Schlagwort: Bildungspolitik

Was das Abitur aussagt

“Auch das Abitur bedeutet heute nicht mehr ohne Weiteres Studierfähigkeit.” So wird Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) Anke Hanft, Professorin für Weiterbildung und Bildungsmanagement an der Universität Oldenburg, in der FAZ zitiert.

Vielleicht ist das auch ganz in Ordnung. Abitur für alle, und die Unis entscheiden dann selber über den Hochschulzugang. Das läuft letztlich auf ein Gesamtschulsystem nach englischem oder amerikanischem Vorbild hinaus. Oder auf verschiedene Schularten, die auf verschiedenen Wegen zur Hochschulreife führen – allerdings haben wir das jetzt schon, es wird allerdings nicht als solches propagiert.

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Vom G8 und G9

In der SZ (hier auf SZ online) schreibt der Q12-Schüler Markus Freitag zum G8: lesenswert. In vielen Punkten gebe ich ihm recht.

Noten werden so montiert, dass sie nicht so desolat erscheinen, wie es zum G 8 passen würde.

Den Gedanken kann man durchaus bekommen. Erklärung des Zitats dort.

Weil im G8 mehr zu Hause gearbeitet werden muss als im G9

Das stimmt nun allerdings nicht. Im Gegenteil, da die Schüler im G8 mehr Nachmittagsunterricht haben, bleibt weniger Zeit für die Arbeit zu Hause. Das ist sogar schädlich, weil die Schüler dann noch weniger dazu gezwungen sind, selbstständig zu arbeiten. Ich habe zu Hause einen “Wochenablauf eines K12-Schülers”, im G9 geschrieben: Die mussten auch arbeiten.
Wenn ich frage, wie viel Zeit meine Schüler zu Hause mit Vorbereitung vebringen, kommt immer heraus: wenig. Es häufen sich deshalb auch die Strategien, dass man am Tag vor der Prüfung versucht, den ganzen Stoff einzupauken. Und dass dann Stress herauskommt, das ist klar.

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Eine lehrreiche und kostenneutrale Erfahrung

Einige Bundesländer – Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein – bereiten sich in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik auf ein länderübergreifendes Abitur vor. Schon dieses Schuljahr ist ein Aufgabenteil zentral gestellt. Dazu müssen die Aufgabenformen in den Ländern natürlich bekannt sein.

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Ich unterstütze den Schulausflugs-Boykott in Niedersachsen

Ich glaube nicht mal, dass Boykott das richtige Wort ist. Viele Lehrer Niedersachsens sind unzufrieden mit dem dortigen Kultusministerium. Auslöser ist eine Stunde Mehrarbeit, aber es geht um mehr. Nun spielt die Meinung der Lehrer beim Kultusministerium keine große Rolle, das dürfte länderübergreifend so sein.

Jedenfalls haben einige Gymnasien in Niedersachsen – nicht alle – beschlossen, Klassenfahrten zu streichen. Das stößt “weiterhin auf heftige Kritik” – des Verbandes NiedersachsenMetall und der Regierung (Neue Osnabrücker Zeitung).

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Yay, eine Schule für Nerds!

Aus dem Koalitionsvertrag CDU-CSU-SPD für die 18. Legislaturperiode:

Nach dem Vorbild der Eliteschulen des Sports werden wir mit den Ländern Gespräche aufnehmen, um die Einführung von Profilschulen IT/Digital mit dem Schwerpunktprofil Informatik anzuregen. Dabei ist die Kooperation mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen sowie gegebenenfalls privaten Partnern obligatorisch.

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Links zu Bildungsthemen, statt viel Kommentar, weil wegen Zeit und so

Im Spiegel wird eine internationale Studie vorgestellt, laut der Lehrer in Deutschland besonders wenig respektiert werden. Methodisch unsauber, aber der Gedanke ist gar nicht so blöd: Eine – nicht repräsentative – Gruppe von Freiwilligen wurde gefragt, ob sie glauben, dass die Schüler im Land die Lehrer respektieren. Nein, kommt da bei Deutschland heraus. Daraus kann man vielleicht sogar etwas schließen, aber natürlich nicht, ob Schüler Lehrer respektieren oder nicht. In Bayern am Gymnasium fühle ich mich respektiert. Nicht unbedingt ernst genommen, nicht unbedingt effektiv, aber das ist eine andere Geschichte.
Grauslich allerdings die Kommentare unter dem Beitrag.

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Nur dass es nicht verloren geht…

In Coburg hat ein Schulleiter alle Deutsch-Abituraufgaben pauschal um einen Punkt nach oben gesetzt. Offiziell war der Schulleiter, der auch Deutschlehrer war, wohl Drittprüfer – ungewöhnlich, dass es nur einen Drittprüfer für einen ganzen Jahrgang gibt, aber tatsächlich braucht man den selten, nämlich nur dann, wenn sich Erst- und Zweitprüfe rnicht einig werden.
Das mit der eigenmächtigen Notenverbesserung darf er natürlich nicht, aber die Noten gelten trotzdem, sagt das Kultusministerium.

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