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	<title>Lehrerzimmer &#187; Englisch</title>
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	<description>Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.</description>
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		<title>Big Rock Candy Mountain, zweites öffentliches Üben, und Hemingway</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/big-rock-candy-mountain-zweites-oeffentliches-ueben-und-hemingway.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/big-rock-candy-mountain-zweites-oeffentliches-ueben-und-hemingway.htm#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 16:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Inhaltsverzeichnis: Musikalische Versuche Das Lied und sein Hintergrund Hobo Stories Hemingway Seminar-Idee 1. Musikalische Versuche Okay, Zeit für das zweite öffentliche Üben: Nachtrag: drittes und letztes öffentliches Üben. Hier der Anfang meiner aktuellen Tabulatur für die Clawhammer Ukulele: Gibt&#8217;s auch als pdf, als midi und als tux &#8211; das ist die Quelldatei für für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inhaltsverzeichnis:</p>
<ol>
<li><a href="#musik">Musikalische Versuche</a></li>
<li><a href="#lied">Das Lied und sein Hintergrund</a></li>
<li><a href="#hobo">Hobo Stories</a></li>
<li><a href="#hemingway">Hemingway</a></li>
<li><a href="#seminar">Seminar-Idee</a></li>
</ol>
<p><a name="musik"></a></p>
<h3>1. Musikalische Versuche</h3>
<p>Okay, Zeit für das zweite öffentliche Üben:</p>
<p><em>Nachtrag: drittes und letztes öffentliches Üben.</p>
<p></em></p>
<p>Hier der Anfang meiner aktuellen Tabulatur für die Clawhammer Ukulele:<br />
<img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/bigrock_sheet.jpg" alt="" title="bigrock_sheet" width="550" height="637" class="aligncenter size-full wp-image-3453" /></p>
<p>Gibt&#8217;s auch als <a href='http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/BigRockCandyMountain.pdf'>pdf</a>, als <a href='http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/BigRockCandyMountain.mid'>midi</a> und als <a href='http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/BigRockCandyMountain.tg'>tux</a> &#8211; das ist die Quelldatei für für den <a href="http://tuxguitar.herac.com.ar/">TuxGuitar tab editor</a> (Java), mit dem ich midi und pdf erzeugt habe. Den finde ich für meine Zwecke praktischer als das verbreitetere PowerTab. Die midi-Datei kann man übrigens auch in andere Tabulaturprogramme importieren und erhält so die Noten.</p>
<p>Ukulele geht schon besser, beim Singen aber keine Fortschritte. Frau Rau sagt betont immer nichts, wenn ich singe. Ein Problem ist, dass im ersten Teil des Liedes etliche Noten sind, die unterhalb des nicht allzu großen Tonumfangs der Ukulele liegen. Ich weiß noch nicht, wie ich die am besten begleite und beim Singen treffe.</p>
<p><a name="lied"></a></p>
<h3>2. Das Lied und sein Hintergrund</h3>
<p>Zum Lied selber (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Big_Rock_Candy_Mountain">Wikipedia</a>): In neueren Versionen für die Grundschule gibt es das als heiteres <strong>Kinderlied</strong> mit abgewandeltem Text. Das Original gewinnt aber viel Witz dadurch, dass das Schlaraffenland, das darin beschrieben ist, ein Schlaraffenland für <em>hoboes</em> ist, für <strong>Landstreicher</strong> der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. <em>The boxcars are all empty</em>, das sind die Güterwaggons, in die man sich verbotenerweise geschlichen hat, <em>the railways bulls are blind</em>, das sind die Bahnpolizisten, die die Landstreicher gerne mal aus dem fahrenden Zug werfen, und träumen kann man nur von Polizisten mit Holzbeinen (sie können einen also nicht verfolgen) und von Bäumen, auf denen die abgelegte Kleidung (&#8220;handouts&#8221;) ebenso wächst wie Zigaretten.</p>
<p>Hinter dieser Ebene des Liedes steckt aber noch eine weitere. Das Lied beginnt ja mit einem <em>hobo</em>, der in ein Landstreichercamp (&#8220;hobo jungle&#8221;) kommt und dort von diesem Hobo-Paradies zu erzählen beginnt, und das mit der Aufforderung, mit ihm zu kommen. Darauf schließen sich drei oder vier (melodisch davon verschiedene) Strophen an, die die Vorzüge dieses Schlaraffenlands preisen und die den Hauptteil des Lieds ausmachen.<br />
Harry McClintock sang das Lied bereits in den 1890er Jahren, dreißig Jahre vor der ersten Aufnahme, und diese ursprüngliche Form enthielt eine abschließende Strophe, die in der Aufnahme ausgelassen wurde:</p>
<blockquote><p>The punk rolled up his big blue eyes<br />
And said to the jocker, &#8220;Sandy,<br />
I&#8217;ve hiked and hiked and wandered too,<br />
But I ain&#8217;t seen any candy.<br />
I&#8217;ve hiked and hiked till my feet are sore<br />
And I&#8217;ll be damned if I hike any more<br />
To be buggered sore like a hobo&#8217;s whore<br />
In the Big Rock Candy Mountains.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein &#8220;punk&#8221; ist ein jugendlicher Streuner (oder allgemeiner: abwertend für einen Jugendlichen), der &#8220;jocker&#8221; ist die Figur der Rahmenhandlung, die den Leuten im <em>hobo jungle</em> die Geschichte erzählt und den Jungen zum Mitkommen überreden will &#8211; um ihn sexuell auszubeuten oder eine sexuelle Partnerschaft einzugehen. Klingt weit hergeholt? Solche homosexuellen &#8211; daneben auch rein pragmatische &#8211; Hobo-Partnerschaften gab es regelmäßig. Der ältere Partner heißt <em>jocker</em> oder <em>wolf</em> und lässt den jungen für sich betteln. Der junge heißt <em>lamb</em> oder <em>gonzel/ganzel</em> (<a href="http://www.eurekaencyclopedia.com/index.php/Category:Hobo_Life#Hobo_Homosexuality">Quelle</a>).</p>
<p><small>Fußnote: Dashiell Hammett nennt in <em>The Maltese Falcon</em> den jungen Ganoven Wilmer <em>gunsel</em>. Rezipiert wurde das als Slangausdruck für &#8220;Gangster&#8221; (immerhin steckt &#8220;gun&#8221; drin) und wanderte von dort aus wohl tatsächlich auch in Slang-Wörterbücher in dieser Bedeutung. Wie das Hammett gemeint hat, weiß ich nicht. Aber Wilmer ist der jüngere Begleiter des älteren Gutman, und Joel Cairo scheint zumindest einmal den Versuch gemacht zu haben, bei ihm zu landen.</small></p>
<p>Begegnet bin ich diesem Konzept in einer Kurzgeschichte, in der der jugendliche (glaube ich) Held vor einem <em>wolf</em> gewarnt wird, und dass damit eben nicht einfach ein Mann gemeint sei, der Frauen hinterherpfeift. (Ich dachte, das sei eine Hemingway-Geschichte gewesen, Recherche &#8211; siehe weiter unten &#8211; sagt, dass wohl doch nicht.) Als solcher ist der Begriff ja viel weiter verbreitet, auch mit dem dazu gehörenden <em>wolf whistle</em>, verewigt etwa in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lVN1Apz45AE">Tex-Avery-Cartoons</a>. Tatsächlich ist das Wort in der Bedeutung &#8220;seducer&#8221; seit 1847 belegt, seit 1917 auch für einen aktiven, dominierenden Homosexuellen (<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/thesaurus.htm">Historical Thesaurus of the OED</a>). Ein Gay Slang Dictionary <a href="http://www.odps.org/glossword/index.php?a=term&#038;d=8&#038;t=6096">nennt als Ursprung</a>: &#8220;prison early 1900&#8242;s&#8221;. Mehr dazu auch in diesem <a href="http://www.angelfire.com/folk/famoustramp/terminology.html">Glossar zur Hobo-Terminologie</a>. Da heißt oder hieß ein unerfahrener jugendlicher <em>hobo</em> &#8220;preshun&#8221; oder &#8220;possesh&#8221;, der in die Lehre zu einem &#8220;profesh&#8221; geht. Jack London betont in seinem autobiographischen <em>The Road</em> (<a href="http://www.gutenberg.org/files/14658/14658-h/14658-h.htm">Gutenberg</a>):</p>
<blockquote><p>A boy on The Road, on the other hand, no matter how green he is, is never a gay-cat; he is a road-kid or a &#8220;punk,&#8221; and if he travels with a &#8220;profesh,&#8221; he is known possessively as a &#8220;prushun.&#8221; I was never a prushun, for I did not take kindly to possession. I was first a road-kid and then a profesh.</p></blockquote>
<p>Die Auszüge aus dem Buch klingen ziemlich interessant, ich werde es bald mal lesen. James L. Haleys <em>Wolf: The Lives of Jack London</em> verdanke ich den Hinweis auf den Aufsatz <a href="http://www.gutenberg.org/files/13611/13611-h/13611-h.htm#2_APPENDIX_A">&#8220;Homosexuality among Tramps&#8221;</a> in Havelock Ellis&#8217; <em>Studies in the Psychology of Sex</em>. Habe ich noch nicht reingeschaut, kann für nichts garantieren.</p>
<p><a name="hobo"></a></p>
<h3>3. Hobo Stories</h3>
<p>Das Wort &#8220;hobo&#8221; kenne ich schon lange. Der &#8220;hobo jungle&#8221; taucht in Tom Waits wunderbarem &#8220;Kentucky Avenue&#8221; auf, wo zwei Jungen auch die Flucht von zu Hause planen, oder davon träumen, oder zumindest einer von ihnen. (&#8220;Church key&#8221; für &#8220;Flaschenöffner&#8221; habe ich auch aus diesem Lied.)<br />
Bei Stephen King bin ich dem <em>hobo jungle</em> sicher auch begegnet.<br />
Vielleicht in Jack-London-Geschichten?<br />
Und dann natürlich Ernest Hemingway, zum Beispiel &#8220;The Battler&#8221;. Dort ist der jugendliche &#8211; oder doch schon später Teenager? &#8211; Nick Adams, Held einer Reihe von Hemingway-Geschichten, gerade von einem Bahnpolizisten aus dem fahrenden Zug geworfen worden. Er wird von einem Lagerfeuer angelockt und trifft dort ein paar <em>hoboes</em>, einer davon ein ehemals berühmter Boxer, und sie teilen ihre Lebensmittel. Die Situation wird tatsächlich ein bisschen brenzlig für Nick, aber Sexualität ist kein Thema in dieser Geschichte.</p>
<p><a name="hemingway"></a></p>
<h3>4. Hemingway</h3>
<p>Beim Blättern im Hemingwayband bin ich auf zwei schöne Geschichten gestoßen, an die ich lange nicht mehr gedacht habe. <strong>&#8220;A Natural History of the Dead&#8221;</strong>, eine ganz untypische Geschichte. In durchaus poetischem Naturkundefilm-Tonfall (wie man ihn heute aus Fernsehsendungen über Eisbären oder die Tierwelt der Alpen kennt) beginnt der Bericht über einen Kriegsschauplatz:</p>
<blockquote><p>It has always seemed to me that the war has been omitted as a field for the observations of the naturalist. We have charming and sound accounts of the flora and fauna of Patagonia [...] Can we not hope to furnish the reader with a few rational and interesting facts about the dead?</p></blockquote>
<blockquote><p>Until the dead are buried they change somewhat in appearance each day. The color change in Caucasian races is from white to yellow, to yellow-green, to black. If left long enough in the heat, the flesh comes to resemble coal-tar, especially where it has been broken and torn, and it has quite a visible and tarlike iridescence.</p></blockquote>
<p>Bitter. Hätte ich eher von Ambrose Bierce erwartet, so etwas.<br />
Typischer ist <strong>&#8220;The Three-Day Blow&#8221;</strong>. Nick Adams besucht seinen Freund Bill, dessen Vater nicht zu Hause ist, in deren doch eher einfachen Behausung. Draußen stürmt es. Die beiden unterhalten sich erst mal über Sport und trinken Whiskey (und fragen sich, was Torf eigentlich ist) &#8211; und dann sprechen sie über die Bücher, die sie gerade lesen. <em>Richard Feverel</em> von George Meredith (&#8220;It&#8217;s all right&#8221;), <em>The Forest Lovers</em> von Maurice Henry Hewlett (&#8220;That&#8217;s the one where they go to bed every night with the naked sword between them&#8221;), <em>Fortitude</em> und <em>The Dark Forest</em> von Hugh Walpole (&#8220;I&#8217;d like to meet him&#8221;) und &#8211; hooray! &#8211; G. K. Chesterton. </p>
<blockquote><p>&#8220;&#8216;He must be the best guy there is. Do you remember the <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/g-k-chesterton-the-flying-inn.htm"><em>Flying Inn</em></a>?&#8221;</p></blockquote>
<p>(Falls nicht erinnerlich: ich liebe Chesterton.) Nach einer kurzen Diskussion, wer besser ist, Chesterton oder Walpole, wollen sie beide zum Fischen mitnehmen. Danach geht das ernsthafte Whiskeyrtrinken los, sie bekennen sich zum Fischen und widersagen Baseball, erheben Trinksprüche auf Walpole und Chesterton, und im Hintergrund steht die ganze Zeit über Nicks Trennung von seiner Freundin/zukünftigen Braut Marjorie.</p>
<p><a name="seminar"></a></p>
<h3>5. Seminar-Idee</h3>
<p>Falls ich noch Englisch unterrichten würde, könnte ich mir gut ein Seminar &#8220;Landeskunde durch Lieder&#8221; vorstellen &#8211; als W- oder P-Seminar. Die Leistung im W-Seminar wäre jeweils eine ausführliche Arbeit über ein einzelnes Lied, im P-Seminar könnte man die Lieder aufführen oder aufnehmen oder in die heutige Zeit übertragen, gerne auf Deutsch. Man müsste sich halt um die Rechte kümmern. Filme dazu: <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Dieses_Land_ist_mein_Land"><em>Dieses Land ist mein Land</em></a> (Biographie von Woody Guthrie, 1976, mit David Carradine). Am Rande erwähnenswert: <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Die_Faust_der_Rebellen">Boxcar Bertha</a> (1972), nicht über Musik, aber mit Zügen in den 1930ern, etwas zu brutal für mich, aber auch mit David Carradine und eine ganz frühe Scorsese-Regie &#8211; in einer Rogar-Corman-Produktion, da schau her.</p>
<p>Lieder für das Seminar, ganz spontan:</p>
<ul>
<li>Strange Fruit (Billie Holliday) (<a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Strange_Fruit">Wikipedia</a>)</li>
<li>Brother, Can You Spare A Dime (Rudy Vallee und viele viele andere) (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=zrPOqDRQErw">Youtube: The Weavers</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4F4yT0KAMyo">Youtube: Al Jolson</a>)</li>
<li>Sacco and Vanzetti (Woody Guthrie)</li>
<li>Sixteen Tons (Merle Travis u.a.) (<a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Sixteen_Tons">Wikipedia</a>)</li>
<li>Fairytale of New York (Pogues)</li>
<li>Vive la Quinta Brigada (Christy Moore) (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=8nhoEEzR-h8">Youtube</a>)</li>
<li>The Ludlow Massacre (Woody Guthrie)</li>
<li>Lousiana 1927 (Randy Newman)</li>
<li>Poverty Knock (trad., Chumbawamba) (<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/12/vom-weben-poverty-knock-und-anderes.htm">Blogeintrag</a>)</li>
<li>Tom Joad (eine Grapes-of-Wrath-Interpretation von Woody Guthrie)</li>
<li>The Biggest Ballof Twine in Minnesota (Weird Al Yankovic) (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=yp9yqLbJ4Wk">Youtube</a>, aber kein Vergleich zur Studioversion)</li>
<li>Ten Cents A Dance (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=O3WZHOjjTBM">Version 1</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0V8VvdaJvPU">Version 2</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kdS2MHcfAQ4">Version 3</a>, weil die beste Version &#8211; die von Doris Day &#8211; in unserem Land bei Youtube nicht angeschaut werden kann)</li>
<li>Von mir aus auch &#8220;I don&#8217;t like Mondays&#8221; und &#8220;Sunday, Bloody Sunday&#8221;, jede Menge irische politische Lieder, die 1930er sowieso.</li>
</ul>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/big-rock-candy-mountain-zweites-oeffentliches-ueben-und-hemingway.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/10/big-rock-candy-mountain-zweites-oeffentliches-ueben-und-hemingway.htm#comments">7 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Thesaurus</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/thesaurus.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/thesaurus.htm#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 04:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[David Crystal stellt in seinem Blog den Historical Thesaurus of the Oxford English Dictionary vor. Die Datenbasis dafür ist der Oxford English Dictionary, aber die Information ist gänzlich anders angeordnet, nämlich eben als Thesaurus. In einem Thesaurus kann man nach Synonymen suchen. So eine Funktion ist zum Beispiel in meinem LibreOffice intergriert (und auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>David Crystal <a href="http://david-crystal.blogspot.com/2011/06/on-bottom.html">stellt in seinem Blog</a> den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Historical_Thesaurus_of_the_Oxford_English_Dictionary">Historical Thesaurus of the Oxford English Dictionary</a> vor. Die Datenbasis dafür ist der Oxford English Dictionary, aber die Information ist gänzlich anders angeordnet, nämlich eben als Thesaurus.</p>
<p>In einem Thesaurus kann man nach Synonymen suchen. So eine Funktion ist zum Beispiel in meinem LibreOffice intergriert (und auch in Open Office und Microsoft Word). Ich habe da mal das Wort &#8220;Haus&#8221; geschrieben und markiert und dann den Thesaurus um Synonyme dazu gebeten. Der hat etwa zwanzig davon gefunden, und bietet sie mir zur Auswahl an, und zwar nach Aspekten sortiert. Meinte ich Haus unter dem Aspekt <strong>&#8220;Bau&#8221;</strong>? Dann schlägt er vor: Behausung, Bude, Eigenheim, Heim, Hütte, Bauwerk, Gebäude. Oder meinte ich Haus unter dem Aspekt <strong>&#8220;Blutsbande&#8221;</strong>, etwa wie in &#8220;Haus Habsburg&#8221;? Vorschläge: Familie, Familienbande, Geblüt, Geschlecht, Mischpoke, Sippe, Stamm. </p>
<p>Ein Thesaurus enthält als zentrale Begriffe also solche Apekte wie &#8220;Bau&#8221; und &#8220;Blutsbande&#8221;. Der Historical Thesaurus kennt mehr als 236.000 solcher Kategorien, die sich in Hierarchien befinden. Allein diese Einteilung der (sprachlichen &#8211; aber welche gäbe es außer ihr?) Welt in Kategorien ist schon eine spannende Sache. Das macht das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dewey_Decimal_Classification">Dewey Decimal Systemn</a> für Bibliotheken, das machte 1668 John Wilkins in seinem <em>Essay towards a Real Character and a Philosophical Language</em>, in dem er die Grundlagen einer philosophischen Sprache zu legen versucht, indem er das Wissen um seine Welt klassifiziert, und das macht das moderne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web">Semantische Web</a>.</p>
<p>Den Historical Thesaurus kann man zumindest zur Zeit und zumindest teilweise <a href="http://libra.englang.arts.gla.ac.uk/historicalthesaurus/menu1.html">online befragen</a>. Am einfachsten geht das über &#8220;Synonym Search&#8221;. Man sucht nach einem Wort, etwa &#8220;rosebud&#8221;, und kriegt als Ergebnis drei Großkategorien: Animal Kingdom, Society und Plants. Um welches &#8220;rosebud&#8221; soll es gehen? Um, probieren wir mal Society aus. Dort werden mir wieder drei Bereiche angeboten, ich wähle mal den Bereich, der technisch so heißt: &#8220;03.01.04.04.02. ./ 06.06. . .&#8221; mit der Bedeutung &#8220;members of scouts/guides&#8221;. das ist die endgültige Unterkategorie mit eben dem Inhalt: &#8220;Bezeichnungen für Mitglieder der Pfadfinder.&#8221; Und da finde ich dann, chronologisch geordnet mit dem Jahr des OED-Erstbelegs:</p>
<p>Boy Scout, patrol leader, scoutmaster/scout-master, tenderfoot, captain, (Girl) Guide, lieutenant, sea-scout, Rosebud (1914), Brownie, Sixer, tenderpad, Wolf Cub&#8230; na ja, und noch viele Synonyme mehr. </p>
<p>Mäßig spannend, das Ergebnis. David Crystal beschreibt in seinem Blogeintrag, wie er den Thesaurus dazu nutzt, herauszufinden, ob &#8220;bottom&#8221; schon zu Shakespeare-Zeit die Bedeutung von &#8220;Hintern&#8221; hatte. Also nach &#8220;bottom&#8221; suchen, Überkategorie &#8220;The Body&#8221; wählen, Unterkategorie &#8220;buttocks&#8221;, und man sieht alle Synonyme von Alteneglisch bis 1968. (Ergebnis: nein, bei Shakespeare gibt es diese Bedeutung noch nicht.) Jedenfalls alle, die das OED kennt. Ich habe nach Pulp-Fiction-Vokabular gesucht, da war nicht alles drin. Und unter &#8220;sexual intercourse&#8221; ist der Erstbeleg für &#8220;(to) shtup&#8221; erst 1969? Wird schon stimmen, ich hätte auf älter geschätzt.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/thesaurus.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/07/thesaurus.htm#comments">Kein Kommentar</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Macbeth in den Kammerspielen</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/06/macbeth-in-den-kammerspielen.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/06/macbeth-in-den-kammerspielen.htm#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 07:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[William Shakespeare]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gehe nicht gerne ins Theater. Das ist immer abends, und da bin ich müde. Außerdem sind komische Leute um mich herum. Aber das Hauptproblem ist, dass ich mich da oft langweile, selbst bei Stücken, die ich zum Lesen gut finde. Ich wünsche mir beim Theater eine hohe Informationsdichte, so wie ich mir bei Fernsehserien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe nicht gerne ins Theater. Das ist immer abends, und da bin ich müde. Außerdem sind komische Leute um mich herum. Aber das Hauptproblem ist, dass ich mich da oft langweile, selbst bei Stücken, die ich zum Lesen gut finde. Ich wünsche mir beim Theater eine hohe Informationsdichte, so wie ich mir bei Fernsehserien grundsätzlich Split-Screen wünsche (also mehrere Fenster mit unterschiedlichen Szenen, gerne mit Bezug zueinander). Und wenn ich dort am Anfang der letzten Folge eines Vierteilers ein schnell geschnittenes &#8220;Was bisher geschah&#8221; sehe, wünsche ich mir einen ganzen Film, der so dicht erzählt ist wie dieser Rückblick.<br />
Und was kriege ich meist im Theater? Eine Gruppe von Menschen, die in sicher ganz wichtigen Konstellationen auf der Bühne stehen und bedeutungsvoll schweigen. Jedes Wort im Satz betonen, und dann wieder bedeutungsvoll gucken. Und schweigen, bedeutungsvoll. Das Haupt schütteln, schweigend. &#8212; Mein liebstes Theater nehme ich bitte gleich als Hörspiel, mit viel Text, wenig Pausen dazwischen, und schneller, dichter Vortragsweise. Wo die Leute stehen und wie sie gucken, ist mir dabei egal.</p>
<p>Gestern abend war ich in den <a href="http://www.muenchner-kammerspiele.de/programm/macbeth/">Kammerspielen bei Macbeth</a>. Die Kurzfassung: es hat mir vom ersten Moment an ausgezeichnet gefallen. Und ich glaube, das liegt an der Informationsdichte der Inszenierung, obwohl es natürlich auch geholfen hat, dass die fünf Schauspieler sehr gut waren. Diese Informationsdichte wurde nicht durch Handlung und Dialog erreicht, sondern eher durch lyrische Effekte, so wie Lyrik ja auch sehr informationsdicht ist. </p>
<p>Es dauerte eine ganze Weile, bis die erste Worte fielen, die doch sonst das sind, was mich interessiert. Aber meine Aufmerksamkeit hatte auch so genug zu tun. Am Anfang die drei Hexen, als bunte Fairy Godmothers gekleidet, die das Publikum wortlos neckten. Allein da schon Assoziationen zu englischer Pantomime. Die drei mit deutlich unterschiedlichen Charakteren, darunter eine etwas mufflige, von einem Mann gespielt. Da hatte ich sofort Terry Pratchetts Hexen im Kopf. Dann kamen Macbeth und Banquo auf dem Schlachtfeld, von den Hexen live mit Blut getränkt, Schattenspiel im Hintergrund mit der Königskrone. (Überhaupt passierte gerne etwas auf zwei Ebenen, vorne und im Haus hinten. Ein Haus, dessen Inneres so plötzlich in Erscheinung tritt wie das Sterbezimmer von Charles Foster Kane in der Anfangssequenz von <em>Citizen Kane</em>.) Macbeth und Banquo als zwei Schuljungen, mit freundschaftlichem, nicht ganz konkurrenzfreien Abhängigkeitsverhältnis, die ihre innige Verbundenheit, oder zumindest den Wunsch danach, mit einem Lied aus der West Side Story ausdrücken. Dann die Botenrede vom Krieg als Live-Kriegs- und Sport-Berichterstattung mit Mikrofon. Überhaupt wurde das große Mikrofon und sein langes Kabel viel als dramaturgisches Mittel verwendet (und keinesfalls derm Lautstärke wegen): zum Singen, zum Kenntlichmachen der Öffentlichkeit der Rede, für akustische Verfremdungseffekte. Oder es wurde dem Malcolm, König Duncans Sohn, in die Hand gedrückt, damit der etwas sagt &#8211; und der kein Wort herausbrachte wie Colin Firth in <em>The King&#8217;s Speech</em>.</p>
<p>Und wir sind immer noch erst ganz am Anfang des Stücks. So dicht ging es weiter. Nicht die ganze Zeit, und der 4. Akt hatte Längen, aber das muss so sein. Vierte Akte sind immer langweilig (ist mir bei <em>Cyrano</em> und <em>Twelfth Night</em> zum ersten Mal aufgefallen). Die haben sogar ein eigenes Wort dafür in der Dramentheorie: retardierendes Moment. Das kann also kein Versehen sein, das mit den langweiligen vierten Akten, sondern Absicht. Warum, weiß ich auch nicht. Als Ausnahmen fallen mir spontan ein: <em>A Midsummer Night&#8217;s Dream</em> &#8211; eigentlich nur vier Akte mit einem angehängten Spiel im Spiel &#8211; und <em>The Merchant of Venice</em> &#8211; vier Akte mit einer angehängten Gerichtsverhandlung.</p>
<p>Der Text des Stücks (Übersetzung von Thomas Brasch, bearbeitet von der Regisseurin Karin Henkel und Jeroen Versteele) wurde gekürzt. Das ist völlig in Ordnung. Immer wieder wurden Passagen dabei chorartig wiederholt, teilweise auf Deutsch und Englisch, nacheinander oder nebeneinander. Sprache war dabei ein lyrisches Stilmittel (und Shakespeare ist immer für schöne Bilder gut) neben anderen, visuellen Stilmitteln.<br />
Ein Problem habe ich nur mit dem Verwenden eines Soundtracks. Gesang und live gespielte Instrumente (das gab es auch) finde ich legitime dramaturgische Mittel. Text- und Bildeinblendungen ebenso, auch wenn es die in diesem Stück nicht gab. Aber Filmmusik, sozusagen, da fühle ich mich nicht wohl dabei. Es ist ein effektives dramaturgisches Mittel, keine Frage. Aber zu effektiv für mich, glaube ich. Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass man einen selbst gedrehten Videofilm, gut oder schlecht, durch nichts so aufpeppen kann wie durch eine schöne Filmmusik im Hintergrund. Da ist sofort Spannung da, die Wertigkeit des Film steigt enorm. Text- und Bildeinblendungen haben diesen Effekt nicht. Jedenfalls mag ich Musikeinblendungen in Theateraufführungen nicht, die habe ich lieber unplugged, sozusagen,.</p>
<p>Wie sehen andere Theatergänger diese Inszenierung? Werden die bedeutungsschwangeren Pausen vermisst? Vielleicht wird die Inszenierung als bloße Unterhaltung gesehen. Das Stück wurde verhältnismäßig unkonventionell, aber vor allem unterhaltend inszeniert. Ich habe nicht das geringste Bedürfnis, nach einer darüber hinaus gehenden Interpretation dieser speziellen Inszenierung, ist das in Ordnung?</p>
<p>Ein Wort noch zu den Clowns: In Shakespeare selber ist nur der Türsteher eine komische Figur, wenn ich mich richtig erinnere. Hier waren es auch die zwei bis drei gedungenen Mörder, die Banquo und seinen Sohn Fleance töten sollen. Toll, wie die Schauspieler aus den Rollen zuvor plötzlich in diese komische Einlage wechselten. Fans der englischen Radioserie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/I%27m_Sorry,_I%27ll_Read_That_Again">&#8220;I&#8217;m Sorry I&#8217;ll Read That Again&#8221;</a> (ISIRTA, etwa 1964-1975) kennen etwas Ähnliches aus der Macbeth-Episode, die man etwa <a href="http://www.myoldradio.com/old-radio-episodes/i-m-sorry-ill-read-that-again-macbeth/3">hier anhören</a> und <a href="http://www.sadena.com/BBC-Radio/ISIRTA%20I%27m%20Sorry%20I%27ll%20Read%20That%20Again/">da</a> herunterladen kann. (Der Macbeth-Sketch beginnt 15:15 die Mörder-Szene kommt ab 25:30.)</p>
<p>Mit Schülern habe ich Macbeth nie gelesen, war aber mal mit ihnen in einer Inszenierung und habe das Stück dazu kurz vorbereitet. Dazu habe ich die ISIRTA-Nummer vorgespielt, die tatsächlich einen guten Überblick über die Handlung gibt. Die Wortspiele und Anspielungen habe ich dazu herausgeschrieben, also setze ich die keinesfalls vollständige Liste mal hierher:</p>
<ul>
<li>Titus Andronicus: tight (=dicht, betrunken) as Andronicus</li>
<li>Scene 1: (I&#8217;ve) seen one</li>
<li>blasted heath (karge Heide): blasted Heath (verdammter Heath, Prime Minister)</li>
<li>infernal Wilson (Prime Minister vor und nach Heath)</li>
<li>a foul night: fowl (Geflügel)</li>
<li>to lash (peitschen)</li>
<li>a terrible night to be abroad (unterwegs): &#8230;a broad (eine Frau)</li>
<li>I noticed a hollow (cave/hole in ground): &#8230;hullo (=hello)</li>
<li>double, double, toil and bubble (witches&#8217; song): melody of &#8220;twinkle, twinkle, little star&#8221;</li>
<li>hail, hail, hail (=Heil): hail (=Hagel)</li>
<li>Thane (Scottish title)</li>
<li>issue (=Nachkommenschaft) : Ring a Ring o&#8217; Roses: Kinderspiel/-lied, mit dreimal Niesen (hatch-u, hatch-u, hatch-u), gefolgt von der Zeile &#8220;all fall down&#8221; (ein Relikt aus der Pestzeit)</li>
<li>throne (Thron): throne (Kloschüssel)</li>
<li>is this a dagger which I see before me (famous line)</li>
<li>the porter told (zählen/läuten – altertümlich) the bell: to tell (erzählen)</li>
<li>Lady Macbeth began wailing (weinen, klagen): &#8230;whaling (Walfangen)</li>
<li>Thar (=there) she blows: traditioneller Ruf bei Sichtung eines Wals</li>
<li>They brought in the corpse: &#8230;brought in the cops</li>
<li>traditioneller Polizistensatz: &#8220;Hello, hello, what&#8217;s all this here then?&#8221;</li>
<li>to crown (krönen): to crown (eins auf den Kopf geben)</li>
<li>he tore his hair&#8230; and stamped on his rabbit: &#8230;his hare (Hase)</li>
<li>to wash one&#8217;s hands: euphemism for going to the toilet</li>
<li>spot, damned spot (famous line)</li>
<li>you shall be king till Burnam wood shall come to Dunsinane (famous line)</li>
<li>stronghold (Festung): stronghold (Ringergriff)</li>
<li>bulwarks (&#8220;Bollwerk&#8221; &#8211; Zinnen oder so etwas&#8230;): bollocks (Hoden &#8211; aber anderes Register)</li>
</ul>
<p>Und natürlich ist keine Macbeth-Behandlung vollständig ohne James Thurbers geniales &#8220;<a href="http://www.google.de/search?q="The+Macbeth+Murder+Mystery"">The Macbeth Murder Mystery&#8221;</a>.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
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		<item>
		<title>Dial L for Listening</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/03/dial-l-for-listening.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2011/03/dial-l-for-listening.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 19:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal machen)]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin seit einiger Zeit nicht mehr bei der Telekom, sondern kriege mein Telefon über meinen Internetanbieter. Dort kann ich mir ohne weitere Kosten zusätzliche Telefonnummern anlegen und auch wieder löschen, 10 Stück davon. Diese Nummern kann ich mit digitalen Anrufbeantwortern versehen, über mein Telefon und meinen Router oder über eine Webschnittstelle, wo ich eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin seit einiger Zeit nicht mehr bei der Telekom, sondern kriege mein Telefon über meinen Internetanbieter. Dort kann ich mir ohne weitere Kosten zusätzliche Telefonnummern anlegen und auch wieder löschen, 10 Stück davon. Diese Nummern kann ich mit digitalen Anrufbeantwortern versehen, über mein Telefon und meinen Router oder über eine Webschnittstelle, wo ich eine Audiodatei hochladen kann (.wav, 8 kHz, also eher low-fidelity).</p>
<p>Ich unterrichte ja kein Englisch mehr, aber wenn es doch mal wieder dazu kommt, werde ich mir zwei oder drei Nummern einrichten mit Ansagetexten verschiedenen Schwierigkeitsgrads, und dann lasse ich in der Schule Schüler die Nummern anrufen und mir den Inhalt der Nachricht mitteilen. Eventuell ist auch gleich ein Arbeitsauftrag dabei. Ganz umkompliziert und spontan einsetzbare Hörverstehensübung.</p>
<p>(Ja, man braucht dazu <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2009/02/das-klingelnde-klassenzimmer.htm">Telefon im Klassenzimmer</a> oder einsetzbare Handys. Zur Not, aber das würde viel vom Witz wegnehmen, könnte ich auch mein eigenes Handy anbieten; Anrufe wären dann kostenlos &#8211; wieviel und ob das sonst etwas kostet, hängt von den Tarifen der Schüler ab. Und klar, ein echter Mensch am anderen Ende &#8211; so wie bei <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2007/10/anrufen-in-bishopsbridge-schnitzeljagd-i.htm">dieser Hörverstehens-Schnitzeljagd an der Uni</a> &#8211; wäre natürlich noch schöner.)</p>
<p>Optional müssen Schüler auch gleich einen Text als Reaktion auf meine Ansage aufsprechen. Der wird, digitaler Anbieter macht es möglich, automatisch als Audiodatei an eine beliebige E-Mail-Adresse geschickt (und dann vom digitalen AB gelöscht, man will ja nicht zuviel herumliegen haben). So kriege ich bequem die Aufnahmen.</p>
<p>&#8211; Was ich mir eh schon eingerichtet habe: eine private Telefonnummer ohne Ansagetext, aber mit Aufnahmemöglichkeit und Weiterleitung der Audiodatei an meine E-Mail. So kann ich mir schnell Audionotizen aufs Handy aufsprechen, die ich dann gleich auf dem Rechner habe, ohne erst ans Handy zu müssen. </p>
<p><em>Nachtrag: Eine eigene Nummer für den Anrufbeantwortner ist ohnehin keine schlechte Idee. Nicht nur für mich, das sollte jeder haben. Es kommt doch immer wieder vor, dass man Leute gar nicht persönlich sprechen möchte, sondern ihnen nur etwas aus Band sagen will. Wenn da jeder eine eigene Voicemail-Nummer hätte: wie praktisch.</em></p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2011. |
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<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Stapelweise Englischlektüren&#8230;</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/stapelweise-englischlektueren.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/stapelweise-englischlektueren.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 07:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schullektüren]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;gibt es an meiner Schule. Für jede einzelne Klasse gibt es einen Stapel von etwa 30 Englischlektüren, die für die Jahrgangsstufe angemessen sind: (Im Bild ist der Stapel kleiner, da einige Bücher verliehen sind. Dafür sind auch drei von meinen eigenen dabei.) Diese Bücher kriegt der Englischlehrer einer Klasse und kann damit machen, was er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;gibt es an meiner Schule. Für jede einzelne Klasse gibt es einen Stapel von etwa 30 Englischlektüren, die für die Jahrgangsstufe angemessen sind:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/englischlektueren.jpg" alt="" title="Englischlektueren" width="550" height="339" class="aligncenter size-full wp-image-3080" /></p>
<p>(Im Bild ist der Stapel kleiner, da einige Bücher verliehen sind. Dafür sind auch drei von meinen eigenen dabei.)</p>
<p>Diese Bücher kriegt der Englischlehrer einer Klasse und kann damit machen, was er will. Sinnvoll ist es natürlich, sie den Schülern als Lektüre auszuleihen. Einmal pro Woche ist bei mir Tauschtag, da kann jeder sich ein Buch ausleihen oder ein gelesenes zurückgeben.<br />
Das Angebot wird in der Unterstufe gut angenommen, je nach Klasse auch noch bis in die 9. Jahrgangsstufe. Ich verlange allerdings auch von jedem Schüler eine Buchvorstellung pro Jahr, auch schon in der Unterstufe. Das kann eine dieser Schullektüren sein oder ein eigenes, auf Englisch gelesenes Buch. Einige Schüler und Schülerinnen meiner aktuellen 7. Klasse lesen privat nämlich schon deutlich anspruchsvollere englische Bücher.</p>
<p>Zur Logisitik: Jede Lektüre hat eine aufgeklebte Nummer. Zum Halbjahr wird der Klassensatz mit einer Parallelklasse getauscht, damit eine neue Auswahl da ist. Am Ende des Jahres muss für verloren gegangene Bücher gezahlt werden. Und jemand in der Englisch-Fachschaft muss sich darum kümmern, dass ausreichend Bücher da sind, dass alte aussortiert und neue angeschafft werden; Schüler und Kollegen muss man zu kleineren Schönheitsreparaturen am Buch anregen. Und irgendwann muss man halt einen Haufen solcher Lektüren anschaffen. Andererseits hat ohnehin jeder Englischlehrer einen kleinen Stapel solche Bücher zu Hause, mit dem man selten etwas anfängt.</p>
<p>Aktueller Gedanke&#8230; könnte man das nicht auf mit Deutsch-Lektüren so machen? Ich denke speziell an Mittel- und Oberstufe. Eher einzelne Aufsätze als ganze Bücher?</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/stapelweise-englischlektueren.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/stapelweise-englischlektueren.htm#comments">10 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bildungsstandards und GER: Die Faustregel</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/bildungsstandards-und-ger-die-faustregel.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/bildungsstandards-und-ger-die-faustregel.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 16:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ergebnisse für VERA 8 liegen vor, zumindest aus Berlin. Soundsoviel Prozent der Schüler erfüllen die Bildungsstandards. Bildungsstandards, die hat die Kultusministerkonferenz (KMK) Ende 2003 für den mittleren Schulabschluss eingeführt. Für Englisch hat man sich dabei am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (Common European Framework of Reference for Languages) orientiert. Der teilt die Fremdsprachfähigkeit in 6 Stufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ergebnisse für VERA 8 <a href="http://bildungsklick.de/pm/75828/ergebnisse-fuer-vera-8-liegen-vor/">liegen vor</a>, zumindest aus Berlin. Soundsoviel Prozent der Schüler erfüllen die Bildungsstandards. Bildungsstandards, die hat die Kultusministerkonferenz (KMK) Ende 2003 für den mittleren Schulabschluss eingeführt. Für Englisch hat man sich dabei am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsamer_Europ%C3%A4ischer_Referenzrahmen">Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen</a> (Common European Framework of Reference for Languages) orientiert. Der teilt die Fremdsprachfähigkeit in 6 Stufen ein:</p>
<ul>
<li>A1 und A2 (Elementare Sprachverwendung)</li>
<li>B1 und B2 (Selbstständige Sprachverwendung)</li>
<li>C1 und C2 (Kompetente Sprachverwendung)</li>
</ul>
<p>Was man auf welcher Stufe können kann, <a href="http://www.goethe.de/z/50/commeuro/303.htm">steht schön beim Goethe-Institut</a>, hier ein Ausschnitt:</p>
<blockquote><p>B2: Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne grössere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.</p>
<p>B1: Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben.</p>
<p>A2: Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht. Kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben.</p>
<p>A1: Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen &#8211; z. B. wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben &#8211; und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen.</p></blockquote>
<p>Auch im bayerischen Lehrplan stehen diese Stufen, und zwar so:</p>
<ul>
<li>5. Klasse: A1</li>
<li>6. Klasse: A1+</li>
<li>7. Klasse: A2</li>
<li>8. Klasse: A2+</li>
<li>9. Klasse: B1</li>
<li>10. Klasse: B1+</li>
<li>12. Klasse: B2+ (C1 im Lesen)</li>
</ul>
<p>Diese Plus-Stufen sind im GER eigentlich nicht vorgesehen, aber man muss ja den Fortschritt von Jahr zu Jahr dokumentieren.<br />
Da ich mir nie merken kann, wann was kommt, zähle ich immer an den Fingerknöcheln ab:</p>
<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/gemeinsamer_europaeischer_referenzrahmen.jpg" alt="" title="gemeinsamer_europaeischer_referenzrahmen" width="550" height="402" class="aligncenter size-full wp-image-3075" /></p>
<p>(Für B2+ am Ende der 12. Klasse hatte ich leider keine Finger mehr übrig.)</p>
<p>&#8211; Die Ergebnisse von VERA 8 sind leider nie groß veröffentlicht worden. Da wurde in der 8. Klasse getestet, und da hatten an meiner Schule fast alle Schüler B1 oder besser, teilweise viel besser, und ich denke, das wird in ganz Bayern so gewesen sein. Dabei müssten die Schüler doch erst am Ende der 9. Klasse so weit sein? Sollen sich die bayerischen Schüler darüber freuen oder nicht?</p>
<p>Nun, wer am Ende der 9. Klasse Jahres eine 4 im Zeugnis hat, dem wird bestätigt, auf der Stufe B1 zu sein &#8211; und sei es auch nur ein gerade noch erreichtes Ausreichend. Da ist schon denkbar, dass die meisten Schüler in der 8. bereits so weit sind.<br />
Das heißt aber auch, dass diese Werte Minimalwerte sind, also ein B1 in der 9. Jahrgangsstufe. Wenn man diese Stufe erreicht, dann ist das ausreichend; wer eine Stufe drüber ist, dann ist das schon befriedigend, zwei Stufen darüber &#8211; also zum Beispiel B1+ bereits in der 8. Klasse &#8211; sind gut. (Mein Vorschlag, nicht Lehrmeinung.) Oder wie soll man das sehen? Das heißt dann aber, dass man den Schülern auch Prüfungsaufgaben von schwierigerem Niveau vorsetzen muss.</p>
<p>Die Alternative wäre, in der 8. Klasse nur auf A2+ zu prüfen, und wer das erfüllt, kriegt Note 1-4, wer nicht, der 5-6. Halte ich für wenig sinnvoll. Die Lehrmeinung dazu kenne ich nicht. Interessieren würde mich sehr, wie gut die Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen <em>wirklich</em> sind. Ich sag mal: extrem unterschiedlich. Außerdem in den unteren Jahrgangsstufen im Schnitt deutlich darüber, in der Oberstufe kann ich&#8217;s beim G8 nicht sagen &#8211; vermutlich schon so B2. C1 im Lesen? Sicher ein paar, aber eher wenige.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/bildungsstandards-und-ger-die-faustregel.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/11/bildungsstandards-und-ger-die-faustregel.htm#comments">4 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Who writes like who? Verzeihung, whom. Oder doch who?</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/who-writes-like-who-verzeihung-whom-oder-doch-who.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/who-writes-like-who-verzeihung-whom-oder-doch-who.htm#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 12:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule (mal machen)]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Nettes Spielchen: I Write Like, eine Seite, bei der man einen zusammenhängenden englischen Text eingibt, theoretisch selbst verfasst, und die Maschine sagt einem dann, welchem &#8211; Englisch schreibenden &#8211; Autor man ähnelt. (via Anke Groener) Ich habe natürlich ausprobiert, was geschieht, wenn man gleich Texte englischer Autoren eingibt. Heraus kam: Ray Bradbury schreibt wie Stephen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nettes Spielchen: <a href="http://iwl.me/">I Write Like</a>, eine Seite, bei der man einen zusammenhängenden englischen Text eingibt, theoretisch selbst verfasst, und die Maschine sagt einem dann, welchem &#8211; Englisch schreibenden &#8211; Autor man ähnelt.  (<a href="http://www.ankegroener.de/?p=10009">via Anke Groener</a>)</p>
<p>Ich habe natürlich ausprobiert, was geschieht, wenn man gleich Texte englischer Autoren eingibt. Heraus kam:</p>
<ul>
<li>Ray Bradbury schreibt wie Stephen King.</li>
<li>Rudyard Kipling schreibt wie Vladimir Nabokov.</li>
<li>Robert Leslie Bellem schreibt wie Nabokov.<br />
Oder wie H.G. Wells, wenn man den Textausschnitt erweitert.*</li>
<li>William Faulkner schreibt wie Margaret Mitchell.</li>
<li>Ernest Hemingway schreibt wie Raymond Chandler.</li>
<li>Henry James schreibt wie H.P. Lovecraft.</li>
<li>H.P. Lovecraft schreibt wie H.P. Lovecraft.</li>
</ul>
<p><small>* Bellem muss man nicht kennen. Ein Spitzname für ihn ist <em>Shakespeare of the Spicies</em>. Pulpautor vom Feinsten.</small></p>
<p>Dass Hemingway und Chandler sich ähnlich sind, da ist etwas dran. Henry James und Lovecraft dagegen&#8230; das müsste man untersuchen.<br />
Mögliches Spiel, auch für die Schule: man gibt einen Text eines selbst gewählten Autors ein und schaut, wem dieser Autor ähnelt. Dann muss man ein Textstück des neuen Autors suchen und eingeben und wiederum schauen, wem dieser ähnelt. Und so weiter, bis man irgendwann zu einem Autor kommt, der sich selber ähnelt, wie Lovecraft in meinem Versuch oben.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/who-writes-like-who-verzeihung-whom-oder-doch-who.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/09/who-writes-like-who-verzeihung-whom-oder-doch-who.htm#comments">8 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>LibriVox</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/librivox.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/librivox.htm#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 05:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß leider nicht mehr, wo ich vor ein paar Monaten in einem Kommentar geschrieben habe, dass LibriVox für mich als Quelle nur mäßig brauchbar ist. Diese Meinung habe ich nämlich geändert &#8211; kennengelernt und ausprobiert hatte ich LibriVox vor ein paar Jahren, noch einmal ausprobiert vor ein paar Wochen, und mit der Qualität bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß leider nicht mehr, wo ich vor ein paar Monaten in einem Kommentar geschrieben habe, dass LibriVox für mich als Quelle nur mäßig brauchbar ist. Diese Meinung habe ich nämlich geändert &#8211; kennengelernt und ausprobiert hatte ich LibriVox vor ein paar Jahren, noch einmal ausprobiert vor ein paar Wochen, und mit der Qualität bin ich jetzt sehr zufrieden.</p>
<p><a href="http://librivox.org">LibriVox.org</a>: das ist so etwas wie Projekt Gutenberg für Hörbücher. Freiwillige lesen dort Bücher vor und die Aufnahmen sind durchweg in der <em>public domain</em>, so dass man sie verwenden kann, wie man will. Links zu den Texten, natürlich ebenfalls <em>public domain</em>, gibt es auch gleich.</p>
<p>(Allerdings: nicht bei jedem Werk, das in den USA in der <em>public domain</em> ist, sind auch in Deutschland Urheber- beziehungsweise Verwertungsrecht abgelaufen. Insbesondere sind zum Beispiel die meisten Bücher in den USA gemeinfrei, die dort vor 1923 zum ersten Mal veröffentlicht wurden, auch wenn der Autor noch keine 70 Jahre tot ist. Für Europa gilt aber, mehr oder weniger, nur letztere Regel. <a href="http://www.copyright.cornell.edu/resources/publicdomain.cfm">Details zu USA-Regeln.</a>)</p>
<p>Manche der Aufnahmen sind nicht besonders gut, und das waren früher eben die ersten, auf die ich gestoßen bin. Meine letzten Stichproben waren aber lauter erfreuliche Erfahrungen. Der Tipp: wenn man einen Leser gefunden hat, der gut vorlesen kann, dann sollte man einfach schauen, welche anderen Werke es vom gleichen Vorleser noch gibt. Und schon hat man viele schöne Aufnahmen.</p>
<ul>
<li>Ganz toll etwa ist die <a href="http://librivox.org/stalky-and-co-by-rudyard-kipling/">Aufnahme von Rudyard Kiplings <em>Stalky &#038; Co.</em></a>, gelesen von Tim Bulkeley. Klasse. Wie es bei Charles Dickens heißt (<em>Our Mutual Friend</em>): &#8220;He do the Police in different voices.&#8221; Das ist nicht fehlerfrei, alle dreißig Minuten ist mal ein winziges Stolpern oder Zögern dabei, das bei einer bezahlten Aufnahme nicht akzeptiert werden würde. Aber die verschiedenen Dialekte und Tonfälle einer vergangenen Zeit trifft Bulkeley wunderschön anschaulich, ohne zu übertreiben. Insgesamt knapp 6 1/2 Stunden.</li>
<li>Wenn man <a href="http://librivox.org/newcatalog/search_advanced.php?title=&#038;author=&#038;cat=&#038;genre=&#038;status=all&#038;type=&#038;language=&#038;date=&#038;reader=Tim+Bulkeley+&#038;reader_exact=on&#038;bc=&#038;mc=&#038;action=Search">nach dem Vorleser Tim Bulkeley sucht,</a> stößt man auf Wilkie Collins, P.G. Wodehouse, mehr Kipling, und andere.</li>
<li>Über einige Geschichten von H. P. Lovecraft bin ich auf <a href="http://librivox.org/newcatalog/people_public.php?peopleid=453">Glen Hallstrom a.k.a. SmokestackJones</a> gestoßen. Auch ein guter Vorleser; liest vor allem Kurzgeschichten.</li>
<li>Schön einfach: <a href="http://librivox.org/the-iliad-for-boys-and-girls-by-alfred-j-church/">The Iliad for Boys and Girls</a>. Leider trotzdem noch zu schwer für meine Sechstklässler. Aber ich will mal ausprobieren, ob es Schülern etwas bringt, einen Text &#8211; nachdem sie ihn mehrfach gelesen und angehört haben &#8211; gleichzeitig vorgelesen zu bekommen und dabei laut mitzulesen und sich selber dabei aufzunehmen. </li>
<li>Im Moment höre ich gerade <a href="http://librivox.org/the-wrong-box-by-robert-louis-stevenson-and-lloyd-osbourne/"><em>The Wrong Box</em> von Robert Louis Stevenson und Lloyd Osborne</a>. Ich habe das vor Jahren zwei- oder dreimal mit Genuss und Befremdung gelesen. Die Geschichte: zwei Brüder, hochbetagt, sind die letzten Überlebenden einer Runde von Herren, die im Kindesalter Teilnehmer einer leicht abgewandelten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tontine">Tontine</a> waren. Dabei wird für jeden Teilnehmer ein Betrag eingezahlt und der letzte Überlebende kriegt dann, viele, viele Jahre später, die Summe ausgezahlt. Nicht dass der dann noch viel davon hat.<br />
Einer der beiden Brüder wird von einem etwas leichtfertigen Neffen gehütet, ist aber schon lange nicht mehr gesehen worden. Lebt er überhaupt noch? Der andere Bruder, durchaus noch rüstig, ist wirtschaftlich abhängig von einem anderen, etwas verbisseneneren Neffen, dem er seine möglichen Tontinenanspruch übereignet hat. Er darf kaum mehr aus dem Haus, damit seine Gesundheit auch ja nicht leidet, schließlich ist er eine Investition. Durch eine Verwechslung bei einem Zugunglück wird er für tot gehalten und entkommt, oberlehrerhaft durch die Gegend ziehend (lange Geschichte). Der finstere Neffe gaukelt nun seinerseits der Welt vor, dass der Onkel noch lebt, und versucht die verwechselte Leiche zu verbergen. (<em>&#8220;It&#8217;s illegal, ain&#8217;t it?&#8221; said John. &#8220;A man must have </em>some<em> moral courage,&#8221; replied Morris with dignity.</em>) Die Leiche geht allerdings mehrfach verloren. Hilarity ensues. Wie gesagt, schräges Buch, beeinflusst von der Geschichte des Buckligen aus Tausendundeiner Nacht.</li>
</ul>
<p>&#8211; Fast alle Aufnahmen sind auf Englisch. Für die Sommerferien habe ich mir eine deutsche Tieck-Novelle vorgenommen und vielleicht eine Chaucer-Novelle, auf mittelenglisch. Das ist ein schönes, überschaubares Vorhaben, mit dem ich der Community etwas zurückgeben kann. Kult des Amateurs? Ich liebe Amateure. Gerade bei Kunst und Entertainment sollten Amateure eine größere Rolle spielen. Das heißt nicht, dass man im Fernsehen Superstars sucht, also Leute, die genau diesem Amateurstatus entfliehen wollen. Sondern dass mehr Leute Bücher vorlesen. Selber.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/librivox.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/librivox.htm#comments">2 Kommentare</a>
<br/>
</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frank McCourt, Teacher Man</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/frank-mccourt-teacher-man.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/frank-mccourt-teacher-man.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerbild]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Ferien habe ich dieses dritte Buch von Frank McCourt gelesen (nach Angela&#8217;s Ashes und &#8216;Tis); es enthält die Erinnerungen von McCourt an sein Leben als Lehrer an verschiedenen amerikanischen Schulen seit den 1950er Jahren. Das Lesen hat Spaß gemacht, das Buch enthält Heiteres und Trauriges, viele Schulgeschichten und auch Privatleben. Allerdings: so gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.herr-rau.de/wordpress/archiv/mccourt_teacher_man.jpg" alt="" title="mccourt_teacher_man" width="150" height="251" class="aligncenter size-full wp-image-2775" /></p>
<p>In den Ferien habe ich dieses dritte Buch von Frank McCourt gelesen (nach <em>Angela&#8217;s Ashes</em> und <em>&#8216;Tis</em>); es enthält die Erinnerungen von McCourt an sein Leben als Lehrer an verschiedenen amerikanischen Schulen seit den 1950er Jahren. Das Lesen hat Spaß gemacht, das Buch enthält Heiteres und Trauriges, viele Schulgeschichten und auch Privatleben. Allerdings: so gut wie im Vorwort wurde das Buch für mich nie wieder. Dort dankt McCourt nicht wie üblich denjenigen, ohne die dieses Buch nicht entstanden wäre &#8211; stattdessen <em>vergibt</em> er ihnen, Papst Pius XII, den Engländern allgemein, dem Bischof von Limerick und vielen anderen. Und das in einem Tonfall, genial.</p>
<p>Der Rest ist auch gut, McCourts Kampf mit sich und dem Schulwesen, mit Vorgesetzten, Kollegen und Schülern. Wenn das ein Roman wäre, hätte ich aber auf ein paar Kapitel verzichten können &#8211; die Handlung lebt von der Sympathie und dem Mitgefühl, die man für McCourt aufbringt, und meine Geduld hat er eine klitzekleines bisschen strapaziert.</p>
<p>Vielleicht hat mich auch nur gestört, dass McCourt von vielen als Vorbild Für Uns Alle dargestellt wird, der ewige (Englisch-)Lehrer im Kampf mit dem System. Aber für mich ist er keine moderne Lehrerfigur &#8211; und er wäre der erste, der das zugibt, meine ich dem Buch zu entnehmen.</p>
<p>Zum einen sind amerikanische Verhältnisse nicht auf deutsche zu übertragen, und die vor vierzig oder fünfzig Jahren auch nicht. McCourt schildert ausführlich, wie wichtig das Hereinkommen der Schüler ist, wie jeder von ihnen das Eintreten ins Klassenzimmer dazu nützt, sich in Szene zu setzen, den eigenen Rang zu demonstrieren &#8211; das Verhalten kenne ich aus amerikanischen Fernsehserien, aber für bayerische Gymnasien gilt das nicht. Schon mal, weil da die Schüler nicht hereinkommen.</p>
<p>Unverändert gilt aber, was McCourt über Schulleitungen und dergleichen sagt:</p>
<blockquote><p>This is the situation in the public schools of America: The farther you travel from the classroom the greater your financial and professional rewards. Get the license, teach for two or three years. Take courses in administra­tion, supervision, guidance, and with your new certifi­cates you can move to an office with air-conditioning, private toilets, long lunches, secretaries. You won&#8217;t have to struggle with large groups of pain-in-the-arse kids. Hide out in your office, and you won&#8217;t even have to see the little buggers. (p. 187)</p></blockquote>
<p>Vor allem stellt McCourt für mich das romantische, und nicht professionelle, Bild vom Lehrer da, den wir aus <em>Dead Poets Society</em> und vielen anderen Geschichten kennen: genialisch, beliebt, ohne Zusammenarbeit mit Kollegen, unbequem, ohne an irgendeinen Lehrplan gebunden zu sein. Und mit einer enormen Kapazität, sich von der Schule vereinnahmen zu lassen:</p>
<blockquote><p>At the end of a school day you leave with a head filled with adolescent noises, their worries, their dreams. They follow you to dinner, to the movies, to the bathroom, to the bed. (p. 217f)</p></blockquote>
<p>Also, gesund ist das nicht.</p>
<p>Vielleicht liegt das alles daran, dass <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2008/10/our-miss-brooks-und-andere-lehrerinnen-und-lehrer.htm">diese Lehrer</a> alles Englischlehrer sind. Das scheint der archetypische Lehrer zu sein. Ich würde gerne mehr von anderen Lehrern hören oder lesen. Denn wie das mit den Englisch- oder Deutschlehrern eben so ist&#8230; das sagt am besten dieses Zitat von Kurt Vonnegut über Allen Ginsbergs Gedicht &#8220;Howl&#8221;, eine Hymne der Beat-Generation. Es beginnt mit den Worten: &#8220;I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the Negro streets at dawn looking for an angry fix.&#8221; Ich habe das Vonnegut-Zitat selbst mal beim Lesen herausgepickt, es hat aber anscheinend auch viele andere Nerven getroffen, so oft wie es zitiert wird:</p>
<blockquote><p>I like &#8220;Howl&#8221; a lot. Who wouldn&#8217;t? It just doesn&#8217;t have much to do with me or what happened to my friends. For one thing, I believe that the best minds of my generation were probably musicians and physicists and mathematicians and biologists and archaeologists and chess masters and so on, and Ginsberg&#8217;s closest friends, if I&#8217;m not mistaken, were undergraduates in the English department of Columbia University.<br />
No offense intended, but it would never occur to me to look for the best minds in any generation in an undergraduate English department anywhere. I would certainly try the physics department or the music department first &#8212; and after that biochemistry.<br />
Everybody knows that the dumbest people in any American university are in the education department, and English after that.<br />
(<em>Palm Sunday</em>, p. 156) </p></blockquote>
<p>Ach ja, Vonnegut. Einer meiner literarischen Helden&#8230;. Er zählt die Informatiker natürlich nur deshalb nicht auf, weil es die damals noch nicht so gab.</p>
<p>&#8211; Eine Erfahrung, die McCourt macht, ohne sie zu thematisieren: das Wichtigste für den Lernerfolg sind Klassen, die lernen wollen. Die gibt es bei ihm nämlich manchmal. Und das macht einen größeren Unterschied als Computer und Lern- und Lehrmethoden und alles  andere. Auch heute gibt es manchmal, und an meiner Schule gar nicht so selten, solche Klassen. Und das ab der 5. Klasse. Kümmert sich die Forschung bitte mal darum, wie solche Klassen entstehen? Das ist wichtiger als alles, was man an Methodik am Gymnasium treiben kann.</p>
<p>Zitierte Werke:</p>
<ul>
<li>Frank McCourt, <em>Teacher Man. A Memoir.</em> New York: Scribner 2006.</li>
<li>Kurt Vonnegut, <em>Palm Sunday. An Autobiographical Collage.</em> London: Jonathan Cape 1981.</li>
</ul>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/frank-mccourt-teacher-man.htm">Permalink</a> |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/06/frank-mccourt-teacher-man.htm#comments">4 Kommentare</a>
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</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dr Johnson&#8217;s Dictionary</title>
		<link>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/05/dr-johnsons-dictionary.htm</link>
		<comments>http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/05/dr-johnsons-dictionary.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 05:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich ein bisschen in Dr Johnson&#8217;s Dictionary. A Singularly Energetick Potpourri of Some 4,000 of the Most Entertaining and Historically Stimulating English Words and Definitions from Abactor to Zootomy Extracted from the World&#8217;s Foremost Feat of Lexikography Selected by the Superexcellent Linguist and Verbally Gymnastick David Crystal geblättert &#8211; eine gekürzte Ausgabe von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich ein bisschen in <em>Dr Johnson&#8217;s Dictionary. A Singularly Energetick Potpourri of Some 4,000 of the Most Entertaining and Historically Stimulating English Words and Definitions from Abactor to Zootomy Extracted from the World&#8217;s Foremost Feat of Lexikography Selected by the Superexcellent Linguist and Verbally Gymnastick David Crystal</em> geblättert &#8211; eine gekürzte Ausgabe von Samuel Johnsons berühmten Wörterbuch von 1744. Hier ein paar Fundstücke daraus, bekannte und weniger bekannte:</p>
<blockquote><p><strong>JOB.</strong> n.s. [A low word now much in use, of which I cannot tell the etymology.]<br />
1. Petty, piddling work; a piece of chance work.<br />
2. A low mean lucrative busy affair.</p>
<p><strong>KI&#8217;SSINGCRUST.</strong> n.s. [kissing and crust.] Crust formed where one loaf of bread in the oven touches another.</p>
<p><strong>LA.</strong> interject. [corrupted by an effeminate pronunciation from <i>lo</i>.] See; look; behold.</p>
<p><strong>LEXICO&#8217;GRAPHER.</strong> n.s. A writer of dictionaries; a harmless drudge, that busies himself in tracing the original, and detailing the significaion of words.</p>
<p><strong>OATS.</strong> n.s. [<em>aten</em>, Saxon.] A grain, which in England is generally given to horses, but in Scotland supports the people.</p>
<p><strong>PENGUIN.</strong> n.s.<br />
1. A bird. This bird was found with this name, as is supposed, by the first discoverers of America; and <i>penguin</i> signifying in Welsh a white head, and the head of this fowl being white, it has been imagined, that America was peopled from Wales.</p></blockquote>
<p>Und wenn man ein bisschen in etymologischen Wörterbüchern nachschaut: die Herkunft von <em>penguin</em> ist tatsächlich unklar, die einzige Theorie, die ich gefunden habe, nennt ebenfalls das walisische &#8220;weißer Kopf&#8221;.</p>
<p>&#8211; Anosnten genieße ich jetzt erst mal die Ferien. Ein paar schöne Bloginträge habe ich noch im Kopf, aber zum Aufschreiben fehlt mir die Zeit. Abiturkorrektur, Urlaub, andere Schulvorbereitungen.</p>
<hr />
<p><small>Quelle: Herr Rau aus dem <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress">Lehrerzimmer</a> 2010. |
<a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/2010/05/dr-johnsons-dictionary.htm">Permalink</a> |
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</small></p>]]></content:encoded>
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