Schlagwort: Audiobeiträge

Reden in der 9. Klasse

Der Schuljahresanfang in der 9. Klasse Deutsch sah diesmal so aus:

  1. (Optional: Anekdoten von der Nerd Nite erzählen. Eine Junior Nerd Nite an der Schule ankündigen.)
  2. (Optional: ein paar Videoblogs zeigen, um zu zeigen, dass man Sachen auch mit Schwung vortragen kann. In diesem Fall der Nostalgia Critic und Bottleplot.)
  3. Gestaltendes Lesen der Loriot-Rede zum Thema notleidende Vampire (mit Spendenaufruf) aus dem Schulbuch.
  4. Ein bisschen was zu Reden machen: Wiederholung, Parallelismus und Anapher als Stilmittel; Rolle von Situation, Publikum, Ziel.
  5. Dann: eine ähnliche Rede schreiben lassen. Zu einem ähnlich unernsten Thema. Vorschläge dazu machen. In der Schule zu schreiben beginnen, als Hausaufgabe beenden. Länge vorgeben: 200-400 Wörter.
  6. Im Computerraum die Rede in den Rechner tippen lassen. Genaue Vorgaben in Form eines Arbeitsblattes zur Formatierung machen. (Zeilenabstand 1 1/2, Abstand nach jedem Absatz, wo Leerzeichen hingehören und wo nicht.)
  7. Genauer sagen, wie eine gute Rede aufgebaut sein soll. Auch neue Bedingungen stellen. Überarbeiten der Rede im Computerraum.
  8. Einsammeln der Dateien.
  9. Vortragen der Reden im Klassenzimmer am Stehpult. Wenn die Klasse mitmacht, 6 Stück in einer Stunde. Ab der zweiten Stunde einen Schüler bestimmen, der Conferencier macht – den nächsten Redner auswürfelt, Rückmeldungen von der Klasse einfordert etc.
  10. Benotung auf Basis des Vortrags und der Datei. Formatierung stark gewichten.
  11. (Optional: ein paar Schüler in die Parallelklasse schicken und – wenn beide Klassen parallel arbeiten, wie bei uns geschehen – von der wiederum Redner kommen lassen, damit die auch mal vor fremdem Publikum reden.)
  12. (Optional: Weitermachen mit sachlicher Erörterung in Form einer Rede.)

Ich fand das alles sehr rund und zusammenhängend. Sowohl Schüler als Lehrer wissen jeweils, woran man gerade arbeitet, was nächste Stunde passieren wird. Beides halte ich inzwischen für sehr wichtig. (Und eher entspannend für den Lehrer ist das auch.) Die Reden habe ich zum Großteil aufgenommen, hier einige Ergebnisse:

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Reden (und Interviews)

In der 9. Klasse Deutsch wird dieses Jahr die erste Schulaufgabe eine Rede sein – eine verkappte Erörterung eigentlich, aber halt eine mit einem Adressaten, eingebettet in eine Situation, wenn auch beides nur fiktiv. Argumentieren müssen die Schüler in einer Rede schließlich auch, und das ist das Wichtigste, das sie bei der Erörterung lernen.

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Our Miss Brooks, und andere Lehrerinnen und Lehrer

Gerade (also vorgestern) im Radio gehört: Einen Aufruf für bessere Bezahlung der Lehrer, für kleinere Klassen und mehr Geld für die Schulen.

Zugegeben, die Radiosendung war von 1947:

(Zur Erklärung: Schulen sind in den USA zumindest teilweise lokal und regional finanziert, früher möglicherweise noch mehr als heute.)

Der Aufruf kam am Ende einer Episode von The Great Gildersleeve (1941-1957, in der klassischen Besetzung allerdings nur bis Mitte 1950), einer Sitcom mit gelegentlichen Soap-Elementen, durch die ich mich gerade höre. Gildersleeve war eine Nebenfigur in Fibber McGee and Molly, bevor er seine eigene Serie bekam. (Mit dem Siegeszug des Fernsehens wanderten beide Serien dorthin, wie auch viele andere, darunter Dragnet, Jack Benny, Burns & Allen.)
Der Sponsor von Gildersleeve war die Firma Kraft – der Sponsor bezahlte damals die Sendezeit, hatte sehr viel Kontrolle über den Inhalt der Sendung; ein Sprecher warb zu Anfang, Mitte und Schluss der Sendung für dessen Produkt. Zu Ostern und Weihnachten gab es immer Ansprachen von Herrn Kraft persönlich.

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Interviews zu Berufen

Die Schüler meiner 9. Klasse machten dieses Jahr Interviews zum Thema Berufe (Lehrplan Deutsch, Wirtschaft, Französisch, Englisch: Bewerbungsgespräche und so weiter). Die meisten davon gibt es nur in gedruckter Form, einige außerdem als Ton-Interview, aber davon sind wiederum viele nicht öffentlich. (Eines mit einem Mitarbeiter im Jugendamt etwa, der für Vormundschaft zuständig ist.)

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Casey at the Bat

JochenEnglish schlägt das Auswendiglernen von Gedichten als Möglichkeit vor. Als Nachtrag zu einer kurzen Baseball-Einlage vor den Weihnachstferien habe ich heute im LK diesen amerikanischen Klassiker von Ernest Lawrence Thayer gemacht. Auswendig werden ihn meine Schüler nicht lernen, aber bis Montag müssen sie den Vortrag üben.

Nötig ist ein bisschen Baseball-Grundwissen; ich empfehle auch sehr die Entstehungs- und Aufführungsgeschiche bei Wikipedia nachzulesen. Meine Audioaufnahme (unten angehängt) ist nicht perfekt, aber für mehr als zwei Versuche habe ich keine Zeit. Am schönsten war doch der Vortrag heute in der Schule – man braucht einfach ein Publikum dafür und muss das ganze natürlich durch Mimik und Gestik unterstützen.

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Under Pig Brook

Englisch-Projekt, noch nicht ganz fertig, aber wann ist es denn je?

Zuerst haben die beiden aktuellen Leistungskurse ein paar Auszüge aus Dylan Thomas’ Under Milk Wood gehört und gelesen. Die Kurzfassung: Ein Hörspiel aus den 1950ern, sehr poetisch, viele lose verbundene Einzelszenen, die alle an einem Tag in der fiktiven Kleinstadt Llareggub in Wales spielen. (Den Namen der Stadt kann man, ebenso wie den der Stadt Llamedos auf Terry Pratchetts Scheibenwelt auch rückwärts lesen.)
Mitlesen und anhören kann man hier.

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Audiokommentare

Wollte nur mal sagen: Ab jetzt sind auch Audiokommentare möglich. Unter jedem Beitrag ist ein Icon, auf das man klicken kann. Man braucht nur ein angeschlossenes Mikro am Rechner, keinerlei Software (außer Java), keinerlei Download. Man kann sich aufnehmen, es sich anhören, dann nochmal versuchen, dann nochmal, und dann schließlich zusammen mit einem Textkommentar absenden.

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