Tag Archives: Sprache

Male and Female Vocabulary

By | 24.6.2014

Bei Slate wird von einer Studie berichtet, bei der untersucht wurde, welche Vokabeln es gibt, die eher von Männer gekannt werden oder eher von Frauen. Bei den Top Ten der Wörter, die Männer deutlich wahrscheinlicher kennen als Frauen, kenne ich alle. Pfft, was ein Claymore ist, weiß ich seit frühen Rollenspieltagen, Kevlar kennt jeder Computerspieler, den Rest auch. Bei den zehn Wörtern, die deutlich mehr Frauen kennen als Männer, kannte ich tatsächlich nur sieben. (Nicht gekannt: ein Hormon, eine Pflanze, eine Basteltechnik. „Taupe“ kannte ich allerdings.)

Mit großem P, verdammt noch mal

By | 29.8.2011

Die Geschichte ist jetzt über ein Jahr alt, aber ich habe sie erst gestern mitgekriegt. Also: breaking news aus dem Lehrerzimmer. Ich schrieb gestern an einem Blogeintrag, in dem das Wort „Wordpress“ einige Male auftauchte. So schrieb ich das Wort, so wurde es gespeichert. Auf der Vorderseite des Blogs wurde es aber so dargestellt: „WordPress“. Hm. Also recherchiert. Stellt sich heraus, dass das schon seit Wordpress 3.0 so geht. Der Anlass: WordPress (immerhin eine registrierte Marke) schreibt man mit großem P. Camel case heißt das allgemein, weil das Wort einen Buckel in der Mitte hat. Und Matt Mullenweg, der führende… Read More »

Das Blog ist tot

By | 26.8.2011

Heiko hält ein Plädoyer für das Blog (als Reaktion auf Herrn Larbig). Meine Meinung: private Blogs sind ein Nischenprodukt und bleiben das. Den Tod des Blogs aus einer anderen Sicht verkündet das Sprachlog: Duden, Facebook-Umfrage, Korpusanalyse belegen, dass das Neutrum das Blog weiterhin auf dem Rückzug ist und das Maskulinum der Blog dominiert. Das gelte tendenziell auch für Fachkreise, so dass das Maskulinum seufzend und klagend auch vom Sprachlog als die zukünftig geltende Form akzeptiert wird. Der Kampf ist vorbei. […] Sprachgefühl hin oder her, man muss wissen, wann es Zeit ist, aufzugeben. Nö, muss man nicht. Zugegeben, kämpfen um… Read More »

Thesaurus

By | 5.7.2011

David Crystal stellt in seinem Blog den Historical Thesaurus of the Oxford English Dictionary vor. Die Datenbasis dafür ist der Oxford English Dictionary, aber die Information ist gänzlich anders angeordnet, nämlich eben als Thesaurus. In einem Thesaurus kann man nach Synonymen suchen. So eine Funktion ist zum Beispiel in meinem LibreOffice intergriert (und auch in Open Office und Microsoft Word). Ich habe da mal das Wort „Haus“ geschrieben und markiert und dann den Thesaurus um Synonyme dazu gebeten. Der hat etwa zwanzig davon gefunden, und bietet sie mir zur Auswahl an, und zwar nach Aspekten sortiert. Meinte ich Haus unter… Read More »

Conan, Thor und Google Ngrams

By | 15.1.2011

Conan, das Musical: Neuverfilmung kommt dieses Jahr. Thor: Sieht schlimm aus. Die Superhelden-Comic-Serie Thor halte ich selbst unter den besten Bedingungen für schwer verfilmbar: ein germanischer Gott mit langen blonden Haaren, buntem Cape und fliegendem Hammer kommt auf die Erde. Nicht leicht. Aber mutig: nach den Verfilmungen von Hulk, Iron Man und Captain America (Mitte 2011) werden diese einzelnen Helden nämlich zu einem gemeinsamen Film The Avengers zusammentreten, ganz nach Vorbild der Hefte aus den frühen 1960ern. Aber eine funktionierende Thor-Verfilmung sieht anders aus. Die germanische Götterwelt darf nicht futuristisch und schon gar nicht klinisch-kalt wirken. Und beides tut sie… Read More »

Sprachliche Bilder 1: Metaphern und Vergleiche

By | 19.12.2010

(Nach einer Diskussion auf der Mailingliste und einem Beitrag bei JochenEnglish jetzt auch hier etwas dazu.) Bei einem poetischen, literarischen Vergleich werden zwei Dinge miteinander verglichen, die etwas gemeinsam haben. Das heißt: so gut wie alles kann verglichen werden – das menschliche Gehirn ist gut darin, herauszufinden oder auch zu erfinden, was die Sachen gemeinsam haben könnten. Bei der Untersuchung eines Vergleichs sollen sich die Schüler jeweils fragen: 1) welche zwei Dinge werden verglichen, und 2) vor allem, welche Gemeinsamkeit wird dadurch nahegelegt? In der Schule nehme ich als Beispiel gerne die Gedichtzeile: „My love is like a red, red… Read More »

Who writes like who? Verzeihung, whom. Oder doch who?

By | 5.9.2010

Nettes Spielchen: I Write Like, eine Seite, bei der man einen zusammenhängenden englischen Text eingibt, theoretisch selbst verfasst, und die Maschine sagt einem dann, welchem – Englisch schreibenden – Autor man ähnelt. (via Anke Groener) Ich habe natürlich ausprobiert, was geschieht, wenn man gleich Texte englischer Autoren eingibt. Heraus kam: Ray Bradbury schreibt wie Stephen King. Rudyard Kipling schreibt wie Vladimir Nabokov. Robert Leslie Bellem schreibt wie Nabokov. Oder wie H.G. Wells, wenn man den Textausschnitt erweitert.* William Faulkner schreibt wie Margaret Mitchell. Ernest Hemingway schreibt wie Raymond Chandler. Henry James schreibt wie H.P. Lovecraft. H.P. Lovecraft schreibt wie H.P.… Read More »

Dr Johnson’s Dictionary

By | 24.5.2010

Gerade habe ich ein bisschen in Dr Johnson’s Dictionary. A Singularly Energetick Potpourri of Some 4,000 of the Most Entertaining and Historically Stimulating English Words and Definitions from Abactor to Zootomy Extracted from the World’s Foremost Feat of Lexikography Selected by the Superexcellent Linguist and Verbally Gymnastick David Crystal geblättert – eine gekürzte Ausgabe von Samuel Johnsons berühmten Wörterbuch von 1744. Hier ein paar Fundstücke daraus, bekannte und weniger bekannte: JOB. n.s. [A low word now much in use, of which I cannot tell the etymology.] 1. Petty, piddling work; a piece of chance work. 2. A low mean lucrative… Read More »

Was ist eigentlich mit der Feder meiner Tante los?

By | 10.3.2010

Gerade höre ich „Je t’aime“ in der Version des Ukulele Orchestra of Great Britain, voller Klamauk und frrrrranzösischen Wörtern, die nicht unbedingt alle immer zum Lied passen. Zwischendurch kommt auch ein gemurmeltes „la plume de ma tante“. Diese Wörter verfolgen mich mein ganzes Leben begegnen mir immer wieder. Das erste Mal war in Badende Venus (Bathing Beauty, 1944, Esther Williams, Red Skelton). Dort lernt Red Skelton Französisch, oder tut zumindest so, um Esther Williams nahe sein zu können. Und so wiederholt er brav die Sätze aus seinem Schulbuch: „J’ai perdu ma plume dans le jardin de ma tante“, „Ich verlor… Read More »

Einmal Sprachgeschichte bitte

By | 8.4.2009

Osterferien. Das war eine Sequenz zur Sprachgeschichte im Leistungskurs Deutsch, Ende Januar/Anfang Februar. Der Blog-Eintrag ist wieder recht lang, er wäre vielleicht weniger erschreckend, wenn ich eine Serie daraus machte, aber ich fasse lieber alles auf einer Seite zusammen, falls ich das mal wiederholen will. Kapitel 1: Das Rätsel (Quelle: Bernard Victorri, „Die Debatte um die Ursprache“, in: Spektrum der Wissenschaft. Dossier: Die Evolution der Sprache. Nachdruck 4/2001, p. 17) Teilen Sie die angegebenen neun Sprachen A-I in Familien und Unterfamilien ein, indem Sie die Form der 13 in phonetischer Umschrift gegebenen Wörter vergleichen und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden suchen.… Read More »