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	<title>Lehrerzimmer &#187; Alltag</title>
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	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
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		<title>Ich bin ja so stolz auf unsere Neuntklässler&#8230;</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-bin-ja-so-stolz-auf-unsere-neuntklaessler.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 17:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;heute hielt im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum sicheren Umgang mit den neuen Medien (organisiert vom Elternbeirat, in vorigen Jahren gab es das zum Beispiel zu Essstörungen) ein Referent einen Vortrag vor Neuntklässlern. Ein Polizist und letztlich forensischer Computertechniker, wenn ich ihn recht verstanden habe. (Ich habe ihn nicht angesprochen auf die Geschichte von den Polizisten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;heute hielt im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum sicheren Umgang mit den neuen Medien (organisiert vom Elternbeirat, in vorigen Jahren gab es das zum Beispiel zu Essstörungen) ein Referent einen Vortrag vor Neuntklässlern. Ein Polizist und letztlich forensischer Computertechniker, wenn ich ihn recht verstanden habe.</p>
<p>(Ich habe ihn nicht angesprochen auf die <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/02/02/monitor-und-tastatur/">Geschichte von den Polizisten</a>, die bei der Hausdurchsuchung nur Monitor und Tastatur gefunden haben und keinen Rechner. Ich sag nur: iMac.)</p>
<p>Der Vortrag war schon in Ordnung. Keine übertriebene Warnung vor Fotos bei Facebook, wegen denen man dann nie eine Stelle finden wird; eine Warnung vor Abofallen; Hinweise darauf, wie man seriöse Seiten erkennt. Angesprochen wurden auch Tauschbörsen und das Urheberrecht, und da waren einige Schüler schon nicht ganz unkundig. Richtig stolz war ich, als der Referent gefragt wurde, was er den von SOPA und ACTA hielte&#8230; da blieb leider keine Zeit für eine Antwort; das hätte wohl für einen Großteil der Schüler Erklärung erfordert vorbeigegangen und die ganzen 90 Minuten füllen können. Aber es ist schön, dass es ein paar Schüler gibt, die etwas damit anfangen können. </p>
<p>Eine Beispiel des Referenten für das Verhalten der Politik, von mir jetzt sehr vereinfacht, war: wenn es zu viel Gewalt im Web gibt, sagen wir, dann fordern die Eltern, dass die Kinder geschützt werden, und darauf muss die Politik reagieren, sonst werden die Politiker nicht mehr gewählt. Zumindest bei SOPA, ACTA, Zensursula sehe ich aber nicht den Bürger, der diese Wünsche an die Politik heranträgt. </p>
<p>Aber, wie gesagt, war schon okay. Übertriebene Warnungen nimmt ein Jugendlicher heute genauso wenig ernst wie ich damals in den Junior-Apothekenheften die Warnungen vor den Suchtgefahren jener Jahre.</p>
<p>Schon wichtig ist bei solchen Vorträgen, dass die Schüler darauf hingewiesen werden, dass sie im Internet immer in der Öffentlichkeit stehen und öffentlich handeln, im Prinzip auch bei noch so privat geglaubten Facebook-Einstellungen. Dass sie deshalb aufpassen müssen, was sie dort tun. Das ist richtig und wichtig. Ich vermisse allerdings meist den Aspekt, dass es auch ein gute Sache ist, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, öffentlich Stellung zu beziehen und am öffentlichen Gespräch teilzunehmen. Auch schon als Schüler, selbst wenn die Öffentlichkeit da nur so klein ist wie eine Klasse oder eine Schule.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2012. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-bin-ja-so-stolz-auf-unsere-neuntklaessler.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2012/02/ich-bin-ja-so-stolz-auf-unsere-neuntklaessler.htm#comments">Kein Kommentar</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Letzter Schultag 2011</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/letzter-schultag-2011.htm</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 14:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[War schön. Meine Kollegin, die Klassleiterin der Klasse, hat das Wichteln sehr gut organisiert. Mit übertrieben großem Oh und Ah wurden die Geschenke unter der verhüllenden Decke herausgezogen &#8211; aber Übertreibung ist in Ordnung, alle haben mitgemacht, den Schenker zu erraten versucht und die Geschenke zum Bestaunen herumgereicht. (Kunststück, man muss ja auch neunzig Minuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>War schön. Meine Kollegin, die Klassleiterin der Klasse, hat das Wichteln sehr gut organisiert. Mit übertrieben großem Oh und Ah wurden die Geschenke unter der verhüllenden Decke herausgezogen &#8211; aber Übertreibung ist in Ordnung, alle haben mitgemacht, den Schenker zu erraten versucht und die Geschenke zum Bestaunen herumgereicht. (Kunststück, man muss ja auch neunzig Minuten herumkriegen.) Und es waren schöne Geschenke dabei &#8211; und die unvermeidlichen quadratischen Kaugummipackungen, die die jungen Leuten jetzt so haben.<br />
Danach gab es Musikstücke auf Gitarren und Geige und eine vorgelesene Weihnachtsgeschichte.</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/weihnachten2011_9_1.jpg" alt="" title="weihnachten2011_9_1" width="240" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-3557" /> &nbsp; <img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/weihnachten2011_9_2.jpg" alt="" title="weihnachten2011_9_2" width="240" height="400" class="aligncenter size-full " /></p>
<p>Weil ich gestern das Fotogerät dabei hatte, hier ein paar Bilder der Poster, die ich hier <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/04/bist-auch-du-ein-98-seiten-schwachling.htm">mal</a> <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/ideen-fuer-unserer-bibliothek.htm">vorgestellt</a> und auf dem DIN-A-1-Drucker endlich ausgedruckt habe:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bib_poster1.jpg" alt="" title="bib_poster1" width="240" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-3555" /> &nbsp; <img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bib_poster2.jpg" alt="" title="bib_poster2" width="240" height="400" class="aligncenter size-full" /><br />
Mmmmh, Poster drucken, gleich mal schauen, was als Nächstes drankommt.</p>
<p>Danach noch ein bisschen im Lehrerzimmer Abschied feiern, Fotos machen der halbgegessenen Semmeln und offenen Joghutpackungen, die sonst bis zur zweiten Januarwoche herumgelegen wären. Vielleicht wird daraus mal ein Poster? Das Bild mit der Zweitverwendung eines <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/02/blaue-beutel.htm">Kühlpacks</a> veröffentliche ich lieber nicht, ich sag nur: Untersetzer für Sachen, die noch nicht lange genug im Kühlschrank waren.</p>
<p>Jetzt erst mal etwas Weihnachtsruhe. Frohes Fest zusammen!</p>
<p>(In Ermangelung eines geübten Weihnachtsstückes ein paar Takete Cripple Creek auf der Ukulele:</p>
<p>Noch nicht ganz sauber, aber ich bin ja auch noch Lerner, deshalb auch das große rote L an der Seite in meinem Blog. Die Tabulatur dafür <a href="http://ukulelesecrets.org/2011/05/06/cripple-creek-bluegrass-video-and-tab/">gibt es übrigens hier</a> und sie ist gar nicht so schwer.)</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/letzter-schultag-2011.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/letzter-schultag-2011.htm#comments">4 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Letzte Schulwoche 2011, Notizen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/letzte-schulwoche-2011-notizen.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 16:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal machen)]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus meinem spärlichen Unterricht habe ich wenig zu berichten. Der Deutschunterricht fehlt mir, da hatte ich Spielraum für Projekte, da gab es mehr vorzuzeigen. Informatik macht schon auch viel Spaß und deutlich weniger Arbeit, aber in den 9. Klassen unterrichte ich das Fach zum ersten Mal, da halte ich mich eher ans Buch. Die 10. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus meinem <strong>spärlichen Unterricht</strong> habe ich wenig zu berichten.  Der Deutschunterricht fehlt mir, da hatte ich Spielraum für Projekte, da gab es mehr vorzuzeigen. Informatik macht schon auch viel Spaß und deutlich weniger Arbeit, aber in den 9. Klassen unterrichte ich das Fach zum ersten Mal, da halte ich mich eher ans Buch. Die 10. Klasse mache ich jetzt zum vierten Mal und scheine endlich eine Reihenfolge gefunden zu haben, mit der ich zufrieden bin und die die Schüler nicht zu sehr abschreckt. </p>
<p><center>***</center></p>
<p>In der <strong>letzten Woche</strong> mache ich regulär Unterricht, wenn auch nie mit allen Schülern &#8211; Konzertproben, Nachholtermine, unerklärte Abwesenheiten. Videofilme und Plätzchen und Lieder gibt es am Freitag, das reicht. Karaoke mit Youtube, denke ich.</p>
<p><center>***</center></p>
<p>Weihnachten: Zwei <strong>ehemalige Schüler</strong> haben sich per Mail gemeldet und erzählen vom Studium. (Informatik beziehungsweise Filmhochschule.) Freut mich.</p>
<p><center>***</center></p>
<p>Habe heute erfolgreich eine Schülerin entsetzt, die meine <strong>neue Brille</strong> des Ray-Ban-Tums zieh; ich leugnete und verwies auf eine andere, ähnlich bekannte Marke &#8211; bei der der Optiker so nett war, mir das Logo abzufeilen. Dann habe ich den Schülern das Konzept des Sponsoring erklärt: den neuen Kindle Touch gibt es für 100 Dollar mit &#8220;Special Offers &#038; Sponsored Screensavers&#8221;, also Reklame, oder ohne Reklame für 140 Dollar. Skifahrer kriegen Geld dafür, dass Markennamen auf Ihrern Anzügen prangen. Da werde ich doch nicht kostenlos Werbung laufen für eine Marke.<br />
(Ansonsten: Bin ich in der Midlife-Krise, weil ich im letzten halben Jahr mit Bart experimentiert und jetzt eine neue Brille habe? Ist ein Motorrad der nächste Schritt?)</p>
<p><center>***</center></p>
<p>Lehrer werden mehr oder weniger bekanntlich alle vier Jahre beurteilt. Für den aktuellen <strong>Beurteilungszeitraum </strong>(2011-2014) gilt das nicht mehr nur für die verbeamteten Lehrer bis zu einer bestimmten Altersgrenze, sondern diesmal eben für alle. Eine Feedbackkultur und Personalgespräche wären deutlich sinnvoller, zumal völlig unklar ist, welche Rolle diese Beurteilungen etwa für angestellte Lehrer haben. Außerdem wurden die Notenstufe wieder mal geändert. Es sind weiterhin 7, aber die Bezeichungen sind teilweise neu:</p>
<blockquote><p>HQ in allen Belangen von herausragender Qualität<br />
BG erfüllt Anforderung besonders gut<br />
UB übersteigt die Anforderungen<br />
VE entspricht voll den Anforderungen (früher: entspricht)<br />
HM wird Anforderungen in hohem Maße gerecht (früher: im Wesentlichen)<br />
MA weist Mängel auf<br />
IU insgesamt unzureichende Leistungen</p></blockquote>
<p>Ich nehme mal an, dass die Stufe 5 attraktiver gemacht werden soll, da die jetzt schöner klingt. &#8220;Wird Anforderungen in hohem Maße gerecht&#8221; ist nämlich schlecht, weil eben nur hoch und nicht voll oder überdrüber.</p>
<p><center>***</center></p>
<p>Ich hätte gerne einen internen <strong>Referatslehrplan </strong>an meiner Schule. Welches Fach in welcher Jahrgangstufe für Referate zuständig ist, und welche Kriterien wichtig sind. Am liebsten hätte ich es ja, wenn jeder Schüler ein Portfolio hätte und mir etwa in der 10. Klasse zeigen könnte, was er in den letzten Jahren alles an schönen Sachen gemacht hat. Scheitert an fehlender Kontinuität der Lehrer, fürchte ich, und am mangelnden Interesse der Schüler an solch einer Dokumentation.</p>
<p><center>***</center></p>
<p>Der Unterricht in der Deutsch-Oberstufe ist sehr an den literaturgeschichtlichen Epochen orientiert ist. Sollte man da nicht in der Q11 den Schülern beibringen, wie man sich das nötige <strong>Wissen um eine Epoche selbstständig aneignet</strong> (lehrergeführt durch Klassik, Romantik, Realismus) und wie man überprüfen kann, ob man genug von einer Epoche weiß, um über sie sinnvoll reden zu können? Dann könnte man in der Q12 von den Schülern verlangen, das an neuen Epochen (Naturalismus, Expressionismus) dann auch selber zu tun. Der Lehrplan sieht das nicht vor und lässt wenig Zeit dazu, und Zeit würde das brauchen.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/letzte-schulwoche-2011-notizen.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/letzte-schulwoche-2011-notizen.htm#comments">4 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was darf über Lehrer auf der Schulhomepage stehen? Was sollte?</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/was-darf-ueber-lehrer-auf-der-schulhomepage-stehen-was-sollte.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/was-darf-ueber-lehrer-auf-der-schulhomepage-stehen-was-sollte.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 09:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst einmal: Was müssen Lehrer hinnehmen, dass über sie auf der Schulwebseite veröffentlicht wird? Antwort: nichts. Soweit ich weiß, nicht einmal Name und Fach; sicher nicht die Sprechstunde. Foto oder Email-Adresse natürlich auch nicht. Ausgenommen sind nur Lehrer, die nach ihrer Funktion und Aufgabe in der Schule für die Öffentlichkeit ansprechbar sein müssen. Die Schulleitung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst einmal: Was müssen Lehrer hinnehmen, dass über sie auf der Schulwebseite veröffentlicht wird? Antwort: nichts. Soweit ich weiß, nicht einmal Name und Fach; sicher nicht die Sprechstunde. Foto oder Email-Adresse natürlich auch nicht. Ausgenommen sind nur Lehrer, die nach ihrer Funktion und Aufgabe in der Schule für die Öffentlichkeit ansprechbar sein müssen. Die Schulleitung zum Beispiel kann sich nicht gegen die Veröffentlichung bestimmter Informationen wehren.</p>
<p>Was <em>darf</em> ein Lehrer über sich auf der Schulseite veröffentlichen? Ich frage deshalb, weil neulich beim Herumspinnen im Lehrerzimmer &#8211; angelehnt an die <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2004/07/kartenspiele.">Lehrer-Quartettkarten</a>, die mal eine meiner Klassen erstellt hat &#8211; folgender Eintrag für die Schulseite entstanden ist (in einer eigenen Kategorie &#8220;Unser Schulteam/Die Lehrer/Profile&#8221;):</p>
<p><img style="border-style:dotted;" src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/schulhomepage_lehrer.png" alt="" title="schulhomepage_lehrer" width="544" height="693" class="aligncenter size-full wp-image-3529" /></p>
<p>Ich weiß, dass Eltern sich Online-Informationen über die Lehrkräfte an ihrer Schule wünschen. Zwingen kann man Lehrer, siehe oben, nicht dazu. Aber dadurch, dass einige Lehrer solche Profile veröffentlichen &#8211; bisher zwar nur ein Kollege und ich &#8211; wird doch ein gewisser Druck ausgeübt und der Wunsch verstärkt, andere Lehrer sollten das auch tun.</p>
<p>Drei Fragen stellen sich mir:</p>
<p>1. Warum möchte ich, dass es solche Profile gibt?</p>
<ul>
<li>Weil man dem Wunsch der Eltern entgegenkommt. Wenn keine anderen Gründe dagegen sprechen, ist das Grund genug, es zu tun.</li>
<li>Weil es eine Möglichkeit ist, sich zu präsentieren und das Bild der Öffentlichkeit (Eltern eingeschlossen) von Lehrern und Schule zu formen.</li>
<li>Weil man dem Bild, das man von sich präsentiert, dann vielleicht eher zu entsprechen versucht.</li>
</ul>
<p>2. Was kann man gegen so ein Profil haben?</p>
<ul>
<li>Es spricht schon hinreichend dagegen, wenn man einfach nicht will. Keine Begründung ist notwendig.</li>
<li>Die Angabe einer E-Mail-Adresse führt dazu, dass Kommunikation per Mail durchgeführt wird, die besser in eine Sprechstunde gehört.</li>
<li>Der wichtigste Einwand: Durch die Veröffentlichung wird Druck ausgeübt auf Kollegen, die sich gegen eine solche Veröffentlichung entscheiden.</li>
</ul>
<p>Deshalb meine wichtigste Frage:</p>
<p>3. Was darf man als kollegialer Kollege dort einstellen?</p>
<ul>
<li>Was sicher nicht in ein öffentliches Profil gehört: Abiturnote (auch wenn die typischerweise im Lehrerprofil in der Schülerzeitung angefragt und meist beantwortet wird). Noch weniger die Examensnote. Auch nicht der Studienort, Studiengang, Abschluss? Es geht Eltern nichts an, ob jemand ein Staatsexamen hat oder ein echter Quereinsteiger ohne Staatsexamen ist. Sage ich jetzt mal.</li>
<li>Aufgaben an der Schule? Auch wenn man keine hat?</li>
<li>Unterrichtserfahrung? Im Sinne von: habe Erfahrung mit Englisch und Deutsch Grund- und Leistungskurs bzw. Deutsch und Informatik in der Oberstufe G8?</li>
<li>E-Mail-Adresse?</li>
<li>Facebook-Konto?</li>
<li>Amazon-Wunschliste? Ähem, geht natürlich gar nicht.</li>
</ul>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/was-darf-ueber-lehrer-auf-der-schulhomepage-stehen-was-sollte.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/12/was-darf-ueber-lehrer-auf-der-schulhomepage-stehen-was-sollte.htm#comments">16 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alltag, Ende Oktober</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/alltag-ende-oktober.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 09:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[So richtig drin im neuen Schuljahr fühle ich mich nicht. Das liegt auch daran, dass ich nur drei Tage in der Woche in der Schule bin. Ich bleibe dann auch immer extra lange dort, um ansprechbar zu sein und um überhaupt mitzukriegen, was so alles läuft. Am Donnerstagnachmittag habe ich dann ein Repetitorium an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So richtig drin im neuen Schuljahr fühle ich mich nicht. Das liegt auch daran, dass ich nur drei Tage in der Woche in der Schule bin. Ich bleibe dann auch immer extra lange dort, um ansprechbar zu sein und um überhaupt mitzukriegen, was so alles läuft. Am Donnerstagnachmittag habe ich dann ein Repetitorium an der Uni und gehe mit Studenten in höheren Semestern alte Informatik-Staatsexamensaufgaben durch. Den Dienstag nutze ich dann meist zu dessen Vorbereitung: man vergisst in Informatik nämlich ziemlich viel, das wird ähnlich wie bei Mathematik sein. Bei der Anglistik und vor allem Germanistik, glaube ich, gewinnt man während eines aktiven Lehrerdaseins eher noch an nützlicher Erfahrung dazu, sicher in der Literaturwissenschaft, aber auch die Sprachwissenschaft kramt man ab und zu noch hoch.</p>
<p>Bisher habe ich mich nur mit den Aufgaben zu Theoretischer Informatik beschäftigt, meinem Lieblingsgebiet. Die leichten Sachen waren recht schnell wieder da, die mittleren dauern noch, und was mir damals schon Schwierigkeiten gemacht hat (primitiv-rekursive und &mu;-rekursive Funktionen), das bereitet mir heute immer noch welche. Aber langsam bin ich geworden, tse. Kommt mit der Übung wieder.</p>
<p>Eine Vertretungsstunde habe ich heute sinnvoll genutzt, um mit den Schüler das <strong>Screen-Capture-Programm</strong> zu testen, das der Admin auf meinen Wunsch installiert hat (CamStudio). Und es funktioniert! Jetzt können die Schüler, wenn ihnen das Programm freigeschaltet worden ist, Bildschirmaktivitäten aufnehmen und eigenen Ton mit dem Mikrofon dazu aufnehmen. Wir haben eine große Kiste mit Headsets, also Kopfhörer mit Mikrofon, im Computerraum. Nicht funktioniert hat bisher lediglich die Aufnahme des Computer-Tons, also etwa, wenn man nicht nur das Bild, sondern den Ton eines Spiels aufnehmen will. Aber mir geht es ja ohnehin darum, dass Schüler auf diese Weise einen kurzen Videofilm drehen und mit eigenem Ton etwas erklären. Aufgabe: Erkläre das Prinzip von absoluten und relativen Zellbezügen in Tabellenkalkulationsprogrammen in einem kurzen Film.</p>
<p>(Kleiner Haken: die von CamStudio erzeugten Videodateien entsprechen je nach verwendetem Codec und Einstellung nicht unbedingt allen Standards, so dass die Weiterverarbeitung mit anderen Videoprogrammen manchmal Schwierigkeiten macht.)</p>
<p>&#8211; Mit Onlineversionen solcher Programme habe ich nie gearbeitet, es gibt sie aber, etwa: <a href="http://www.screencast-o-matic.com/">http://www.screencast-o-matic.com/</a>.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/alltag-ende-oktober.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/alltag-ende-oktober.htm#comments">1 Kommentar</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Volle oder leere Tische? Ein Kompromiss.</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/volle-oder-leere-tische-ein-kompromiss.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 07:05:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kompromiss Zwei Jungen fanden einmal einen Kuchen. Einer sagte: &#8220;Toll, den werde ich essen!&#8221; Der andere sagte: &#8220;Nein, das ist nicht gerecht! Wir haben den Kuchen zusammen gefunden und müssen ihn deshalb teilen, für jeden eine Hälfte.&#8221; Der erste Junge sagte: &#8220;Nein, ich will den ganzen Kuchen!&#8221; Der zweite sagte: &#8220;Nein, wir teilen ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein Kompromiss</p>
<p>Zwei Jungen fanden einmal einen Kuchen. Einer sagte: &#8220;Toll, den werde ich essen!&#8221; Der andere sagte: &#8220;Nein, das ist nicht gerecht! Wir haben den Kuchen zusammen gefunden und müssen ihn deshalb teilen, für jeden eine Hälfte.&#8221; Der erste Junge sagte: &#8220;Nein, ich will den ganzen Kuchen!&#8221; Der zweite sagte: &#8220;Nein, wir teilen ihn zu gleichen Stücken, jeder bekommt eine Hälfte.&#8221; Der erste sagte: &#8220;Nein, ich will den ganzen Kuchen.&#8221; Der zweite sagte: &#8220;Nein, wir teilen ihn halbe halbe.&#8221; Ein Erwachsener, der das Gespräch gehört hatte, kam herbei und sagte: &#8220;Ihr solltet euch darum nicht streiten, schließt doch einen Kompromiss: gib ihm drei Viertel des Kuchens.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Raymond Smullyan, <em>Buch ohne Titel</em>. Braunschweig 1983</p>
<p>Wie mit den Kuchen, so ist das auch in den Lehrerzimmern. Es gibt in vielen davon nicht genug Tischfläche, als dass jeder Lehrer ein sinnvoll großes Stück für sich beanspruchen könnte. Für dieses Problem &#8211; verschuldet durch die Politik, keine Frage &#8211;  gibt es zwei verschiedene unmittelbare Lösungen: die des vollen Tischs und die des leeren Tischs.</p>
<p>Vertreter des vollen Tisches sagen: Jeder sucht sich einige freie Quadratdezimeter und lässt dort seine Sachen liegen. Weil, sonst müsste man die herumtragen. Vertreter des leeren Tisches sagen: Tische sollten möglichst frei sein, die Bücher bewahrt man im vorhandenen Schrankfach auf, Schulaufgaben im Respizienzschrank, Mineralwasserflaschen braucht man gar nicht, am besten wird jeden Freitag alles abgeräumt.</p>
<p>Schließlich schließt man einen &#8211; unausgesprochenen &#8211; Kompromiss: die einen stapeln Bücher, Hefte, Kram auf ihrem Tisch, und setzen sich dafür zum Ratschen und Arbeiten an die Tische, die die anderen Lehrer unbenutzt lassen.</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/lehrerzimmer-tische.jpg" alt="" title="lehrerzimmer-tische" width="400" height="668" class="aligncenter size-full wp-image-3475" /></p>
<p><small>(sagen wir mal: Symbolfoto)</small></p>
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<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
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		<title>Erstsemester begrüßen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/erstsemester-begruessen-4.htm</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 07:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzten Mittwoch war ich an der LMU und habe einigen zukünftigen Informatik-Lehramtsstudenten, die dort zu verschiedenen Einführungsveranstaltungen erschienen waren, etwas über das Informatiklehrersein gesagt. Dass man ein großes Drittel seine Zeit mit Schülern verbringt, ein kleines Drittel mit Arbeiten zu Hause (solange es noch keine Arbeitsmöglichkeiten an Schulen gibt) und ein weiteres kleines Drittel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzten Mittwoch war ich an der LMU und habe einigen zukünftigen Informatik-Lehramtsstudenten, die dort zu verschiedenen Einführungsveranstaltungen erschienen waren, etwas über das Informatiklehrersein gesagt. Dass man ein großes Drittel seine Zeit mit Schülern verbringt, ein kleines Drittel mit Arbeiten zu Hause (solange es noch keine Arbeitsmöglichkeiten an Schulen gibt) und ein weiteres kleines Drittel in Zusammenarbeit mit Kollegen &#8211; beim Kaffeetrinken, bei Konferenzen, bei Absprachen.<br />
Das Herz hat mir geblutet, aber ich habe behauptet, dass Informatiklehrer so gar nicht sind, wie man sich einen Computermenschen vorstellt &#8211; im Keller sitzend, verschroben, mit lustigem T-Shirt, merkwürdigen Hobbys und ungeübt Umgang mit anderen Menschen. Wie die <a href="https://encrypted.google.com/search?q=it+crowd">IT-Crowd</a> halt. Ich hoffe, man hat mir ein leises Bedauern darüber angemerkt.</p>
<p>(Immerhin habe ich mir letzte Woche schon mal <a href="http://www.getdigital.de/index/outfit">ein paar T-Shirts</a> bestellt. &#8220;There&#8217;s no place like 127.0.0.1&#8243; und so weiter. Aus den USA <a href="https://www.thinkgeek.com/tshirts-apparel/">noch mehr davon</a>.)</p>
<p>Dann hat der für den Lehramtsstudiengang zuständige Professor etwas über das Informatikstudium an der LMU erzählt. Sehr interessant. Man schreibt &#8211; und das ist wohl bei Mathematik ähnlich, vermutlich auch bei den Naturwissenschaften &#8211; eine einzige Seminararbeit während des ganzen Studiums, in dem einen Seminar, das man besuchen muss, und dann am Ende die Zulassungsarbeit. Mehr nicht. Gelernt wird hauptsächlich in Vorlesungen (mit Tutorien dazu), geprüft in Klausuren im Anschluss daran. Praktika gibt es allerdings auch.<br />
Und das ist so ganz anders als in den Geisteswissenschaften zumindest zu meiner Zeit. Das erklärt vielleicht manche Missverständnisse zwischen natur- und geisteswissenschaftlichen Lehrern. Auch bei uns gab es Vorlesungen, das ist man rein oder nicht (ich eher nicht so oft), Klausuren gab es danach nicht. Gelernt habe ich in Übungen und Seminaren, und Arbeiten geschrieben habe ich viele. Schnell mal gezählt: mir fallen insgesamt nur fünf ein in beiden Fächern, gefühlt waren es aber mehr. Und in England wöchentliche Essays.</p>
<p>Immerhin: schon der Professor hat darauf hingewiesen, dass die Note des 1. Staatsexamens nicht nur für die Einstellung wichtig ist, sondern dann auch viel später noch einmal herausgekramt wird, wenn es darum geht, irgendwelche Funktionsstellen oder andere interessante Stellen zu besetzen. Nicht dass es dann wieder heißt, dass hätte einem keiner gesagt.</p>
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<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
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		<title>Letzter Schultag 2010/11</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/letzter-schultag-201011.htm</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 06:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Vorabend direkt von der Fortbildung in die Schule: dort veranstalteten die Lehrer der Nachbarschule (im selben Gebäudekomplex) ein Grillfest. Es waren nur wenig Lehrer meiner Schule da, gemischt wurde auch nicht viel, aber es war ein Anfang. Und die Bauweise des Gebäudes ermöglicht ein ausgezeichnetes Rückzugsgebiet bei Regen, nämlich unter einem überhängenden ersten Stockwerk. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Vorabend direkt von der Fortbildung in die Schule: dort veranstalteten die Lehrer der Nachbarschule (im selben Gebäudekomplex) ein Grillfest. Es waren nur wenig Lehrer meiner Schule da, gemischt wurde auch nicht viel, aber es war ein Anfang. Und die Bauweise des Gebäudes ermöglicht ein ausgezeichnetes Rückzugsgebiet bei Regen, nämlich unter einem überhängenden ersten Stockwerk. Danach musste ich in unserem Lehrerzimmer die Zeugnisetiketten ausdrucken. Liebevoll gestalten ja die Lehrer die Bemerkungen auf ihren Zeugnissen; die werden daraufhin auf selbstklebende Etiketten ausgedruckt und auf den Notenbogen geklebt. Der ist dann das offizielle Dokument, aus dem man Jahre später ein Zeugnis rekonstruieren kann.</p>
<p>Leider ist das Zeugnisprogramm Teil einer &#8211; immerhinque &#8211; vom Kultusministerium zur Verfügung gestellten Suite, die so ihre Macken hat. Sinnvoll formatierte Etiketten kriege ich nur da heraus, indem ich die Etiketten einspaltig als pdf drucke, dann nach Libre Office kopiere, mit regulären Ausdrücken diversen Zierrat suche und ersetze und dann die Serienbrief/Etikettenfunktion des Textverarbeitungsprogramms nutze. </p>
<p>Am Freitag dann Schüler verabschiedet. Wie ich mir das letztes Jahr <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/07/die-letzten-schultage-200910.htm">vom Kollegen R. abgeschaut</a> habe, kriegte jeder Schüler mit dem Zeugnis auch einen festen Händedruck, auch in der 7. Klasse. Danach Konferenz, Verabschiedung, Feierlichkeiten. Drei Kollegen gingen in den Ruhestand, viele Referendare gingen in eine ungewisse Zukunft. </p>
<p>(Dafür kommen neue. Der Anteil von Referendaren im Gymnasium dürfte dann etwa 10% betragen. Und das ist ein Problem: Je mehr Referendare unterrichten, desto weniger Lehrer muss man fest einstellen, desto weniger Referendare muss man also einstellen. Leider kenne ich keine Zahlen über den Anteil von Referendaren am Unterrricht. Ich denke, die Tendenz ist steigend, auch weil die Referendare immer mehr Stunden halten müssen &#8211; im dritten Ausbildungsabschnitt auch eigenverantwortlich, also anders als zu meiner eigenen Zeit so, dass man einen ausgebildeten lehrer ersetzt und nicht ergänzt.)</p>
<p>&#8211; Google Maps kennen wohl die meisten. Dort kann man einfach Orte einrichten und teilen. Google Places ist darüber hinaus eine Art Branchenverzeichnis. Da wird man auch auf Google Maps angezeigt, hat aber als bestätigter Besitzer der Institution (des Geschäfts) mehr Möglichkeiten und Rechte. Es gibt unsere Schule nämlich viermal bei Google Maps: einmal am alten Standort, dreimal am neuen. Die Doppelung muss nicht sein, deshalb lasse ich mich gerade als quasi Ladeninhaber bestätigen. Man kriegt dabei über Telefon, Handy oder Postkarte eine PIN von Google. Ich per Postkarte an die Schuladresse:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/googleplaces.jpg" alt="" title="googleplaces" width="400" height="296" class="aligncenter size-full wp-image-3314" /></p>
<p>Damit will ich nach und nach die verschiedenen Schuladressen unter Google Maps zusammenfügen. Dann kann man endlich auch unter Google Latitude/Google+ in der Schule einchecken. Beim Recherchieren habe ich auch gesehen, dass es seit ein paar Wochen einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Graf-Rasso-Gymnasium_F%C3%BCrstenfeldbruck">Wikipedia-Eintrag für meine Schule</a> gibt. Mal schauen, was daraus wird.</p>
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<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
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<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/letzter-schultag-201011.htm#comments">6 Kommentare</a>
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		<title>Schultag heute</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/schultag-heute-2.htm</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 18:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr langer Tag. Zuerst zwei Studenten vom Artigo-Projekt im Haus. An sich schöne Sache, interessierte Klasse, aber Server-Probleme. Vielleicht noch einmal im Herbst, wenn der Server stabiler läuft. Dann eine Stunde Pause für jahreszeitlich übliche Verwaltungsaufgaben, danach Abistreich. (Hatte zu arbeiten und keine Lust, kann also nicht mal sagen, wie gut er war.) Mittags zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr langer Tag. Zuerst zwei Studenten vom <a href="http://www.artigo.org">Artigo-Projekt</a> im Haus. An sich schöne Sache, interessierte Klasse, aber Server-Probleme. Vielleicht noch einmal im Herbst, wenn der Server stabiler läuft.<br />
Dann eine Stunde Pause für jahreszeitlich übliche Verwaltungsaufgaben, danach Abistreich. (Hatte zu arbeiten und keine Lust, kann also nicht mal sagen, wie gut er war.)</p>
<p>Mittags zwei Pizzas im Party-Format ins Lehrerzimmer kommen lassen und mit ein paar Leuten gespeist. <em>Außerhalb</em> des Lehrerzimmers allerdings &#8211; ich mag es selber nicht, wenn Kollegen im Lehrerzimmer Essensgerüche verbreiten. Wir haben zwar eine Theke, an der wir essen dürfen (laut den Regeln, die wir uns selbst gegeben haben), aber dürfen heißt ja nicht müssen. An den anderen Tischen soll gar nicht gegessen werden, aber das sehen nicht alle Kollegen eng.</p>
<p>Danach hatten die scheidenden Referendare Unmengen von Kuchen und Muffins aufgebaut. Wir haben eine Menge hungriger Lehrer an unserer Schule, um die hundert, und alle wurden von den Referendaren gefüttert. Die waren auch alle besonders nett diesmal, und viele, und haben besonders gut zusammengehalten. Kein Wunder, sie stehen bei der aktuellen Einstellungspolitik auch alle gemeinsam vor dem Nichts.</p>
<p>(Wieviel Prozent des bayerischen Gymnasialunterrichts wird durch Referendare abgedeckt? Acht Prozent, zehn Prozent? Tendenz steigend? Für den Arbeitgeber ist das eine kostengünstige Art von Zeitarbeit.)</p>
<p>Danach lange Konferenz, teilweise spannend. Dann Sekt und Kuchen. Auf der Heimfahrt einen ehemaligen Schüler getroffen, der sich als ein Drittel <a href="http://experimentleben.de/">eines Blogs</a> herausgestellt hat, dessen andere Drittel auch ehemalige Schüler sind.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
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		<title>Meine schönsten Fehler im Unterricht (vielleicht Teil 1)</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/05/meine-schoensten-fehler-im-unterricht.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/05/meine-schoensten-fehler-im-unterricht.htm#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 May 2011 05:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule (Alltag)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Kurz hat einen tollen Blogeintrag mit der gleichen Überschrift geschrieben. Viele seiner Fehler habe ich bei mir wiedererkannt. Aber ich mache noch ganz andere! Hier sind einige davon, angelehnt an Martins Beitrag. Völlig unvorbereiteter Unterricht Kommt eigentlich nicht vor. Nur materialvorbereiteter Unterricht Ah, das schon eher. Eher selten ist der Fall, dass ich einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Kurz hat <a href="http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/21/meine-schonsten-fehler-im-unterricht-teil-1/">einen tollen Blogeintrag mit der gleichen Überschrift</a> geschrieben. Viele seiner Fehler habe ich bei mir wiedererkannt. Aber ich mache noch ganz andere! Hier sind einige davon, angelehnt an Martins Beitrag.</p>
<p><strong>Völlig unvorbereiteter Unterricht</strong></p>
<p>Kommt eigentlich nicht vor.</p>
<p><strong>Nur materialvorbereiteter Unterricht</strong></p>
<p>Ah, das schon eher. Eher selten ist der Fall, dass ich einfach nur ein paar Aufgaben aus dem Buch oder Arbeitsheft heraussuche und die Schüler daran arbeiten lasse &#8211; und wenn, dann sind das keine schlechten Stunden. Was aber zu oft vorkommt, sind Stunden, bei denen ich gaaaanz tolles Material habe. Einen tollen Text, ein wunderbares Lied, eine spannende Aufgabe. Wirklich tolles Material. Witzig. Knifflig. Spannend. Material, auf das ich mich gestürzt hätte. Aber das Material allein reicht nicht für guten Unterricht.</p>
<p><strong>Material nicht wirken lassen</strong></p>
<p>Zumindest sollte ich dann genug Zeit zum Umgang mit dem Material lassen und nicht in der nächsten Stunde schon wieder mit einem ganz tollen Text ankommen.</p>
<p><strong>Gleichzeitig werden mehrere Ziele verfolgt</strong></p>
<p>Ich weiß nicht, ob das bei mir ein Problem ist. Eher nicht. Das Problem, mit dem Stoff zurückzuliegen, also vom Lehrplan noch nicht alles zu haben, kenne ich kaum. Was nicht heißt, dass alle Schüler den behandelten Stoff könnten. Das kann und wird nie geschehen und ist auch nicht vorgesehen &#8211; wer einen Teil gut kann und einen anderen Teil absolut und überhaupt gar nicht, der kommt insgesamt mit einem soliden &#8220;ausreichend&#8221; durchs Schuljahr.</p>
<p><strong>Unklare oder ineffektive Ziele</strong></p>
<p>Unklare Ziele: da habe ich nicht genug nachgedacht darüber, was am Ende der Stunde herauskommen soll. Dann kommt oft gar nichts heraus. Manchmal macht das nichts, wenn das etwa eine Stunde vor einem Deutschaufsatz ist und es einfach nichts mehr zu üben gibt, aber auch kein neues Thema sinnvoll ist. Ineffektive Ziele: ich mache etwas, weil es im Lehrplan steht, wohl wissend, dass das nicht so gründlich geschehen wird, dass es nachhaltig verfügbar bleibt.</p>
<p><strong>Zu langer Lehrervortrag, verbunden mit einem Lehrer-Schüler-Gespräch</strong></p>
<p>Lange Lehrervorträge, die den Namen verdienen, gibt es viel zu selten. Das sind Vorträge, bei denen die Schüler mitschreiben müssen, und wo der Inhalt des Vortrags danach überprüft wird. Nützliche Fähigkeiten, effiziente Methode, gibt es an Schulen leider kaum. Anders das Lehrer-Schüler-Gespräch. Es entwickelt sich manchmal in gegenseitigem Einvernehmen, wenn weder Schüler noch Lehrer Lust auf geistige Arbeit haben. Ansonsten: wenn es funktioniert, war&#8217;s gut, aber öfter gibt es bessere Methoden.</p>
<p><strong>Dem Lehrer ist langweilig</strong></p>
<p>Martin führt unter dieser Überschrift Fälle an, wenn er selber durch Scherze, Sprüche, Nebenbemerkungen die Konzentration in der Klasse verschwinden lässt. Keines meiner größeren Probleme,</p>
<p><strong>Unkenntnis der Schülernamen</strong></p>
<p>Schuldig.</p>
<p><strong>Erfolgreiche Stunde wiederholen</strong></p>
<p>Manchmal hat eine Stunde gut geklappt. Vielleicht auch noch so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Dann versuche ich manchmal, diese Stunde so zu wiederholen. Und das klappt dann selten. Liegt es daran, dass ich mich da zu schlampig vorbereite, oder daran, dass die Schüler nicht so reagieren, wie ich mich erinnere und daher wohl auch erwarte?</p>
<p>&#8212; Es gibt noch eine Reihe von anderen Fehlern, teilweise ernsteren, aber die zu formulieren fiel mir schwer, so dass ich sie auf einen anderen Eintrag verschiebe. </p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/05/meine-schoensten-fehler-im-unterricht.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/05/meine-schoensten-fehler-im-unterricht.htm#comments">7 Kommentare</a>
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</small></p>]]></content:encoded>
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