Tag Archives: Erinnerungen

Meine Brüder und ich, 1980

Von: | 14.6.2015
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Der Rotkarierte bin ich, der große Schwarze im Hintergrund und der der Mittelkleine mit dem runden Kopf gehören nicht zur Familie. 1980: Da war mein Zwillingsbruder der größere Star-Wars-Fan als ich, und eigentlich würde er das immer bleiben. Ich war schon ein großer Science-Fiction-Fan, würde aber erst einige Wochen später, zum Beginn der 7. Klasse und um das Erscheinen von Heft 1000 herum, die Serie Perry Rhodan zu lesen beginnen, über die auch von mir noch einmal geschrieben werden muss. Und so war es vor allem mein Zwillingsbruder, der im Sommer 1980 darauf drängte, dass wir uns alle, in den… Weiter lesen »

Kingsman: The Secret Service

Von: | 16.3.2015

Kingsman: The Secret Service (2014), Regie Matthew Vaughn, Drehbuch Jane Goldman und Matthew Vaughn nach dem Comic von Mark Millar und Dave Gibbons. Es gibt da diese Faustregel: Wenn die geheimlichen Organisationen im Film Kürzel haben, die aus drei Buchstaben bestehen (FBI, CIA, KGB), dann handelt es sich um einen Agententhriller. Wenn es mehr Buchstaben sind, dann ist es einen Agentenkomödie. Men in Black ist nur scheinbar eine Ausnahme, da zwar auf dem Kinoposter groß „MiB“ steht, das im Film aber gar nicht groß auftaucht. Wir haben zum Beispiel U.N.C.L.E., und bei James Bond gibt es gleich zwei, SPECTRE und… Weiter lesen »

Lernerinnerungen an die Schule

Von: | 5.2.2015
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Bob Blume fragt, wie „in der eigenen Schulzeit gutes Lernen, d.h. was an Projekten, Stunden und gemeinsamen Arbeiten in Erinnerung geblieben ist.“ Schöne Erinnerungen an Schule habe ich sehr viele. Schöne Erinnerungen an Unterricht auch. Meine mündliche Beteiligung war wohl ordentlich, obwohl ich das Gefühl hatte, mich nicht viel zu melden und eher passiv zu folgen. Das heißt wohl, dass ich lediglich mich für meine Verhältnisse zurückgehalten haben mag. Aber ich habe aufgepasst (auch wenn ich nebenbei gemalt oder gelesen habe, aber das hat dem keinen Abbruch getan) und ich habe meine Hausaufgaben gemacht – zwar immer wieder erst in… Weiter lesen »

Rollenspielen 2014

Von: | 2.11.2014
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18. April – 17. April 1938 Überfahrt auf der RMS Andania von Liverpool nach Nova Scotia, auf dem Weg nach Montreal. Wir müssen aus dem Nachlass einer Anthropologin ein seltenes Buch über Afrika besorgen. 1. Mai – 5. Mai 1938 Montreal. Die Übergabe des Buches gelingt nicht: Die Kanzlei wird überfallen, das Buch geraubt. Wir recherchieren und vermuten als Drahtzieher Deveraux Cartier aus Ottawa. Der hat wohl nicht nur das Buch geraubt, sondern ist verantwortlich für den Diebstahl eienr Reihe afrikanischer Statuen, die sein Großvater einst besessen (oder eher: gestohlen) hatte, die aber in alle Winde verstreut wurden. 6. Mai… Weiter lesen »

Kochbücher lesen

Von: | 19.10.2014
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Neulich in Berlin, in der Pension, stieß ich auf das: Mmmmh. Karl-May-Bände, und zwar die guten, exotischen. Mit Winnetou und Old Shatterhand konnte ich nicht gar so viel anfangen, auch wenn ich etliche der Wildwest-Romane mehrfach gelesen habe und mich dabei durchaus vergnügte. Aber die sechs Bände des Orient-Zyklus, die habe ich oft gelesen: Durch die Wüste, Durchs wilde Kurdistan, Von Bagdad nach Stambul, In den Schluchten des Balkan, Durch das Land der Skipetaren, Der Schut. Kurzer Test: „Hadschi Halef Omar ibn Hadschi Abul Abbas ibn Hadschi Dawud Als Gossarah“… na ja, fast: Wikipedia korrigiert einmal meine Rechtschreibung und ändert… Weiter lesen »

Ach, Familie

Von: | 19.10.2014

Die letzten Tage war ich in Berlin, anlässlich einer Beerdigung, ein Lehrerkollege und Familienmitglied. Ich kannte ihn nur von wenigen Treffen, aber die Witwe viel besser – wir haben in unserer Kindheit viel zusammen unternommen. Überhaupt hatte ich in meiner Kindheit viel Familie um mich herum. Eltern, zwei Brüder, Großeltern, die Geschwister meiner Mutter (vier davon, die den Krieg überlebt haben), jeweils mit Partnern und Kindern und in alle Welt verstreut. Auf der väterlichen Seite nur ein Tante-Onkel-Paar, aber dafür eine unübersichtlichere, aber große Zahl an entfernteren Verwandten. Und meine Mutter war zumindest für ihren Teil der Familie ein zentraler… Weiter lesen »

Punschtorte

Von: | 15.6.2014
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Meine Totemtorte ist die Punschtorte. In meiner Kindheit gab es zumindest gelegentlich Torte vom Konditor. Sonntagnachmittag, mit meinen Großeltern, oder wenn Besuch da war, und Besuch war oft da. Erwachsene bringen bei solchen Gelegenheiten meist ein Sortiment mit, irgendwas mit Obst, irgendwas mit Creme, irgendwas mit Schokolade, da ist für jeden etwas dabei. Kinder nehmen das ernst, ich jedenfalls. Wenn ich mitreden durfte, und das durfte ich früh, wollte ich: Punschtorte. (Die aß auch meine Großmutter gerne, und von der kam ich auf den Geschmack.) Es ging ja gar nicht soweit, dass ich vor Freude in die Luft sprang beim… Weiter lesen »