Schlagwort: Tanzen

Abschlussball Tanzkurs 2010

Letzten Freitag: Abschlussball der 8. Klassen. Macht mir immer wieder Spaß. Ich erkenne die Mädchen und Jungs kaum wieder, ich erfreue mich ungemein und neidvoll daran, wie viel Spaß deren Eltern beim Tanzen haben. Und auch die Schüler waren viel auf der Tanzfläche.

Ich habe dieses Jahr keine 8. oder 9. Klasse (die gerne mal als Ersatzleute einspringen), deshalb habe ich wenig mitgekriegt. Ich bin der, der mit Listen herumgeht, so dass halbwegs gleich viele Jungen und Mädchen dabei sind und dass es einen Termin gibt, an dem jede Klasse Zeit hat. Das hat diesmal nicht ganz so gut geklappt. Das ganze ist keine schulische Veranstaltung, sondern eine Zusammenarbeit mit der örtlichen Tanzschule. Es machen immer so zwei Drittel der Schüler mit, bis in die Lehrerschaft ist das noch nicht vorgedrungen. Immerhin, diesmal waren wir Lehrer schon zu viert – neue Kollegin und Referendarin dabei.

Abschlussball Tanzkurs 2009

An meiner Schule gibt es in den 8. Klassen Tanzkurse. In den letzten zwei Jahren ist das ein bisschen reduziert worden, aber mit der neuen Kollegin Frau N. sind wir jetzt zwei Lehrer, die sich dafür interessieren, dass es so etwas gibt. Die hat das diesmal in die Wege geleitet. Gestern war der Abschlussball dieses Jahrgangs. Ort: Bürgerhaus Emmering, Veranstalter: Das Brucker Tanzstudio.

Einlass 19.30 Uhr, angekündigte Dauer bis Mitternacht, ich bin kurz vor halb zwölf gegangen, da die letzte S-Bahn nach München zehn vor zwölf fährt. Zu diesem Zeitpunkt war es jedenfalls noch proppenvoll, es wurde – wie den ganzen Abend über – ständig getanzt. Und zwar von Schülern wie von Eltern. Herzerwärmend.
Es gab zwei Einlagen der Hiphop-Gruppe Da Racoons und der Breakdance-Truppe der Tanzschule. Beides nicht zu lang, wurde begeistert aufgenommen. Die Band war gut, soweit ich das beurteilen kann, die Musikauswahl ausgezeichnet – nicht zuviel Discofox (den ich nicht mag), viel Foxtrott, auch ein Tango, viel Samba. “Wunderbar” von Cole Porter, “Cocktails for Two”, alles Sachen, die ich selber auf dem iPod habe.

Bestimmt gab es auch Stress und Sorgen und Aufregung und Tanzpartnerprobleme; ich weiß nicht, wie das so ist als Teenager oder als Nichttänzer. Aber was ich mitgekriegt habe, war toll. Die Schüler und die Eltern sahen schick aus. (So würde ich auch gerne mal mein Lehrerkollegium sehen.) Die Tanzfläche war voll, aber nicht so unbequem voll wie auf dem Frühlingsball im Bayerischen Hof dieses Jahr. Man konnte gut tanzen. Und das haben eben auch alle, bis zum Schluss. Dann spielt die Band auch noch “Love is in the air”. Nächstes Jahr gibt es das hoffentlich wieder.

Ein Tipp für zukünftige Abiturienten und Abiturientinnen: So sehen gelungene Feiern aus.







(Ich kann übrigens auch weniger verwackelt und verschwommen fotographieren. Aber ohne etwas Verfremdung müsste ich natürlich zu viel Erlaubnis einholen.)

Warum in den 8. Klassen? Das hat historische Gründe: Ich war vor Jahren eben Lehrer einer 8. Klasse, von der ich dachte, dass sie darauf anspringen würde. Außerdem passte das mit etwas Tricksen zum Englischbuch damals, da tauchte New York auf, und Irving Berlin ebenso, und den Schülern spielte ich aus Vokabel- und anderen Gründen das Lied “Let’s call the whole thing off” vor, natürlich mit ein bisschen Fred Astaire und Ginger Rogers zum Anschauen:

You say either [i:] and I say either [aι]
You say neither [i:] and I say neither [aι]
Either [i:] – either [a], neither [i:] – neither [aι]
Let’s call the whole thing off

Tatsächlich hat sich die Jahrgangsstufe 8 bewährt, auch wenn gelegentlich Bedenken kommen, ob die Schüler da nicht vielleicht zu jung sind. Sind sie nicht.

Aus den vier 8. Klassen dieses Jahr haben etwa 80 Schülerinnen und Schüler mitgemacht, dazu noch 10 aus den 9. Klassen. Es gab einen Donnerstags- und einen Freitagstermin, wobei ich den Schülern vorher hinterhergerannt bin um sicher zu gehen, dass an jedem Tag etwa gleich große Gruppen und vor allem gleich viele Mädchen und Jungen da sein würden. Das nächste mal will ich mal schauen, ob ich diese Arbeit nicht vielleicht den SMV-Vertretern angedeihen lasse.

Tanzkurs 2006 (Abschlussfest)

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Teilnehmer: Schüler der 8. Klassen und deren Eltern. Ort: Nicht mehr im Tanzstudio, sondern außerhalb. Mit kleiner Band und weniger Aufräumarbeit, dafür teurer für die Eltern. Vielleicht doch mal in der Turnhalle?
Diesmal habe ich weniger zu erzählen; ich kenne nur ein paar Wiederholer dieses Jahrgangs, sonst hatte ich keinen der Schüler jemals.

Was zieht man zum Tanzen mit der Kollegin an?

Was zieht man an, wenn man mit der Kollegin zum Tanzen geht (Tanzabend in der Tanzschule im Nachbarort)? Das Problem hatte ich bisher noch nie. Beide hatten wir Sorge, dem anderen auf die Füße zu treten, ging aber doch recht schön. Einige Schüler haben wir auch getroffen, das gibt dann wieder Gesprächsstoff.

Mad Hot Ballroom

Seit gestern auch in Deutschland: Mad Hot Ballroom.

Für New Yorker Schüler (fünfte Klasse, also zehn, elf Jahre alt) gibt es einen jährlichen Tanzwettbewerb: Standard- und lateinamerikanische Tänze, und zwar vor allem Foxtrott, Tango, Merengue und Rumba. Dieser Dokumentarfilm (englisch, deutsche Untertitel) begleitet die Gruppen aus drei Schulen von den ersten Schritten bis zum Viertel- und Halbfinale und in die Endausscheidung.

Der Film ist wunderbar. Der Großteil des Films gehört den Schülern, die sich ganz unbefangen vor der Kamera unterhalten: Über Schule, Eltern, Zukunftspläne, Drogendealer, Freunde, Mädchen und Jungs. Sie sind in der Schule, draußen beim Spielen, daheim, auf der Straße. Sie verändern sich durchs Tanzen, werden vielleicht reifer: Aber man sieht vor allem, dass sie tatsächlich toll tanzen gelernt haben, und dass ihnen das Tanzen Spaß macht. Dabei bleiben die Kinder immer Kinder und werden nicht auf kleine Erwachsene getrimmt. Vor allem ist der Film aber ein Tanzfilm mit tolle Musik und lustigen Szenen und macht Lust auf mehr. (Mir muss man das nicht erzählen, aber ich mache fleißig Werbung bei Schülern und Kollegen.)

Told from their candid, sometimes hilarious perspectives, these kids are transformed, from reluctant participants to determined competitors, from typical urban kids to “ladies and gentlemen”, on their way to try to compete in the final city-wide competition.
Providing unique insight into the incredible cultural diversity that is New York City, this film profiles several kids from three schools (out of 60) at this dynamic age, when becoming that “cool” teenager vies for position with familiar innocence, while they learn the Merengue, Rumba, Tango, Foxtrot and Swing.

Ein tanzender Lehrer sei auch als Rollenvorbild wichtig für die Schüler hieß es im Film – heute, wo es keinen Fred Astaire oder Gene Kelly mehr gebe. Ich schätze mich glücklich, aufgewachsen zu sein mit Fred Astaire und Gene Kelly als Rollenvorbild – nur so habe ich nach dem ersten, eher katastrophalen Tanzkurs nicht aufgehört. Ich wusste schließlich, dass Tanzen eigentlich Spaß macht.

Tanzende Lehrer?

Heute hing ein Zettel im Lehrerzimmer: Anfänger-Tanzkurs für Lehrer; ein Tanzlehrer kommt in die Schule – wer ist interessiert? Sehr schön, besser als Kollegenfußball. Ich habe mich gleich mal eingetragen, auch wenn ich kein Anfänger mehr bin. Der Spaß ist es mir wert.
Den Rest des Vormittags über habe ich dann “Cheek To Cheek” und “Top Hat, White Tie And Tails” vor mich hin gepfiffen. Vielleicht melden sich ja wirklich genug Interessierte.

(Dafür habe ich in Deutsch wieder zuviel selber geredet. Berufskrankheit. Das ist für alle Beteiligten unterhaltsam, bringt aber nicht wirklich so viel, fürchte ich.)

Gestern wieder Tanzkurs…

…und zwar der Abschlussball zweier 8. Klassen (die anderen hatten ihren vor drei Monaten).
Ich war müde und ziemlich erschöpft und machte mich doch auf den Weg von München zur Schule. Ich ahnte schon, dass es es wieder wert sein würde. Ursprünglich wollte ich bald gehen, aber dann blieb ich doch bis halb elf. Einfach deshalb:

Wieder Eltern und Schüler, alle miteinander tanzend. Schöne Stimmung. *So* geht ein Fest.
Dankenswerterweise forderten mich auch zwei Achtklässlerinnen zu einem Tanz auf, und dann traf ich noch eine ehemalige Schülerin (Abitur vor ein paar Jahren), mit der ich tanzen konnte. Zum ersten Mal waren auch eine ganze Menge Schüler der anderen 8. Klassen da, die vor drei Monaten den Kurs gemacht hatten. Einige davon hatten weiter gemacht, jedenfalls tanzten sie erstaunlich gut.
Am späten Abend fielen die ersten Schuhe mit Absätzen und wurden durch Turnschuhe ersetzt. Die Hälfte der Schüler macht wohl beim Aufbaukurs weiter; bislang gibt es allerdings noch einen Herren-Überschuss. Dabei gehört sich das doch anders herum.
Und Wein und Dank habe ich auch bekommen. Das tut gut.
Ich hoffe, dass das an unserer Schule auch die nächsten jahre stattfinden wird. Und in der 10. Klasse dann nochmal eine Auffrischung?

(Was das alles an Stress und Herzschmerz bei den Eltern und Schülern auslöst, kriege ich ja nicht mit. Sicher überwiegt aber Stolz und Freude. Und Spaß am Tanz.)

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