Schlagwort: Nachrufe

Ray Harryhausen

Vorgestern ist Ray Harryhausen mit 92 Jahren gestorben. Frau Rau meinte, ich soll etwas über ihn schreiben, weil sie noch nie jemanden über ihn hat reden hören außer mich.

Wenn man sagt, dass Harryhausen ein Hollywood-Tricktechniker der 1950er und 1960er Jahre war, dann reicht das nicht. Er prägte die Fantasy- und Abenteuerfilme seiner Zeit mt seine weiterentwickleten Stop-Motion-Technik. Man kennt vor allem Sindbads 7. Reise und die Skelett-Kampfszenen aus Jason und die Argonauten:

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Ray Bradbury

Letzte Woche starb, 91-jährig und von meinem Teil des Web wenig beachtet, Ray Bradbury. Ich lernte ihn kennen als Science-Fiction-Schriftsteller, und zwar einen der ganz großen – neben Asimov, Heinlein und vielleicht noch Arthur C. Clarke.

Ich kannte Bradbury schon während meiner Schulzeit. In meinem Leistungskurs-Macbeth ist neben den Zeilen “By the pricking of my thumbs/Something wicked this way comes” der Name Bradburys gekritzelt; einer seiner Romane heißt so. Gelesen hatte ich damals aber nur wenig von ihm. Ich kannte ihn aus der einen oder anderen Anthologie und vor allem aus der SF-Sekundärliteratur.

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Martin Gardner

Komme aus dem Urlaub zurück, deswegen erst gerade bei Hanjo gelesen – und merkwürdigerweise sonst nirgendwo! – dass Martin Gardner gestorben ist, fünfundneunzigjährig (NYTimes).

Martin Gardner war einer der ganz Großen. Jahrelang hatte er eine Kolumne im Scientific American (dessen deutsche Ausgabe ich als undergraduate einige Zeit abonniert hatte), in der er mathematische Kuriositäten präsentierte. Diese Beiträge und viele mehr erschienen in einer Vielzahl von Büchern, ein Dutzend davon oder so habe ich zu Hause. Die ersten habe ich wohl noch in der Unterstufe aus der Bibliothek ausgeliehen: Logikrätsel, Denkaufgaben, Unterhaltungsmathematik. Efronsche Würfel. Zellautomaten.

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Patrick McGoohan

Gestorben, mit 80 Jahren, Schauspieler Patrick McGoohan. Ich kenne ihn aus vielen Filmen, aber er wird immer Nummer 6 aus der Fernsehserie The Prisoner bleiben. Hier kann man alle Episoden anschauen. Meine Lieblingsepisode, nichts für Einstieger: “A, B & C”. McGoohan konnte dieses wunderbare Zucken des einen Mundwinkels.

Nachtrag: Erinnerungen und Nachruf and ihn.

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Studs Terkel

Vor zwei Tagen ist Studs Terkel gestorben, 96 Jahre alt. Der schöne Nachruf bei NPR (anhören, schon mal wegen Terkels Stimme!) nennt ihn “legendary oral historian, author and radio personality”. In seinem langen Leben hat er vieles gemacht und viele Leute getroffen. Am bekanntesten ist er wohl für seine Bücher mit Interviews mit einfachen Leuten zu verschiedenen Epochen. Ich habe schon mal Hard Times empfohlen, kurze Interviews über die Depressionszeit. Auf www.studsterkel.org kann man viele der Interviews anhören.

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Cyd Charisse gestorben

Möglicherweise meine Lieblingsnummer von ihr. Eigentlich mag ich textlose Musical-Tanzeinlagen nicht besonders, und lyrische gleich gar nicht. Trotzdem, die gilt:

“Dancing in the Dark” stammt aus The Band Wagon (1953). Eines der besten. Buch Betty Comden und Adolph Green, wieder mal. Und tolle Musik.

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Kurt Vonnegut gestorben

Einer der besten.

(NY Times obituary.)

Dafür, dass er so geschrieben hat, dass einem das Lesen leicht fällt. Für seine menschliche, nüchterne, humorvolle, kreative, nie resignierte Weltsicht.

And so it goes.

Nachtrag: Überblick über Nachrufe bei Slate.com: So it goes.