Schlagwort: Spiele

Rollenspielen 2013

Mit unserer Kampagne, die vor vor vier Jahren im Jahr 1932 begann, befinden wir uns inzwischen im Jahr 1937. Unser Kontaktmann ruft uns nach Paris; dort bestaunen wir am Flughafen Orly die sensationellen Beton-Luftschiffhangars (1944 zerstört), nehmen Cocktails in Harry’s New York Bar, übernachten im Ritz, wo wir einen Blick auf Coco Chanel erhaschen. Wir erfahren Deails über die Geschichte des Ritz. Abends trifft Thea in der Hotelbar (Gückswurf gelungen) auf Cole Porter, wir anderen haben die Wahl zwischen Paradis Latin, Moulin Rouge, Lido, den Folies Bergère.

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Serious Text Games

“The Republia Times” ist ein schönes Spiel, das sich vielleicht auch für das rasche Leseverstehen (skimming) im Englischunterricht eignet. Flashbasiert, im Browser zu spielen; man kann die Flashdatei aber auch einfach lokal speichern. (Via Aaron A. Reed.)

Das Spiel ist einfach, aber reizvoll: Man spielt den eben ernannten Redakteur der Republia Times, einer Zeitung im diktatorisch regierten Republia. Die Presse dort ist alles andere als frei; die Familie des Redakteurs befindet sich in Geiselhaft der Regierung. Man muss zehn Tage als Redakteur überstehen: In den ersten Tagen muss man die Loyalität der Leserschaft auf einen gegebenen Wert erhöhen, indem man regimefreundliche Propagandaartikel platziert. Danach muss man die Anzahl der Leser erhöhen, indem man Artikel veröffentlicht, die den Lesern gefallen. (Der Loyalitätswert darf dabei aber nicht unter eine bestimmte Grenze sinken.) Und danach wiederum hat man etwas freiere Hand… bis sich der Untergrund meldet und sowohl eine hohe Auflage als auch eine niederige Loyalität der Leserschaft zu einem bestimmten Termin fordert.

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Kartenspielen mit der 10a, aus Gründen

In der letzten Stunde habe ich mit der 10a Karten gespielt. So eine Art Mau-Mau. Mau-Mau geht ja ganz einfach: Am Anfang deckt man eine Karte auf, und die Spieler versuchen der Reihe nach ihre Karten loszuwerden, indem sie sie ablegen. (Lassen wir alle Sonderkarten mal weg.) Die Ablageregel lautet: Man kann eine Karte ablegen, wenn sie die gleiche Farbe (Herz, Pik, Kreuz, Karo) hat wie die oben liegende Karte, oder wenn sie den gleichen Wert hat.

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Harharharhar…. nein, ernsthaft, richtig breit grinsend…

Heute Vertretungsstunde in einer 6. Klasse. Angenehme Klasse: Fenster waren geschlossen, Rollläden unten. Habe sie gelobt für ihren einsichtigen Umgang mit Sommerhitze. Außerdem Sitzordnung gelobt, weil ein großer Gruppentisch dabei war. Ich gebe zu, ich war überrascht worden von der Vertretungsstunde, hatte mir keine großen Gedanken gemacht, für den Computerraum war nicht wirklich genug Zeit. (Dort gibt es immer genug zu tun.) Und Hausaufgaben machen oder gar spielen lassen, das mag ich nicht.

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Interactive Fiction in der Schule

Ich glaube, ich habe da etwas entdeckt, das mir viel Spaß machen wird. Über Text Adventures/Interactive Fiction habe ich ja vor ein paar Tagen geschrieben. Im Englischunterricht habe ich auch schon gelegentlich eine Zork-Stunde eingeschoben, und mit einer Unterstufenklasse, die ich in Informatik und Englisch hatte, habe ich selber mit dem Schreiben experimentiert.

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Text Adventures

1. Mmmh, Text Adventures…

Irgendwann früh in den 1980ern war ich bei Jan zu Besuch und wir spielten am Computer. Das Spiel gehörte zu einer Art Spiel, die mir bis dahin unbekannt war: es war ein Text Adventure. Liebe auf den ersten Blick. Man sah nur Text – die Beschreibung einer Welt (Gegenwart, eine Wohnung), und man konnte auf diesen Text nur mit weiterem Text reagieren. Tippte man “go north” ein, kam man in einen anderen Raum, befahl man “press button”, geschah auch etwas, jedenfalls wenn ein Knopf im Raum war. Sonst hieß die Antwort nur “You don’t see that anywhere.”
Vermutlich war das Spiel CIA Adventure, erschienen wohl 1980 auf dem Tandy TRS-80. Rückblickend war das kein sehr gutes Spiel, aber ich war begeistert. Es war Text, und damit wie eine Kurzgeschichte; wenige Zeilen Beschreibung reichten, um eine Welt vor meinen Augen entstehen zu lassen. Es war eine Welt, in der man sich frei bewegen konnte und scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten hatte. Die grafischen Computerspiele damals kannten nur einen Bildschirm, nur einen Raum sozusagen; mit dem Schwierigkeitsgrad änderten sich die Geschwindigkeit und die Anzahl der Gegner, aber sonst nichts. Nur wenige Spiele hatten echt unterschiedliche Level, gescrollt wurde – wenn überhaupt – nur in eine Richtung, wie bei Skramble.

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c-jump

Vorgestern ging es um den Tag des digitalen Lernens. Etwas, das analog und digital zugleich ist, zeige ich hier – ein Brettspiel:

Der Titel des Spiel ist ein Wortspiel mit “Ski” und der Programmiersprache “C”. Als Spiel ist es recht simpel: jeder Spieler kriegt eine oder zwei Figuren und bewegt sie nach Würfelwürfen den Kurs entlang, bis alle im Ziel sind. Der Kurs besteht aus Kästchen mit jeweils einem Element der Programmiersprache C darin (und damit auch Java sehr ähnlich).
Vor jedem Zug schaut man sich das Feld an, auf dem man steht, und wenn dort “x+2;” steht, würfelt man und zählt 2 dazu, und so viele Felder zieht man dann weiter – ebenso für x+3; und x++; und so weiter.
Es gibt besondere Felder, etwa “if (x==1)” oder “switch(x)”. Diese Felder eröffnen alternative Skipisten abseits der blauen main()-Piste – man würfelt und schaut, ob die Bedingung erfüllt ist und wechselt abhängig davon zu einem anderen Pfad.

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