Alles über: Sprache


Schule in der Presse: Grammatik und das Verhältnis Eltern-Lehrer

Donnerstag, 19. April 2007

Schon vorgestern bei TeachersNews.Net, heute in der Süddeutschen: Katastrophale Ergebnisse brachte ein Test über die Grundlagen der Schulgrammatik zutage, der im Wintersemester 2006/2007 an allen bayerischen Universitäten durchgeführt wurde. Die Befragung von über 1000 Studienanfängern im Fach Germanistik ergab ein schulgrammatisches Grundlagenwissen, das dem Stand von Fünft- und Sechstklässlern entspricht. Das dürfte niemanden überrascht haben. [...]

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Buchstabensalat

Montag, 27. November 2006

Die folgende Liste stammt aus dem Jahr 1996, also vor dem Siegeszug von SMS, daher keine Beispiele aus diesem Bereich. Aus Archivierungsgründen stelle ich sie mal hier ein. In einem Lehrerzimmer fragten sich einige Lehrer einmal, ob es Abkürzungen wie “cu” für “see you” schon gab, bevor E-Mails aufkamen. Ei freilich, lautete die Antwort, und [...]

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Larding

Sonntag, 4. Juni 2006

Larding ist Englisch, heißt soviel wie “Spicken” (und zwar mit Speckstreifen) und ist eine Übersetzung des französischen le tireur à la ligne. Es ist eine Technik der französischen Arbeitsgruppe Oulipo und ich habe sie aus dem Oulipo Compendium, das ich in den letzten Wochen gelesen habe. Die Kurzfassung: Man beginnt mit zwei aufeinanderfolgenden Sätzen eines [...]

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Kategorien: Schule (mal machen)

Kehrwoche und Podcasts

Montag, 29. Mai 2006

Nur eine Kleinigkeit beim Dudenlesen: Kehrordnung (schweiz. für festgelegte Wechselfolge, Turnus) Kann es also sein, dass die in Mietshäuser oft zu findende “Kehrwoche” gar nichts mit dem Kehren der Treppe zu tun hat, sondern mit dem Wiederkehren der Woche? Dann hätte ich das mein Leben lang falsch etymologisiert. (Abgesehen davon, dass auch das Kehren mit [...]

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Kategorien: Fundstücke

Sah ein Loca ein Poslein stehen

Sonntag, 14. Mai 2006

Zugegeben, ich lese gerade das Oulipo Compendium. Vielleicht hat mich das darauf gebracht nachzuschauen, was mein Handy aus Gedichtzeilen macht, wenn ich die als SMS-Text eingebe und die automatische Worterkennung nutze. Sah ein Loca ein Poslein stehen, Poslein auf der Heiden. (Goethe) Intepretationshilfe: Ein Loca ist ein Verrückter (aus dem Spanischen), ein Poslein ein noch [...]

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Kategorien: Schule (mal machen)

SHFR = chauffeur

Donnerstag, 23. Februar 2006

Na, wenn man so eine Anzeige in einem Comic liest, dann muss man doch einfach zuschlagen. Ich hab mir das Buch also bestellt, das geht inzwischen nur noch gebraucht. Es heißt Word Finder. The Phonic Key To The Dictionary von Marvin L. Morrison. Das Buch ist die Lösung für folgendes Problem: Wie schlägt man ein [...]

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Kategorien: Bücher

Wie im Deutschen

Freitag, 20. Januar 2006

“Herr Rau, collection schreibt man einfach wie im Deutschen, oder?” Fünfte Klasse. Ich hab ihm gesagt, er soll’s einfach mal probieren und schauen, was die Word-Rechtschreibkorrektur sagt. Er hat’s dann auch ganz richtig geschrieben.

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Kategorien: Schule (Alltag)

Großschreibung beim Siezen

Freitag, 4. November 2005

Beispielsatz, ohne aktuellen Anlass: Lieber Herr Rau, Sie schreiben ja so viel in Ihr Blog. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie sich manchmal wiederholen? Gut, beim Siezen wird großgeschrieben: Personal- und Possessivpronomen: “Sie, Ihnen, Ihr”. Warum nicht auch beim Reflexivpronomen “sich”?

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Schöne Wörter

Montag, 22. August 2005

Selbst die Wirtschaftler haben schönere Fachausdrücke als wir: shark repellents: Finance. another word for porcupine provisions. porcupine provisions: Finance. provisions, such as poison pills or staggered directorships, made in the bylaws of a company to deter takeover bids. poison pill Finance. a tactic used by a company fearing an unwelcome takeover bid, in which the [...]

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Der Vorteil von einsprachigen Wörterbüchern

Dienstag, 14. Juni 2005

Wenn ich ein englisches Wort nicht kenne und wissen möchte, was es bedeutet, schaue ich im einsprachigen Wörterbuch nach. Da ist die Erklärung zwar auf Englisch, aber dafür ist es dann auch erklärt. Wenn ich ein Wort eigentlich kenne, und mir nur nicht einfällt, wie es heißt, dann schaue ich auch im zweisprachigen Wörterbuch nach. [...]

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Kategorien: Schule (Alltag)

Altes Notizbuch

Sonntag, 22. Mai 2005

Es faustisch hinter den Ohren haben Unsachgemäße Lektüre (der Bibel, der Apokalypse, Glaube an bevorstehenden Weltuntergang) Er schob die Zigarettenstummel im Aschenbecher herum, als ob er aus ihrer Anordnung die Zukunft lesen könnte Die Zukunft aus dem Verhalten eines Screen Savers lesen Beeindrückend Schriftgestelltes

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Korpusanalyse

Freitag, 20. Mai 2005

Ein Textkorpus ist eine feine Sache, auch für Lehrer, aber vor allem für Sprachverspielte. Korpora sind Zusammenstellungen verschiedener Texte. Das British National Corpus (BNC) untersucht zum Beispiel die englische Sprache, und hat deshalb 4124 Einzeltexte zusammengestellt, mit insgesamt über 100 Millionen Wörtern. Die Texte stammen in einem bestimmten Verhältnis aus Zeitungsartikeln, Romanen, wissenschaftlichen Veörffentlichungen, mündlicher [...]

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Englische Akzente

Mittwoch, 18. Mai 2005

Das The Speech Accent Archive sammelt Akzente. Jeweils der gleiche kurze Text – dieser hier: Please call Stella. Ask her to bring these things with her from the store: Six spoons of fresh snow peas, five thick slabs of blue cheese, and maybe a snack for her brother Bob. We also need a small plastic [...]

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Georges Perec, A Void

Freitag, 6. Mai 2005

Das Buch, das ich kürzlich zurück in das Schrankfach tat, ist im Original französisch und trägt dort als Inschrift “La Disparation”. Die Fassung Das Buch aus London hat aber dafür “A Void” vorn am Umschlag. Und darum rankt sich manch’ Arkanum. Und zwar nämlich: (Das ist anstrengend. Ich geb’s auf! Weiter ganz normal.) Ich mag [...]

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Kategorien: Bücher

Was ich bei Karl May gelernt habe

Sonntag, 3. April 2005

Ammoniak (und: Riechfläschchen) Bonze Firnis Granatapfel Kotau Kris Lariat Lotse …bei diesen Wörtern und den Dingen, für die sie stehen, weiß ich, dass ich ihnen zum ersten Mal bei Karl May begegnet bin. Bestimmt habe ich aus Karl May noch viel mehr gelernt (die Kaaba? ben = Sohn?), aber das ist mir nicht immer im [...]

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The Meaning of Liff

Dienstag, 15. März 2005

Im Leben gibt es Tausende von Erfahrungen, Gefühlen, Situationen und sogar Gegenständen, die uns allen vertraut, bis heute jedoch nicht bezeichnet sind. Andererseits ist die Welt voll von unbenutzten Wörtern, die während ihres gesamten Daseins nichts weiter tun, als auf Schildern herumzuhängen und auf irgendwelche Orte zu deuten. Wir betrachten es daher als unsere Aufgabe, [...]

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Kategorien: Schule (mal gemacht)

Die schönsten Sachen aus dem Future Dictionary

Mittwoch, 10. November 2004

Vor kurzem habe ich schon etwas über The Future Dictionary of America geschrieben. Inzwischen habe ich noch ein paar schönere Einträge drin gefunden: Bookmonster Babs: eine sagenhafte Gestalt, die an jedem Jahrestag des ersten gelesenen Wortes zu einem Kind kommt und ihm Buchgeschenke bringt. Babs hat lila Fell und gelbe Zauberstiefel. Am Vorabend des Jahrestages [...]

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Kategorien: Bücher

It want the vehicle!

Sonntag, 10. Oktober 2004

Weitere Abenteuer aus dem Portugiesisch-Englisch-Sprachlehrbuch von 1855. Reisende scheinen früher wie heute grundsätzlich betrogen und übervorteilt zu werden, und sind ständig am jammern. (Thurber hatte das ja schon festgestellt.) Kaum mal ein Wort des Dankes, nur Klagen: For to ride a horse: Here is a horse who have a bad looks. Give mi another; i [...]

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Kategorien: Bücher

English as She is Spoke (McSweeney’s I)

Freitag, 8. Oktober 2004

Mein Luftkissenboot ist voller Aale? So ähnlich jedenfalls. English as She is Spoke – diesen Ausdruck hatte ich schon mehrfach da und dort aufgeschnappt. Jetzt weiß ich endlich, wo er herkommt: 1855 schrieb Pedro Carolino einen portugiesisch-englischen Sprachführer. Er konnte allerdings kein Englisch. Aber er hatte einen englisch-französischen Sprachführer, und ein französisch-portuguiesisches Wörterbuch. Das musste [...]

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Kategorien: Bücher

Was man nicht sagen kann

Donnerstag, 1. Juli 2004

Es gibt Dinge, die man unmöglich laut sagen, sondern nur schreiben kann. Ich meine nicht: “Grmblhx”, das geht zur Not. Immerhin versucht die Schreibung hier, einer bestimmten Aussage nahe zu kommen. Nein, es geht um die Worte, mit denen ein etwas Deutsch sprechender Russe in dem englischsprachigen Buch, das ich gerade lese, eine Deutsche begrüßt: [...]

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