Schlagwort: Usa

Benjamin Appel, The People Talk

Die 1930er Jahre der USA interessieren mich besonders. Angefangen hatte das mit den Filmen von Fred Astaire & Ginger Rogers, mit den Abenteuern des Pulp-Helden Doc Savage, dann kam das dazu, was heute OTR (Old Time Radio) heißt. Über ein paar Umwege bin ich dann hier gelandet:

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In dem Bestseller von 1940 beschreibt Appel eine Reise durch die USA, vom Nordosten quer durch bis an die Westküste, dann durch den Westen und den Süden wieder zurück. Dabei geht es nicht um Reisebeschreibung, die wird nur am Ende mancher Kapitel in ein paar lyrischen Zeilen abgehandelt. Auch Appel selber hält sich im Hintergrund, es geht nicht um ihn, auch wenn er präsent ist – er spricht mit Leuten, lässt sich Dinge zeigen und erklären: Eine industrielle Schlachterei in Chicago, die Mäh- und Dreschmethoden von Bauern; er verbringt ein paar Tage in einem Holzfällerlager, fährt mit Fischern auf Fang, schaut bei einer Demonstration für Rentengesetzgebung und einem Dreh in Hollywood zu, His Girl Friday übrigens. (Die vielen Fachausdrücke beim Fischen, Schlachten, Holzfällen gingen deutlich über die Grenzen meines Wortschatzes hinaus.)

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Schöne Lieder

Schon mal verlinkt, aber nichts daraus geworden, deshalb jetzt eingebettet: Jonathan Coulton, “The Presidents”.

Washington came first and he was perfect,
John Adams kept us out of war with France
Jefferson made a Louisiana Purchase
In 1812 James Madison kicked the British in the pants
James Monroe told Europe they could suck it
John Quincy Adams looked just like his Dad
Andrew Jackson got rid of all the Indians
Van Buren served one term but he wasn’t bad

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Horace McCoy, They Shoot Horses, Don’t They?

Spannendes Wettrennen: was kommt zuerst, Sommerferien oder Zusammenbruch? Noch eine Woche.

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Vielleicht doch mal als Schullektüre? Beim ersten Lesen vor einigen Jahren hat mich das Buch noch mehr beeindruckt, aber gut fand ich es auch diesmal noch. Interessant ist die Gattung: Das Buch läuft unter novel, ist aber schon sehr kurz, 120 Seiten, sehr großzügig gesetzt. Nur ein Handlungsstrang, strenger Aufbau – eine Novelle eben.

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The WPA

Frau Rau ist neulich beim Romanelesen auf einen Helden gestoßen, für den in den 30er Jahren “a spell of the WPA” anstand. Und weil sie nicht wusste, was das ist, und ich noch schneller bin als als das Internet, jedenfalls wenn ich im Nebenzimmer sitze, hat sie mich gefragt. Dank mausloser Blitzbedienung des Rechners konnte ich ihr auch in Sekunden das Lied “The WPA” von Louis Armstrong und den Mills Brothers vorspielen (1940).

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Holy Mackerel

Peter David ist einer der wenigen Comic-Autoren, deren Namen ich kenne. Er schreibt außerdem Drehbücher und Romane, ich habe gelegentlich auf ihn hingewiesen. Er ist der einzige, dessen Hefte ich fast immer an Erzähltechnik und Figurenrede erkenne; er ist der beste Autor, wenn es darum geht, den Figuren der großen zwei (Marvel und DC) neue Aspekte abzugewinnen. Trotzdem, und keine Sorge, außerhalb der Unterhaltungsbranche und speziell des Comic-Teils davon muss man seinen Namen nicht kennen.

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Reden analysieren: Obama

David Crystal analysiert Obamas Rede zur gewonnenen Wahl.

Liest sich so spannend wie Sportberichterstattung. (Stelle ich mir vor.) In der Welt der Thursday Next-Romane sehen so die Zeitungen aus.

(Tipp von Wolfgang aus enpaed. Jetzt habe ich den David Crystal aber auch endlich abonniert.)

Barack Obama

Schöne Zusammenfassung der Geschichte der Obama-Kandidatur im Independent: The upstart with a dream. Nicht ganz ohne hero-worship und drama (on a bitterly cold night early last November”).