Den Dom bitte etwas nach rechts

Das Dienstmannwesen in Florenz muss blühen. Leute in schmucken Uniformen mit blauen Käppis stehen an jeder Straßenecke und warten auf deutsche Schülergruppen, ihnen Kultur hinterher zu tragen.

2003 lassen sich meine Schüler „auf eine Stadtführung ein, die uns […] auch die blutrünstige Medusa näherbrachte.“ Kurz darauf: „Eine kurze Führung durch die Synagoge von Firenze brachte uns das Judentum ein Stückchen näher.“
2004 – vermutlich wurde schon wieder gestreikt in Italien – packen die Schüler selbst mit an: „[Durch Referate] brachten wir uns gegenseitig Kulturstätten wie den berühmten Dom oder die Uffizien näher.“

Kann man denn in Florenz nichts anderes machen als sich Sachen näher bringen lassen? Ich seh sie schon im Café sitzen, die Schüler. „Herr Ober, wenn S‘ eh grad schon stehen, den Dom bitteschön zwanzig Meter mehr zu mir. Mille gracie, gibt auch ein Trinkgeld.“

Aber bitte nicht zu nah, die Medusa, das Judentum, den Dom. Sonst verstellen sie einem ja noch die Aussicht.

Gelesene Bücher

Das sind die letzten 256 Bücher, die ich gelesen habe; chronologisch aufsteigend angeordnet: Unten steht also das zuletzt gelesene Buch. Die x-Achse stellt die zeitliche Folge dar, ganz rechts ist Ende März 2004. Man sieht deutlich, dass etwa zum letzten Drittel der Datenmenge ein Knick ist: Ab da bin ich wohl deutlich weniger zum Lesen gekommen.

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