzt die Schüler in <em>mein</em> Poesiealbum schreiben.&#8221;</p>
<p>Und in diesem Moment war alles klar. &#8220;Genial&#8221;, habe ich noch gerufen, dann war ich schon weiter. Kollege Z. hat jetzt also ein Poesiealbum, ich habe ein Poesiealbum und Kollegin N. auch. Und wir wetteifern, wer am meisten Einträge hat. </p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/poesiealbum1.jpg"/></p>
<p>Das da oben ist nicht mein Album, sondern das der Kollegin. Meines ist nämlich unterwegs bei Schülern. Das von Kollege Z. auch, aber er ist mir mindestens zwei Schüler voraus. Wenn man auf der anderen Seite des Albums sitzt, dann merkt man erst, wie sehr man darauf wartet, dass die Schreiber ihren Eintrag endlich hinter sich bringen und das Buch wieder abgeben.</p>
<p>Mögliche Spielregeln, alle vom Kollegen: Je nach Jahrgangsstufe und Geschlecht gibt es Punkte für jeden Eintrag, am meisten zählen männliche Mittelstufenschüler. Oder: wenn man von jeder Klasse, die man in einem Jahr unterrichtet, einen Schüler oder eine Schülerin im Album hat, dann darf man das Buch Lehrern zum Eintragen geben. (Auch hier wieder: Physiklehrer zählen doppelt.)</p>
<p>Wir werben gerade noch mehr Lehrer und Lehrerinnen an unserer Schule an. Warum ich die Idee so toll finde: Meine Schüler und Kollegen müssen für eine kleine Öffentlichkeit schreiben und sich präsentieren. Ich habe ein Erinnerungsstück, ich lerne Schüler kennen. Für Schüler ist das eine andere, indirektere Möglichkeit der Rückmeldung. Und es ist insgesamt herrlich und herzlich wenig digital.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/12/fuer-eine-oeffentlichkeit-schreiben-geniale-idee.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/12/fuer-eine-oeffentlichkeit-schreiben-geniale-idee.htm#comments">16 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Abschlussball Tanzkurs 2009</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/abschlussball-tanzkurs-2009.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/abschlussball-tanzkurs-2009.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 10:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Tanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[An meiner Schule gibt es in den 8. Klassen Tanzkurse. In den letzten zwei Jahren ist das ein bisschen reduziert worden, aber mit der neuen Kollegin Frau N. sind wir jetzt zwei Lehrer, die sich dafür interessieren, dass es so etwas gibt. Die hat das diesmal in die Wege geleitet. Gestern war der Abschlussball dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An meiner Schule gibt es in den 8. Klassen Tanzkurse. In den letzten zwei Jahren ist das ein bisschen reduziert worden, aber mit der neuen Kollegin Frau N. sind wir jetzt zwei Lehrer, die sich dafür interessieren, dass es so etwas gibt. Die hat das diesmal in die Wege geleitet. Gestern war der Abschlussball dieses Jahrgangs. Ort: Bürgerhaus Emmering, Veranstalter: Das Brucker Tanzstudio. </p>
<p>Einlass 19.30 Uhr, angekündigte Dauer bis Mitternacht, ich bin kurz vor halb zwölf gegangen, da die letzte S-Bahn nach München zehn vor zwölf fährt. Zu diesem Zeitpunkt war es jedenfalls noch proppenvoll, es wurde &#8211; wie den ganzen Abend über &#8211; ständig getanzt. Und zwar von Schülern wie von Eltern. Herzerwärmend.<br />
Es gab zwei Einlagen der Hiphop-Gruppe Da Racoons und der Breakdance-Truppe der Tanzschule. Beides nicht zu lang, wurde begeistert aufgenommen. Die Band war gut, soweit ich das beurteilen kann, die Musikauswahl ausgezeichnet &#8211; nicht zuviel Discofox (den ich nicht mag), viel Foxtrott, auch ein Tango, viel Samba. &#8220;Wunderbar&#8221; von Cole Porter, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lvt4b_qwC_Qhttp://">&#8220;Cocktails for Two&#8221;</a>, alles Sachen, die ich selber auf dem iPod habe. </p>
<p>Bestimmt gab es auch Stress und Sorgen und Aufregung und Tanzpartnerprobleme; ich weiß nicht, wie das so ist als Teenager oder als Nichttänzer. Aber was ich mitgekriegt habe, war toll. Die Schüler und die Eltern sahen schick aus. (So würde ich auch gerne mal mein Lehrerkollegium sehen.) Die Tanzfläche war voll, aber nicht so unbequem voll wie auf dem Frühlingsball im Bayerischen Hof dieses Jahr. Man konnte gut tanzen. Und das haben eben auch alle, bis zum Schluss. Dann spielt die Band auch noch &#8220;Love is in the air&#8221;. Nächstes Jahr gibt es das hoffentlich wieder.</p>
<p>Ein Tipp für zukünftige Abiturienten und Abiturientinnen: So sehen gelungene Feiern aus.</p>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-1b.jpg"><img width="300" heightstyle="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-1.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-2b.jpg"><img height="300" style="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-2.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-3b.jpg"><img width="300" style="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-3.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-4b.jpg"><img width="300"style="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-4.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-5b.jpg"><img height="300" style="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-5.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-6b.jpg"><img width="300" style="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-6.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-7b.jpg"><img height="300" style="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-7.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-8b.jpg"><img width="300" style="float:left; margin:2px" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/tanzen2009-8.jpg" /></a></p>
<div style="clear:both"></div>
<p><small>(Ich kann übrigens auch weniger verwackelt und verschwommen fotographieren. Aber ohne etwas Verfremdung müsste ich natürlich zu viel Erlaubnis einholen.)</small></p>
<p>Warum in den 8. Klassen? Das hat historische Gründe: Ich war vor Jahren eben Lehrer einer 8. Klasse, von der ich dachte, dass sie darauf anspringen würde. Außerdem passte das mit etwas Tricksen zum Englischbuch damals, da tauchte <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/01/new-york-new-york.htm">New York</a> auf, und Irving Berlin ebenso, und den Schülern spielte ich aus Vokabel- und anderen Gründen das Lied <a href="http://video.google.de/videosearch?q=%22let%27s+call+the+whole+thing+off%22&#038;hl=de&#038;emb=0&#038;aq=f#">&#8220;Let&#8217;s call the whole thing off&#8221;</a> vor, natürlich mit ein bisschen Fred Astaire und Ginger Rogers zum Anschauen:</p>
<blockquote><p>You say either [i:] and I say either [a&iota;]<br />
You say neither [i:] and I say neither [a&iota;]<br />
Either [i:] &#8211; either [a], neither [i:] &#8211; neither [a&iota;]<br />
Let&#8217;s call the whole thing off</p></blockquote>
<p>Tatsächlich hat sich die Jahrgangsstufe 8 bewährt, auch wenn gelegentlich Bedenken kommen, ob die Schüler da nicht vielleicht zu jung sind. Sind sie nicht.</p>
<p>Aus den vier 8. Klassen dieses Jahr haben etwa 80 Schülerinnen und Schüler mitgemacht, dazu noch 10 aus den 9. Klassen. Es gab einen Donnerstags- und einen Freitagstermin, wobei ich den Schülern vorher hinterhergerannt bin um sicher zu gehen, dass an jedem Tag etwa gleich große Gruppen und vor allem gleich viele Mädchen und Jungen da sein würden. Das nächste mal will ich mal schauen, ob ich diese Arbeit nicht vielleicht den SMV-Vertretern angedeihen lasse.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/abschlussball-tanzkurs-2009.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/abschlussball-tanzkurs-2009.htm#comments">6 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schule 1.0 &#8211; Das Herbarium</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/schule-1-0-das-herbarium.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/schule-1-0-das-herbarium.htm#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 12:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe ich schnell beim Kollegen stibitzt: 6. Klasse Biologie, auch bekannt als Naturundtechnik. Die Schüler erhielten einen Auftrag, eine Anleitung und reichlich Zeit dazu, ein Herbarium anzulegen &#8211; eine Sammlung von Wiesenblumen mit deren Bestimmung. Eine Schülerin hat ihres letzte Woche schon vor dem Termin abgegeben, und da habe ich es mir ausgeliehen und darin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe ich schnell beim Kollegen stibitzt: 6. Klasse Biologie, auch bekannt als Naturundtechnik. Die Schüler erhielten einen Auftrag, eine Anleitung und reichlich Zeit dazu, ein Herbarium anzulegen &#8211; eine Sammlung von Wiesenblumen mit deren Bestimmung.</p>
<p>Eine Schülerin hat ihres letzte Woche schon vor dem Termin abgegeben, und da habe ich es mir ausgeliehen und darin geblättert. Ein dicker Hefter DIN A 4 mit Folien drin:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/herbarium1_hahnenfuss.jpg" alt="herbarium1_hahnenfuss" title="herbarium1_hahnenfuss" width="404" height="600" class="alignnone size-full wp-image-2449" /></p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/herbarium2_stiefmuetterchen.jpg" alt="herbarium2_stiefmuetterchen" title="herbarium2_stiefmuetterchen" width="390" height="600" class="alignnone size-full wp-image-2450" /></p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/herbarium3_schafgarbe.jpg" alt="herbarium3_schafgarbe" title="herbarium3_schafgarbe" width="361" height="600" class="alignnone size-full wp-image-2448" /></p>
<p>Frau Rau zeigt mir ja tatsächlich ein- oder zweimal im Jahr eine Blumenwiese, und viele gelb blühenden Pflanzen kann ich auch bestimmen. Na ja, manche. Es interessiert mich jedenfalls. Wir haben beide im Buch geblättert und daraus gelernt.</p>
<p>Mir gefällt vor allem die Schafgarbe, die ich vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/I_Ging">I Ging</a> her kenne, auch wenn heute statt der Pflanzenstengel wohl meist Münzen verwendet werden. (Von den Schildkrötenpanzern ist man ganz abgekommen.)</p>
<p>Ich weiß nicht, ob es Noten auf diese Bestimmungsbücher gibt. Hausaufgaben dürfen in Bayern am Gymnasium zwar nicht benotet werden, solche Projekte und praktische Arbeiten schon &#8211; auch wenn da genauso die Eltern helfen können. Und ich habe auch nichts dagegen, dass die Eltern dabei helfen. Helfen, nicht selbermachen, aber das sieht man als Lehrer ja. In einer Ganztagsschule würde man mehrere Nachmittage auf der Wiese verbringen, aber wir haben keine Ganztagsschule (und ob die kommenden Lehrpläne Zeit für solche Bestimmungsbücher lassen, bezweifle ich). Soll man deshalb darauf verzichten, Schülern solche Aufgaben zu stellen?</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/schule-1-0-das-herbarium.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/schule-1-0-das-herbarium.htm#comments">19 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Old Jews Telling Jokes</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/06/old-jews-telling-jokes.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/06/old-jews-telling-jokes.htm#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 12:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal machen)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2451</guid>
		<description><![CDATA[Old Jews Telling Jokes. Mehr muss man fast nicht dazu sagen. Und man kann sie per RSS abonnieren! Einer der saubersten, &#8220;Silent Gas Emission&#8221;: Für den muss man wissen, was ein schmuck ist: Und da ist auch schon das Problem, falls man diese Witze in der Schule verwenden wollte: Man braucht Weltwissen, um Witze zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://oldjewstellingjokes.com/">Old Jews Telling Jokes</a>. Mehr muss man fast nicht dazu sagen. Und man kann sie per RSS abonnieren!</p>
<p>Einer der saubersten, &#8220;Silent Gas Emission&#8221;:<br />
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<p>Für den muss man wissen, was ein <a href="http://en.wiktionary.org/wiki/schmuck"><em>schmuck</em></a> ist:<br />
<embed src="http://blip.tv/play/gp0JgYnUf5HoJQ" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="340" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></p>
<p>Und da ist auch schon das Problem, falls man diese Witze in der Schule verwenden wollte: Man braucht Weltwissen, um Witze zu verstehen. Und außerdem Humor. Anderseits sind Witze eine großartige Kommunikationssituation. Ich habe das vor vielen Jahren mal in einem Englisch-Grundkurs gemacht, als Ergänzung zu den üblichen Referaten: jeder Schüler musste einen Witz erzählen. Das hat damals nicht gut geklappt. Ich habe das nicht energisch genug durchgezogen, und das muss man wohl, denn die Schwierigkeiten sind groß: die meisten Schüler können zumindest im Klassenzimmer, vor den anderen Schülern, keine Witze erzählen. Kein Sinn für Tempo und Pointierung, dazu zu leises Sprechen und undeutliche Aussprache. Und das Publikum ist auch kein sehr einfaches &#8211; damit meine ich die Mitschüler und nicht den Lehrer.</p>
<p>Trotzdem, das mache ich noch einmal. Schließlich sind Witze kurz, und man kann schnell feststellen, ob die Kommunikation gelungen ist &#8211; das Publikum lacht oder es lacht nicht. Laut und deutlich zu sprechen und auf das Publikum zu achten, das mag schwer sein, aber das kann und muss man lernen.</p>
<p>Ein weiteres Problem bei vielen Witzen ist außerdem, dass sie recht freizügig sind. Nu, das muss man sich und den Schülern ausmachen. Es muss ja nicht gleich soweit kommen, dass man <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Aristocrats_(film)">The Aristocrats</a> als Improvisationsübung heranzieht. Obwohl das vielleicht auch nicht schlecht wäre. &#8220;Anyone feels like having a go at the aristocrats joke today?&#8221;</p>
<p>&#8211; Über das Erzählen von Witzen: Ich mag ja die langen Geschichten, von denen man bis zur Pointe nicht weiß, worauf sie hinauswollen. P.G. Wodehouse erzählt in <em>Over Seventy</em> (als Teilband von <em>Wodehouse On Wodehouse</em>, nochmal vielen Dank für den Tipp, Estara) von W.S. Gilbert (der von Gilbert &#038; Sullivan), der seine Gäste beim Abendessen wohl auch gerne mit einer solchen Anekdote unterhielt. &#8220;It was one of those very long deceptively dull stories where you make the build-up as tedious as you can, knowing that the punch line is going to pay for everything, and pause before you reach the point so as to stun the audience with the unexpected snaperoo.&#8221; W.S. Gilbert arbeitet sich an diesen Punkt heran, und der tumbe junge Wodehouse lacht zum falschen Zeitpunkt, nämlich in der Pause vor der Pointe, und verhindert damit das Ende der Geschichte, weil die anderen Gäste nervös in das Lachen einfallen. Gilbert schaut fuchsteufelswild. Aber der hinter ihm stehende Butler strahlt: &#8220;For some reason which I was unable to understand, I appeared to have made his day. I know now what the reason was. I suppose he had heard that story build up like a glacier and rumble to its conclusion at least fifty times, probably more, and I had killed it.&#8221;</p>
<p>(Hätte sich W.S: Gilbert besser eines der Mitglieder des <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/05/chesterton-the-club-of-queer-trades-und-weitere-godgames.htm">Club of Queer Trades</a> bedient &#8211; desjenigen nämlich, der sein Geld damit verdient, anderen Gästen beim Essen die Pointen zuzuschieben.)</p>
<p>(Schön bei Wodehouse auch seine Erklärung, wie Dichter zu Dichtern werden. Der Limerick ist der Grund: Die ersten zwei Zeilen sind trügerisch leicht, so dass man weitermachen möchte. Aber spätestens die letzte Zeile ist dann so schwer, dass die Leute dann doch lieber ernsthafte Lyrik schreiben. Tennyson schmiss seinen Limerick nach &#8220;There was a young fellow called Artie/Who was always the life of the party&#8221; hin und schrieb stattdessen <em>Idylls of the Kings</em>.)</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/06/old-jews-telling-jokes.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/06/old-jews-telling-jokes.htm#comments">3 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unsere Bibliothek (morgen ist Welttag des Buches)</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/unsere-bibliothek.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/unsere-bibliothek.htm#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 05:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der neuen Schule haben wir auch einen neuen Raum für die Bibliothek bekommen. Im alten Gebäude war die so klein, dass kaum Möglichkeit bestand, sie anders als ein Bücherlager zu benutzen. Im Trubel des Umzugs wurden die Regale erst mal hochsymmetrisch, aber unpraktisch im Raum verteilt. Das war besonders dem Kollegen Z. ein Dorn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der neuen Schule haben wir auch einen neuen Raum für die Bibliothek bekommen. Im alten Gebäude war die so klein, dass kaum Möglichkeit bestand, sie anders als ein Bücherlager zu benutzen. Im Trubel des Umzugs wurden die Regale erst mal hochsymmetrisch, aber unpraktisch im Raum verteilt. Das war besonders dem Kollegen Z. ein Dorn im Auge, da er mehr mit der Bibliothek vorhatte, und deshalb haben wir beide heimlich in den <strike>Pfingstferien</strike> Osterferien die Regale umgeräumt. Heimlich deshalb, weil wir nur die nötigsten Kollegen um Erlaubnis gefragt haben, da das eher im Handstreich gestehen musste, weil sich sonst eh nur Bedenkenträger gemeldet hätten (gebraucht hätten wir: Regalträger).</p>
<p>Erfahrung dabei: Man kriegt ganz schön Muskelkater in den Oberschenkeln. Man stellt Regale nämlich auf folgende Art um: Bücher herausnehmen, Regal verstellen, Bücher wieder hineinstellen. (Immer schön aus den Knien, nicht aus dem Kreuz. Für den Rücken.) Mit der Variante, die Reihenfolge der einzelnen Teilbereiche (also Schulfächer) etwas zu ändern und Ringtäusche vorzunehmen.</p>
<p>So sieht die Bibliothek jetzt aus (die linke Seite und ein paar Details stimmen noch nicht):</p>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_1_large.jpg"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_1_small.jpg" /></a></p>
<p>Die Wand mit den durchgehenden Bücherregalen ist durch zwei quer dazu stehende Reihen von Bücherregalen in drei große Nischen unterteilt. Auf dem Plan sieht man das besser:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_0.jpg" /></p>
<p>Die Zeichnung ist nicht maßstabsgetreu, schon mal um die Fachschaften zu schützen, die unverhältnismäßig viel Bücher zu benötigen glauben und sich auch von den ollsten Kamellen gar nicht trennen mögen. Ganz vollständig ist die Zeichnung noch nicht, vielleicht könnte man im Kunstunterricht schön gestaltete Pläne erstellen. Da, wo die Computer eingezeichnet sind, stehen jeweils ein Paar davon.</p>
<p>In die <strong>linke Nische</strong> kommt später eine Couch hinein. Auf dem Foto sieht man einen etwas gedrängt arbeitenden Leistungskurs, den wir aus den anderen zwei Nischen dorthin verscheuchen mussten, um noch etwas zu arbeiten &#8211; die Bibliothek war auf einmal so einladend geworden, dass schon am ersten Schultag die erste Kollegin mit ihrem Kurs dort arbeitete. <strong>Rechts daneben</strong> die mittlere Nische (mit Tisch für Arbeitsgruppe, Licht ist im Moment aus):</p>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_5.jpg"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_5.jpg" width="275" /></a> <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_4.jpg"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_4.jpg" width="275" /></a></p>
<p>Wiederum daneben, in der Ecke, ist die etwas größere, <strong>rechte Nische</strong>, in der sich das Fach Deutsch breit gemacht hat. Da passen Tische und Stühle für eine Arbeitsgruppe hinein, eventuell auch ein Tafel. Davor, weiter im Raum, befinden sich Regalreihen, die einen <strong>Bereich für Englisch</strong> umschließen.</p>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_3.jpg"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_3.jpg" width="275" /></a> <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_2.jpg"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_2.jpg" width="275" /></a></p>
<p>Gestern und heute war ich mit dem Deutsch-LK dort, um noch den Rest umzuräumen. Zwei Regale mussten noch etwas versetzt werden. Bücher in die Hand nehmen und einordnen gehört für mich zum Stoff des Deutschunterrichts. Eilig hatten wir es nicht, die Schüler konnten jederzeit Pause machen und in Büchern blättern. Auf ihre monumentale Verantwortung habe ich sie hingewiesen: So wie sie die Regale jetzt hinstellen, werden sie vermutlich viele Jahrzehnte bleiben.</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_6.jpg" /> <img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bibliothek_7.jpg" /></p>
<p>Vorteile dieses Bibliotheksaufbaus (Konzeption: Kollege Z.):</p>
<ul>
<li>man hat drei Arbeitsbereiche für einzelne Gruppen</li>
<li>die Bereiche sind zentral einsehbar</li>
<li>in der Mitte bleibt ein (leider nur unterwältigend großer) Bereich frei, an dem weitere Arbeitstische stehen werden, den man auch für Lesungen, Vorträge oder Filmvorführungen nutzen kann &#8211; etwa 60 Stühle kriegt man mit gutem Willen unter</li>
</ul>
<p>Fotos von der ursprünglichen Anordnung habe ich leider keine, aber einen Schnipsel aus einer Videoaufnahme, als ich vor dem Unterrichtsbeginn im September mal durch ein paar Zimmer gegangen bin:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /></p>
<p>Zu tun bleibt noch:</p>
<ul>
<li>Plakate an die Säule im Deutsch-Eck kleben (gerne mit Schülerbeteiligung)</li>
<li>überhaupt: Plakate und Poster aufhängen</li>
<li>Tische, Stühle, Couch besorgen; Tafel oder Flipchart; Leinwand für Beamer, Beamer auf Rollwagen</li>
<li>Verteilungskämpfe um noch nicht genutzte Stellfläche hinauszögern</li>
<li>Schmökerliteratur kaufen und Ecke dafür einrichten, auch Comics</li>
</ul>
<p>Vorschläge für Plakate: Die lustigen nachgemachten Pulp-Titelbilder für <em>classics</em>, <a href="http://www.slate.com/id/2142392/">die Slate mal vorgestellt hatte</a>. Reklametext auf den Titelbildern:</p>
<ul>
<li><em>Little Women</em> (in lasziver Pose: <strong>While The Men Are Away&#8230; These Kittens Will Play</strong>)</li>
<li><em>Alice in Wonderland</em> (<strong>One Girl&#8217;s Drug-Induced Descent Into Dreamland Debauchery</strong>)</li>
<li><em>Animal Farm</em> (<strong>A Lusty Tale Of Animal Passions And Barnyard Perversions</strong>)</li>
</ul>
<p>Oder die faszinierenden <a href="http://centripetalnotion.com/2007/09/13/13:26:26/#more-550">book autopsies</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/briandettmer/">Brian Dettmer</a>.</p>
<p>Vielleicht wird sich auch folgende Matheaufgabe etablieren: Mit einer 5./6. Klasse reingehen, erst schätzen, wieviel Bücher das sind, dann hochrechnen lassen. Welche Arbeitsgruppe schafft&#8217;s am schnellsten? Stell ich mir lustig vor. </p>
<p>(Nochmal zur Erinnerung: Morgen, 23. April, ist Welttag des Buches, falls jemand noch Zeit hat, etwas dazu zu machen.)</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/unsere-bibliothek.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/unsere-bibliothek.htm#comments">22 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Einmal Sprachgeschichte bitte</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/einmal-sprachgeschichte-bitte.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/einmal-sprachgeschichte-bitte.htm#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 05:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsblätter]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Osterferien. Das war eine Sequenz zur Sprachgeschichte im Leistungskurs Deutsch, Ende Januar/Anfang Februar. Der Blog-Eintrag ist wieder recht lang, er wäre vielleicht weniger erschreckend, wenn ich eine Serie daraus machte, aber ich fasse lieber alles auf einer Seite zusammen, falls ich das mal wiederholen will. Kapitel 1: Das Rätsel (Quelle: Bernard Victorri, &#8220;Die Debatte um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Osterferien.</p>
<p>Das war eine Sequenz zur Sprachgeschichte im Leistungskurs Deutsch, Ende Januar/Anfang Februar. Der Blog-Eintrag ist wieder recht lang, er wäre vielleicht weniger erschreckend, wenn ich eine Serie daraus machte, aber ich fasse lieber alles auf einer Seite zusammen, falls ich das mal wiederholen will.</p>
<h3>Kapitel 1: Das Rätsel</h3>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte1.png"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte1-550x157.png" alt="sprachgeschichte1" title="sprachgeschichte1" width="550" height="157" class="alignnone size-medium wp-image-2334" /></a></p>
<p><small>(Quelle: Bernard Victorri, &#8220;Die Debatte um die Ursprache&#8221;, in: <em>Spektrum der Wissenschaft. Dossier: Die Evolution der Sprache. Nachdruck 4/2001</em>, p. 17)</small></p>
<blockquote><p>Teilen Sie die angegebenen neun Sprachen A-I in Familien und Unterfamilien ein, indem Sie die Form der 13 in phonetischer Umschrift gegebenen Wörter vergleichen und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden suchen.</p></blockquote>
<p>Immerhin, die Schüler machten das ganz gut. Einige hatten zu Hause und mit Hilfe des Web herausgefunden, dass die eine Sprache Altgriechisch ist, die andere Latein, eine dritte Awestisch. (&#8220;Herr Rau, was ist denn Awestisch?&#8221;) Auch die Einteilung, welche Sprachen zusammengehören und welche nicht, fällt auf der obersten Ebene leicht: Eine Sprache von A bis I steht isoliert, zwei sind nur miteinander verwandt, und die restlichen sechs sind mehr oder weniger eng miteinander verwandt. Da kann man auch Unterfamilien bilden, aber das ist schwerer.</p>
<p>Und damit die Schüler nicht jede mehr oder wenige große Ähnlichkeit als Beweis für Verwandtschaft nehmen:</p>
<blockquote><p>Es gibt mehrere mögliche Erklärungen, warum sich Wörter verschiedener Sprachen ähneln:</p>
<p>1. Zufall<br />
2. Onomatopoesie (also Imitation eines natürlichen Geräusches)<br />
3. Entlehnung<br />
4. Verwandtschaft</p></blockquote>
<h3>Kapitel 2: Der Stammbaum</h3>
<p>Manche Sprachen sind also irgendwie miteinander verwandt. Das ist sehr bunt illustriert in diesem (nicht ganz vollständigen) Stammbaum der indoeuropäischen Sprachen. Wenn man den Schülern im LK zeigt, haben die von selbst genug Fragen dazu, die sie gerne beantwortet hätten:</p>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/991px-IndoEuropeanTree.svg_.png"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/991px-IndoEuropeanTree.svg_-532x550.png" alt="" title="991px-IndoEuropeanTree.svg" width="532" height="550" class="alignnone size-medium wp-image-3599" /></a></p>
<p><small>(Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:IndoEuropeanTree.svg&#038;filetimestamp=20110803180459">Wikipedia</a>, multiple authors, CC-BY-SA)</small></p>
<p>(Ursprünglich gab es hier ein anderes Bild, das ich aus urheberrechtlichen Gründen dann doch entfernt habe.)</p>
<p>Der Stammbaum ist insofern irreführend, als Sprachen sich nicht wie Tierarten verändern: Völlig unverwandte Sprachen können sich gegenseitig beeinflussen, überhaupt gibt es ständig gegenseitige Beeinflussung, und Wortschatz, Grammatik und Lautung können sich unabhängig voneinander entwickeln. </p>
<p>&#8211; Wenn Zeit bleibt, kriegen die Schüler noch zwei Lieder zu hören. Zum Eingewöhnen &#8220;Nunc hic aut numquam&#8221; von <a href="http://www.drammondt.com/english/index.php?page=music">Doctor Ammondt</a>, eine lateinische Version von &#8220;It&#8217;s now or never&#8221;. Den Text parallel dazu Latein/Englisch mit Folie oder Beamer an die Wand.<br />
Aber vor allem kommt es mir auf das zweite Lied an: Zuerst hören die Schüler zumindest den Anfang von &#8220;Blue Suede Shoes&#8221;: &#8220;Well, its one for the money / Two for the show / Three to get ready / Now go, cat, go.&#8221; Danach die Version von Doctor Ammondt in rekonstruiertem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sumerische_Sprache">Sumerisch</a>, anders und mit anderem Rhythmus arrangiert.<br />
Rückübersetzt aus dem im Booklet abgedruckten sumerischen Original lauten die ersten Zeilen &#8220;Well, silver is one thing / show is another / to get ready is three / now, cat, go!&#8221; Eines der wenigen Lieder, das in meiner mp3-Sammlung das Genre &#8220;Unclassifiable&#8221; gekriegt hat.</p>
<h3>Kapitel 3: Sprache im Wandel</h3>
<p>Der Stammbaum enthält viele Sprachen und viele Verzweigungen. Deshalb haben wir uns als Nächstes angeschaut, was denn eine Sprache von einer anderen unterscheidet, was denn an diesen Verzweigungen passiert ist. Dazu war es sinnvoll, erst einmal zu sehen, dass die Abgrenzung zwischen Dialekt und Sprache fließend ist:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte3neu.jpg" alt="sprachgeschichte3" title="sprachgeschichte3"/></p>
<p>Wie entwickeln sich Sprachen aus anderen Sprachen? Über (regionale, auch soziale) Varianten, die sich immer weiter voneinander entfernen, bis es irgendwann sinnvoll ist, sie als eigene Sprachen zu bezeichnen. Oft ist es eine politische Entscheidung, was als Dialekt und was als eigene Sprache gesehen wird, siehe etwa die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urdu#Verh.C3.A4ltnis_zwischen_Urdu_und_Hindi">Unterscheidung zwischen Urdu und Hindi</a>. </p>
<p>Ein Blick aufs Detail: In welcher Weise können sich Wörter verändern? Auf verschiedene, und natürlich verändert sich auf Flexion und Syntax, aber für den Anfang reicht die Unterscheidung in lautliche Form und Bedeutung:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte4.jpg" alt="sprachgeschichte4" title="sprachgeschichte4" width="434" height="257" class="alignnone size-full wp-image-2337" /></p>
<p>Die Bedeutungsänderung könnte man noch aufteilen in <strong>Bedeutungsverengung und -erweiterung,</strong> -verbesserung und verschlechterung. Mir reichen die ersten beiden Begriffe.</p>
<p>Wenn sich ein Wort sowohl inhaltlich und lautlich sehr weit vom einem früheren Stadium entfernt hat, ist die Verwandtschaft fast nur zu erkennen, wenn man die Zwischenstufen kennt.</p>
<p>Die lautliche Veränderung schauten wir uns dann noch einmal im Detail an:</p>
<h3>Kapitel 4: Systematischer Sprachwandel</h3>
<p>Da als nächste Unterrichtssequenz die Romantik anstand, wolle ich gleich mal die Brüder Grimm und deren deutsches Wörterbuch vorstellen. Mit der Romantik beginnt das Interesse an der Literatur des deutschen Mittelalters und damit auch die Untersuchung der Sprache des Mittelalters: Die Wissenschaft der Germanistik entsteht. Das kann man sich so vorstellen, dass Wilhelm und Jacob Grimm (und andere natürlich auch) jede Menge alter Handschriften lesen und sich auf Notizzettelchen jeweils herausschreiben, was welches Wort bedeutet. Die sehen dann etwa so aus:</p>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte5.jpg" /><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte5.jpg" alt="sprachgeschichte5" title="sprachgeschichte5" width="350" /></a></p>
<p><small>(&#8220;Ooo, schöne Schrift, Herr Rau.&#8221;)</small></p>
<p>Und dann haben Jacob und Wilhelm Grimm die Zettelchen miteinander verglichen und dabei gewisse mehr oder wenige systematische Unterschiede gefunden. Das sollten die Schüler anhand von Arbeitsblättern ein wenig nachvollziehen. Noch schöner wäre es gewesen, wenn ich tatsächlich viele Karteikärtchen mit verwandten Wörtern verschiedener Sprachen verteilt hätte. Aber erstens war mir das zu viel Schnipselarbeit, zweitens hätten die Schüler dann deutlich länger gebraucht. Vielleicht mache ich das noch mal, möglicherweise in Abwandlung der <a href="http://wordpress.blokey.de/2009/03/31/notiz-methode-mystery/">Mystery-Methode</a>.</p>
<h4>Die 2. Lautverschiebung</h4>
<blockquote><p>Versetzen Sie sich in die Lage eines Sprachhistorikers zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie arbeiten mit alten Manuskripten in verschiedenen Sprachen. Es fallen Ihnen Ähnlichkeiten zwischen der Lautform von vielen Wörtern dieser Sprachen auf.<br />
Dabei stellen Sie fest, dass sich die niederdeutschen und (alt)englischen Wörter noch mehr als die (alt)hochdeutschen Entsprechungen ähneln. Sie wollen herausfinden, woran das liegt.<br />
Sie beschließen, aus den vielen Einzelfällen allgemeine Regeln abzuleiten. Benutzen Sie das dazu vorbereitete Wortmaterial. Denken Sie beim Regelbilden stets daran, dass eine erste Hypothese nicht alle Fälle abdecken muss; scheinbare Ausnahmen kann man bei der Verfeinerung der Regeln mit einbeziehen.<br />
Wenn Sie die Regeln gefunden haben, dann haben Sie die Regeln der 2. oder hochdeutschen Lautverschiebung entdeckt &#8211; eine systematische Veränderung bestimmter Laute, die um 500-800 n. Chr.. das Althochdeutsche von anderen westgermanischen Dialekten (wie Altenglisch, Niederdeutsch) getrennt hat.</p></blockquote>
<p>Die Kurzfassung: </p>
<ul>
<li>2. Lautverschiebung/althochdeutsche Lautverschiebung</li>
<li>500-800 n. Chr.</li>
<li>systematischer Lautwandel, den nur das Althochdeutsche mitgemacht hat, aber nicht die verwandten westgermanischen Sprachen (Altenglisch, Niederdeutsch)</li>
<li>bei der 2. LV werden u.a. folgende Konsonanten verschoben, vollständig nur in Südwestdeutschland, je weiter man nach Norden kommt, desto weniger:<br />
p > pf/f (je nach Position)<br />
t > ts/s (je nach Position)<br />
k > kch/ch (je nach Position)</li>
<li>als Beispiele jeweils der Vergleich des entsprechenden Worts in einer nah verwandten Sprache, die diese Lautverschiebung <em>nicht</em> mitgemacht hat, zum Beispiel Englisch: Zeit/tide, Wasser/water, machen/make</li>
<li>Arbeitsblatt dazu mit Wörterliste, anhand derer die Schüler das herausfinden sollen (<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte_2_lv.odt">odt</a>/<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte_2_lv.pdf">pdf</a>)</li>
</ul>
<p>Denkfrage, an der die meisten erst einmal scheitern: Wann wurde das Wort &#8220;Pein&#8221; aus dem Lateinischen <em>poena</em> in die deutsche Sprache entlehnt: Vor oder nach der 2. Lautverschiebung?</p>
<h4>Die 1. Lautverschiebung</h4>
<blockquote><p>Versetzen Sie sich in die Lage von Jacob Grimm, einem Sprachforscher zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie arbeiten mit alten Manuskripten in verschiedenen Sprachen, etwa Latein und Deutsch oder Englisch. Es fallen Ihnen Ähnlichkeiten zwischen der Lautform von vielen Wörtern dieser Sprachen auf.<br />
Dabei stellen Sie fest, dass sich viele Wörter aller germanischen Sprachen untereinander mehr ähneln als dem Lateinischen oder Griechischen.<br />
Sie beschließen, aus den Einzelfällen allgemeine Regeln abzuleiten. Benutzen Sie das dazu vorbereitete Wortmaterial. Wenn Sie die Regeln gefunden haben, dann haben Sie die Regeln der 1. oder germanischen Lautverschiebung entdeckt &#8211; eine systematische Veränderung bestimmter Laute, die um 1000-500 v. Chr. nur das Germanische mitgemacht hat, nicht aber das Lateinische oder Griechische. Zu Ihren Ehren wird man diese Regeln auch Grimm&#8217;s law nennen.<br />
Der Einfachheit halber vergleichen wir hier Latein und Englisch &#8211; denn das Deutsche hat sich durch die später erfolgte 2. Lautverschiebung ja noch weiter verändert, und das würde Ihnen die Untersuchung zusätzlich erschweren.Wundern Sie sich nicht, wenn die Wörter sich weniger ähneln, die Trennung zwischen germanischen und lateinischen Dialekten erfolgte schon vor langer Zeit, und beide Sprachen haben sich danach weiter verändert.</p></blockquote>
<p>Die Kurzfassung: </p>
<ul>
<li>1. Lautverschiebung/germanische Lautverschiebung</li>
<li>1000-500 v. Chr.</li>
<li>systematischer Lautwandel, den nur das Germanische mitgemacht hat, aber nicht die verwandten indoeuropäischen Sprachen (Lateinisch, Griechisch)</li>
<li>bei der 1. LV werden u.a. folgende Konsonanten verschoben, und zwar zuerst:<br />
p > f<br />
t > th<br />
k > h</li>
<li>Danach (warum erst danach?):<br />
b > p<br />
d > t<br />
g > k</li>
<li>Arbeitsblatt dazu mit Wörterliste, anhand derer die Schüler diese Regeln herausfinden sollen (<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte_1_lv.odt">odt</a>/<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte_1_lv.pdf">pdf</a>) &#8211; leider noch ziemlich kurz, sollte mal ergänzt werden</li>
</ul>
<h3>Kapitel 5: Exkurs Dialektologie</h3>
<p>Hier bietet sich eine gute Gelegenheit, die heutigen deutschen Dialekte anzuschauen, die in mancher Hinsicht einen älteren Sprachstand darstellen: Während vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen die Laute /ei/ und /î/ zum nhd. /a&#305;/ zusammengefallen sind, unterscheiden das Bairische und das Schwäbische diese Laute noch: Hochdeutsch heißt es <em><strong>ei</strong>ns, zw<strong>ei</strong>, dr<strong>ei</strong></em> (von mhd. <em>ein(e)z, zwei, dr<strong>î</strong></em>), schwäbisch heißt es <em>oins, zwoi, dr<strong>ei</strong></em> und bairisch <em>oans, zwoa, dr<strong>ei</strong></em>.</p>
<p>Es gibt grob drei deutsche Dialektgebiete: das Niederdeutsche im Norden, das Mitteldeutsche darunter, das Oberdeutsche im Süden. Ober- und Mitteldeutsch heißen zusammen auch Hochdeutsch. Das Niederdeutsche hat die zweite Lautverschiebung gar nicht, das Mitteldeutsche zum Teil, das Oberdeutsche zum Großteil mitgemacht. Vollständig nur das Alemannische im Südwesten. (Schlussfolgerung: Entwicklung von Süden nach Norden.)</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte6.jpg" alt="sprachgeschichte6" title="sprachgeschichte6" width="401" height="606" class="alignnone size-full wp-image-2340" /></p>
<p>Die gelben Flächen sind Niederdeutsch, die türkisfarbenen Mitteldeutsch. Und die schwarze Linie, die sie trennt, heißt auch <strong>Benrather Linie</strong>. (Benannt nach Benrath, inzwischen ein Stadtteil Düsseldorfs.) Nördlich davon: maken (ndd.), südlich davon: machen (hd.). Die blaue Linie ist die Appel-Apfel-Grenze, sie trenn die mittel- von den oberdeutschen Dialekten. Heißt auch: <strong>Speyerer Linie</strong>. Die gelbe Linie trennt das Fränkische, das Bairische und das Schwäbische. Alle Dialektgebiete kann man anhand weiterer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isoglosse">Isoglossen</a> noch weiter unterteilen, das Schwäbische vor allem in das Alemannische, das Hoch- und das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6chstalemannisch">Höchstalemannische</a> im Berner Oberland.</p>
<p>Auch dazu gab&#8217;s ein Arbeitsblatt mit einer besseren und detaillierteren Karte, das ich eben deshalb nicht veröffentlichen darf.</p>
<h3>Kapitel 6: Exkurs Phonetik</h3>
<p>Wenn man schon mal bei der Lautverschiebung war, kann man sich gleich die Konsonanten im Deutschen mal anschauen. Und den Unterschied zwischen Laut und Buchstabe wiederholen, damit niemand mehr sagt, bei einer Alliteration fingen Wörter mit dem gleichen Buchstaben an.</p>
<p>Laute kann man einteilen unter anderem (1) nach <strong>stimmhaft oder stimmlos</strong> (zum Testen einen Finger an den Kehlkopf legen und schauen, ob der vibriert oder nicht), (2) nach <strong>Artikulationsart</strong> (das heißt, auf welche Weise der Luftstrom modifiziert wird &#8211; bei Konsonanten etwa plosiv, frikativ, nasal) und (3) nach dem <strong>Artikulationsort</strong> (also an welchem Ort der Luftstrom modifiziert wird). </p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/sprachgeschichte7.png" alt="sprachgeschichte7" title="sprachgeschichte7" width="350" height="438" class="alignnone size-full wp-image-2341" /><br />
(<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Places_of_articulation.svg&#038;filetimestamp=20070311125023">Quelle Wikipedia</a>. Weitere <a href="http://images.google.de/images?hl=de&#038;q=artikulationsort+OR+artikulationsorte&#038;btnG=Bilder-Suche&#038;aq=f&#038;oq=">Bilder für Arbeitsblätter bei Google</a>.)</p>
<p>Artikulationsorte:<br />
2. labial 3. dental 4. alveolar 5. postalveolar 7. palatal 8. velar 9. uvular 11. glottal </p>
<p>Zumindest die wichtigsten und einfachsten Artikulationsarten und -orte mussten die Schüler mit einem Arbeitsblatt (<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/konsonanten.odt">odt</a>/<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/konsonanten.pdf">pdf</a>) lernen.</p>
<p>Das deutsche &#8220;b&#8221; ist demnach also ein stimmhafter, bilabialer Plosiv. Das &#8220;v&#8221; ein stimmhafter, labio-dentaler Frikativ. Und der spanische Buchstabe b bezeichnet eben so wie das v meist einen stimmhaften, bilabialen Frikativ &#8211; einen Laut, den es im Deutschen nicht gibt, der die Artikulationsart vom &#8220;v&#8221; hat und den Ort vom &#8220;b&#8221;. Darum kann Gottfried Benn auch &#8220;Habana&#8221; statt &#8220;Havanna&#8221; schreiben. &#8211; Den Laut kann man lustig sprechen üben, George Carlin hat <a href="http://www.youtube.com/watch?v=h47Jd2szwHw&#038;hl=de">einen Teil einer Nummer dazu</a> gemacht. </p>
<p>Bei &#8220;uvular&#8221; muss man übrigens mit dem wackelnden Zeigefinger das Zäpfchen simulieren und auf Simpsons-Episoden verweisen. Daher kennen die Schüler das Zäpfchen alle.</p>
<p>Wenn man Artikulationsarten und -orte kennt, lässt sich auch besser nachvollziehen, warum in der Lautverschiebung ausgerechnet die jeweiligen Laute verschoben wurden &#8211; in der 2. LV zum Beispiel die Plosive jeweils zu den Frikativen oder Affrikaten am verwandtem Artikulationsort.</p>
<h3>Kapitel 7: Das Lachsargument</h3>
<p>Zum Selbermachen und damit die Schüler mal einen populärwissenschaftlichen Aufsatz zur Sprache gelesen haben, kriegten die Schüler den Anfang des Artikels &#8220;Wörter aus der Steinzeit &#8211; Völker aus dem Nichts&#8221; von Vera E. Binder, ebenfalls aus dem oben schon erwähnten Spektrum-Dossier.<br />
Was die Schüler herausholen sollen: Man hat festgestellt, dass es in den meisten indoeuropäischen Sprachen das Wort &#8220;Buche&#8221; in der einen oder anderen Form gibt. Nun ist man vielleicht versucht daraus zu schließen, dass die Ur-Indoeuropäer eben dieses Wort kannten und deshalb aus einer Gegend stammen müssen, in der Buchen wachsen. Das ist aber ein Trugschluss, denn wer weiß, ob bei allem dem Bedeutungswandel das Wort &#8220;Buche&#8221; auch tatsächlicher immer genau diesen Baum bezeichnet hat, und nicht einen anderen Laubbaum, oder Bäume insgesamt. (Siehe dazu auch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lachsargument">Lachsargument</a> bei Wikipedia.)<br />
Noch schlimmer ist es, wenn man aus dem Fehlen eines gemeinsamen indoeuropäischen Worts für eine Sache schließen möchte, dass den Ur-Indoeuropäern diese Sache unbekannt war.</p>
<h3>Kapitel 8: Testfragen</h3>
<ul>
<li>Welche zwei systematischen Fälle von Lautwandel kennen Sie; wann fanden sie ungefähr statt; welche zwei Sprachfamilien werden durch sie jeweils von einander getrennt?</li>
<li>Welche Erklärungen sind dafür denkbar, dass sich Wörter zweier Sprachen ähneln? (Am besten mit Beispielen.)</li>
<li>Nennen Sie drei sprachliche Bereiche, bei denen sich Dialekte voneinander unterscheiden können.</li>
<li>Wie heißen die drei großen Sprachgebiete, in die man die deutschen Dialekte einteilen kann?</li>
<li>Erklären Sie kurz das Verhälntis von Sprache und Dialekt zu einander.</li>
<li>Von welcher Himmelsrichtung in welche andere Himmelsrichtung breitete sich die zweite Lautverschiebung aus?</li>
<li>Es gibt in (fast) allen indoeuropäischen Sprachen ein gemeinsames Wort für &#8220;Lachs&#8221;. Zu welcher Vermutung hat das Anlass gegeben, und warum muss diese Vermutung nicht stimmen?</li>
<li>Welche drei Kriterien kennen Sie, nach denen man Laute &#8211; im Unterricht waren es nur Konsonanten &#8211; unterscheiden kann?</li>
<li>Bestimmen Sie die folgenden Laute nach diesen drei Kriterien: /d/, /m/, /z/</li>
</ul>
<h3>Kapitel 9: Wozu das ganze?</h3>
<p>Damit kann man schon mal zwei Wochen im Leistungskurs verbringen. Ob in der neuen Oberstufe Spielraum dafür sein wird, weiß ich nicht. Auf jeden Fall stehen Reflexion über Sprache, Sprachwissenschaft, Sprachbeschreibung auch weiter auf dem Lehrplan.</p>
<p>Warum also? Damit man weiß, <em>warum</em> sich der Deutsche Bundestag bei <a href="http://www.bundestag.de/wissen/analysen/">seinen Analysen</a> für <a href="http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2009/bedrohte_sprachen.pdf">Bedrohte Sprachen &#8211; Zur Situation der Regional- und Minderheitensprachen</a> interessiert. Und weil in einen Leistungskurs Deutsch ein bisschen Grundwissen über Sprache gehört und nicht nur abiturvorbereitendes Erörtern und Interpretieren.</p>
<p>Außerdem brauche <em>ich</em> das ab und zu, um mir meine Arbeitskraft und meine gute Laune zu erhalten. Richtig tief ist das alles nicht, das ist erstes, spätestens zweites Semester im Studium. Wobei ich Phonetik fast ausschließlich in Englisch gelernt habe, wenn ich mich richtig erinnere. </p>
<p><em>Nachtrag: Wenn ich Zeit habe, baue ich das ganze mal zu einem Moodle-Kurs zusammen. Da kann ich dann auch mehr Rechercheaufträge verteilen.</em> </p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/einmal-sprachgeschichte-bitte.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/04/einmal-sprachgeschichte-bitte.htm#comments">15 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die drei Spinnerinnen (World Storytelling Day: 20. März)</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/die-drei-spinnerinnen-world-storytelling-day-20-maerz.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/die-drei-spinnerinnen-world-storytelling-day-20-maerz.htm#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 07:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal machen)]]></category>
		<category><![CDATA[Zu sehen: Video]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 20. März ist World Storytelling Day. Das scheint mir kein sehr verbreiteter Tag zu sein, aber die Idee gefällt mir. Vielleicht mache ich eine Erzählstunde mit meinen Schülern, ist leider ein Freitag, da habe ich keine geeignete Klasse. Ich kündige den Tag mal rechtzeitig an, falls jemand etwas dazu machen möchte. Zum Beispiel so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. März ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/World_Storytelling_Day">World Storytelling Day</a>. Das scheint mir kein sehr verbreiteter Tag zu sein, aber die Idee gefällt mir. Vielleicht mache ich eine Erzählstunde mit meinen Schülern, ist leider ein Freitag, da habe ich keine geeignete Klasse. Ich kündige den Tag mal rechtzeitig an, falls jemand etwas dazu machen möchte.</p>
<p>Zum Beispiel so etwas. Im Deutsch-LK habe ich heute im Rahmen einer Märchen-Sequenz das Kamishibai ausprobiert. Und zwar &#8220;Die drei Spinnerinnen&#8221; aus den Kinder- und Hausmärchen von Grimm. Zu Hause habe ich es dann aufgenommen, etwas hastig, mit schwachem Ton, aber man sieht doch, wie man das einsetzen kann. Die Vorführung vor dem Publikum war natürlich besser. (Eine Schülerin lässt mich ihres nächste Woche vielleicht aufnehmen. Vielleicht.)</p>
<p><object width="445" height="364"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NFooJt2RjWI&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;border=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/NFooJt2RjWI&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"></embed></object></p>
<p>Das war jetzt mal ein erster Versuch. Die Bilder zu erstellen hat etwa drei Stunden gedauert. Ich habe mit <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/05/pen-spinning.htm">meinem Grafiktablett</a>) direkt ins Bildbearbeitungsprogramm gezeichnet, einfach in schwarzweiß. Das nächste Mal nehme ich allerdings das Tusche-Feder-Werkzeug von Gimp und nicht den Pinsel. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, dann hätte ich alle Bilder ausgedruckt, auf DIN A 3 hochkopiert und mit Wasserfarben ausgemalt. Wasserfarben sind schön. So habe ich das ganze einfach am Rechner ausgemalt. </p>
<p>Aber dann fehlt nicht mehr viel und ich kann das ganze gleich auf Powerpoint machen statt mit dem Kamishibai. Das Physische gehört für mich schon dazu.</p>
<ul>
<li><a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=12&#038;xid=969&#038;kapitel=264&#038;cHash=882d0f037aspinneri">Text des Märchens bei Gutenberg</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_drei_Spinnerinnen">Informationen bei Wikipedia</a></li>
<li><a href="http://librivox.org/maerchen-by-grimm-1/">Vorgelesen bei Librivox</a></li>
<li><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/die_drei_spinnerinnen_sw.pdf">Bilder schwarzweiß als PDF</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/">CC BY-SA</a>) (3,47 MB)</li>
</ul>
<p>Ich habe nach Kamishibai-Bilderreihen im Web gesucht und kein freies Material gefunden, also mache ich hier mal den Anfang. Wer möchte, darf gerne meine Kamishibai-Bilder herunterladen und selber damit herumspielen. Ich habe bisher nur die Schwarzweißbilder hochgeladen, damit man noch ein bisschen selber malen muss. Wenn&#8217;s dringend ist, stelle ich auch die Farbbilder zur Verfügung.</p>
<p>Weitere Einsatzmöglichkeiten: In Anlehnung an Powerpoint- jetzt auch Kamishibai-Karaoke. Man nimmt dabei das erste Bild und beginnt eine Geschichte dazu, dann kommen nach und nach die nächsten Bilder zum Vorschein und man muss die Geschichte weiterspinnen. Wir haben das im Lehrerzimmer ausprobiert, das ging ganz gut. Die Frau mit der Krone, das war unsere Ministerialbeauftragte. Das Schloss, das war das Kultusministerium.</p>
<p><small>Warum ausgerechnet dieses Märchen? Es sollte kurz sein, keines von den ganz bekannten und doch mit typischen Merkmalen: Unbestimmtheit in Zeit und Raum, Dreizahl, Prüfung der Heldenfigur, magische Helfer. Interessant ist, dass die Helding am Anfang als faul beschrieben wird; bei Frau Holle sind die faule und die fleißige Tochter zwei verschiedene Personen, hier scheinen sie verschmolzen zu sein.</small></p>
<p>(Link: <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/08/kamishibai-von-der-grundschuldidaktik-lernen.htm">Alter Eintrag zum Kamishibai</a>. Dort auch mehr dazu.)</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/die-drei-spinnerinnen-world-storytelling-day-20-maerz.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/03/die-drei-spinnerinnen-world-storytelling-day-20-maerz.htm#comments">7 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das klingelnde Klassenzimmer</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/02/das-klingelnde-klassenzimmer.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/02/das-klingelnde-klassenzimmer.htm#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 15:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal gemacht)]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal machen)]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich arbeite ja bekanntlich an einer neu gebauten Schule mit ganz viel Technik drin. Sie funktioniert so etwa zu drei Vierteln, was viel besser als nichts ist. Unter anderem gibt es in jedem Klassenzimmer ein Haustelefon. Man kann zwar nicht heraustelefonieren, aber man kann zumindest vom Lehrerzimmer aus dort anrufen. Schabernack. Ich habe ja schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich arbeite ja bekanntlich an einer neu gebauten Schule mit ganz viel Technik drin. Sie funktioniert so etwa zu drei Vierteln, was viel besser als nichts ist. Unter anderem gibt es in jedem Klassenzimmer ein Haustelefon. Man kann zwar nicht heraustelefonieren, aber man kann zumindest vom Lehrerzimmer aus dort anrufen.</p>
<p>Schabernack.</p>
<p>Ich habe ja schon mal über <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2007/10/anrufen-in-bishopsbridge-schnitzeljagd-i.htm">Telefonierpläne</a> berichtet. Beim gemeinsamen abendlichen Heimfahren ist der verdiente Kollege Z. gestern auf eine Idee gekommen, die wir heute früh in die Tat umgesetzt haben &#8211; mit meiner einzigen Englischklasse dieses Jahr, einer Intensivierungsstunde in der 6. Klasse. (Englischlehrer der Klasse ist jemand anderes. Wir sprachen schon darüber, wie wenig sinnvoll so ein Arrangement ist.)</p>
<p>Also habe ich zuerst ein bisschen <em>telephone conversation</em> mit den Schülern geübt. Zwei kurze Dialoge mit gängigen Wendungen (<em>hold on a second, do you want to leave a message, the connection is very bad, can you repeat that please</em> &#8211; und überhaupt viel <em>please</em> und <em>thank you</em>). Die Dialoge haben die Schüler einige Male vorgelesen. </p>
<p>Dann unterbrach uns plötzlich das klingelnde Klassenzimmer-Telefon. </p>
<p>Die Schülerin, die ich aufforderte, abzuheben, wusste erst gar nicht, was sie tun sollte. Hat sich dann aber tapfer mit &#8220;Hello&#8221; gemeldet, worauf jemand auf Englisch mit ihr zu reden anfing. Ich habe mich blöd gestellt, die anderen Schüler waren gespannt. Anscheinend war ein Brief für mich im Lehrerzimmer abzuholen. Das wiederholte uns jedenfalls die Schülerin, die das Gespräch geführt hatte. Also gut, ab mit ihr. Weiter mit den Dialogen.</p>
<p>Kaum war eine Minute vergangen, klingelte das Telefon schon wieder. Ein Schüler ging ran, kurzes Gespräch, das Gespräch war aber für einen dritten Schüler. Der musste dann Kreide holen. Und den Namen des Anrufers an die Tafel schreiben. Also mussten die Schüler nachfragen, wenn sie den Namen nicht verstanden hatten, und sich den Namen eventuell buchstabieren lassen.</p>
<p>Am Apparat war jeweils der verdiente Kollege Z., der Englisch spricht, auch wenn er es nicht unterrichtet. In den zwei Stunden, in denen ich zuerst die eine Hälfte dieser 6. Klasse, dann die andere hatte, hatte er keinen Unterricht, so dass er vom Lehrerzimmer aus immer wieder anrufen konnte. (Andere Lehrer hätten gerne mitmachen können. Aber selbst manche Englischlehrer reagieren zögernd, wenn es um Gespräche am Telefon geht.)</p>
<p>Hier die Liste der Aufgaben, die wir ausgemacht hatten:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/phone_jobs.png" alt="phone_jobs" title="phone_jobs" width="472" height="574" class="alignnone size-full wp-image-2226" /></p>
<p>Wichtig war:</p>
<ul>
<li>Stift und Papier neben das Telefon legen</li>
<li>die Schüler müssen danach der Klasse mitteilen, wer angerufen hat und um was es ging</li>
<li>daher: zum Nachfragen und Buchstabieren-Lassen anhalten</li>
<li>schon der Anrufer verlangt vom Schüler, ihm die Aufgabe noch einmal zu wiederholen</li>
<li>kleine, nicht zu schwere Aufgaben</li>
<li>mit dem Schüler am Telefon plaudern, dann einen anderen Schüler (von der Klassenliste) ans Telefon kommen lassen, damit der dann den Auftrag mitteilt und ausführt &#8211; so kommen mehr dran</li>
<li>zuschauen und sich zwischendurch immer wieder mal über die ständigen Unterrichtsunterbrechungen beschweren</li>
</ul>
<p>Großes Lob an die eine Klassenhälfte, die der anderen nichts erzählt hat. Und vielen Dank an den verdienten Kollegen Z. Für die Zukunft: Kann man natürlich noch viel mehr machen, auch mit älteren Schülern. Mal schauen, ob man nicht doch auch von außerhalb der Schule in die Klassenzimmer kommt. Außerdem kann man das Gerät auf Lautsprecher stellen, vielleicht fällt einem dazu ja auch etwas ein.</p>
<p>(Fehlt noch das <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2007/10/duchsagen-hoerspiel-kleiner-krieg-der-welten-sozusagen.htm">Durchsagen-Hörspiel</a>. Irgendwann mal.)</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/02/das-klingelnde-klassenzimmer.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/02/das-klingelnde-klassenzimmer.htm#comments">12 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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