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	<title>Lehrerzimmer &#187; Alles über&#8230;</title>
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	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
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		<title>Alles über: Gymnasialschüler (in Bayern)</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/11/alles-ueber-gymnasialschueler-in-bayern.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 08:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Überblick darüber, wie sich das Kultusministerium beziehungsweise die Bayerische Regierung einen Schüler am Gymnasium vorstellen. Es geht hier übrigens nicht um das Abitur, sondern um das Gymnasium &#8211; zum Abitur führen ja auch andere Wege. Gymnasialanforderungen 2004 (der aktuelle Lehrplan): Das Gymnasium sieht seine Aufgabe darin, alle Schüler gezielt zu fördern, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein kurzer Überblick darüber, wie sich das Kultusministerium beziehungsweise die Bayerische Regierung einen Schüler am Gymnasium vorstellen. Es geht hier übrigens nicht um das Abitur, sondern um das Gymnasium &#8211; zum Abitur führen ja auch andere Wege.</em></p>
<h3>Gymnasialanforderungen</h3>
<h4>2004 (der aktuelle Lehrplan):</h4>
<p>Das Gymnasium sieht seine Aufgabe darin, alle Schüler gezielt zu fördern, die sich aufgrund ihrer Begabung, ihrer Einsatzfreude, ihres Leistungsvermögens und ihrer Leistungsbereitschaft für ein Studium und für herausgehobene berufliche Aufgaben eignen.<br />
Schüler des Gymnasiums sollen geistig besonders beweglich und phantasievoll sein, gern und schnell, zielstrebig und differenziert lernen sowie über ein gutes Gedächtnis verfügen. Sie müssen die Bereitschaft mitbringen, sich ausdauernd und unter verschiedenen Blickwinkeln mit Denk- und Gestaltungsaufgaben auseinanderzusetzen und dabei zunehmend die Fähigkeit zu Abstraktion und flexiblem Denken, zu eigenständiger Problemlösung und zur zielgerichteten Zusammenarbeit in der Gruppe entwickeln. </p>
<h4>1990 (der vorherige Lehrplan):</h4>
<p>Gymnasialbildung entfaltet die Fähigkeit zur Ordnung der Vorstellungswelt, zu Abstraktion und Theoriebildung. Sie entwickelt die musischen Fähigkeiten und leitet zu einem angemessenen Umgang mit den Emotionen an. Sie fördert in besonderem Maß Verantwortungsbereitschaft und Verantwortungsfähigkeit auf der Grundlage eines geschichtlich begründeten Verständnisses der abendländischen Kultur. Das Gymnasium ist deshalb eine Schule für Kinder und Jugendliche, die sich als in besonderem Maße geistig beweglich, lernbegierig und phantasievoll erweisen, die schnell, zielstrebig und differenziert lernen können, ein gutes Gedächtnis haben, sich gern selbständig, ausdauernd und von verschiedenen Seiten mit Denk- und Gestaltungsaufgaben beschäftigen und in allem die Bereitschaft erkennen lassen, die Anstrengungen auf sich zu nehmen, die der Bildungsweg des Gymnasiums ihnen abverlangt. </p>
<h4>Grundschulinformation 1978 (meine Schule damals)</h4>
<p><a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/gymnasium1978.jpg"><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/gymnasium1978-550x189.jpg" alt="" title="gymnasium1978" width="550" height="189" class="aligncenter size-medium wp-image-3511" /></a></p>
<p>&#8211; Schön wären natürlich noch ältere Lehrpläne, aber die habe ich leider online nirgendwo mehr gefunden. Das wäre doch ein schöner Vergleich; gerne auch als Leseverstehensaufgabe für Schüler.</p>
<p><em>Natürlich entwickeln sich die Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen. Deshalb hier ein Überblick, wie sich der aktuelle Lehrplan &#8211; fachunabhängig &#8211; Schüler altersabhängig vorstellt.</em> </p>
<h3>Erwartungen an die einzelnen Jahrgangsstufen</h3>
<h4>Jahrgangsstufe 5:</h4>
<p>Der Wechsel von der Grundschule ans Gymnasium bringt für die Schüler große Veränderungen mit sich: Sie besuchen eine neue Schule mit einem noch ungewohnten Schulleben und neuen Mitschülern. Häufig gehen damit auch Änderungen im Freundeskreis einher. Zudem müssen sie sich anders als bisher auf stündlich wechselnde Fächer und Lehrkräfte mit je unterschiedlichen Anforderungen an Vorbereitung, Mitarbeit und Arbeitsweisen einstellen. Erst im Lauf des Schuljahrs gewinnen die Kinder eine gewisse Sicherheit bei der Lern- und Arbeitsorganisation.<br />
Die Schüler zeigen in der Regel eine ausgeprägte Wissbegierde, Freude am Entdecken, hohe Motivation und Leistungsbereitschaft. Allerdings stehen dem eine begrenzte Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit gegenüber. </p>
<h4>Jahrgangsstufe 6:</h4>
<p>Den Schülern sind im Unterschied zur vorhergehenden Jahrgangsstufe das Schulleben und die schulischen Abläufe vertraut, was ihnen zunehmend Sicherheit verleiht. In der Regel nimmt die Bedeutung der Klassengemeinschaft – auch im Zusammenhang mit einzelnen Gruppen – nun deutlich zu. Dabei kann die Zugehörigkeit zu diesen Gruppen sehr schnell wechseln.<br />
Durch das Einsetzen neuer Fächer, insbesondere die zweite Fremdsprache, stellen sich den Kindern zusätzliche Herausforderungen. Dies kommt ihrer nach wie vor ausgeprägten Neugier und Wissbegierde sowie der Begeisterungsfähigkeit für Neues entgegen, bedeutet aber auch eine Mehrbelastung.<br />
Die vielfältigen neuen Anregungen tragen zu einer verstärkten Wahrnehmung der Lebenswelt bei. </p>
<h4>Jahrgangsstufe 7:</h4>
<p>Die meisten Schüler dieser Altersstufe befinden sich in der Pubertät oder treten in diese Entwicklungsphase ein. Dies hat Auswirkungen sowohl auf die Beziehungen der Jugendlichen untereinander im schulischen wie im privaten Umfeld als auch auf die Einstellung und das Verhalten gegenüber den Erwachsenen. Wenn in diesem Alter mitunter große Stimmungsschwankungen auftreten oder rigide Positionen vertreten werden, so ist dies ein Spiegel der Unsicherheit in dieser Phase des Umbruchs.<br />
Gleichzeitig vollzieht sich bei vielen der Übergang vom anschaulichen zum abstrahierenden Denken, was ihnen ein zunehmend systematisches Herangehen an Frage- und Aufgabenstellungen ermöglicht und sie Gesetzmäßigkeiten leichter wahrnehmen und beschreiben lässt.<br />
Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit beginnen sich nun stärker auszuprägen.</p>
<h4>Jahrgangsstufe 8:</h4>
<p>In dieser Jahrgangsstufe zeigt sich ein häufig sehr uneinheitliches Bild bei den Jugendlichen. Entwicklungsunterschiede, insbesondere zwischen Mädchen und Jungen, werden sichtbar hinsichtlich Selbständigkeit, körperlicher Entwicklung sowie emotionaler und sozialer Reife.<br />
Viele Schüler suchen stärker als bisher nach Orientierung und Identität, nicht selten zeigen sie auch Verhaltensauffälligkeiten. Sie beginnen, bisher Akzeptiertes grundsätzlich infrage zu stellen sowie eigene Standpunkte zu entwickeln und zu vertreten. Zudem ist vielfach ein wachsendes Interesse an Kausalzusammenhängen und differenzierteren Fragestellungen zu beobachten. </p>
<h4>Jahrgangsstufe 9:</h4>
<p>Die meisten Schüler dieser Jahrgangsstufe entwickeln eine wachsende Bereitschaft zur Reflexion und damit einhergehend in steigendem Maß die Fähigkeit zu logischer Argumentation.<br />
Im Selbstbild oft noch schwankend, neigen viele Jugendliche dieser Altersstufe, z. B. infolge mangelnder Akzeptanz der eigenen Körperlichkeit, zu scheinbar widersprüchlichen Gefühlen und Verhaltensweisen: Einerseits wollen sie ernst genommen werden, wollen mitreden und zeigen den zunehmenden Drang, sich selbständig mit Problemen und eigenen Wegen der Problemlösung auseinanderzusetzen. Andererseits wird der Einsatz für schulische Belange häufig je nach Neigung dosiert zugunsten außerschulischer Interessen. Tradierte Werte und Autoritäten werden immer mehr infrage gestellt; die Abgrenzung von der Erwachsenenwelt ist deutlich. Das Interesse an weltanschaulichen und politischen Fragen wächst. </p>
<h4>Jahrgangsstufe 10:</h4>
<p>In dieser Altersstufe zeigen die jungen Menschen in der Regel ein zunehmendes Bewusstsein für die Konsequenzen des eigenen Handelns; ihr Verantwortungsbewusstsein bildet sich weiter aus. Noch spielt die Anpassung an die Gruppe eine wichtige Rolle, jedoch gewinnt das Eingehen partnerschaftlicher Bindungen eine größere Bedeutung. Diese Veränderungen beeinflussen häufig das Interesse am schulischen Lernen. Die Auseinandersetzung mit Autoritäten dient auch als Mittel zur Selbsterfahrung.<br />
Die Aufgeschlossenheit gegenüber logischer Argumentation sowie das Interesse an komplexen Zusammenhängen und Sinnfindung wachsen mit der Selbständigkeit im Denken: Prioritäten werden immer mehr nach eigenen Wertmaßstäben gesetzt, was manchmal mit Fehleinschätzung, auch der eigenen Person, verbunden sein kann. </p>
<h4>Jahrgangsstufe 11/12:</h4>
<p>Mit der gestiegenen geistigen Leistungsfähigkeit in den letzten beiden Jahrgangsstufen am Gymnasium geht bei den meisten Schülern ein zunehmend selbständigeres Denken und Arbeiten sowie ein zielgerichteteres und verantwortungsbewussteres Handeln einher.<br />
In diesem Zusammenhang kristallisiert sich bei ihnen eine große Bereitschaft und Offenheit heraus für psychologische und philosophische Fragen, die das Selbst- und Weltverständnis betreffen. Sie differenzieren ihre bisherigen Wertvorstellungen weiter aus, auch im Hinblick auf die eigene Lebensplanung (Ausbau eines eigenen sozialen Netzes, beginnende Ablösung vom Elternhaus, Berufs- und Studienwahlentscheidung). Bei vielen Schülern gewinnen das strategische Verhalten in Bezug auf die Schule und außerschulische Aktivitäten weiter an Bedeutung.</p>
<p><em>Die unteren Jahrgangsstufen sehe ich ganz gut getroffen. Die höheren sind vielleicht etwas optimistisch. Wie ist denn das gemeint: &#8220;Bei vielen Schülern gewinnen das strategische Verhalten in Bezug auf die Schule und außerschulische Aktivitäten weiter an Bedeutung&#8221;? Ist das tatsächlich als Eupehmismus zu verstehen für: &#8220;Schule ist weniger wichtig als der Nebenjob und Partys und man macht nur das Nötigste&#8221; oder war das anders gemeint? Das muss doch wohl anders gemeint gewesen sein, oder?</em> </p>
<p><em>Für jedes Fach gibt es für jede Jahrgangstufe eine eigene Beschreibung. Hier nur ein Beispiel, <a href="http://www.isb.bayern.de/isb/index.asp?QNav=4&#038;STyp=14">alle Lehrpläne hier</a>.</em></p>
<h3>Fachspezifische Erwartungen</h3>
<h4>Deutsch 12:</h4>
<p>Im Deutschunterricht der abschließenden Jahrgangsstufe des Gymnasiums vertiefen die Schüler ihre sprachlich-literarische und geistesgeschichtlich-kulturelle Bildung; sie stellen eigene Erfahrungen und Einstellungen in größere Zusammenhänge und finden dadurch zu fundierten Standpunkten und Werthaltungen.<br />
Die Schüler verstehen, analysieren und nutzen Sprache zunächst als Medium zwischenmenschlicher Kommunikation; sie üben sich in den unterschiedlichen Formen des Vortragens und des Gesprächs, stärken ihr Selbstvertrauen in der Anwendung ihrer rhetorischen Fähigkeiten und entwickeln Freude an mündlicher Sprachgestaltung.<br />
Erschließende und argumentative Formen des Schreibens stellen für die Schüler sicher beherrschte Mittel dar, ein eigenes, durchdachtes Verständnis von literarischen Texten und Sachtexten zu formulieren und mitzuteilen sowie Thesen und Positionen abwägend und wirksam darzulegen. Die in den Vorjahren erworbenen soliden orthographischen, grammatischen und stilistischen Fertigkeiten bilden hierfür eine unverzichtbare Voraussetzung.<br />
Die jungen Erwachsenen erfahren auch, dass Sprache das wichtigste Medium für die Teilhabe am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben ist. Sie erweitern ihr Verständnis von Sprache und erkennen deren Leistung ebenso wie ihre Offenheit für Veränderungen und die Notwendigkeit von Normierungen.<br />
Bei der wissenschaftspropädeutisch ausgerichteten Behandlung literarischer Werke vor allem des 20. Jahrhunderts erwerben die Schüler Aufgeschlossenheit für Themen und Stoffe der Literatur, erschließen sich weitere kulturelle Zusammenhänge und erweitern ihren literaturhistorischen Orientierungsrahmen. Offenheit für Fragen der Ästhetik und eine ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit werden zur Basis für eine differenzierte Weltsicht und für die Identitätsfindung, aber auch für eine lebenslange Lesebereitschaft. Die methodenbewusste Beschäftigung mit anspruchsvollen Sachtexten verhilft den Schülern dazu, sich reflektierend mit den eigenen Wertvorstellungen wie mit fremden Standpunkten und Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auseinanderzusetzen und sich für die Gestaltung der eigenen Lebenswelt zu engagieren.<br />
Elektronische Medien werden als Werkzeug der Information und Kommunikation geläufig verwendet. Die erworbene Medienkompetenz stützt sich besonders auf ethische und ästhetische Beurteilungskriterien. Die Schüler erkennen und erfahren den wesentlichen Beitrag, den die Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit und eine prinzipielle Offenheit für Fragen der Ästhetik für die Persönlichkeitsbildung und das Weltverständnis leisten.</p>
<p><em>Nachtrag: Es gibt keinen aktuellen Anlasse für diese Zusammenstellung. Meine Gedanken haben angefangen als Kommentar bei <a href="http://www.skolnet.de/unterricht/erhellende-momente/">einem Skolnet-Blogeintrag</a>.</em></p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/11/alles-ueber-gymnasialschueler-in-bayern.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/11/alles-ueber-gymnasialschueler-in-bayern.htm#comments">17 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Alles über: Anrechnungsstunden</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/alles-ueber-anrechnungsstunden.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/alles-ueber-anrechnungsstunden.htm#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 09:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

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		<description><![CDATA[Anrechnungsstunden sind eine heimliche Währung der Schule. Es gibt sie auch außerhalb Bayerns, dort heißen sie so ähnlich.* Wenn ein Lehrer eine Anrechnungssstunde hat, muss er dafür eine Unterrichtsstunde weniger geben &#8211; und hat dafür eben eine andere Aufgabe gekriegt. Der Schulleitung &#8211; zumindest am Gymnasium, die Spielräume an anderen Schularten sind kleiner &#8211; steht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anrechnungsstunden sind eine heimliche Währung der Schule. Es gibt sie auch außerhalb Bayerns, dort heißen sie so ähnlich.* Wenn ein Lehrer eine Anrechnungssstunde hat, muss er dafür eine Unterrichtsstunde weniger geben &#8211; und hat dafür eben eine andere Aufgabe gekriegt.</p>
<p>Der Schulleitung &#8211; zumindest am Gymnasium, die Spielräume an anderen Schularten sind kleiner &#8211; steht eine bestimmte <strong>Anzahl von Anrechnungsstunden</strong> zur Verfügung, abhängig von der Schülerzahl. Genaue Daten sind schwer zu bekommen. Diese Stunden kann sie an Lehrer verteilen. Von den Stunden sind einige verbindlich festgelegt. Die <strong>Schulleitung</strong> hat zum Beispiel <strong>feste Anrechungsstunden</strong>, so dass sie &#8211; abhängig von der Schulgröße &#8211; nur noch vier oder nur zwei Unterrichtsstunden halten muss. Weiterhin gibt es eine feste Anzahl von Stunden &#8211; wiederum abhängig von der Schulgröße &#8211; gemeinsam für die <strong>Mitarbeiter der Schulleitung</strong> (darunter den Stellvertreter) und die <strong>Oberstufenbetreuer</strong>. Das sind, sagen wir mal, um die 40 Anrechungsstunden, aber wie die auf die beteiligten Personen verteilt werden, liegt im Ermessen der Schulleitung. Auch für die Personalräte gibt es zusammen eine bestimmte Anzahl von Anrechungsstunden, ebenso für die Verbindungslehrer. Feste Stunden gibt es auch für Seminarlehrer, Praktikumslehrer, Beratungslehrer, wohl auch Schulpsychologen. Wer sonst ein explizites <em>Anrecht</em> auf Anrechnungsstunden hat, weiß ich nicht &#8211; diese Informationen sind in jahrzehntealten KMBeks vergraben.</p>
<p>Übliche Verdächtige für <strong>weitere Anrechungsstunden</strong> sind: Mitarbeiter beim Jahresbericht oder bei der Homepage, Suchtbeauftragte, Medienwart, Fachbetreuer, Systembetreuer, Bibliotheksbetreuer, Sammlungsleiter, Stundenplanersteller, Unter- und Mittelstufenbetreuer, Vertretungsplaner. Das kann man im Prinzip für jede Art Aufgabe verteilen, die so anfällt. Man kann manche dieser Arbeiten auch unhonoriert lassen, dann werden sie natürlich weniger fröhlich oder gar nicht erledigt.<br />
Welche Aufgabe mit wieviel Anrechungsstunden honoriert wird, ist von Schule zu Schule teilweise sehr verschieden. Ein Grund ist sicher die jeweils unterschiedliche Situation vor Ort, aber auch die Tradition spielt eine gewisse Rolle. Klar ist natürlich, dass keine Anrechungsstunden für Aufgaben verteilt werden, die originär zur Schulleitung und deren Mitarbeitern gehören, denn die sind ja schon mit dem festen Pool abgegolten.</p>
<p>(Es gibt dazu gelegentlich noch Anrechungsstunden, die aus einem anderen Pool als dem der Schule stammen. Zum Beispiel haben die Ministerialbeauftragten in ihrem Etat auch eine Anzahl davon, die sie Mitarbeitern an den Schulen zukommen lassen.)</p>
<p>Allen Schulen gemein ist der <strong>begrenzte Vorrat</strong> an Stunden. Allen Lehrern gemein ist die Überzeugung, mehr zu arbeiten als man eigentlich sollte. Tatsächlich ist auch die Mehrarbeit, die man mit manchen Jobs hat, durch die dafür gewährten Anrechungsstunden nicht ausgeglichen. Das bringt mich &#8211; als wäre es zufällig &#8211; zu meiner eigentlichen Frage: Wieviel muss ich eigentlich arbeiten für so eine Anrechungsstunde? Wieviel Arbeit macht, so rein zeitlich, eine 45-Minuten-Unterrichtsstunde eigentlich im Jahresschnitt, deren Äquivalent die Anrechnungssstunde doch ist?<br />
In meinem Referendariat war ich in einer Schule mit angeschlossenem Internat. Dort galten 120 Minuten Hausaufgabenaufsicht als Entsprechung einer Unterrichtsstunde. Sagen wir mal, 110 Minuten Arbeit pro Woche sollten schon drin sein. Das wären dann bei einem Lehrer, der nur Anrechungsstunden hat, 44 Stunden Arbeitszeit pro Woche &#8211; das gilt größenordnungsmäßig auch für einen Lehrer, der gar keine Anrechungsstunden hat. In den Ferien ist dann ja weniger.</p>
<p>Aber so einfach rechnen kann man vielleicht nicht immer. Ich kriege zum Beispiel eine Anrechungsstunde dafür, dass ich in diesem Jahr Fortbildungen gebe, sagen wir acht Stück davon, ganztägig, diese vorbereite und die Teilnehmer im Blended-Learning-Verfahren online betreue. Außerdem fahre ich dafür selber auf Fortbildungen. Wieviel Arbeits-/Anrechungsstunden entspricht das? Hängt das davon ab, ob die Fortbildungen an einem ansonst freien Tag sind oder ob meine regulärer Unterricht ausfällt, was man ja bei der Planung noch nicht wissen kann?<br />
Und zuletzt kann mit Anrechungsstunden theoretisch auch besondere Qualifizierung honoriert werden &#8211; da greift in ganz kleinem Rahmen die Marktwirtschaft: wenn nur einer an der Schule sich mit einem Arbeitsgebiet auskennte, könnte der den Preis dafür in Anrechungsstunden in gewissen Grenzen aushandeln.</p>
<p><small>* Zum Beispiel Abminderungsstunden. Oder in Österreich: Dort wird wohl allgemein mit &#8220;Werteinheiten&#8221; gerechnet. Interessant, wusste ich noch nicht. Ein Lehrer muss, glaube ich, zwanzig Werteinheiten pro Woche leisten, dabei entspricht eine Stunde Deutsch oder Englisch 1,167 WE und eine Stunde Chemie 1,050 WE. Sport ist 0,955 WE und und Bühnenspiel und Chorgesang nur 0,875 WE. Warum erfahre ich das erst jetzt? Das ist differenzierter als in Bayern, wo man im Aufwand nur zwischen Unter-/Mittelstufen-Sport, -Musik, -Kunst auf der einen und allen anderen Fächern und Wahlunterrichten auf der anderen Seite unterscheidet. In anderen Bundesländern (und dem von mir frequentierten Lehrerforum) gilt sogar: Du Sollst Alle Fächer Gleich Behandeln.</small></p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/alles-ueber-anrechnungsstunden.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/alles-ueber-anrechnungsstunden.htm#comments">5 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Personalratswahlen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/01/personalratswahlen.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/01/personalratswahlen.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 14:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=3131</guid>
		<description><![CDATA[Dieses Jahr gibt es wieder Wahlen für den Personalrat &#8211; den Bezirkspersonalrat, vor allem aber den örtlichen Personalrat an den Schulen. Bei unserer Größe können wir fünf Personalräte wählen. Gewählt wird für fünf Jahre. Als Entlastung gibt es ab 100 Beschäftigten (nicht: Lehrern) drei Anrechnungsstunden, die die gewählten Personalräte unter sich verteilen können. Das ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Jahr gibt es wieder Wahlen für den Personalrat &#8211; den Bezirkspersonalrat, vor allem aber den örtlichen Personalrat an den Schulen. Bei unserer Größe können wir fünf Personalräte wählen. Gewählt wird für fünf Jahre. Als Entlastung gibt es ab 100 Beschäftigten (nicht: Lehrern) drei Anrechnungsstunden, die die gewählten Personalräte unter sich verteilen können. </p>
<p>Das ganze ist sehr amtlich. Ich kriege gerade wöchentlich Unterlagen über die Durchführung der Wahlen &#8211; wer kann gewählt werden, wer ist stimmberechtigt, wer muss wann mit welchem Formblatt worüber benachrichtigt werden. Glücklicherweise brauche ich die nur an den Wahlvorstand weiterzugeben, der die Wahlen an der Schule durchführt. Heute erst habe ich Reklame bekommen für eine Loseblattsammlung samt Ordner für knapp 90 Euro, einschließlich kostenfreien Zugang zu einem Expertenforum. </p>
<p>Die Termine, etwas vereinfacht: Bis Mitte März 2011 müssen sich Kandidaten beim Wahlvorstand gemeldet haben, Mitte Mai 2011 werden die Wahlen durchgeführt.</p>
<p>Ich hätte gerne volle fünf Personalräte. Am besten junge und alte, aus allen Fächern, also nicht nur Deutschlehrer. Konziliante und polarisierende, überlegte und forsche. Frauen und Männer, Vollzeitlehrer und Nebenerwerbspädagogen, Faule und Fleißige. (Als Einzelner hätte ich selber zum Beispiel ja Schwierigkeiten, die Interessen aller dieser Gruppen gleichermaßen zu vertreten.) Am liebsten hätte ich so viele Kandidaten, dass sich die Wahlberechtigten genau die heraussuchen können, die sie wollen. Und die kriegen sie dann.</p>
<p>Ich habe jedenfalls schon mal meinen Hut in den Ring geworfen und ein Plakatchen im Lehrerzimmer aufgehängt:</p>
<p><img style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/personalrat1.jpg" alt="" title="personalrat1" width="358" height="504" class="aligncenter size-full wp-image-3134" /></p>
<p>Drumherum weitere Plakate:</p>
<p><img style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/personalrat2.jpg" alt="" title="personalrat2" width="357" height="503" class="aligncenter size-full wp-image-3135" /></p>
<p>Inzwischen werden schon rege Kandidaten diskutiert.</p>
<p>Warum kandidieren für den Personalrat? Man kriegt Einblicke in Abläufe und kann deshalb beraten. Man kann auch nicht viel mehr tun als jeder andere Lehrer, aber man ist und fühlt sich verpflichtet, das auch zu tun.</p>
<p>Warum nicht kandidieren? Manche halten sich für nicht geeignet, anderen ist das zu unwichtig, weitere sind überzeugt, bereits genug zu tun zu haben.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/01/personalratswahlen.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/01/personalratswahlen.htm#comments">9 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedanken eines Lehrers in den mittleren Dienstjahren</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/gedanken-eines-lehrers-in-den-mittleren-dienstjahren.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/gedanken-eines-lehrers-in-den-mittleren-dienstjahren.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 15:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2977</guid>
		<description><![CDATA[Ich muss mir angelegentlich mal Gedanken machen, ob ich Karriere machen will, oder was man statt Karriere als Beamter an der Schule halt so hat. Seit über einem Dutzend Jahren bin ich Vollzeitlehrer, bin mit meinen Fächern vertraut, bin mit Paragraphen und Verordnungen und Instanzen vertraut, kenne die Abläufe an meiner Schule, habe mit wechselndem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss mir angelegentlich mal Gedanken machen, ob ich Karriere machen will, oder was man statt Karriere als Beamter an der Schule halt so hat. Seit über einem Dutzend Jahren bin ich Vollzeitlehrer, bin mit meinen Fächern vertraut, bin mit Paragraphen und Verordnungen und Instanzen vertraut, kenne die Abläufe an meiner Schule, habe mit wechselndem Erfolg <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2005/06/lehrerjobs.htm">alle möglichen Aufgaben</a> an der Schule erledigt und bin zur Zeit Junior-Fachbetreuer und Personalrat. Und ich habe noch zwanzig bis fünfundzwanzig Schuljahre vor mir. Das ist so das Dienstalter, in dem man sich Gedanken macht.</p>
<p>Was fange ich in dieser Zeit an? Die eine Option ist die, dass ich daran arbeite, ein &#8211; von mir aus: noch &#8211; besserer Lehrer zu werden. Damit kann ich meine Jahre ganz bestimmt ausfüllen, quasi Lebensaufgabe.<br />
Oder ich strebe eine Wichtige Stelle an. </p>
<p>Mir fallen drei Gründe ein, Wichtige Stellen anzustreben: weil man da mehr Einfluss hat und Schule vielleicht mitgestalten kann, weil einem das eine gewisse Bestätigung gibt, und weil man dann mehr Geld kriegt. (Dann wird man nämlich irgendwann mal Studiendirektor und kriegt mehr Pension.) </p>
<p>&#8211; Allerdings kann man seine Schule auch außerhalb solcher Positionen sehr weit gestalten. Ich bastle recht viel an meiner Schule herum und freue mich sehr daran. Aber das sind zum größten Teil Arbeiten, die ich freiwillig erledige und jederzeit aufgeben kann, wenn ich keine Lust mehr habe oder wenn mir jemand dumm kommt. Wer eine Wichtige Stelle hat, der <em>muss</em> diese Arbeiten erledigen. (Also, theoretisch.) Maik, das ist wieder dein Konzept der ideellen Macht.</p>
<p>&#8211; Bestätigung ist tatsächlich etwas sehr Wichtiges. Und die Bestätigung durch eine Position ist wohl nicht zu verachten. Ich selber brauche sehr viel Bestätigung. Glücklicherweise sehe ich mich in der Lage, diese Bestätigung aus den verschiedensten, nicht unbedingt leicht nachzuvollziehenden Quellen zu schöpfen: dem Spaß an den Schülern und dem Unterricht, meinem Blog, den Büchern in meinem Regal, den Büchern auf meinem Nachttisch, meinem umfassenden Wissen über amerikanische Radioserien der 1930er bis 1950er Jahre und über die Geschichte der Marvel-Comics, meinen Rollenspielerfahrungen, ganz vor allem der Anerkennung durch Frau Rau. Da spielt die Schulhierarchie keine so große Rolle mehr.</p>
<p>&#8211; Das Geld wäre allerdings schon schön. Nicht für jetzt, bewahre, nur für die Pension natürlich. Aber das sind doch noch über zwanzig Jahre!</p>
<p>Warum ich gerade auf diese Gedanken komme: wenn auch das Kollegium an meiner Schule ein eher junges ist, so gibt es doch einige Kollegen mit wichtigen Positionen, die in absehbarer Zeit in Pension gehen. Die Fachbetreuung für das eine Fach (keines von meinen), die Fachbetreuung für das andere Fach (auch keines von meinen). Für die Nachfolgerrolle positionieren sich natürlich die in Frage kommenden Kandidaten.</p>
<p><em>Fußnote: Liebe nichtlehrende Mitleser, verachtet uns nicht zu sehr. Wie in jedem Laden, in dem die gleichen Kollegen Jahrzehnte miteinander verbringen, verbringen wir unsere Zeit auch mit solchen Spielchen, wenn wir erst einmal zehn Jahre auf dem Buckel haben.</em></p>
<p>Auch andere Positionen werden in absehbarer Zeit neu besetzt werden. Was gibt es für derartige Positionen an einer Schule? Mittel- und Unterstufenbetreuer: Nicht das meine. Oberstufenkoordinator (vormals Kollegstufenbetreuer): Geht schon mal gar nicht, da müsste ich ja bei Abistreichen mitmachen. Schulleitung: dafür braucht man erst andere Jobs, wird aber sogar <em>Ober</em>studiendirektor. Nichts für mich. Vertreter der Schulleitung oder Mitarbeiter im Direktorat: bis vor kurzem hätte ich nicht darüber nachgedacht, jetzt ertappe ich mich dabei, das doch zu tun, also zumindest nachzudenken. Der Nachteil: ich müsste regelmäßig auf Konzerte und Theatervorführungen und so. Ich telefoniere auch nicht sehr gern. Aber jemand mit Computerkenntnissen in der Schulleitung könnte einige Prozesse noch optimieren. </p>
<p>Oder ich könnte mich nicht ganz so hoch strecken und Teil der <em>mittleren Führungsebene</em> werden wollen. So etwas wird nämlich in Kürze eingeführt und läuft bereits an einigen Schulen versuchsweise als sogenannte Modus-Maßnahme. Was ich davon gehört habe, klingt aber eher fade. Jedenfalls müsste ich mir bald Gedanken machen, da der Termin für die Anmeldung zu Fortbildungen für diese Aufgabe bereits nahe rückt. </p>
<p>Ich schätze, ich werde mal um ein Mitarbeitergespräch mit der Schulleitung bitten und Frau Rau fragen. Obwohl, was mir ja das liebste wäre, wäre ein Jahr Praktikum in irgendeiner Computerfirma da draußen. Wenn sich da eine Möglichkeite fände&#8230; ist aber dienstrechtlich ein Problem; ich darf nicht so einfach ein Jahr Urlaub nehmen und während dieser Zeit arbeiten. Ist nicht vorgesehen.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/gedanken-eines-lehrers-in-den-mittleren-dienstjahren.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/gedanken-eines-lehrers-in-den-mittleren-dienstjahren.htm#comments">28 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>In den Ferien getrieben 1: Unterrichtsverteilung anschauen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/in-den-ferien-getrieben-1-unterrichtsverteilung-anschauen.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/in-den-ferien-getrieben-1-unterrichtsverteilung-anschauen.htm#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 15:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas technischer heute, gerne zu überspringen. Eine Aufgabe der Personalräte ist es, einen Blick auf die Unterrichtsverteilung für das kommende Schuljahr zu werfen. Dies geschieht für den Fall, dass man Vorschläge hat, wie sich noch etwas verbessern lässt; für den Fall, dass man Bedenken vorbringen möchte; für den Fall, dass etwas übersehen wurde. Die endültige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Etwas technischer heute, gerne zu überspringen.</em></p>
<p>Eine Aufgabe der Personalräte ist es, einen Blick auf die Unterrichtsverteilung für das kommende Schuljahr zu werfen. Dies geschieht für den Fall, dass man Vorschläge hat, wie sich noch etwas verbessern lässt; für den Fall, dass man Bedenken vorbringen möchte; für den Fall, dass etwas übersehen wurde. Die endültige Entscheidung liegt natürlich bei der Schulleitung.<br />
Dieses Jahr habe ich mir die Verteilung besonders gründlich angeschaut, um währenddessen Notizen zu machen. Denn Ende des kommenden Schuljahres werden nämlich die Personalräte neu gewählt, und eventuellen Nachfolgern will ich Unterlagen hinterlassen können, worauf man achten muss. (Ich weiß nicht, ob ich wieder kandidieren werde.) Ein paar dieser Notizen will ich auch hier festhalten.</p>
<p>An allen Schulen, die ich kenne, geben Lehrer in mehr oder weniger organisierter Form Wünsche ab, welche Klassen oder Jahrgangsstufen sie im kommenden Jahr unterrichten wollen. Die Bio- und Chemielehrer &#8211; zwei Fachschaften, die aus nicht allzu vielen Lehrern bestehen, die noch dazu zum Großteil diese beiden Fächer unterrichten &#8211; können fast ihren ganzen Unterricht verplanen. Bei Fachschaften wie Deutsch geht das kaum, weil die Deutschlehrer als weiteres Fach Geschichte oder Erkunde haben, Sport oder Latein, Englisch oder Französisch, und manchmal auch Informatik. Das lässt sich nicht alles vorher verplanen. Trotzdem, einige Wünsche werden mehr oder weniger gebündelt abgegeben, und die Schulleitung hält sich mehr oder weniger an diese Vorschläge. Unsere Schulleitung, einmal will ich sie loben, nimmt diese Wünsche sehr ernst und versucht, sie so gut es geht zu erfüllen.</p>
<p>Wenn ich als Personalrat die Verteilung anschaue, achte ich unter andererm auf folgende Punkte. Eigentlich überflüssig zu erwähnen: auch die Schulleitung hat sich natürlich Gedanken um genau diese Punkte gemacht. Aber noch mal aus einer anderen Perspektive drüberschauen kann nicht schaden.</p>
<ul>
<li>Wofür gibt es wieviele Anrechnungsstunden? Manche davon sind vorgeschrieben (etwa für die Personalräte: bei 50-99 Beschäftigten an der Schule insgesamt 2, bei 100-149 Beschäftigten insgesamt 3 Anrechnungsstunden), andere sind Spielraum für die Schulleitung, mit dem sie Zusatzaufgaben abgleichen kann. Fest ist auch die Stundenzahl für den Stellvertreter, die Mitarbeiter im Direktorat und die Oberstufenkoordinatoren: bei 1261-1320 Schülern sind das 40 Stunden, die auf diesen Personenkreis verteilt werden.</li>
<li>Sind manche Lehrer nur in einem ihrer meist zwei Fächer eingesetzt? Haben Lehrer viel arbeitsintensive Klassen, also Deutsch oder &#8211; in geringerem Maß &#8211; Physik?</li>
<li>Intensivierungsstunden und Wahlunterrichte: wie sind die verteilt? </li>
<li>Bietet sich ein Tausch von Lehrern an? Manchmal ist ein Lehrer mit zwei verschiedenen Fächern in zwei verschiedenen Klassen derselben Jahrgangsstufe eingesetzt. Ist es da sinnvoll, zu tauschen, so dass er beide Fächer in derselben Klasse unterrichtet? (Manchmal ja, manchmal nein.) Gibt es schwierige Klassen, in denen nur unerfahrene Kollegen sitzen?</li>
<li>Unterrichtet auch jeder Lehrer so viel, wie muss? (Oder bei Teizeitlehrern: will.)</li>
</ul>
<p>Die letzte Frage ist aus den Unterlagen gar nicht so leicht zu entscheiden. Da steht nämlich zum Beispiel (erfundene Zahlen):</p>
<blockquote><p><code>Rau vz 24: 6a E 4, 6a E2, ..., bUw Sga 1 (20 Stunden)</code></p></blockquote>
<p>Das bedeutet:</p>
<ol>
<li>Ich arbeite Vollzeit und habe eine Unterrichtspflichtzeit UPZ von 24 Stunden. Die UPZ hängt allein vom Alter ab: bis zum 50. Lebensjahr 24 Stunden, bis zum 60. Lebensjahr 23 1/2 Stunden, darüber 23 Stunden pro Woche.<br />
Bei den Fächen Kunst, Musik, Sport in Unter- und Mittelstufe muss man in Bayern mehr unterrichten: 28 bzw. 27 1/2 bzw. 27 Stunden. Wenn man zugleich in einem anderen Fach eingesetzt ist, reduziert sich das wiederum, so dass die UPZ auch mal <code>25 (27)</code> sein kann, also 25 Stunden statt ursprünglich 27. Weiterhin gibt es Sonderregeln für Schwerbehinderung. Die 23 1/2 Stunden bedeuten: im einen Jahr 24, im anderen 23 Stunden, abwechselnd.</li>
<li>Ich bin in der Klasse 6a im Fach E mit 2 und im Fach E2 mit 2 Stunden eingesetzt. E ist Englisch, und E2&#8230; Intensivierungsstunde Englisch.</li>
<li>Ich unterichte das Fach <code>Sga</code> mit 1 Stunde, und das ist ein <code>bUw</code>&#8230; <b>b</b>esonderer <b>U</b>nterricht <b>w</b>issenschaftlich. Wahluntericht <b>S</b>chul<b>ga</b>rten, auf Deutsch. Es gibt auch noch <b>bUp</b> und <b>bUf</b>, und manche Wahlunterrichtsbezeichnungen, die sich kaum erschließen lassen. Nachfragen bei erfahrenen Kollegen.</li>
<li>Ich bin in 20 Stunden eingesetzt. Moment, habe ich nicht eine UPZ von 24? Ja, aber nicht eingerechnet sind Anrechnungsstunden, die muss man von der UPZ abziehen. Nicht eingerechnet ist eventuell eine Teilabordnung an eine andere Schule, die muss man auch abziehen. Nicht eingerechnet ist &#8211; je nach Alter &#8211; eine Stunde Arbeitszeitkonto AZK, die muss man dazuzählen. Oder ab 2011/12 abziehen, zumindest bei manchen Kollegen. Nicht eingerechnet ist zuletzt die Altersermäßigung: ab dem 58. muss man eine Stunde weniger unterrichten, ab dem 60. sind es zwei Stunden, ab dem 62. drei Stunden. <em>Außer</em> man spart sich diese Altersermäßigung im Blockmodell auf.<br />
Kompliziert? Hier als Grafik:<br />
<img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/UPZ_2007.jpg" alt="" title="UPZ_2007" width="277" height="408" class="aligncenter size-full wp-image-2958" /><br />
(<strike><a href="http://www.km.bayern.de/imperia/md/content/pdf/lehrerrundbrief_2007/unterrichtspflichtzeit_sept2007.pdf">Quelle</a></strike>)<br />
(<a href="http://www.km.bayern.de/download/1272_unterrichtspflichtzeit_november_2010.pdf">neuere Fassung)</a>)</li>
</ol>
<p>Erstellt wird die Unterrichtsverteilung mit einem notorischen Programm. Die Suite heißt <a href="http://www.schule.bayern.de/winsv/">WinSV</a>, das Schülerverwaltungsmodul WinSD und das Lehrermodul WinLD. Ich schimpfe oft über das Programm. Aber immerhin stellt Bayern seinen Schulen ein solches Programm zu Verfügung; andere Bundesländer haben gar keines oder eines, das mehr Ärger bringt als Nutzen. Seit vielen Jahren ist der Nachfolger von WinSV angekündigt. Wenn genügend Leute daran glauben, wird er kommen, so heißt es.</p>
<p>Wenn die Personalräte sich die Unterrichtsverteilung angeschaut haben und Fragen offen sind, gehen sie zur Schulleitung und sprechen darüber. Echte Fehler kommen dabei kaum vor, meistens fehlen nur Informationen, um bestimmte Punkte einordnen zu können.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/in-den-ferien-getrieben-1-unterrichtsverteilung-anschauen.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/in-den-ferien-getrieben-1-unterrichtsverteilung-anschauen.htm#comments">14 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alles über: Wie lang ist ein Schuljahr?</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/07/alles-ueber-wie-lang-ist-ein-schuljahr.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/07/alles-ueber-wie-lang-ist-ein-schuljahr.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 04:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

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		<description><![CDATA[38 Wochen. (Von Hand ausgezählt und 52 minus Ferienwochen, es kommt das gleiche Ergebnis heraus.) Unterricht findet natürlich nicht 38 Wochen pro Jahr statt. Im Juli muss man zwei Wochen ausklammern für die letzten beiden Wochen, den Höhepunkt der liminalen Phase, an denen zusammenhängender Unterricht nicht mehr stattfindet. Mindestens eine Woche pro Jahr gibt es, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>38 Wochen.</p>
<p>(Von Hand ausgezählt und 52 minus Ferienwochen, es kommt das gleiche Ergebnis heraus.)</p>
<p>Unterricht findet natürlich nicht 38 Wochen pro Jahr statt. Im Juli muss man zwei Wochen ausklammern für die letzten beiden Wochen, den Höhepunkt der <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/07/kasperltheater-und-liminale-phase.htm">liminalen Phase</a>, an denen zusammenhängender Unterricht nicht mehr<br />
stattfindet. Mindestens eine Woche pro Jahr gibt es, sagen wir mal, Schullandheim, Sportwoche, Berlinfahrt, Schüleraustausch, Besinnungstage, Chorfreizeit und dergleichen. (Einige meiner Zehntklässler brachten es auf vier volle Wochen solcher Veranstaltungen.) Stundenausfall durch zwei oder drei Feiertage, nötige Fortbildungen und Sitzungen: sagen wir mal, zwei Wochen pro Klasse, also um die 68 Stunden. (3 Feiertage, 3 Krankheitstage, 2 Tage Fortbildung, 2 volle Tage Ausfall von Nachmittagsunterricht durch Sitzungen und Abistreich.)</p>
<p>Bleiben 33 Wochen pro Jahr für Unterricht und Prüfungen, vielleicht auch nur 32. Das sollte theoretisch auch reichen: Laut eigenen Angaben decken die bayerischen Lehrpläne 28 Wochen des Jahres ab, die übrige Zeit ist für Prüfungen des Gelernten vorgesehen und bewusst Spielraum für den Lehrer, um bestimmte Punkte zu vertiefen oder zu ergänzen. Zugegeben, in manchen Fächern und Jahrgangsstufen wird trotzdem geklagt, dass der Lehrplan nicht durchzubringen sei. <em>Durchzubringen</em> ist kaum einer unserer Lehrpläne so, dass das Durchgebrachte langfristig verfügbar ist. </p>
<p>Für manche Lehrer ist das Unterrichtsjahr schon vorher zu Ende, nämlich zum Notenschluss, der je nach Schule zwei bis vier Wochen vor Schuljahresende liegen kann. Klar macht man da nichts Anstrengendes mehr: es ist heiß, man freut sich auf die Ferien. Aber da kann man doch mal etwas Schönes machen, und ich hatte noch nie Klassen, mit denen man am Schluss des Jahres schlechter arbeiten könnte als mittendrin. Manche Kollegen schauen mich allerdings großäugig an, wenn ich noch Projekte oder gar Referate habe. (Die Geisteshaltung hinter den großen Augen: wenn Referate eh nur zum Notenverbessern da sind, was braucht man die dann noch nach Notenschluss?) Dass der Notenschluss manchmal recht früh kommt, stört mich wenig; immerhin ist der spätestens zum Halbjahr bekannt. Allerdings vergesse ich immer wieder, dass die Zeit danach durch Sportwochen und andere Klein- und Großprojekte so zerstückelt wird, dass zusammenhängender Unterricht schwer wird. Vielleicht sollte ich mir merken: Unterricht bis Ende Juni, danach nur noch Wiederholung, keine Projekte.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
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<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/07/alles-ueber-wie-lang-ist-ein-schuljahr.htm#comments">9 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alles über: Den Lehr- und Lernmittelausschuss</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-lehr-und-lernmittelausschuss.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-lehr-und-lernmittelausschuss.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 10:48:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

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		<description><![CDATA[Jede Schule kriegt jedes Jahr einen Etat für Lehr- und Lernmittel. (Was da der Unterschied ist, weiß ich nicht. Das eine für die Lehrer, das andere für die Schüler?) Das ist dieser Etat, zu dem vor einiger Zeit die Eltern etwas beisteuern mussten, bis das ganze gekippt wurde. Auch so eine unüberlegte Aktion. Verwaltet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jede Schule kriegt jedes Jahr einen Etat für Lehr- und Lernmittel. (Was da der Unterschied ist, weiß ich nicht. Das eine für die Lehrer, das andere für die Schüler?) Das ist dieser Etat, zu dem vor einiger Zeit die Eltern etwas beisteuern mussten, bis das ganze gekippt wurde. Auch so eine unüberlegte Aktion. Verwaltet und organisiert wird dieser Etat maßgeblich von derjenigen Lehrkraft, die mit der Betreuung der Lehr- und Lernmittelbibliothek betraut ist. (Das ist eine wichtige Aufgabe, aber keine <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-fachbetreuer.htm">Funktionsstelle</a>. Deswegen macht man das meist nur ein paar Jahre, und sucht sich dann etwas Honoriertes, etwa Mittelstufenbetreuer. Das bleibt man dann mehr doer weniger auf Lebenszeit.)</p>
<p>Ich habe online keine Zahlen für Bayern dazu gefunden, wie groß dieser Etat ist. Für andere Bundesländer habe ich Werte zwischen 30 und 50 Euro pro Schüler und Jahr gefunden; deshalb schätze ich für Bayern in diesen letzten Jahren des Umbruchs vom G9 zum G8 (wo viele neue Bücher für die Schüler angeschafft werden müssen), dass pro Jahr und Schüler größenordnungsmäßig etwa 40 Euro zur Verfügung stehen. Bei einem Gymnasium von 1000 Schülern sind das also etwa 40.000 Euro. Dafür kauft man ein. Nur <a href="http://www.km.bayern.de/km/rat_auskunft/lernmittel/index.shtml">zugelassene Lernmittel</a> können von diesem Geld gekauft werden. Während eines kleinen Zeitfensters in den Sommerferien kriegt man dafür von den Verlagen auch einen günstigeren Preis; bestellt man zu einem späteren Zeitpunkt (weil man es verschlafen hat, das Buch erst spät zugelassen wurde oder man unerwartet zusätzliche Exemplare braucht), muss man den regulären Preis zahlen &#8211; schließlich gilt auch für Schulen die Buchpreisbindung.</p>
<p>Die verantwortliche Lehrkraft koordiniert die verschiedenen Wünsche der einzelnen Fachschaften. Sonst kann es ja vorkommen, dass die einen den halben Etat verbraten. Ohnehin kann man manches aus den unterschiedlichen Ansprüchen der verschiedenen Fachschaften lernen.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-lehr-und-lernmittelausschuss.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-lehr-und-lernmittelausschuss.htm#comments">2 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alles über: Die Respizienz</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-die-respizienz.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-die-respizienz.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 09:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

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		<description><![CDATA[Respizienz heißt das, wenn die Fachbetreuer sich die schriftlichen Prüfungen ihrer Kollegen (in Kernfächern nur die großen Leistungserhebungen) anschauen. Das sieht so aus: Der Lehrer lässt eine Schulaufgabe (=Test, große Leistungserhebung) schreiben, korrigiert sie und gibt sie nach spätestens zwei, ab der 10. Klasse drei Wochen den Schülern zurück. Damit hat der Lehrer, wenn ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Respizienz</strong> heißt das, wenn die Fachbetreuer sich die schriftlichen Prüfungen ihrer Kollegen (in Kernfächern nur die großen Leistungserhebungen) anschauen.</p>
<p>Das sieht so aus: Der Lehrer lässt eine Schulaufgabe (=Test, große Leistungserhebung) schreiben, korrigiert sie und gibt sie nach spätestens zwei, ab der 10. Klasse drei Wochen den Schülern zurück. Damit hat der Lehrer, wenn ich mal von mir selber ausgehen darf, das Gefühl, seine eigentliche Arbeit erledigt zu haben, und geht den restlichen verwalterischen Aufgaben mit meist nur mäßigem Eifer nach.</p>
<p>Derer sind zum Ersten das Einsammeln der Prüfungen. Bei manchen Klassen dauert das tatsächlich nur Tage, bei anderen läuft man noch nach Wochen einzelnen Schülern hinterher &#8211; das hängt davon ab, wie viel Druck der Lehrer macht, wie wichtig es ihm ist.</p>
<p>Danach reift der Schulaufgabenstapel noch beim Lehrer, während der dem zweiten Teil seiner Aufgabe nachkommt: die Schulaufgaben kommen in einen Umschlag, auf dem Klasse, Thema, Notenverteilung und dergleichen notiert werden. Das Datum der Schulaufgabe darauf, das Datum der Rückgabe (das sich kaum ein Lehrer merken dürfte, also nimmt man einfach das erste Datum und addiert 14 Tage), noch ein paar andere Felder ausfüllen und unterschreiben. Vielleicht haben andere Schulen auch weniger vollständige Formulare. Außerdem kommen noch ein oder zwei leere Schulaufgaben-Angaben hinein und &#8211; je nach Schule, Fach und Gepflogenheit &#8211; eine Musterlösung und ein Erwartungshorizont.<br />
All das führt dazu, dass die Schulaufgabe bestenfalls etwa zwei Wochen nach dem Rückgabetermin beim Respizienten landet (blitzschnell, kommt aber vor), manchmal zwei Monate danach, manchmal auch erst nach neun Monaten, also zum Schuljahresende.</p>
<p>Dann schaut sich der Respizient die Schulaufgaben an &#8211; auch das bestenfalls möglichst schnell, damit er dem Lehrer bald Rückmeldung geben kann. Manchmal dauert das allerdings auch länger. Von früheren Fachbetreuern, auch in anderen Fächern, bin ich gewöhnt, dass man gar keine Rückmeldung kriegt. Heißt das, dass man alles schon halbwegs richtig gemacht hat? Oder dass sich niemand das Zeug überhaupt angeschaut hat? Manchmal gibt es auch in der Fachsitzung eine pauschale Rückmeldung für alle Lehrer: sorgfältiger korrigieren, mehr auf Zeichensetzung achten, bitteschön nicht zu sehr von der üblichen Punkteskala abweichen.</p>
<p>Bei mir &#8211; ich bin Juniorfachbetreuer Deutsch &#8211; sieht das so aus: Ich schaue mir pro Schulaufgabe eine kleine Menge an Schülerarbeiten an. Mindestens eine gute, eine schlechte, eine mittlere; meist noch eine dazu, manchmal auch zwei, aber keinesfalls eine von jedem Thema und jeder Note &#8211; dafür ist diese Arbeit dann doch nicht wichtig genug. Wenn ich die Klasse kenne und neugierig bin, sind es mehr Arbeiten; ebenso, wenn mir etwas auffällt oder unklar ist.<br />
Außerdem rechne ich oft den angegebenen Durchschnitt nach. Man sollte nicht meinen, wie oft da falsch gerechnet wird.<br />
Bei den Schülerarbeiten achte ich darauf, wie sorgfältig korrigiert wurde, ob die Note zum Aufsatz und zur Begründung passt, ob das Thema mit dem Lehrplan vereinbart werden kann. Außerdem stelle ich fest, aber das bislang nur so vor mich hin, welcher Kollege den Genpool des Aufgabenordners mit neuem Material befüllt und wer sich wieder nur an den alten Themen bedient. Es gibt da eine Zeichnung zur Textsorte &#8220;Unfallbericht auf Basis von Zeugenaussagen&#8221;, die ich in meinem ersten oder zweiten Jahr an der Schule angefertigt habe und bei der ich mich jedesmal wieder freue, wenn ich sie sehe.</p>
<p>Kommentare und Ergänzungen von mir sind in <em>grün</em>. Ah! Schon zu meiner Schulzeit hieß es immer, grün sei die Farbe des Direktors. Daher kommt das also.</p>
<p>Dann tippe ich meine Erkenntnisse in ein Datenbank-Dokument: Schuljahr, Klasse, Lehrkraft, Textsorte und dergleichen; die Notenverteilung, den Durchschnitt, einige Dropdownfelder (Rückgabe: &#8220;angenehm rasch&#8221;, &#8220;rechtzeitig&#8221;, &#8220;verspätet&#8221;, &#8220;so verspätet, dass Konzept Respizienz ad absurdum geführt&#8221;); natürlich auch einen frei geschriebenen Kommentar. Dann zwei Exemplare dieser Seite ausdrucken, eines wird mit &#8220;Rau&#8221; unterschrieben und kommt zum Schulaufgabensatz, der dann an die Schulleitung weitergeht; das andere wird mit &#8220;Thomas&#8221; unterschrieben, eventuell mit zusätzlichen handschriftlichen Ergänzungen versehen. Dieses Exemplar kriegt der Lehrer als Rückmeldung in sein Fach gelegt.</p>
<p>Warum der Zettelkram? Weil ich ohnehin eine Rückmeldung für die Schulleitung verfassen muss, auch wenn die nur aus ein paar handschriftlichen Zeilen bestehen könnte. Und vor allem, weil ich es aufgegeben habe, die vielen Kollegen abzupassen und ihnen zwischen Tür und Angel etwas von einem Spickzettelchen vorzulesen &#8211; ich bin immer wieder mal nicht da, die sind immer wieder mal nicht da; es kann sich ziehen, bis man sich wieder mal begegnet. </p>
<p>Warum die Datenbank? Zum einen, weil ich ich mit Datenbanken (Open Office Base, das Quasi-Äquivalent zu MS Access) üben möchte. Zum anderen, weil es nicht mehr Aufwand macht, meine Bemerkung da hinein zu tippen als in ein Textdokument. Und vor allem deshalb, weil ich so einen Überblick gewinne &#8211; zum Beispiel darüber, in welchen Jahrgangsstufen nie eine 1 oder 6 gegeben wird.</p>
<p>Warum überhaupt Respizienz? Damit es eine Instanz gibt, die wenigstens halbwegs einen Überblick hat, welche Themen zu oft dran kommen, welche vielleicht gar nicht lehrplankonform sind, wie unterschiedlich die Kollegen korrigieren (oder auch nicht). Als Ansprechpartner bei schwierigen Entscheidungen. Viel ist aber reine Formsache.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-die-respizienz.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-die-respizienz.htm#comments">15 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alles über: Den Fachbetreuer</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-fachbetreuer.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-fachbetreuer.htm#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 09:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-rau.de/wordpress/?p=2409</guid>
		<description><![CDATA[Für jedes Fach gibt es am bayerischen Gymnasium einen Fachbetreuer. Bei Fächern mit vielen Lehrern (Englisch, Deutsch, Mathematik) gibt es an größeren Schulen auch zwei davon, quasi einen Junior- und einen Seniorfachbetreuer. Bei kleinen Fachschaften kann auch ein Lehrer die Fachbetreuung in zwei Fächern übernehmen, etwa Geschichte und Sozialkunde oder Wirtschaft und Geographie. Aufgabenbereich und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für jedes Fach gibt es am bayerischen Gymnasium einen <strong>Fachbetreuer</strong>. Bei Fächern mit vielen Lehrern (Englisch, Deutsch, Mathematik) gibt es an größeren Schulen auch zwei davon, quasi einen Junior- und einen Seniorfachbetreuer. Bei kleinen Fachschaften kann auch <em>ein</em> Lehrer die Fachbetreuung in <em>zwei</em> Fächern übernehmen, etwa Geschichte und Sozialkunde oder Wirtschaft und Geographie.</p>
<p><strong>Aufgabenbereich und Verantwortlichkeit des Fachbetreuers nach §23 LDO und ISB-Handreichung &#8220;Fachbetreuung&#8221;</strong></p>
<blockquote><p>Die Fachbetreuerin/ der Fachbetreuer unterstützt die Schulleitung in allen das Fach betreffenden Fragen. Dazu gehören folgende Aufgaben:   </p>
<ul>
<li>Durchsicht der Schulaufgaben und Kurzarbeiten bzw. in Fächern, in denen keine Schulaufgaben geschrieben werden, die anfallenden Stegreifaufgaben und Kurzarbeiten in einer für die Schulleitung transparenten Form,</li>
<li>fachspezifische Beratung bei der Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln und der Ausgestaltung von Fachräumen,</li>
<li>Information des Fachkollegiums über wesentliche fachliche und didaktisch-methodische Veröffentlichungen, Beratung des Fachkollegiums in fachlicher Hinsicht, Besprechung von didaktischen Fragen des Faches, Organisation von Fachsitzungen,</li>
<li>Betreuung der Referendare (an der Einsatzschule) und der nebenberuflichen Lehrkräfte des betreffenden Faches bzw. der Fachgruppe. Die Fachbetreuerin bzw. der Fachbetreuer kann in dieser Aufgabe auf Weisung der Schulleitung durch geeignete Fachkollegen unterstützt werden.</li>
<li>Auf Anordnung der Leiterin bzw. des Leiters der Schule Besuch von Unterrichtsstunden, insbesondere im Zusammenhang mit der Dienstlichen Beurteilung von Lehrkräften.</li>
</ul>
</blockquote>
<p><strong>§23 der LDO (Lehrerdienstordnung, zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 31. Januar 2008) lautet:</strong></p>
<blockquote><p>(1) Soweit Fachbetreuer bestellt sind, unterstützen sie den Schulleiter in fachlichen Fragen, insbesondere bei der Koordinierung des Unterrichts.<br />
(2) <sup>1</sup> Der Fachbetreuer berät die Lehrkräfte in fachlicher Hinsicht, bespricht mit ihnen didaktische Fragen und unterstützt den Schulleiter bei der Überprüfung von Leistungsnachweisen auf Angemessenheit und Benotung. <sup>2</sup> Fachbetreuung darf nicht dazu führen, dass die Lehrkraft in der Freiheit ihrer Unterrichtsgestaltung unnötig eingeengt wird. <sup>3</sup> Die Verantwortung derLehrkraft wird durch die Tätigkeit des Fachbetreuers nicht aufgehoben.<br />
(3) <sup>1</sup> Der Fachbetreuer übt nicht die Tätigkeit eines Vorgesetzten, sondern die eines Beraters aus.<br />
<sup>2</sup> Seine Aufgaben schließen keine Aufsichtsbefugnis über die Unterrichtsführung der Lehrkräfte und kein Weisungsrecht ein. <sup>3</sup> Ein Besuch von Unterrichtsstunden durch den Fachbetreuer erfolgt nur auf Anordnung des Schulleiters. <sup>4</sup> Für die Beurteilung der rein fachlichen Leistungen einer Lehrkraft kann der Schulleiter die Ansicht des Fachbetreuers verwerten; die Verantwortung für die Beurteilung trägt der Schulleiter.
</p></blockquote>
<p>Was heißt das in meinen eigenen Worten?</p>
<p><b>Aufgaben der Fachbetreuer:</b></p>
<ol>
<li><strong>Respizienz.</strong> In Kernfächern (also Fächern mit Schulaufgaben = angekündigte schriftliche Prüfungen über längeren vorhergehenden Zeitraum, die insgesamt meist 2/3 der Note ausmachen) schaut sich der Fachbetreuer die Schulaufgaben an, nachdem der Fachlehrer sie korrigiert, ausgeteilt, wieder eingesammelt und &#8211; das dauert am längsten &#8211; sie dem Fachbetreuer weitergeleitet hat. In den anderen Fächern geschieht das auch mit kleinen schriftlichen Leistungserhebungen.
<p>Die Fachbetreuer schauen sich die Themenstellung und stichprobenartig einige Schüleraufsätze an, ob Lehrplanbezug, Schwierigkeitsgrad, Transparenz der Korrektur passen.</li>
<li><strong>Fachsitzungen.</strong> Es müssen mindestens zwei Fachsitzungen pro Schuljahr veranstaltet werden. Da müssen wichtige Sachen verlesen und Entscheidungen gefällt werden.<br />
&nbsp;</li>
<li><strong>Probeunterricht</strong><br />
&nbsp;</li>
<li><strong>Betreuung von Referendaren.</strong> Das machen oft, aber keinesfalls immer, die Fachbetreuer. Die betreuende Lehrkraft besucht den Unterricht des Referendars und lässt sich von diesem besuchen, gibt Rat und Hilfe, lässt sich die Schulaufgabenentwürfe zeigen und auch die Benotungsvorschläge. Ich bin mir nicht sicher, dass Betreuern und Referendaren immer klar ist, dass letztere in der Regel <em>eigenverantwortlichen Unterricht</em> führen, dass die Vorschläge des Betreuungslehrers wirklich nur Vorschläge sind.<br />
In der Lehrprobe ist der Betreuungslehrer dabei, darf bei der anschließenden Beratung auch etwas sagen, aber nicht mit über die Note entscheiden. Außerdem unterstützt der betreuende Lehrer die Schulleitung bei der Formulierung des Zweigschulgutachtens für den Referendar.<br />
&nbsp;</li>
<li><strong>Unterstützung der Schulleitung beim Gestalten.</strong> Dazu gehören all die gemischten kleinen Aufgaben, die so anfallen. Geschenklein für scheidende Kollegen. Tag der offenen Tür.<br />
&nbsp;</li>
<li><strong>Lehr- und Lernmittelausschuss.</strong> Dort wird entschieden, welche Bücher für die Schule und die Schüler angeschafft werden.<br />
&nbsp;</li>
<li><strong>Koordination der Klassenwünsche fürs kommende Schuljahr.</strong> Das ist nicht an allen Schulen so. An manchen geben die Lehrer Wünsche ab, welche Klassen sie sich im kommenden Jahr wünschen; an manchen koordinieren die Fachbetreuer diese Wünsche; entschieden wird das letztlich von der Schulleitung.</li>
</ol>
<p>Nicht zu den Aufgaben gehört die Führung der Kollegen. Man hat keinerlei Weisungsbefugnis; das haben nur die Schulleitung und deren Stellvertretung. Bei der letzten Beurteilungsrunde wollte das Ministerium, dass die Fachbetreuer bei der Bewertung der Kollegen mitwirken. Das haben sich die Fachbetreuer verbeten. Viele wollen keine Führungsaufgaben übernehmen; und keiner will lediglich als Alibi herhalten, um die Schulleitung zu entlasten,</p>
<p><strong>Lohn der Fachbetreuung:</strong></p>
<ul>
<li>Je nach Fach und Gepflogenheit der Schule gibt es keine, eine oder auch zwei <b>Anrechnungsstunden</b> für diese Arbeit. Eine Anrechnungsstunde heißt, dass man eine Stunde weniger Unterricht gibt. Anrechnungsstunden sind die heimliche Währung der Schule; manche sind für diverse Jobs vorgeschrieben, die meisten stammen aber aus einem Topf, über den relativ frei verfügt werden kann. Es gibt nie genug Anrechnungsstunden für die vielen Zusatzaufgaben an der Schule. Die Aufteilung ist gegenüber Änderungen recht stabil: wenn man einem Lehrer eine geben will, der vorher keine hatte, muss man sie erst einem anderen &#8211; verdienten, erfahrenen, bewährten, lautstarken &#8211; Kollegen wegnehmen.<br />
&nbsp;</li>
<li>Die <b>Wertigkeit</b> der <b>Funktion</b>. Manche Jobs an Schulen (nicht immer die wichtigsten oder anspruchsvollsten) sind sogenannte <strong>Funktionsstellen</strong>. Das sind Stellen, die beförderungsrelevant sind. Neben guter <strike>Führung</strike> Beurteilung spielt die Wertigkeit der Funktion eine wichtige Rolle dabei, wie schnell und ob man jemals befördert wird. Und sie beeinflusst natürlich auch indirekt die Beurteilung.
</ul>
<p>Je niedriger die Wertigkeit der Funktion, desto schneller wird man OStR. Um überhaupt noch StD zu werden, braucht man eine höherwertige Funktionsstelle und viel Geduld. In Abhängigkeit von der Größe der Schule haben Funktionen zum Beispiel folgende Wertigkeit:<br />
Stellvertretung: 1<br />
Fachbetreuung: 2 oder 3, bei kleinen Schulen auch 4 &#8211; je nachdem, ob Senior- oder Juniorbetreuer.<br />
Schulbibliothek; Sammlungsleitung: 5</li>
<p>Details stehen im <strong>Funktionenkatalog</strong> (August 2004), der an alle Schulen verschickt wurde. Ist natürlich nicht online, so etwas. Ausschnitte und Kommentar zu Neuerungen <a href="http://www.bpv.de/organisation/hpr/informationen/2004/pi150904.htm">beim Philologenverband</a> &#8211; ich blicke da allerdings nicht durch. Hier die Formel zur Wartezeit für die Beförderung von A14 (OStR) nach A15 (StD): </p>
<blockquote><p>W = 59 + 2,1 x ( 2 x letzte Beurteilung +1 x vorletzte Beurteilung) x (Wertigkeit der derzeitigen Funktion + 3) +  0,4 x funktionslose Zeit  + / &#8211;  0,2 x die Zeit in der Funktion mit anderer Wertigkeit. (Quelle: <a href="http://www.bpv.de/organisation/hpr/befoerderung/richtlinie.htm">bpv</a>) </p></blockquote>
<p>Ganz unbeliebt ist übrigens die Praxis, Funktionsstellen nur kommissarisch zu besetzen. Dann hat man die Arbeit, aber nicht die beförderungsrelevante Wertigkeit. Denn man muss &#8211; das ändert sich aber immer wieder mal &#8211; bestimmte Bedingungen erfüllen, um eine solche Stelle übernehmen zu dürfen. Zur Zeit sieht das so aus:<br />
Wenn man zwischen 34 und 58 Monate Dienstzeit auf dem Buckel hat (nach der Lebenszeitverbeamtung, nehme ich an?), braucht man eine Staatsexamensnote nicht schlechter als 2,50; wenn man länger dabei ist, nicht schlechter als 3,00. Wenn man schon OStR ist oder ein Jahr davor steht, dann nicht schlechter als 3,50.  In anderen Fällen, wenn man also noch nicht so lang dabei ist, erfolgt die Übertragung komissarisch. </p>
<p>(Wird fortgesetzt.)</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2009. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-fachbetreuer.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/08/alles-ueber-den-fachbetreuer.htm#comments">19 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Elternsprechabend</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2007 04:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles über...]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag war Elternsprechabend, von 17 bis 19, notfalls auch 20 Uhr. Das sieht bei uns so aus: Die eineinhalb Stunden von 17.00 bis 18.30 Uhr sind in zwölf Termine eingeteilt, zwei pro Viertelstunde. Zu diesen Terminen können sich Eltern in der Woche vor dem Abend eintragen lassen. Dazu führt jeder Lehrer eine Terminliste mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag war Elternsprechabend, von 17 bis 19, notfalls auch 20 Uhr. Das sieht bei uns so aus: </p>
<p>Die eineinhalb Stunden von 17.00 bis 18.30 Uhr sind in zwölf Termine eingeteilt, zwei pro Viertelstunde. Zu diesen Terminen können sich Eltern in der Woche vor dem Abend eintragen lassen. Dazu führt jeder Lehrer eine Terminliste mit sich und Schüler können zu ihm kommen und sich beziehungsweise ihre Eltern dort eintragen. So können die Eltern planen, wann sie bei wem sind, und vermeiden lange Wartezeiten.</p>
<p>Diese Liste hängt am Elternabend dann vor der Tür des Lehrers. (Ich bin immer in einem der beiden Computerräume, weil der quasi mein Fachraum ist. Allerdings einer, der allen anderen Lehrern geöffnet ist, anders als die Physik-, Bio-, Chemieräume.)<br />
Die Zeit von 18.30 bis 19.00 kann man nicht vorher buchen, aber man kann sich im Laufe des Elternabends dort eintragen. Wenn schon alles voll ist, aber eigentlich nur dann, können sich Eltern auch noch zu Ausweichterminen bis 20.00 Uhr eintragen, wieder jeweils in dem Raster von zwei pro Viertelstunde.</p>
<p>Bei mir sieht das in den letzten Jahren so aus, dass meine Terminliste voll ist, dass ich aber um sieben Uhr schon fertig bin.  Die Gespräche gehen bei mir immer sehr schnell, ich hoffe, nicht zu schnell. So habe ich etwas Luft, es können trotz voller Tanzkarte auch andere Eltern zwischendurch vorbeischauen, manche Gespräche habe ich auch draußen vor der Tür geführt. (&#8220;Grüß Gott, Herr Rau, muss ich zu Ihnen kommen?&#8221; &#8220;Grüß Gott, nein, alles in Ordnung, kommt ordentlich mit, benimmt sich ordentlich, keine Probleme, soweit ich weiß.&#8221;)</p>
<p>Ich mag Elternabende eigentlich. Man lernt Eltern kennen, kriegt Rückmeldungen über Fehler, die man gemacht hat, kriegt auch Lob, erfährt manche Sache, und ich glaube, das fördert auch das gegenseitige Vertrauen. Wirklich wichtige Dinge kann man nicht ausführlich besprechen, dafür ist keine Zeit und dafür ist der Elternabend nicht gedacht, das gehört in die Sprechstunde.<br />
Nicht gut an Elternabenden ist, dass sie immer zu Terminen liegen, an denen man gerade keine Zeit hat. Abitur, Probeunterricht, Fachsitzungen. Leider ist immer irgendetwas los, so dass einem der Termin nie gelegen kommen kann. </p>
<p>Am schönsten ist es aber, nach dem Elternsprechabend mit den Kollegen noch in die Wirtschaft zu gehen und ein Bier oder Mineralwasser zu trinken und <strike>Klatsch</strike> Informationen auszutauschen.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2007. |
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<br/>
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