Mittagessen in Brighton
Sonntag, 10. Februar 2013Das kleine Bällchen auf dem Teller ist übrigens ein englisches Breadcrumb-Zwiebel-Salbei-Falafel, oder könnte zumindest als solches vermarktet werden. (“Stuffing.”)
Herr Rau erzählt von sich und der Schule. Ein Lehrerblog.
Das kleine Bällchen auf dem Teller ist übrigens ein englisches Breadcrumb-Zwiebel-Salbei-Falafel, oder könnte zumindest als solches vermarktet werden. (“Stuffing.”)
Eigentlich ging es nur um Roggenschrot, von dem es an meiner üblichen Quelle nicht genug gab. Also irrte ich in der Münchner Innenstadt umher auf der Suche nach mehr davon. Und das muss gestern so ein Tag gewesen sein: alle waren freundlich zu mir. Auch wenn sie alle kein Roggenschrot hatten. Beim einen Ökokbäcker war [...]
Angefangen hatte es mit dem Wunsch, mal pease puding zu kochen, englisches Erbspüree. Im Prinzip geht das so: gelbe Erbsen kochen, zerstampfen. Man kann auch noch Kräuter ins Kochwasser geben oder Wurzelgemüse, und dann natürlich Salz. Jamie Oliver merkte an, die Erbsen würden besonders lecker, wenn man sie gleich mit dem boiled bacon zusammen gekocht [...]
Man braucht dafür Folgendes: Ich weiß nicht, wo und wann ich dem Käsebrot, von dem dieser Blogeintrag handelt, zum ersten Mal begegnet bin. “Welsh rabbit” oder “Welsh rarebit” hieß es, und das allein ließ mich das Gericht nicht vergessen. In jungen Jahren muss ich bei der Zubereitung des Gerichts einmal versagt haben, dunkel erinnere ich [...]
Weil Ferien sind, habe ich einen Kuchen gebacken. Einen Marshmallow Lime Pie. Der Lime Pie ist für mich etwas zutiefst amerikanisches. Saure Füllung, zuckriger Schaum oben drüber. Kennengelernt habe ich ihn in Nora Ephrons Heartburn (wo ich jahrelang über der Bezeichnung Key Lime Pie gegrübelt habe), wo auf der vorletzten Seite die Erzählerin endlich ihren [...]
Ich mag Reisauflauf, noch mehr Milchreis (arroz con leche; möglichst flüssig, lieber noch mit Zimt als nur mit Zitronenschale aromatisiert). Und dann gibt es dann auch noch rice pudding, extrem lecker. Das Rezept ist ganz einfach: 1 Liter Milch in eine gebutterte Form gießen, 1/2 Teelöffel Salz, 3 Esslöffel Rundkornreis (Milchreis, Arborio, Carnaroli) und 75 [...]
In den Ferien habe ich dieses Rezept ausprobiert: Gyoza, japanische Teigtäschchen, gebraten und gedämpft, die es zum Beispiel bei Wagamama oder im Shoya in München als Vorspeise gibt. Unter dem Link oben gibt es richtig schöne Fotos, aber hier dokumentiere ich meinen ersten Versuch. Ich habe im Asialaden nur quadratische Teigplättchen gekriegt und keine runden. [...]
Hilfe! Hiiiilfe!! Man hat mich allein zu Hause gelassen, ich habe gerade aus einem Pfund Zucker und einem Becher Sahne Bonbons hergestellt und bin Sklave derer Leckerheit. Nie wieder in den Ferien, sondern nur noch zur Schulzeit, wenn ich das Kollegen und Schülern vorsetzen kann. Außer vielleicht morgen noch. Denn so ganz geklappt hat es [...]
Es gab eine Gans. Ich wollte zuerst eine gefüllte Gans machen, weihnachtlich gefüllt, also nicht mit Äpfeln und Kastanien, sondern mit Backpflaumen und Nelken und solchem Zeug. Vielleicht sogar richtig lebkuchig? Aber dann bin ich auf diese Suche nach der perfekten Weihnachtsgans aufmerksam gemacht worden und habe mich erst mal für eine ungefüllte Gans entschieden. [...]
Gerade Glühpunsch gemacht aus Glühwein, Tee, Orangensaft, Gewürzen und Orangenschale. Ich wollte dazu möglichst lange zusammenhängende Stückchen von der Orangenschale haben, damit ich die dann einfach herausfischen kann. Wer organisierter ist als ich, kriegt das elegant und durchdacht hin. Bei mir war’s wie eine Partie Tron (oder Snake, um genauer zu sein) – egal wo [...]
(von L. Marie, bei Flickr) Das ausführliche Rezept für diese Sierpinski Cookies bei Evil Mad Scientist Laboratories.
The Supersizers Go… Elizabethan. Das Konzept der Serie: Für jeweils eine Woche isst und kocht das Team wie in einer vergangenen Periode. Ich habe die erste Folge in England gesehen, da war es die Zeit des Zweiten Weltkriegs: Rationierung, Knappheit, Improvisation. In dieser Folge geht es um elisabethanisches Essen (also etwa aus der Shakespeare-Zeit). Natürlich [...]
Noch ein Rezept von meinem Großvater: Heißes Käsebrot. Man braucht dazu: Brot, Käse (welcher Käse war das damals wohl? schon Scheibletten?) und Butter. Mehr sage ich nicht zum Rezept, schon mal, weil ich es nicht kenne. Ich versuche seit Jahren immer wieder mal, ein heißes Käsebrot zu machen, das so schmeckt wie das meines Großvaters. [...]
Am Montag war die Jahressuppe bei mir. Die Jahressuppe ist ein Projekt, über das man sich im Philosophischen Reisebüro näher informieren kann. 366 tage lang wird in 10 verschiedenen europäischen ländern eine einzige suppe von 366 personen gekocht, obwohl täglich eine andere suppe serviert wird. am 12. februar 2008 beginnt die suppe im MAK, museum [...]
Ich ess ja gerne mal ungesund. Ein englisches Nationalgericht ist neben Cheese on Toast auch Maccaroni and Cheese. Das kann sicher lecker sein, Nudeln in Käsesauce. Kann man gut machen. Tatsächlich wird das Zeug aber auch in Dosen verkauft. Wenn man die aufmacht, sieht das dann so aus: Und das schmeckt richtig, richtig grässlich. Ich [...]
Gerade bei Finger Tips gesehen: Kartoffelbrei-Igel mit Spaghettifüllung. Aus viel Kartoffelbrei einen Igel formen, aushöhlen, mit Tomatenspaghetti aus der Dose füllen, darauf einen Deckel aus mehr Kartoffelbrei. Mit kleinen Tomaten Augen und Nase formen, mit Gabel Igelmuster aufdrücken, im Ofen fertigbacken. Anekdote: Gestern war ich Laufschuhe kaufen. Im Fachhandel wird man toll beraten. Schuhe ausziehen, [...]
Statt Referat gab’s heute englischen Christmas Cake von einem Schüler, zusammen mit einer Vorstellung englischer Weihnachtsbräuche und einem gar nicht mal so leichten Quiz mit Weihnachtsfragen. Der Kuchen war lecker, auch wenn currants keine Johannisbeeren sind. Aber bei einem Kuchen, in den raisins, sultanas und currants hineinkommen, kann man schon mal zweifeln. Was auf dem [...]
“Marmite” ist ein Hefe- und Pflanzenextrakt und geradezu ein englisches Grundnahrungmittel. Es ist reich an Vitaminen und solchen Sachen (4g entsprechen 60% des Tagesbedarfs an Vitamin B12) und ein Musterbeispiel für den englischen Begriff “acquired taste”, “erworbener Geschmack”. Marmite ist nichts, was einem beim ersten Mal schmeckt. Tatsächlich kann man es beim ersten mal gar [...]
Will ich gerade eine Suppe essen, da macht es leise “Ping” und ich glaube, der Löffel ist nur von einer Karotte gerutscht und an den Tellerrand gefallen. Ein bisschen später schiebe ich den Teller zu mir hin und sehe: Mitnichten. Säuberlich abgetrennt, wie im Physikunterricht. Ich hätte es vermutlich nicht erwähnt, wenn nicht am Abend [...]
Es war wirklich ein ordentlicher Haushalt. Aber einmal brachte ein Amerikareisender diesen Rum mit: 40%, karamellig und mit viel Kokosnussgeschmack. Und der wurde dann häufig zum Flambieren benutzt. Es waren die 70er und frühen 80er, da wurde viel flambiert. Dazu kam, dass der Rum sonst nicht zu bekommen war; man musste schon auf einen Fernreisenden [...]