Orangenmarmelade 2004 (Das Rezept)

Man nehme: 2 lb Seville oranges (900g Pomeranzen/Bitterorangen) 4 pints water (2 1/4 Liter Wasser) 1 lemon 4 lb granulated sugar, warmed (1,8 kg Zucker) Pomeranzen sehen aus wie nicht übermäßig schöne Orangen. Sie sind tatsächlich ziemlich bitter, und es gibt sie bei uns auf Märkten und in wenigen großen Kaufhäusern im Januar und Februar. Orangenmarmelade ist sehr englisch und sehr lecker. Zur Not kann man die Marmelade sicher auch mit normalen Orangen machen: Aber die Bitterkeit der Pomeranzen passt besser zum vielen Zucker in der Marmelade. Zuerst überlegt man sich, ob man das Rezept nicht mit der halben Menge … Continue reading „Orangenmarmelade 2004 (Das Rezept)“

Terry Pratchett, Thief of Time

1. What happens 2. Why I want to write about it 3. My credentials 1. What happens: The Auditors from outside our dimensions audit the Discworld universe. It’s what they do. Ever since humans appeared, things have become much more complicated. The Auditors resent that, but they cannot interfere too much. They find a loophole in the cosmic laws and trick a clockmaker on Discworld into making a Perfect Clock, which measures the tick of the universe. In this universe at least, there is a basic time unit, which is the time for the the briefest possible thing to happen. … Continue reading „Terry Pratchett, Thief of Time“

Hobbit-Heft

Mit einer 5. Klasse las ich mal Der kleine Hobbit von J. R. R. Tolkien. Als Projekt ist dabei ein Spiele-Heft entstanden. Man kennt das ja: Der Spieler liest einen nummerierten Abschnitt und muss sich an dessen Ende entscheiden, bei welchem aus einer Auswahl von weiteren nummerierten Abschnitten er weiter lesen möchte. Manche Abschnitte enden ohne weitere Wahlmöglichkeit: Damit ist die Geschichte zu einem Ende gekommen (das glücklich oder weniger glücklich sein kann). Auf diesem Weg muss man während des Lesen immer wieder Entscheidungen treffen, und kann das Heft mehrfach lesen, wobei die Geschichte jedesmal einen mehr oder weniger anderen … Continue reading „Hobbit-Heft“

Colloquium

Wenig Einträge diese Woche: Zum ersten Mal prüfe ich selber im Colloquium. Das kostet Nerven. Es ist weniger der Aspekt, ob man den Schülern auch genug beigebracht hat. Darüber macht man sich natürlich auch ein wenig Sorgen, obwohl ich selbstbewusst genug bin, mir zu sagen, dass ich den Schülern genügend angeboten habe. „You can lead a horse to water, but you cannot make it think drink.“ So sagt es ein englisches Sprichwort. Nein, Sorgen macht eher: Sind die Referatsthemen sinnvoll gestellt? Verstehen die Schüler das Thema? Sind die eigenen Fragen zu detailliert, zu kleinschrittig, oder zu umständlich formuliert, als dass … Continue reading „Colloquium“

Geheimnisvolle Läden

(Lord Dunsany berichtet) Ein verstörter junger Mann erschien gestern abend bei der Pariser Polizeipräfektur und verlangte von den Beamten, ihm bei der Suche nach einem Bureau d’Echange de Maux zu helfen. In der von ihm genannten Straße waren jedoch keinerlei Spuren eines solchen Ladens zu finden, obwohl der Mann beteuerte, erst wenige Tage zuvor dort Kunde gewesen zu sein. Über die Art seines Handels wurde nichts bekannt. Diese Seite enthält drei Listen zu diesem Thema, die sich teilweise überschneiden. In der ersten habe ich alle mehr oder weniger merkwürdigen Seitenstraßen-Läden gesammelt – ob sie verschwinden oder nicht. Danach habe ich … Continue reading „Geheimnisvolle Läden“

Hempels Rabe

Ich beneide die Naturwissenschaftler und Mathematiker um ihre Fachterminologie. Es gibt da soviele Begriffe, Konzepte und Ideen, die nach ihren Erdenkern benannt sind – und die ich wunderschön finde. In keiner bestimmten Reihenfolge: Hempels Rabe Das chinesische Zimmer (auch wenn da der Eigenname fehlt) Die chinesische Turnhalle Schrödingers Katze Wigners Freund Hilberts Hotel Kochsche Schneeflocke Laplace’scher Dämon Schwarzschildradius Dazu natürlich die ganze Mathematik: Pascalsches Dreieck Laplace-Verteilung selbst das Dreieck des Pythagoras Was haben die Sprach- und Literaturwissenschaftler in dieser Art? Chomsky-Hierarchie (gehört aber auch eher in die Informatik) Grice’sches Kooperationsprinzip Und dann, schon viel, viel weniger bekannt: The Oxford Comma … Continue reading „Hempels Rabe“

Burma Shave

Das erste Mal bin ich wohl in einem Johnny-Hart-Cartoon darauf gestoßen („Neander aus dem Tal“ / „B.C.“). Dort rollt einer den Berg hinunter und liest nacheinander die Schilder: „Kurve scharf / Abfahrt wild / Schauf auf die Straße / Nicht aufs Schild“. So etwas merke ich mir, ich weiß auch nicht warum. Dann kamen mir immer wieder mal Hinweise auf „Burma Shave“ unter, nicht zuletzt etwa bei dem gleichnamigen Lied von Tom Waits. Oder bei Thomas Pynchon, Gravity’s Rainbow, S. 65 meiner Ausgabe (ich hab’s nie zu Ende gelesen, aber wohl immerhin mal bis dorthin geschafft). Das war Jahre, bevor … Continue reading „Burma Shave“

Radio Links

Die Amerikaner sind ganz fix im Sammeln von Radiobeiträgen. Eine ganze Menge kann man anhören oder als mp3 herunterladen: Interviews, Historisches, Unterhaltsames. Ich habe davon noch viel zu wenig im Unterricht eingesetzt – weil ich nicht weiß, wie. Car Talk Eine Sendung über Autos. Zwei Brüder italienischer Abstammung beraten telephonisch Zuhörer, die Probleme mit ihren Fahrzeugen haben. Die merkwürdigen Brummgeräusche des Motors machen die Zuhörer dann auch bereitwillig nach. Das hab ich immerhin schon mal im Unterricht eingesetzt: Zum Wortfeld Auto gibt es da mehr Vokabeln, als einem lieb ist. Welcome to Radio Diaries Radio-Tagebücher, zum Beispiel die Teenage Diaries: … Continue reading „Radio Links“

Englisch 5. Klasse

Das habe ich gefunden, als ich neulich in meinem alten Learning English A1 (Stuttgart: Klett 1976) blätterte. Das war mein Englischbuch in der 5. Klasse; ich hatte eine eigene Ausgabe davon und anscheinend reichlich Zeit während des Unterrichts. Oder war das zu Hause? Kenner von Superhelden-Comics können die Charaktere identifizieren. Ich bring noch fast alle zusammen: Nur mit der Kuh weiß ich nichts mehr anzufangen. Zu pig ist mir wohl nichts eingefallen. Nachtrag: Die Kuh ist vielleicht Ant-Man.

James Hilton

Sommer 1989, eine Jugendherberge in Großbritannien (Llwyn-y-Celyn in Wales). Ich kannte James Hilton schon als Autor von Lost Horizon – ein sentimentaler, abenteuerlicher Roman mit schöner Rahmenhandlung. In der Jugendherberge las ich das erste Kapitel eines weiteren seiner Bücher. Es begann mit einem Zeitungsartikel über den hochlobenswerten Einsatz eines englischen Geistlichen bei einem Zugunglück: Bei einem Zusammenstoß waren die hinteren Waggons in Brand geraten. Heldenmutig und ohne Rücksicht auf das eigene Leben versuchte der Geistliche, die Passagiere darin zu retten, und musste letztlich mit Gewalt davon abgehalten werden. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt kehrt der Geistliche zurück, sichtlich mitgenommen, und quält … Continue reading „James Hilton“