Tag Archives: Alltag

The Most Powerful Weapon for Changing the World

Von: | 26.6.2015

„Education: The Most Powerful Weapon for Changing the World“ war das Thema eines Zehntklass-Essays, wohl als Hausaufgabe gestellt, den ich in der Schule zufällig gesehen habe. Der Anfang war nicht wirklich geschickt, ein schwaches Argument für irgendwas oder dagegen, letztlich eine Variante von: wir kriegen zu viel Hausaufgaben, aber der gesamte Hauptteil bestand dann nur aus der Beschreibung einer Wasserstoffbombe als tatsächlicher most powerful weapon, mit Details und Zahlen zur Sprengkraft und wie sie Welt verändern könnten. Das fand ich gar nicht so schlecht. Aus Metaphern die Luft raus nehmen, das mag ich.

Wochenrückblick

Von: | 12.6.2015

Montagnachmittag und Mittwochnachmittag Beisitz beim Deutsch-Kolloquium (mündliche Abiturprüfung). Donnerstag einmal Erstprüfer an der Uni, einmal Zweitprüfer. Am Anfang war ich nervös bei solchen Prüfungen, das ist wohl jeder Lehrer, inzwischen bin ich das nicht mehr. Für eine von mir mit organisierte Informatiklehrer-Fortbildung hat ein Workshopleiter kurzfristig abgesagt, so dass wir uns um Ersatz kümmern müssen. Diskussion mit einem Kollegen von einem anderen Fach, ob nicht jenes andere Fach eigentlich mehr Recht zum Ächzen und Stöhnen über Arbeitsbelastung habe als Deutsch. Den Kollegen belehrt, dass Deutsch den Anspruch auf Vorrang diesbezüglich nicht abgeben wird. Informatikklausur schreiben lassen, Q11. Außerdem Unterricht.

Gefundene Parabel (Arbeitsblätter von Kollegen 2)

Von: | 21.5.2015
gefundene_parabel_keuner_geschichte

Ich schaue mir ja gerne die Arbeitsblätter an, die von Kollegen in Klassenzimmern oder am Kopierer zurückgelassen werden. Vor ein paar Tagen fand ich das hier ungemein interessant, leider nur unvollständig erhalten: Etwas leichter zu lesen: Operation korrigiert werden kann. K wendet sich an V und erklärt ihm unter Zurverfügungstellung von „Berta“, er wolle wegen des „Mangels“ ein anderes Tier aus demselben Wurf. V erklärt zutreffend, er könne zwar eine andere Katze liefern, sei dazu jedoch nicht bereit. Das kam mir vage bekannt vor. Die Geschichten von Herrn K von Bert Brecht kannte ich doch eigentlich alle – war das… Weiter lesen »

Votivtafeln 2015

Von: | 13.5.2015
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Das ist mal ein Brauch, der mir gefällt: Seit einigen Jahren – in Schulzeit umgerechnet: schon immer – wünschen Freunde und Verwandte den Abiturienten vor den Prüfungen mit Plakaten Glück. Am Anfang, noch im alten Schulgebäude, waren das nur wenige Plakate, und zwar, wenn die Erinnerung nicht täuscht, vor allem von Mitgliedern des Abiturjahrgangs aus dem Vorjahr, die diejenigen ihrer Weggefährten, die es beim ersten Mal nicht geschafft hatten, auf diese Weise beim zweiten Versuch Glück zusprachen. Inzwischen hängen die jüngeren Schulkameraden die Poster auf, also aus dem aktuellen Jahrgang 11, die den Älteren Glück wünschen, und auch immer mehr… Weiter lesen »

Denksportaufgabe für ein W-Seminar

Von: | 23.4.2015

Im W-Seminar, das die bayerischen Schüler in der Oberstufe besuchen, sollen sie wissenschaftspropädeutisches Arbeiten lernen: Wie schreibt man eine Arbeit, wie bibliographiert man, wie sind Quellen zu beurteilen. Das gilt auch für die Auswahl an Werken, die als Sekundärliteratur herangezogen werden. Wikipedia ist zum Beispiel eine tolle Sache, aber keine zu zitierende Quelle – schon mal, weil eine Bedingung für das Veröffentlichen von Inhalten dezidiert ist, dass dort eben keine eigene Forschung veröffentlicht werden soll: Wikipedia articles must not contain original research. Alles, was bei Wikipedia behauptet wird, stammt aus anderen Quellen (die auch angegeben werden sollen, sonst kommt gleich… Weiter lesen »

Wie viel Wochen hat ein Schuljahr, die Fortsetzung

Von: | 23.2.2015

Hier hatte ich mal zusammengerechnet, wie viele Wochen ein Schuljahr tatsächlich lang ist. In diesem Schuljahr habe ich gezählt, wie viele Stunde Unterricht ich tatsächlich halte, also wie viel ausfällt aus schulinternen Gründen, durch Feiertage, durch Fortbildungen oder Krankheit. Der Lehrplan für das bayerische Gymnasium ist ausgelegt für 28 Schulwochen. Die übrige Zeit ist für Projekte und Wiederholung vorgesehen: Bei den Fachlehrplänen wurde von 28 Wochen (bei Jahrgangsstufe 12 nur von 21 Wochen) Unterricht für die verbindlichen Lernziele und Lerninhalte ausgegangen. Der bei 52 Jahreswochen, abzüglich der Ferienwochen, verbleibende Gestaltungsraum erlaubt nicht nur das für nachhaltiges Lernen und für Leistungserhebungen… Weiter lesen »