Leistungskurswahlen

In Kürze wählen bei uns die Schüler der 11. Klassen ihre Leistungskurse. Dabei sind die potentiellen LK-Lehrer vorher bekannt; ich weiß nicht, ob das alle Gymnasien so handhaben. Das hat den Vorteil, dass Schüler den Lehrer bei ihrer Wahl berücksichtigen können – vielleicht ist es besser, auf den Wunschkurs zu verzichten, wenn man dafür zwei Jahre mit einem Lehrer verbringen müsste, von dem man weiß, dass das nicht funktioniert. Der Nachteil ist, dass man aber genau das als Schüler nicht unbedingt einschätzen kann und dafür auf Hörensagen und Vorurteile angewiesen ist.

Ich habe leider zu spät daran gedacht, auf der Schul-Homepage mich und meinen potentiellen LK (Deutsch) vorzustellen. Das gar nicht so sehr, weil ich viele Schüler möchte oder es bedauern würde, wenn Schüler sich für einen anderen sinnvollen Leistungskurs entscheiden, sondern weil ich es grundsätzlich gerne hätte, wenn vor schulischen Wahlen welcher Art auch immer mehr Information (von mir aus auch: Wahlkampf) stattfinden würde.

Im Moment informieren die Fachlehrer der 11. Klassen über die Inhalte des jeweiligen LKs, und das sicher in unterschiedlicher Art und Weise. Daneben gehen andere Lehrer, denen das ein Anliegen ist, in die Klassen und informieren noch mehr. Ich hätte am liebsten für jeden LK eine eigene Seite, auf der schriftlich und für alle einsehbar festgehalten wird, welche Inhalte der LK hat, welche Art von Prüfungen stattfinden, was der Lehrplan vom teilnehmenden Schüler verlangt. Und wenn man schon die Lehrer vorher bekannt gibt, dann soll der Lehrer gleich etwas zu sich schreiben, seinen Stärken und Schwächen, seinen Marotten, seinen Sonderwünschen und Erwartungen. Dann weiß jeder, worauf man sich einlässt.

(Das gäbe natürlich Ärger. Der Wunsch nach und die Fähigkeit zur Selbstdarstellung ist bei Lehrern unterschiedlich stark ausgeprägt, und man würde vielleicht den sprachlich versierteren Lehrern vorwerfen, sich unlauterer Mittel zu bedienen. Leistungskurse gibt es eh nur noch zweimal, dann war es das auch wieder. Danach beginnt allerdings das Wählen der Seminarfächer. Vielleicht könnte man das da einführen.)

Wieder mal: Mein Arbeitsplatz

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So kann man auch seinen Nachmittag verbringen. Das ging mal als Stöckchen durchs Web, ich weiß aber nicht mehr, wo ich die gesammelten Bilder – die alle noch besser aussahen – gefunden habe. Hier gibt’s so etwas ähnliches mit Plattencovern.

Erst mal kurz erholen (und Stöckchen)

Schöne Ferien miteinander! Auf meinem Fußboden sind bereits zwölf kleine Stapelchen mit Arbeiten für die Ferien, auf dem Schreibtisch ist ein weiterer, der wohl biszum Schuljahrsende wachsen wird und zwei kleinere, bei denen noch Hoffnung besteht. Dazu die vielen Blog-Ideen in meinem PDA und immer noch meine Notizen aus Dillingen. Aber schön, auf die Arbeit freue ich mich.

Jetzt ist erst einmal Feierabend. Essen gehen mit Frau Rau, mir erzählen lassen, was die Woche in der Arbeit los war und selber ein paar Anekdoten aus der Schule loswerden. Die Woche haben wir uns wenig gesehen, und gestern abend war ich zu rechtschaffen müde für viel Konversation.

– Zum Abschluss noch ein Stöckchen, dass seit einigen Tagen bei mir liegt, weitergereicht von doireann.

1.) Greife das Buch, welches Dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4.
“über lange Zeit hin bei einer Handvoll solcher Bildungen geblieben”
Dieter E. Zimmer, Redens Arten. Das liegt auf dem Tisch, weil ich einen Aufsatz “Das brüderliche Du” wiederlesen will, in dem es darum geht, wer sich bei uns wann und warum duzt.

2.) Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was hältst du in der Hand?
Schulhefte, PDA oder Kaffeetasse.

3.) Was hast Du als letztes im Fernsehen gesehen?
Hm. Gestern abend. C.I.S., aber vor dem Ende ausgeschaltet und ins Bett gegangen.

4.) Mit Ausnahme des Computers, was kannst du gerade hören?
Absolut gar nichts. Ich mache das ab und zu eh, dass ich mal lausche oder schaue, was gerade nicht in mein Bewusstsein vordringt. Im Moment ist es nicht mal das Ticken des Weckers ein paar Meter von mir, sicher das lauteste Geräusch. Ich wohne ruhig.

5.) Wann hast Du den letzten Schritt nach draußen getan?
Heute morgen Richtung Schule. Oder am Nachmittag, Gegenrichtung.

6.) Was hast Du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?
Wegbeschreibung zum Restaurant gesucht, zwölf Stapelchen auf dem Fußboden rechtwinklig ausgerichtet.

7.) Was hast Du gerade an?
Jeans, weißes T‑Shirt, drüber hellblauer Pullover. Birkenstock-Sandalen… da bitte, ich hab’s gesagt. Das wollte keiner wissen, warum stellt man auch solche Fragen! Werden doch glatt die ganzen Leser desillusioniert bei.

8.) Hast Du letzte Nacht geträumt?
Nicht so, dass ich mich daran erinnern kann. Tu ich fast nie.

9.) Wann hast Du zum letzten Mal gelacht?
Das war wohl heute vormittag. Ich glaube, bei einem Blick ins Schulportfolio. Ein Schelm, wer sich anderes vorstellt als ein freundliches, verständnisvolles, anerkennendes Schmunzeln.

10.) Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem Du Dich gerade befindest?
Ah. Eine riesengroße Weltkarte. Das hatte ich mir lange gewünscht, aber jetzt schaue ich sie doch wenig an. Ein Kinoposter hinter Glas (Geschenk von Frank); eine japanische Tuschzeichnung (hinter Glas); eine Collage von Fotos von mir, die Frau Rau vor fünfzehn Jahren gebastelt hat (hinter Glas, Gott war ich da schlank); eine Collage von Fotos von Frau Rau und von mir (aus einer Fingerfarbenphase, lange Geschichte, hinter Glas).

11.) Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
Ich kann mich nicht an etwas erinnern.

12.) Was hältst Du von diesem Quiz?
Hm. Ich mag Stöckchen, aber lieber, wenn sie ein Thema haben.

13.) Was war der letzte Film, den Du gesehen hast?
Kino? Stardust.

14.) Was würdest Du kaufen, wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?
Weiß nicht. Kein Auto. Das Bad renovieren lassen? Am liebsten würde ich das Geld Frau Rau geben, die soll irgendwas damit machen. Aber vermutlich würde ich mir erst mal lange Gedanken machen, was ich mit dem Geld anfangen sollte. Ein Häuschen in England? Ja, das am ehesten.

15.) Sag mir etwas über Dich, was ich noch nicht wusste.
Ich war mal Mitglied in einem Fußball‑, in einem Schach- und in einem Judo-Sportevrein.

16.) Wenn Du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
Die Prämisse hinter der Frage ist für mich so wenig vorstellbar, dass ich keine Antwort geben kann.

17.) Tanzt Du gerne?
Ja.

18.) George Bush!
Das ist keine Frage.

19.) Stell Dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest Du es nennen?
Das soll sich jemand anderes aussuchen.

20.) Und einen Jungen?
Das soll sich jemand anderes aussuchen.

21.) Würdest Du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
Ja, wenn mich jemand mitnehmen würde. Allein bin ich zu träge.

22.) Was würdest Du Gott sagen, wenn Du das Himmelstor erreichst?
“Ich glaub’s immer noch nicht.”

23.) Drei Leute, die das hier auch beantworten sollen.
Ich bin kein großer Weitergeber, fürchte ich. Merkt man schon bei der Frage mit den Kindernamen. :-) Aber wenn sich jemand bedienen möchte, nur zu!

Web 2.0 für Lehrer: Tafelbilder bei Flickr

Lehrer sollten ihr Wissen mehr teilen. Der innere Schweinehund verhindert das. Aus den Kommentaren zum letzten Beitrag hat sich ein Versuch entwickelt, einen Aspekt von Lehrerwissen, nämlich Tafelbilder für den Unterricht (eine meiner eigenen Schwächen) mittels Flickr zu teilen.

Links dazu:

Für Flickr spricht:

  • niedrige Hemmschwelle
  • Diagramme stellt man leichter ein als ausformulierte Vorschläge (oder gar Schulaufgaben)
  • kollaborative Verschlagwortung von Bildern
  • jede Flickr-Gruppe verfügt über ein eigenes Diskussionsforum (sehr praktisch)
  • sowohl die neu eingestellten Bilder als auch die Diskussionsbeiträge kann man als Feed abonnieren (sehr praktisch!)
  • dezentrales Arbeiten – jeder Teilnehmer verwaltet die eigenen Bilder und stellt sie bei der Gruppe ein oder nicht

Gegen Flickr spricht:

  • möglicherweise kann man nicht die Tags einer Gruppe separat durchsuchen (also: alle Bilder der Gruppe “Tafelbilder” mit dem Schlagwort “Shakespeare”) – das wäre allerdings ganz schlecht
  • ich weiß noch nicht, wie man eingestellte (Tafel)bilder bewertet – schließlich sollten früher oder später die dreißig, vierzig Tafelbilder zu “Shakespeare” auch in der Reihenfolge der Bewertung erscheinen
  • gemischte Gegenargumente, die für alle web2.0‑Angebote auf fremden Servern gelten

Es kann sein, dass sich Flickr nicht als geeignete Plattform herausstellt. Dann müssen wir eben das nächste ausprobieren, man hat mir schon www.ipernity.com empfohlen. Oder es läuft doch über einen eigenen Server und nicht über eine große Web2.0‑Plattform.

(Ich lasse die Kommentare für diese Seite geschlossen, da die Diskussion im anderen Kommentarthread schon begonnen hat und am besten dort fortgesetzt wird.)