Tag Archives: Vorzeigbares

Zustandsautomaten in der 10. Klasse

By | 14.12.2011

Erst etwas Theorie, später gibt es etwas zu sehen. In der 10. Klasse entwirft und programmiert man einfache Zustandsautomaten. Die sehen auf dem Papier gerne mal so aus: Der Automat (hier ein Fahrstuhl) kann sich in verschiedenen Zuständen befinden. Er beginnt im Zustand Erdgeschoss (deshalb zeigt da ein Pfeil hin). Es gibt noch zwei weitere Zustände, Keller und 1. Stock. Der Automat kann seinen Zustand ändern, das sind die Pfeile zwischen den Zuständen. Wenn der Automat im Zustand „Erdgeschoss“ ist und die Aktion „Pfeil nach oben drücken“ eintritt, dann springt der Automat in den Zustand „1. Stock“. Es geht aber… Read More »

Programmierprojekt in der Q11

By | 19.10.2010

Zum Ende der 11. Jahrgangsstufe müssen die Schüler im Informatik-Kurs an einem Projekt arbeiten. Dabei sollen die im Laufe des Jahres gelernten Datenstrukturen (Listen, Bäume) ebenso verwendet werden wie eine SQL-Datenbank, ansonsten ist man thematisch frei. Vorgeschlagen sind Sachen wie Reiseauskunft oder Kontoverwaltung, meine Schüler wollten etwas anderes machen. Ich hatte zwei Gruppen. Die erste entwickelte ihr Kriegergame weiter, entstanden aus einer einfachen Übung zur Vererbung am Schuljahresanfang. Als Spiel simpel: zwei Rollenspielfiguren rüsten sich aus und hauen dann mit verschiedenen Methoden abwechseln aufeinander ein, bis einer verloren hat. Der Gewinner kriegt Geld und Erfahrungspunkte und kann sich mehr Ausrüstung… Read More »

Die drei Spinnerinnen (World Storytelling Day: 20. März)

By | 3.3.2009

Am 20. März ist World Storytelling Day. Das scheint mir kein sehr verbreiteter Tag zu sein, aber die Idee gefällt mir. Vielleicht mache ich eine Erzählstunde mit meinen Schülern, ist leider ein Freitag, da habe ich keine geeignete Klasse. Ich kündige den Tag mal rechtzeitig an, falls jemand etwas dazu machen möchte. Zum Beispiel so etwas. Im Deutsch-LK habe ich heute im Rahmen einer Märchen-Sequenz das Kamishibai ausprobiert. Und zwar „Die drei Spinnerinnen“ aus den Kinder- und Hausmärchen von Grimm. Zu Hause habe ich es dann aufgenommen, etwas hastig, mit schwachem Ton, aber man sieht doch, wie man das einsetzen… Read More »

Reden (und Interviews)

By | 29.10.2008

In der 9. Klasse Deutsch wird dieses Jahr die erste Schulaufgabe eine Rede sein – eine verkappte Erörterung eigentlich, aber halt eine mit einem Adressaten, eingebettet in eine Situation, wenn auch beides nur fiktiv. Argumentieren müssen die Schüler in einer Rede schließlich auch, und das ist das Wichtigste, das sie bei der Erörterung lernen. Das Schulbuch unterscheidet zwischen Reden mit Informations- und Appellcharakter sowie Reden zu einem gegeben feierlichen Anlass. Ein Beispiel darin ist eine Scherzrede von Loriot zum Thema „Spenden für notleidende Vampire“. Nach diesem Vorbild sollten die Schüler erst einmal eine ähnliche Rede schreiben – mit dem Computer… Read More »

Pimp my Rollwagen

By | 8.10.2007

Zur Ausstattung unserer Schule gehören auch Rollwagen mit Beamer, Lautsprechern und Rechner dazu (mal als Workstation, mal Laptop). Für einen davon bin ich zuständig, und gelegentlich schraube ich daran herum. Mit Autos habe ich ja gar nichts am Hut, aber manchmal genieße ich es, auf dem Rücken unter einem Tisch zu liegen und Festplatten ein- oder auszubauen. Andere Leute würden die Rechner vielleicht auf den Tisch stellen, aber wo bleibt dann das Schraubergefühl? So sieht er aus, der Rollwagen, und vor kurzem habe ich zwei Neuerungen eingebaut. Eine Fahrradklingel für den Verkehr im Gang und einen… Haken? Dorn? fürs Verlängerungskabel.… Read More »

Textadventures im Informatikunterricht

By | 25.11.2006

Informatik, Klassen und Objekte. Zwischendurch ein bisschen Luft, um etwas auszuprobieren, auch weil ich die Klasse nicht nur in Informatik, sondern dazu in Englisch habe. Also haben die Schüler Objekte für ein Textadventure erstellt. So ein Objekt sieht zum Beispiel so aus: schoolbag1: openable  sdesc = „green schoolbag“  ldesc = „It’s a green schoolbag with a black car on it. It is           wonderful.“  noun = ’schoolbag‘  adjective = ‚green‘  location = bathroom ; Ich habe den Schülern die Klassen openable, readable, item und fixeditem zur Verfügung gestellt. Das Attribut ldesc gibt eine längere Beschreibung des Objektes, die man erhält, wenn… Read More »

Das filmende Klassenzimmer

By | 4.2.2006

Bei den Bavaria Filmstudios in München gibt es seit 1990 das Projekt „Das filmende Klassenzimmer“. Dabei kommt eine Schulklasse um 9 Uhr morgens mit einer Idee für einen kurzen Film an. Mit einem Drehbuchautor wird die Idee diskutiert und zu einem drehbaren kleinen Film erweitert. Um die Mittagszeit herum wird mit dem Drehbuachautor als Regisseur und einem Kameramann gedreht; die Schüler tragen Kabel oder spielen mit. Das dauert gute zwei Stunden. Danach gehen die beiden Profis den Film schneiden, die Schüler haben während dieser Zeit Mittagspause und machen dann die Bavaria-Filmtour mit (wie sie für jeden Besucher angeboten wird). Zum… Read More »

A Midsummer Night’s Dream (mit Schülern)

By | 4.7.2005

Vor einem Jahr habe ich nur mit der Möglichkeit gespielt, jetzt ist es fertig. Die Schüler haben eine 600-Zeilen-Fassung vom Sommernachtstraum geübt und gelesen. Das geschah zum Großteil zu Hause; ich hatte ihnen allerdings den Text von mir selber gelesen auf CD gegeben, zum Üben und Kontrollieren. Dann habe ich die Schüler aufgenommen und alles zusammengeschnitten. Dann habe ich mit einigen Schülern die Videoaufnahmen gemacht; geschnitten habe wiederum ich. Herausgekommen sind 35 Minuten Shakespeare. Das Experiment war löblich und hat zu wertvollen Erkenntnissen geführt – allen voran dem, dass das so nicht wirklich geht. Das Papiertheater ist zum Abfilmen nicht… Read More »

Der Meister des jüngsten Tages

By | 20.6.2004

Nach der Lektüre von Effi Briest wollte ich meinem Grundkurs etwas leichtere Kost zumuten: Einen Roman von 1923, Der Meister des jüngsten Tages von Leo Perutz. (Irgendeinen Roman aus dieser Zeit muss man laut Lehrplan mehr oder weniger lesen.) Wie es sich gehört, beginnt der Roman mit einem Vorwort des Erzählers, der jene grauenhafte Ereignisse im Herbste 1909 niedergeschrieben hat und betont, die volle Wahrheit geschrieben zu haben. Das Nachwort wiederum identifiziert die vorhergegangenen Seiten als Papiere aus dem Nachlass des Erzählers, Freiherrn von Yosch: „Natürlich, eine alte Handschrift“, wie Eco sagt. Der Bericht sei eher ein Roman, einem verwirrten… Read More »