Going to a restaurant

Weil wir’s in der 6. Klasse neulich mit Restaurants hatten, haben wir das am Freitag in der Intensivierungsstunde (Glanz und Gloria des bayerischen G8, wird gerüchteweise abgeschafft zu freiwilligen Stunden erklärt) noch einmal geübt. In der Intensivierungsstunde ist nur die halbe Klasse da, da kann man so etwas machen.

Im Schulbuch sind einfache Speisekarten eines italienischen Restaurants abgedruckt und ein kurzer Dialog zwischen Kellner und Gästen. Also haben wir jeweils zwei Tische zusammengestellt, ein Teil der Schüler übernahm Gästerollen (Familie mit Kind, Geschäftsleute, Schüler bei einer Pizza), ein kleinerer Teil waren die Kellner, ich selber der maitre d’. Das Schulbuch diente als Speisekarte. Rotkarierte Tischdecken dazu wären sicher noch schöner gewesen. Dabei hatten die Schüler Gelegenheit zu lernen, dass man anderswo wartet, bis einem ein Tisch zugewiesen wird, und dass man anderswo pro Tisch eine Rechnung kriegt und nicht jeder einzeln.

Morgen versuche ich es mit dem anderen Teil der Klasse nochmal. Diesmal üben wir das mit dem Benehmen im Restaurant vorher aber extra. Ich kann manche Gäste sonst nur mit der Drohung ruhigstellellen, dass das Personal ihnen sonst heimlich in die Suppe spuckt. Die machen es der Bedienung manchmal schon recht schwer.

Ach ja, echte Speisekarten wären natürlich noch besser, vielleicht mit Bildern. Ich habe aber nur takeaway menus und die allerdings reich bebilderte Karte einer amerikanischen Frühstücksbude.

Sechs kuriose Dinge über mich

Weil ich ein Stöckchen zugeworfen bekommen habe:

1. Ich werde um schlag zehn Uhr abends müde. Spätestens. Und schlafe dann auch mal bei Tisch ein. Auch bei anderen Leuten. Das tut mir leid.

2. Ich esse nicht ungern die Reste vom Abendessen zum Frühstück. Egal was es gab. Ohne Aufwärmen.

3. Wenn Kollegen oder Schüler Probleme mit dem Computer haben und ich stelle mich daneben, funktioniert plötzlich alles. Vielleicht kommt mir das auch nur so vor.

4. Ich mag keine Nägelknippser. Schon gar nicht das Knipps-Geräusch.

5. Ich habe mal befreundete Lehrer und Bekannte zu einem Abendessen eingeladen unter dem Thema: “Was ich schon immer mal sagen wollte aber was mich noch nie jemand gefragt hat” (oder so ähnlich). Jeder Gast musste ein kurzes Referat halten. Ich habe über das Gefangenendilemma referiert.

6. Ich weiß ganz viel über Spider-Man. Ich bin einerseits ganz einfach und andererseits kompliziert, so wie jeder. Ich sammle Sachen. Ich lese gerne Nachschlagewerke von A‑Z.

Italienischer Akzent in der 6. Klasse

Heute im Unterricht: Wir lernen, im Hotel ein Frühstück und im italienischen Restaurant ein Abendessen zu bestellen. Von der Hörverstehenskassette – Begleitmaterial zum Buch, an sich viel Schönes dabei – spricht der Kellner mit wenig überzeugendem italienischen Akzent. “Are you ready to order now, sir?”
Das klang eher nach Bela Lugosi in Dracula und seinem berühmten “I never drink… wine”.
Danach hat ein Schüler schon einen besseren Akzent hingelegt. “Some feesh – or would you prefer meat?”