Filk

Nach der amerikanischen Volksballade „The Ballad of Jesse James“: Sauron had some rings, they were very useful things, And he only wanted One to keep. But Isildur took the One just to have a little fun. Sauron’s finger was inside it–what a creep! CHORUS: Now, Sauron had no friend to help him at the end, Not even an Orc or a slave. (Orc! Orc!) It was dirty Frodo Baggins that fixed his little wagon And laid poor Sauron in his grave. „Filk music“ hat wohl irgend etwas mit „folk music“ zu tun. Entstanden ist das, sagen wir mal, auf Fantasy- … Continue reading „Filk“

Pat Novak – trocken, oder sehr trocken

Ein Meilenstein der amerikanischen Radio- und später Fernsehgeschichte ist die Serie Dragnet: Realistische Polizeigeschichten mit dem Schwerpunkt auf alltäglicher Polizeiroutine. Das Konzept war so erfolgreich, dass es mit der deutschen Serie Stahlnetz kopiert wurde. Was Stahlnetz aber nicht hatte, war der Kopf hinter und Hauptdarsteller von Dragnet: Jack Webb. Sein trockenes „Just the facts, Ma’m“ ist oft kopiert worden (etwa in einer von Bruce Willis gesprochenen Zeile in Die Hard 2, „Just the fax, Ma’m“). Vor Dragnet gab es 1949 eine andere Serie von und mit Jack Webb: Pat Novak, For Hire. Und das war noch viel, viel trockener – … Continue reading „Pat Novak – trocken, oder sehr trocken“

S-Bahn-Fahren

Mein ehemaliger Schulleiter machte sich gelegentlich Sorgen um meine Gesundheit wegen der vielen Bazillen in der S-Bahn – vielleicht wollte er aber nur, dass ich näher an die Schule ziehe. Aber in der S-Bahn gibt es so vieles zu lernen. Im Gespräch mit einer mitfahrenden Gynäkologin erfuhr ich, dass sie vor allem eines an den Herr-der-Ringe-Filmen nicht mochte: Die Enya-artige Dudelmusik, immer wenn irgendwelche Elben auftauchten oder es ganz besonders mystisch wurde. Die Musik ginge ihr nämlich schon bei den Geburten auf die Nerven – anscheinend hören manche Mütter, wenn auch nicht die meisten, Musik im Kreißsaal bei der Geburt. … Continue reading „S-Bahn-Fahren“

Christmas cake

Schon mal an Weihnachten denken! Es reicht, wenn man Ende November oder auch noch Anfang Dezember damit beginnt; der Kuchen muss also nicht im Jahr vorher gebacken werden. Wer will, kann aber auch schon den Juli oder August dazu nutzen. Alles selbst gemacht, auch die Marzipandecke. Das Rezept gibt’s auf Anfrage.

Was man nicht sagen kann

Es gibt Dinge, die man unmöglich laut sagen, sondern nur schreiben kann. Ich meine nicht: „Grmblhx“, das geht zur Not. Immerhin versucht die Schreibung hier, einer bestimmten Aussage nahe zu kommen. Nein, es geht um die Worte, mit denen ein etwas Deutsch sprechender Russe in dem englischsprachigen Buch, das ich gerade lese, eine Deutsche begrüßt: „Guten abend.“ Das kann man schreiben, aber nicht sagen. (Wegen der falschen Kleinschreibung.) Das ist zwar nur ein Beispiel für die vielen, vielen falschen deutschen Äußerungen in englischsprachigen Roman, es hat mich aber auf ein grundsätzlicheres Problem gebracht. (Nebenbei: Gibt’s da keine Deutsch sprechenden Lektoren? … Continue reading „Was man nicht sagen kann“

Hempels Rabe

Ich beneide die Naturwissenschaftler und Mathematiker um ihre Fachterminologie. Es gibt da soviele Begriffe, Konzepte und Ideen, die nach ihren Erdenkern benannt sind – und die ich wunderschön finde. In keiner bestimmten Reihenfolge: Hempels Rabe Das chinesische Zimmer (auch wenn da der Eigenname fehlt) Die chinesische Turnhalle Schrödingers Katze Wigners Freund Hilberts Hotel Kochsche Schneeflocke Laplace’scher Dämon Schwarzschildradius Dazu natürlich die ganze Mathematik: Pascalsches Dreieck Laplace-Verteilung selbst das Dreieck des Pythagoras Was haben die Sprach- und Literaturwissenschaftler in dieser Art? Chomsky-Hierarchie (gehört aber auch eher in die Informatik) Grice’sches Kooperationsprinzip Und dann, schon viel, viel weniger bekannt: The Oxford Comma … Continue reading „Hempels Rabe“

Upthread

Heute habe ich ein neues Wort gelernt: upthread. Vermutlich bin ich wieder der letzte, der es kennen lernt. Gebildet analog zu „upriver“: upthread (adv.) Earlier in the discussion (see thread), i.e., ‚above‘. „As Joe pointed out upthread, …“ Aus nachvollziehbaren Gründen ist das Pendant dazu, „downthread“, wesentlich seltener.

Ende einer Buchhandlung

Vorher: Nachher: Queens Road, Brighton, England. Ich weiß jetzt noch, welche Bücher ich da gekauft habe.