Gefundenes Gedicht

In den Münchner S-Bahnen gibt es Reklametafeln, und die sind oft nicht vermietet und werden deshalb von der Deutschen Bahn mit einem erbauendem Spruch versehen – gerne nennen sich diese Sprüche „Chinesische Weisheit“ oder „Arabisches Sprichwort“, und immer sind sie grottenschlecht. Tausendmal besser die Sprüche in den Muskote-Filterpapierchen. In Wagen 189 der S4 um 07.10 Uhr am 12.12.2001 sah ich dann folgenden Spruch, durch üble Schmierei verwandelt: Nun soll man ja bekanntlich nichts in S-Bahn-Wagen schmieren. Im Deutschunterricht geht das aber, also zeigte ich Schülern der elften Klasse den geänderten S-Bahn-Spruch, und gab ihnen Gedichte von Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, … Continue reading „Gefundenes Gedicht“

Owed to the Spelling Checker

Man kann ja mal die Schüler drüber gehen lassen, vielleicht bringt’s was für die Grammatik: Candidate for a Pullet Surprise I have a spelling checker, It came with my PC. It plane lee marks four my revue Miss steaks aye can knot sea. Eye ran this poem threw it, Your sure reel glad two no. Its vary polished in it’s weigh. My checker tolled me sew. A checker is a bless sing, It freeze yew lodes of thyme. It helps me right awl stiles two reed, And aides me when eye rime. Each frays come posed up on my screen … Continue reading „Owed to the Spelling Checker“

Longshot Comics

Shane Simmons ist ein kanadischer Autor von Drehbüchern und Comics und solchen Sachen. Unter anderem gibt es von ihm die Longshot Comics. Die sehen so aus: Und die heißen Longshot, weil das Geschehen aus solch weiter Entfernung aufgezeichnet ist, dass die Personen gerade mal als Punkte erscheinen: Der erste Band, „The Long and Unlearned Life of Roland Gethers“, umfasst 89 Jahre britischer Geschichte. Er beginnt mit der Geburt von Roland Gethers in Cardiff, Wales; es gibt sechs Hauptpersonen, Dutzende von Nebencharakteren, Hunderte von Kleinauftritten – ein Werk aus 3840 kleinen Kästchen mit einem halben Zoll Seitenlänge. Aber auch in diesem … Continue reading „Longshot Comics“

Who’s on First

– Ein Klassiker des englischsprachigen Klamauks ist der Sketch „Who’s on First“. Mit Abstand am berühmtesten ist die Fassung von Abbott und Costello, obwohl der Text tatsächlich eine noch ältere Vaudeville-Nummer ist. Ich hatte ihn mal Schülern im Englisch-Grundkurs auf CD vorgespielt, danach konnten sie den Text mitlesen. Ein Wochenende später hatten zwei Schüler die Nummer zu Hause aufgenommen – ohne Hilfe oder Hinweise von mir. (Ich hätte schon noch welche geben wollen: Vielleicht ist es aber gut, dass der Lehrer mal keine Finger drin hat.) So faul sind sie also gar nicht. Abbott: Well Costello, I’m going to New … Continue reading „Who’s on First“

Was man nicht sagen kann

Es gibt Dinge, die man unmöglich laut sagen, sondern nur schreiben kann. Ich meine nicht: „Grmblhx“, das geht zur Not. Immerhin versucht die Schreibung hier, einer bestimmten Aussage nahe zu kommen. Nein, es geht um die Worte, mit denen ein etwas Deutsch sprechender Russe in dem englischsprachigen Buch, das ich gerade lese, eine Deutsche begrüßt: „Guten abend.“ Das kann man schreiben, aber nicht sagen. (Wegen der falschen Kleinschreibung.) Das ist zwar nur ein Beispiel für die vielen, vielen falschen deutschen Äußerungen in englischsprachigen Roman, es hat mich aber auf ein grundsätzlicheres Problem gebracht. (Nebenbei: Gibt’s da keine Deutsch sprechenden Lektoren? … Continue reading „Was man nicht sagen kann“

Poesiealbum

Seit Wochen liegt wieder eines bei mir. Siebte Klasse. Man ist als Lehrer schon stolz, wenn man das erste kriegt. Und danach wohl auch noch. Trotzdem liegen die Bücher immer lange zu Hause herum. Dabei habe ich doch einen Spruch, den ich immer verwende, genommen aus dem Poesiealbum meiner Frau. Deshalb lege ich hier eine Sammlung meiner Poesiealbum-Sprüche an. Meine ersten Einträge bekamen noch einen selbstgebastelten Aufklappschwan oder -schmetterling (nach Entwürfen von Masahiro Chatani), inzwischen schaffe ich das nicht mehr.

Zoobesuche zum Wandertag

Ich gehe sehr gerne in den Münchner Zoo. Es gibt ein paar Tiere, bei denen ich jedes Mal vorbeischaue, aber ich entdecke auch immer wieder neue Tiere. Der Zoo ist auch ein nicht besonders originelles Ziel für den Wandertag, aber doch ein häufiges. Die Münchener Tierparkschule bietet Unterrichtsgänge und Projekttage und Betreuung von Facharbeiten – ich habe das Angebot aber noch nie angenommen. Dafür habe ich Fotos gemacht, ausgedruckt, ausgeschnitten und laminiert, mit Arbeitsaufträgen auf der Rückseite. Hier die Aufgaben: Vor allem geht es darum, die Tiere zu identifizieren. Einige Gruppen meiner 6. Klasse hatten alle Aufgaben gelöst. Da die … Continue reading „Zoobesuche zum Wandertag“

Abiturfeier 2004

Das übliche Programm: Reden von Schulleitung, Landkreis, Elternbeirat, Kollegstufenbetreuung, Kollegiaten. Sehr gut die Rede von Eva: Das Motto „GlABIatoren“ hat sie weitergesponnen und dabei auch deutlich Kritik an den Schülern geübt. Sonst war von Kritik wenig zu spüren – keine Selbstkritik, keine an den Lehrern, keine an der Institution Schule, auch kein nennenswerter Rück- oder Ausblick. Einzelne Lehrer bekamen allerdings ihren Unterricht um die Ohren geschlagen, gerechtfertigt oder nicht. Ich träume ja mal von einer Abiturfeier ohne Motto. Was wir nicht schon alles hatten: Boxkampf, Oscar-Verleihung, Wettrennen. Wie wär’s mal mit einer Abi-Feier, die nur Abi-Feier ist? Verabschiedungen an englischen … Continue reading „Abiturfeier 2004“

Wandertag 2004

Idyllisch, nicht wahr? Baseball fand ich immer sehr schön: Es zählt als Sport, aber muss man trotzdem nicht rennen.