Graf Rasso liest: Aufkleber-Album

Eine 7. Klasse hat mit mir ein Klebebilder-Sammelalbum erstellt. Dazu einigten wir uns auf 28 Jugendbücher, klassische und neue, und die Schüler schrieben knappe Inhaltsangaben dazu. Vor allem machten sie aber wunderschöne Bilder – die es, eingescannt und verkleinert, jetzt als Klebebilder gibt.
Für 2 Euro kann man das leere Album kaufen und hat dafür Anspruch auf alle 35 Aufkleber (zu manchen Büchern gibt es mehr als einen). Den Aufkleber kriegt man aber erst, wenn man das Buch gelesen hat.

Hier kann man sich die Klebebilder mal anschauen:
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Bislang haben schon vier oder fünf aus der Klasse ihr Album voll gekriegt. Für die muss ich bei Gelegenheit einen Button machen: „Belesen“ oder so. Das Album ist auch in anderen Klassen der Unterstufe verkauft worden: Da hängt es aber sehr vom Deutschlehrer ab, ob der die Schüler daran erinnert, dass sie Aufkleber kriegen. Von manchen Kolleginnen erhalte ich wöchentlich Listen mit neuen Aufkleberwünschen, von anderen Kollegen höre ich nie wieder etwas.

Und was soll das ganze? Wir haben ein bisschen Inhaltsangabe geübt, und ein bisschen illustrieren, vor allem haben wir ein wirklich schönes Produkt erzeugt. Mir gefallen Sammelalben und bunte Bilder. Außerdem bringt esSchüler vielleicht zum Lesen – vielleicht hätten sie es auch so getan. Allerdings dokumentiert dieses Graf Rasso liest den Lesefortschritt der Schüler. Ich sähe gerne mehr Möglichkeiten für Schüler, ihre Leistungen zu dokumentieren – nicht nur gelesene Bücher, auch selbst Geschriebenes, auch Referate, Fotos, Bilder.

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Den Dom bitte etwas nach rechts

Das Dienstmannwesen in Florenz muss blühen. Leute in schmucken Uniformen mit blauen Käppis stehen an jeder Straßenecke und warten auf deutsche Schülergruppen, ihnen Kultur hinterher zu tragen.

2003 lassen sich meine Schüler „auf eine Stadtführung ein, die uns […] auch die blutrünstige Medusa näherbrachte.“ Kurz darauf: „Eine kurze Führung durch die Synagoge von Firenze brachte uns das Judentum ein Stückchen näher.“
2004 – vermutlich wurde schon wieder gestreikt in Italien – packen die Schüler selbst mit an: „[Durch Referate] brachten wir uns gegenseitig Kulturstätten wie den berühmten Dom oder die Uffizien näher.“

Kann man denn in Florenz nichts anderes machen als sich Sachen näher bringen lassen? Ich seh sie schon im Café sitzen, die Schüler. „Herr Ober, wenn S‘ eh grad schon stehen, den Dom bitteschön zwanzig Meter mehr zu mir. Mille gracie, gibt auch ein Trinkgeld.“

Aber bitte nicht zu nah, die Medusa, das Judentum, den Dom. Sonst verstellen sie einem ja noch die Aussicht.

Gelesene Bücher

Das sind die letzten 256 Bücher, die ich gelesen habe; chronologisch aufsteigend angeordnet: Unten steht also das zuletzt gelesene Buch. Die x-Achse stellt die zeitliche Folge dar, ganz rechts ist Ende März 2004. Man sieht deutlich, dass etwa zum letzten Drittel der Datenmenge ein Knick ist: Ab da bin ich wohl deutlich weniger zum Lesen gekommen.

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