Dial-a-joke – niederschwellige Hörverstehensübung

Wenn man Telefonie über Internet ausführt, und das ist bei sehr vielen Anschlüssen so, auch wenn man das vielleicht nicht einmal mehr weiß, dann kann man sich bei seinem Anbieter leicht mehrere Telefonnummern zuweisen lassen. Ich habe mindestens eine für Eltern, eine für privat, und jetzt auch eine mit einem Witz der Woche. Diese Nummer kriegten meine Englisch-Klassen. Optional: Sie schicken mir selber eine Witz-Aufnahme, die ich dann unter der Nummer einspiele, am besten täglich wechselnd. Bin noch ein bisschen skeptisch, ob sie sich trauen. Hier der Witz (übrigens aus Zadie Smith, White Teeth): Ansonsten bei Twitter: Lauter Besserwisser, furchtbar. …

Vom Wissen, Online-Ukulele, Mebis-Rückmeldungen

Vom WIssen Wenn man an der Fußgänger-Ampel steht und die auf Grün umschaltet, sollte man dann einfach drauflos drüberlaufen? Nein, man wird sich dennoch umschauen, weil ja jemand mit Auto die eigene rote Ampel ignorieren könnte. Würde man sich nicht mehr umschauen, wenn sich alle an die Verkehrsregeln oder zumindest an rote Ampeln halten würden? Man würde sich dennoch umschauen, denn es reicht nicht, wenn sich alle an die Regeln halten, man muss auch wissen, dass sich alle an die Regeln halten. Ähnlich eine Diskussion im Lehrerforum zum Thema Klarnamenpflicht für Moderatoren, die sich einer dort gewünscht hatte. Am Ende …

Material auf Webserver zum Download

1. Überblick Viele Schulen und Privatleute haben Zugang zu einem gemieteten Webspace. Dort liegen zum Beispiel die Dateien, die über die Homepage der Schule veröffentlicht werden. Dort liegt auch der Programm-Code, der die Homepage betreibt. Das ist eigentlich ganz genau so wie auf dem Rechner zu Hause, mit Verzeichnissen und Dateien darin, nur dass man einen Teil der Verzeichniss für die Öffentlichkeit aufmacht, damit die sich im Webbrowser deren Inhalte anschauen kann. Man möchte aber selten, dass jemand die Verzeichnisse direkt sieht, nicht einmal die mit Inhalten, die ohnehin auf der Webseite stehen. Notfalls kann man das aber machen. Man …

Superrationalität, Funkersprache, CSMA/CD

Ich weiß zwar nicht, was das bedeutet, aber ich kann ja mal einen Blogeintrag darüber schreiben. Vielleicht weiß ich danach mehr. Es wird a bissele was für Nerds werden, Verzeihung. Superrationalität bei Hoftstadter Neulich, vor vier Wochen vielleicht, las ich bei Twitter einen Beitrag, ich glaube, es war eine Abstimmung. Da musste man für eine von 4 Optionen stimmen, ohne die bisherigen Stimmabgaben zu kennen, und Ziel war, eine ganz bestimmte gegebene Reihenfolge am Ende zu haben, also A B C D von mir aus. Wie soll man stimmen, wenn das das Ergebnis sein sollte, und man den aktuellen Stand …

Corona: In der Schule ohne Schüler, und Homeoffice

Tag 1: Noch in der Schule Um viertel nach fünf aufgewacht, um viertel vor sechs aufgestanden, nur wenig früher als sonst. Liebevoller Milchkaffee von Frau Rau. Dann mit der regulären S‑Bahn zur Schule nach Fürstenfeldbruck, S‑Bahn ziemlich leer. Die Schule dann sehr leer, auf der breiten Einfahrt zum Schulkomplex Kollegen getroffen. Wir sind zu dritt gegangen, nebeneinander mit viel Abschnitt, kam mir vor wie im Western. (Siehe Power-Walk-Topos bei tvtropes.) In der Schule war nur ein kleines Häufchen, um zu schauen, ob Schüler und Schülerinnen zur Betreuung da sein würden. Waren sie nicht, wie erwartet. Dann wurde das weitere Vorgehen …

Ende des ersten Corona-Wochenendes

Es ist Sonntag, der 15.03.2020, gegen sieben Uhr abends. Gestern war Samstag, ich weiß nicht mehr, was ich da gemacht habe. Vielleicht das gleiche wie heute, aber abends gab es ausnahmsweise nichts Gekochtes, sondern frisches selbst gebackenes Brot von Frau Rau und Käse. Einkaufen war ich wohl, lese ich im Nachbarblog, wird schon stimmen. Heute stand ich früh auf, um zur Not Frau Rau beim Wahlhelfen zur Seite stehen zu können. Wenn da nämlich nicht alle Eingeteilten kommen, muss man Ersatz beschaffen, notfalls jemanden von der Straße verpflichten, und ich hatte mich freiwillig für Notfälle bereit gehalten. Ich wurde dann …

Letzter Schultag vor Corona-Unterrichtsausfall

Das wird jetzt so eine Art Tagebucheintrag, für die Zukunft. Heute war der letzte Schultag, bevor für drei Wochen (und anschließend zwei Wochen Osterferien) die Schulen in Bayern geschlossen werden. Der Grund ist der Versuch, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Die Entscheidung zeichnete sich schon gestern ab, und ich bereitete einen Text für die Homepage und mich seelisch darauf vor – für 9 Uhr war eine Mitteilung des bayerischen Ministerpräsidenten Söder angesetzt. Unterrichtstag Aber zuerst machte ich Unterricht. Deutsch, 8. Klasse, Tschick, erste Reaktionen auf die Lektüre einholen – das Buch hat ihnen gefallen, manche fanden den Anfang auf …

Tschick und Mebis und die Kunst, nicht zu lehren

Eigentlich wollte ich in der 9. Klasse mit der Besprechung von Tschick von Wolfgang Herrndorf beginnen, und zwar mit dem Aufbau des Romans. Aber die Schüler und Schülerinnen sollten dann doch lieber etwas über Mebis lernen. Also: Mebis am Beamer in Erinnerung gerufen (wie viel schneller alles Lernen geschieht, wenn man lernen will), WLAN herausgeholt und mit dem Handy ein bisschen in einen Kurs hineinschnuppern lassen. Dann in der zweiten Hälfte der Doppelstunde in den Computerraum. In Tschick liest Tschick seine Deutsch-Interpretation zu Brechts Keuner-Geschichte “Das Wiedersehen” vor – das ist die mit dem Schlüsselsatz: “ ‘Oh!’ sagte Herr K. und …

Mebis-Spontanfortbildungen (Klassenkurse für Mebis)

Im Moment gibt es ein gestiegenes Interesse an Mebis, der Online-Schulplattform des bayerischen Kultusministerium, die allen Schulen zur Verfügung gestellt wird. Nicht ihr einziger, aber doch der wichtigste Bestandteil ist die Lernplattform, ein angepasstes Moodle. Und die wird plötzlich interessant, für den Fall, dass Schulen im Zusammenhang mit dem Corina-Virus geschlossen werden müssten. Vorschlag 1 Eine Möglichkeit für den Notfall ist, dass jeder Lehrer und jede Lehrerin für jede Klasse einen eigenen Mebiskurs einrichtet. So habe ich das ja auch gehaltn bisher: Pro Klasse ein Kurs, am Ende des Jahres die Klasse rausgeworfen und den Kurs im neuen Jahr wiederverwendet …

Lester Dent, Corona und Mebis, Nerdtum

ITEM! Ich habe meinem jüngeren Ich ein Geschenk gemacht, oder umgekehrt. Vor bestimmt fünfzehn Jahren habe ich bei einem bekannten Online-Antiquariat eine Suchanzeige aufgegeben. Vor kurzem führte sie zum ersten Mal zu einem Fund und einer E‑Mail, und ich bestellte das Buch. Ich bin nicht mehr ganz sicher, warum ich es haben wollte. Es ist Lester Dent, Lady So Silent – unter ähnlichen Titeln gibt es vier oder fünf Bücher dieses Autors, aber es musste aus irgendeinem Grund dieses sein, und es ist auch wirklich verdammt schwer zu kriegen. – Lester Dent schrieb unter dem Hausnamen “Kenneth Robeson” fast alle …