Schlagwort: Fandom

Fanzines

In einem großen Karton unter meinem Bett leben noch so etwa hundert Fanzines, die in meinen mittleren Teenagerjahren eine große Rolle spielten. Ich habe viele gelesen, ein paar herausgegeben, und an etlichen mitgearbeitet, zumindest an diesen hier:

fanzines

Fanzines: So heißen von Fans herausgegebene Magazine. Ich habe noch die letzten davon im Umdruckverfahren mitgekriegt, aber üblicherweise waren sie zu meiner Zeit schon kopiert. Die ganz feinen wurden im Offsetverfahren gedruckt, mit Auflagen bis zu sensationellen 100 Stück.

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Pretentious – moi?

(Bildungscontent entfällt heute leider.)

In jungen Jahren habe ich mich ja im Fandom herumgetrieben (Blogeinträge dazu). Das fing an mit einem Perry-Rhodan- und Science-Fiction-Club, und richtig ernst wurde es dann mit einem Fantasy-Club. Der hatte mehr als dreißig Mitglieder, damals eine respektable Zahl. Wir schrieben uns Briefe, das waren bei mir schon so drei, vier pro Woche, mehrseitige, getippt. Und wir gaben Magazine heraus, kopiert oder – die älteren – im Offsetdruck. Selbstgeschrieben und gezeichnet, gesetzt mit der Schreibmaschine oder an grünschwarzblinkenden Computern.

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The Golden Age 2: Perry Rhodan

In den letzten Wochen habe ich viele Hörbücher von meiner Festplatte angehört, die endlich mal wegmussten. Hauptsächlich Fontane und solche Sachen, aber auch Perry Rhodan Band 2300 aus dem Jahr 2005, den ich mir damals aus dem Web geladen habe. (Download inzwischen hier.)

Und grad schön war’s. Ich meine, ich kann das keinem meiner Leser einfach so empfehlen, aber wer’s mag, fur den ist es das Höchste, wie man so sagt. Und für jemanden wie mich auch, der eine Perry-Rhodan-Vergangenheit hat, und es gibt schlimmere Leichen, die man im Keller haben kann. Ich habe nur ein paar Jahre lang Perry gelesen, vielleicht zwei oder drei, aber von den ersten 1000 Heften habe ich vermutlich fünfhundert gelesen – die ersten dreihundert, und dann zwischendrin noch viele andere, dazu einige Dutzend PR-Taschenbücher.

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Can you see anything?

In den Pfingstferien war ich auf Wunsch von und mit meinen Neffen in der Tutanchamun-Wanderausstellung. Das ist diese Ausstellung, in der die Schätze der Grabkammer säuberlich auf- und ausgestellt sind – wenn auch alles nur in Form von Nachbildungen. Aber dafür kann man ganz nah ran.

Tutanchamun_Maske (Quelle)

Dass man dort keine Originale sieht, finde ich in Ordnung. Auch in Museen stehen oft Nachbildungen, und das auch noch hinter Glas. Die Tutanchamun-Exponante können im Gegensatz dazu beliebig neu und glänzend aussehen, auf eine Art und Weise, wie man nie ein Original restaurieren würde. Und danach machen die Originale noch mehr Spaß. Allerdings war es schwer, die wiederholte Frage des einen Neffen zu beantworten: “Ist das echtes Gold?” “Nein, das ist im Original nur vergoldet. Und das hier ist nur nachgebildete Vergoldung.”

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Geek Credentials

Gestern hatte ich einen langen Tag in Augsburg. Zuerst habe ich kurz auf einem Spielertreffen vorbeigeschaut – Eintritt 2,50 (oder 4 Euro für beide Tage) und dafür jede Menge Spiele und Spieler.

Für Leute, die solche Spiele und Spieler kennen, ist das nichts Besonders. Aber vielleicht wissen einige meiner Leser gar nicht, was es da für eine bunte Szene gibt. Ich bin ja schon länger nicht mehr aktiv als Spieler, und Spiele mit angemalten Plastikfiguren mochte ich noch nie, aber ich habe mir einen Flyer von einem Münchner Spieletreff mitgenommen. Mal sehen, vielleicht geht was.

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Killer (The Game of Assassination)

Ich treibe mich nicht mehr in Schülerforen herum oder gar in den Lokalforen, die bei unseren Schülern so beliebt sind. (Viel, viel, viel beliebter als die fast unbekannten Blogs.) Manchmal stoße ich allerdings trotzdem auf Beiträge, so wie neulich. Denn ich habe bei Google Alerts unter anderem den Namen meiner Schule abonniert. Das heißt, immer wenn Google eine neue Seite erfasst, auf der der Name vorkommt, dann kriege ich eine Mail mit dem Hinweis darauf. Oder so ähnlich.

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Alternative zur Pubertät

Die 80er Jahre waren eine schöne Zeit für mich, trotz allgemeiner Endzeitstimmung. (Vor ein paar Tagen im Fernsehen kurz in Terminator hineingeschaut. Hat sich gut gehalten, aber mir fiel auf, wie kaputt und düster doch die Welt im Film war – nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart. Das gilt für viele Filme der 80er, denke ich.)
Zu Beginn des Jahrzehnts hörte ich auf, die Micky-Maus-Bastelbögen zu basteln, und Reagan wurde Präsident, zum Ende studierte ich an der Universität und die Mauer war gefallen.

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