Schlagwort: Filme

Captain America 2: The Winter Soldier (deutsch: The Return of the First Avenger)

War ich also neulich im Kino, den neuen Captain America anschauen. Wie er mir gefallen hat? Ganz nett, bunt, habe mich nicht gelangweilt, war okay. Aber wie er mir gefallen hat, interessiert mich weniger als das, was da gerade passiert.

Das war jetzt der neunte Film im Marvel Cinematic Universe, der neunte Film seit 2008. Finanziell ist das eine der erfolgreichsten Filmserien überhaupt. Mehr Geld, vor allem weltweit, hat die Harry-Potter-Serie eingebracht. Star Wars, Star Trek, James Bond, alle weit abgeschlagen – zum Teil, weil es weniger Filme in der Serie gibt, klar, etwa bei den bisher zwei Hunger-Games-Filmen. Die genauen Zahlen (US/weltweit, inflationsbereinigt usw.) gibt es bei Box Office Mojo.

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Was ich von Fred Astaire noch nicht kannte

Fred Astaire hatte seinen großen filmischen Höhepunkt in den RKO-Schwarzweißproduktionen mit Ginger Rogers in den (eher frühen) 1930er Jahren. In den 1940ern gab es dann nicht mehr so viel; man wollte die jüngere Generation sehen. Für das MGM-Musical Easter Parade (1948) war eigentlich Gene Kelly vorgesehen, aber der war verletzt, so dass noch einmal der alte Astaire herausgeholt wurde. Easter Parade wurde ein Klassiker. Und darauf folgte dann ein zweiter Höhepunkt, mit Die Tänzer vom Broadway (1949), Seidenstrümpfe (1957) und vor allem dem großartigen Vorhang auf! (1953). Darin spielt Fred Astaire einen Tanzstar jenseits seines Höhepunkts, der noch einmal für ein neues Musical herausgeholt wird.

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James Bond im Kino, und Rollenspielen 2012

Seit langem wieder im Kino gewesen, den neuen James Bond (“Skyfall”) anschauen. Hat mir gut gefallen, sogar besser als die Pierce-Brosnan-Filme davor. Brosnan mochte ich gerne, aber die Filme waren eher so mäßig.

Diesmal gab es keine überflüssigen Schauplatzwechsel, nur um ein neues Set demonstrieren zu können. Der Schurke war hervorragend, und von meinen monierten Plot Holes wollte mir Frau Rau nur einige zugestehen. Nach einer spannenden Pre-Title-Sequenz war der erste Akt des Films nostalgisch schön – mehrfach musste ich an Indiana Jones und frühe Bond-Filme denken. Eine schöne Verbeugung vor dem traditionellen Haifischbecken gibt es auch. Mit der Entdeckung des Schurken beginnt der zweite Akt, der mir nicht mehr ganz so gut gefallen hat. Musste zu sehr an die Sherlock-Holmes-Verfilmung denken, und das störte mich. Der letzte Akt bringt wieder etwas Ruhe ins Spiel – zurück zu den Wurzeln. Bond verbarrikadiert sich an einem abgelegenen Ort und wartet auf die Schurken. Das sah zuerst nach Kevin – Allein zu Haus aus, danach erkannte ich aber, was das wirklich war: ein typisches Rollenspiel-Szenario. Da ist es zwar meistens die Spielergruppe, die in ein Haus einbricht, aber andersherum funktioniert es genauso.

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Moonrise Kingdom

War vorhin im Kino, als einer von wenigen, in Moonrise Kingdom von Wes Anderson, Drehbuch von Wes Anderson und Roman Coppola, mit vielen Schauspielern drin, die man gerne sieht:

Ganz wunderbar. Erfrischend nicht realistisch. Ich mag den realistischen Erzählmodus in Filmen nicht – weil mir anders als bei Romanen immer klar ist, dass Film nicht Realität abbilden kann, und wenn er es versucht, versagt er meist. Deswegen mag ich die Kategorie Drama im Film gar nicht, sondern eigentlich nur verschiedene Genre-Formen – Musical, Film Noir, Komödie, Science Fiction, Abenteuer, Horror, bei denen klar ist, dass die Regeln, denen der Film folgt, nicht die Realität abbilden sollen.

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The Avengers, im Kino

Wahrlich, was sind das für Zeiten, wo jedermann meine kleine Marvel-Comic-Welt kennt. Das freut mich, und ich rechne das den Filmen hoch an, selbst wenn nicht alle davon besonders gut sind.

Zum Hintergrund: Hulk kennen wir schon aus zwei Filmen, Iron Man auch, Thor und Captain America aus jeweils einem. In den meisten Filmen tauchte auch die Regierungsorganisation SHIELD auf, gar köstlich eingeführt im ersten Iron Man. SHIELD, dessen Leiter, und andere Elemente verbinden die Filme und künden nach und nach einen gemeinsamen Film aller Helden an, eben diesen: The Avengers. So nennt sich seit 1963 Marvels erstes Superheldenteam im engeren Sinn, modelliert nach dem Vorbild des Konkurrenzverlags DC.

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Noir-Box, der Rest

Vor zwei Jahren oder mehr habe ich mir eine Box mit neun Klassikern des film noir gekauft. Einige ganz wichtige Filme fehlen darin zwar – The Maltese Falcon, The Big Sleep, vielleicht sogar Kiss Me Deadly – aber die hatte ich ohnehin schon. Vor einigen Sommerferien hatte ich die erste Hälfte dieser Filme gesehen und verbloggt, hier der Rest.

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Captain America

War im Kino, Captain America anschauen. Ich habe mich nicht gelangweilt, insgesamt eher positiv, aber begeistert oder beschwingt bin ich nicht aus dem Kino gegangen.

Höhepunkte:

  • der kurze Gastauftritt der original human torch auf der Weltausstellung;
  • Howard Stark – der Vater von Tony “Iron Man” Stark – mit Howard Hughes als unverkennbarem Vorbild;
  • der Kinnhaken, den die Heldin des Films (sonst unterbeschäftigt) austeilen darf;
  • dass die Howling Commandos dabei waren, mit Dum Dum Dugan (Bilder), der aussieht wie Sascha Lobo (Bilder);
  • und die geniale Idee, Caps buntes Kostüm dadurch zu erklären, dass er zuerst als patriotische Witzfigur vermarktet wurde.

Dass es diesen Film überhaupt gibt, und dass er von der Kritik wahrgenommen wird, begeistert mich allerdings ungemein. Was Marvel Comics im Silver Age von DC unterschied, war das Konzept des shared universe: da liefen sich die Helden nicht nur gelegentlich in jährlichen Sonderausgaben über den Weg, sondern sie trafen ständig aufeinander oder auf ihre Spuren. Das war eine gute Idee. Anders als bei DC wohnten die Helden auch nicht in den weit auseinander liegenden Städten Metropolis (Superman), Gotham City (Batman), Central City (Flash), Coast City (Green Lantern), sondern allesamt in New York City (Spider-Man, Avengers, Fantastic Four, Daredevil) oder zumindest im Staat New York (X-Men).
Und dieses Konzept übeträgt Marvel gerade sehr erfolgreich auf die Filme. Das begann mit Iron Man (Blogeintrag), dem besten der jüngeren Marvel-Filme. Die Einführung der Regierungsorganisation Shield war äußerst geschickt, und die Sequenz nach dem Abspann versprach Eingeweihten sehr viel. (Samuel Jackson zu Robert Downey: “You’ve just become a part of a bigger universe.”)

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