P. Howard, Ein Seemann von Welt

Gerade gelesen: Eine Abenteuergroteske von 1940. Die Leute heißen etwas ungewöhnlich (Jimmy Reeperbahn, Fred Unrat) und nehmen den Ehrenkodex der Unterwelt merkwürdig wörtlich. Wenn’s das allein wäre, gefiele mir das Buch nicht: Ich mag grotesk sehr gerne, aber reine Absurdität langweilt mich. Ich brauche Handlung.
Glücklicherweise gibt es auch davon genug: Tropische Inseln, Kapitäne, Piraten, verlorene Söhne, Revolutionen und Intrigen. Schiffe.
Der Autor schreibt unter Pseudonym, mehr dazu hier.

Viel habe ich zu dem Buch dennoch nicht zu sagen, und ich würd es gar nicht erwähnen, hätte es mich nicht an zwei andere Bücher erinnert: Einmal die Sammlung Kriminalsonette (1913) von Ludwig Rubiner, Friedrich Eisenlohr und Livingstone Hahn. (Kennengelernt habe ich sie über Robert Gernhardts empfehlenswerte Gedanken zum Gedicht, immer wieder mal in, mal out of print.) Kurzes Googlen brachte folgenden Wikipedia-Eintrag zu Rubiner, eine Rubiner-Homepage, dort auch einige der Sonette. Gelesen habe ich sie noch nicht, aber jetzt immerhin mal bestellt.

Und zweitens hat mich das Buch erinnert an eine andere Revolutionsgeschichte. Vor zehn oder fünfzehn Jahren habe ich mal eine Dünndruckausgabe von O. Henry gefunden, The Complete Works, knapp 1400 Seiten, und ratzfatz ausgelesen. Einige Geschichten blieben besonders hängen, vor allem die Sammlung Of Cabbages and Kings. Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich dann aber doch als zusammenhängend herausstellen – das Romanartigste, das O. Henry geschrieben hat (online hier).
Of Cabbages and Kings ist auch eine Räuberpistole um Mittelamerika und Schätze und schöne Frauen und Revolutionen. Da muss ich mal wieder reinschauen, mal sehen, ob sie mir noch immer gefällt. O. Henry ist ja nicht jedermanns Sache.

Ambrose Bierce, The Devil’s Dictionary

Weil ich vorgestern zu wenig Bierce zitieren konnte:

Excerpts from The Devil’s Dictionary by Ambrose Bierce
(written from 1881 to 1906)

Acquaintance, n.

A person whom we know well enough to borrow from, but not well enough to lend to. A degree of friendship called slight when its object is poor or obscure, and intimate when he is rich or famous.

Adam’s Apple, n.

A protuberance in the throat of man, thoughtfully provided by Nature to keep the rope in place.

Antagonist, n.

The miserable scoundrel who won’t let us.

Comedy, n.

A play in which none of our fellow-actors are visibly killed.

Comet, n.

An excuse for being out late at night and going home drunk in the morning.

Corpse, n.

A person who manifests the highest possible degree of indifference that is consistent with a civil regard for the solicitude of others.

Culprit, n.

The other fellow.

Debauchee, n.

One who has so earnestly pursued pleasure that he has had the misfortune to overtake it.

Defame, v.t.

To lie about another. To tell the truth about another.

Dejeuner, n.

The breakfast of an American who has been in Paris. Variously pronounced.

Deluge, n.

A notable first experiment in baptism which washed away the sins (and sinners) of the world.

Egotist, n.

A person of low taste, more interested in himself than in me.

Friendless, adj.

Having no favors to bestow. Destitute of fortune. Addicted to the utterance of truth and common sense.

Invasion, n.

The patriot’s most approved method of attesting his love of his country.

Inventor, n.

A person who makes an ingenious arrangement of wheels, levers and springs, and believes it civilization.

Kleptomaniac, n.

A rich thief.

Mine, adj.

Belonging to me if I can hold or seize it.

Once, adv.

Enough.

Opiate, n.

An unlocked door in the prison of Identity. It leads into the jail yard.

Pedestrian, n.

The variable (and audible) part of the roadway for an automobile.

Positive, adj.

Mistaken at the top of one’s voice.

Postscript, n.

The only portion of a lady’s letter which you need read, if you are in a hurry.

Quack, n.

A murderer without a license.

Really, adv.

Apparently.

Reconsider, v.

To seek a justification for a decision already made.

Self-Evident, adj.

Evident to one’s self and to nobody else.

Truce, n.

Friendship.

(Das ganze Buch kann man zum Beispiel bei www.blackmask.com herunterladen, wie auch die ausgezeichneten Kurzgeschichten von Bierce.)

Abiturreden kurz

Da sehr viele Google-Sucher auf einen alten, sehr kurzen Eintrag zu Abiturreden kommen und dort keine große Hilfe finden, hier zwei kurze Tipps:

Eine Audio-CD mit zwei Abiturreden von Wilhelm Genazino und Birgit Vanderbeke – also nicht von Schülern, sondern an Schüler (und zwar der Jahrgänge 1999 und 2000). Die erste Rede ist in Ordnung, die zweite sehr schwach.

Noch interessanter ist eine Sammlung von Abiturreden. Der Amazon-Link führt aber nicht weit, das Buch ist vergriffen, Interessierte können ja mal bei zvab.de oder abe.com stöbern. — Mehr über diese Sammlung, wenn ich sie gelesen habe. Nur kurz: 1981 sammelte die Zeit Abiturreden, und aus den 250 eingesandten wurden 27 für die Sammlung ausgewählt, Reden von Lehrern, Eltern und Schülern. Es wird interessant sein, diese 25 Jahre alten Reden mit den heutigen zu vergleichen.

Michael Roes, Leeres Viertel Rub‘ Al-Khali

Die Geschichte spielt im Süden von Arabien, im Jemen. Es sind zwei Geschichten: Im späten 18. Jahrhundert bricht eine Forschergruppe aus Weimar dorthin auf. Dokumentiert wird deren Reise durch das Tagebuch Alois Ferdinand Schnittkes – ein Tagebuch, das nicht ganz vollständig erhalten ist. Die Forscher erleben orientalische Abenteuer – Verbrecherbanden, Hinrichtungen, Sklavenschiffe, Flucht in Frauengewändern – auf ihrem Weg zu einem Ziel, das lange nicht offenbar wird.
Ende des 20. Jahrhunderts bricht ein junger deutscher Volkerkundler in die gleiche Gegend auf. Sein Ziel sind ethnographische Studien, er sammelt und untersucht Spiele der arabischen Welt. Auch er führt Tagebuch, und er kennt Schnittkes Tagebuch – ist sich allerdings nicht sicher, ob es sich um ein echtes Tagebuch handelt oder doch um Fiktion.

Beider Geschichten werden parallel erzählt, und es gibt Parallelen zwischen ihren Geschichten. Dabei gefällt mir die Schnittke-Handlung wesentlich mehr. Schon mal wegen der exotischeren Vergangenheit, aber auch, weil mich der analysierende, zweifelnde, wenig spielerische moderne Reisende wenig interessiert.
Das Buch ist über 800 Seiten dick, dazu kommen ein Anhang und Verzeichnis der erwähnten Spiele. Der zweite Teil des Buches, nach jeweils dramatischen Ereignissen im Leben der beiden Helden, ist kürzer und interessanter.

Ich erwähne das Buch eigentlich nur aus einem Grund: Wessen Tagebuch man gerade liest, geht nicht nur aus dem Inhalt hervor, sondern auf den ersten Blick schon aus der Orthographie. Das moderne Tagebuch benutzt gemäßigte Kleinschreibung: Nur Eigennamen und Satzanfänge sind groß geschrieben, alles andere, auch jedes Substantiv, beginnt mit einem Kleinbuchstaben. Außerdem steht statt „ß“ jeweils „sz“. Ein typischer Satz sieht also so aus: „Ich antworte offen, dasz ich eher an den traditionellen spielen auf der strasze als an sportlichen übungen interessiert sei.“
Schnittke dagegen benutzt die vertraute Groß- und Kleinschreibung, schreibt aber häufig „ey“ statt „ei“, „th“ statt „t“; generell sind Fremdwörter aus dem Lateinischen oder Französischen weniger dem Deutschen angepasst als bei heutiger Rechtschreibung: „Die drey oder vier Schiffe, die zum Absegeln bereit, sind indessen von türkischen Officiren in Beschlag genommen.“
Auf S. 583 kommt dann unvorbereitet folgender Absatz; beide Helden befinden sich in einer ähnlichen Situation:

Ich nehme nicht wirklich an ihrem leben teil. Ich gehöre nicht dazu. Ich probiere verschiedene rollen aus, erwartete, gewählte. Doch zugehörigkeit ist keine rolle, sondern ein dasein an sich. Wie soll ich die Hölle der Einsamkeit nun benennen, nachdem ich mich im Purgatorium der Zweysamkeit bereits in Ersterer wähnte?

Wenn man das ganze Buch über die strikte Trennung der Ortographien gewöhnt ist, reißt es einen dermaßen beim Lesen dieser Stelle. Plötzlich macht die ungewohnte Rechtschreibung auch Sinn; bislang hatte sie mich immer als eine Affectation gestört. Wie wäre es, wenn plötzlich eine Mischform beider Schreibungen erschiene? Wer spricht dann? — Im Fiebertraum folgt der neue Reisende den Spuren des alten, die Wege vermischen sich. (Vielleicht aufgrund übernatürlicher Mächte, eher aber, weil er ja dessen Reisebericht kennt.)
Leider bleibt das die einzige Stelle, an der beide Formen so unmittelbar aufeinanderprallen. Die einzige Stelle, an der sich Formen innerhalb eines Kapitels treffen. Innerhalb eines Satzes – gar nicht zu denken. Schade, hätte mich gefreut. Vielleicht war’s nur ein Layoutfehler und es fehlt an dieser Stelle ein Seitenumbruch.

(Kleinigkeiten, die mich stören: S. 729 ein Tippfehler „WÄCHTFR“ statt „WÄCHTER“, der mich sehr an meine eigenen Scan-Fehler erinnert; S. 742 „<einzigartiger/“ statt „<einzigartiger>“. Merkwürdig. Außerdem S. 743, wenn auch als Spiel im Spiel, ein falscher Imperativ: „nehme sie“ statt „nimm sie“.)

6 Fragen zu Büchern

Auf speziellen Wunsch hin:

1. You’re stuck inside Fahrenheit 451, which book do you want to be?
Wer’s nicht weiß: In Fahrenheit 451 von Ray Bradbury sind Bücher verboten und werden verbrannt. Manche Leute lernen heimlich Bücher auswendig, um sie so zu retten.
Mein Buch wäre Geoffrey Chaucer, The Canterbury Tales. Es ist leicht auswendig zu lernen, da in Versen geschrieben (im 14. Jahrhundert in England). Mein Mittelenglisch ist ordentlich, ich kann jetzt schon einige Chaucer-Fragmente auswendig – mehr als von jedem anderen Buch jedenfalls. Leichter als Mittelhochdeutsch ist es allemal, wenn man schon Englisch kann.
Vor allem macht es aber auch Spaß, die Tales laut zu erzählen. (Ich hab schon mal über Chaucer gebloggt.) Eine Rahmenhandlung, viele kleine Einzelgeschichten, lustige und spannende, alberne und ernsthafte, viele Rollen, in die man schlüpfen kann.

2. Have you ever had a crush on a fictional character?
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Wenn, dann vermutlich eher Film. Aber nein, nicht dass ich wüsste.

3. The last book you bought is:
Das waren drei gleichzeitig, Amphitruo von Plautus (Lateinisch/Deutsch), ein neuer Terry Pratchett (A Hat Full of Sky, nicht so toll) und Ein Seemann von Welt von P. Howard (bzw. Jenö Rejtö), auf das ich durch diesen Blog-Eintrag gekommen bin.

4. The last book you read:
Der Terry Pratchett von oben.

5. What are you currently reading?
Amphitruo von Plautus. Den Stoff kenne ich von einer Kleist-Verfilmung aus den 30ern. Weit interessanter als der Pratchett. Man fühlt sich natürlich auch viel cooler beim Lesen antiker Autoren. (So ordentlich bin ich selten, dass ich neu gekaufte Bücher auch gleich lese.)
Mittendrin stecke ich außerdem noch in Leeres Viertel Rub‘ Al-Khali von Michael Roes. Über 800 Seiten, da darf man schon mal Pause machen. Sonst lese ich eher selten parallel.

6. Five books you would take to a deserted island.
Für vier Wochen: Ziemlich egal, ich würde versuchen, die Zeit ohne zu lesen zu genießen. Für länger:

  • Homer, Odyssee und Ilias in einem Band. (Das wird ja wohl erlaubt sein, da gibt’s sicher Ausgaben. Sonst nehme ich die 18-bändige Biographie von Manuel von Cabell.)
  • Chaucer, siehe oben. Nur die Tales, oder gleich den ganzen Riverside Chaucer.
  • Ein Bradbury, vielleicht The Martian Chronicles, aber das kann sich mit Lust und Laune ändern.
  • Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Schon mal, weil ich’s von jemandem geschenkt bekommen habe.
  • Jetzt wird’s schon schwieriger. Was gibt es, das ich sicher wieder und wieder lesen wollen würde? Eine Anthologie deutscher Lyrik, richtig, möglichst groß. Den Conrady etwa, 1200 Seiten vom Mittelalter bis heute. Auch wenn mir dann immer noch so viele Texte fehlen würden.

(„Book of matches“ und „Wie überlebe ich auf einer einsamen Insel“ habe ich jetzt mal ausgelassen.)

Georges Perec, A Void

Das Buch, das ich kürzlich zurück in das Schrankfach tat, ist im Original französisch und trägt dort als Inschrift „La Disparation“. Die Fassung Das Buch aus London hat aber dafür „A Void“ vorn am Umschlag. Und darum rankt sich manch‘ Arkanum. Und zwar nämlich:
(Das ist anstrengend. Ich geb’s auf! Weiter ganz normal.)

Ich mag Kuriositäten, und als Kuriosität ist mir dieses Buch begegnet: La Disparation von Georges Perec. Gelesen habe ich es in der englischen Übersetzung A Void von Gilbert Adair. Der gesamte Text des Buches enthält kein einziges Mal den Buchstaben „e“ – den häufigstenBuchstaben im Französischen, Englischen und Deutschen.

Das ist gar nicht so einfach. Kein „he“, kein „she“, kein „yes“, kein „when“, kein „the“; keine past-tense-Formen wie „looked, asked, wanted“. Da ich nicht mehr viel Französisch kann, habe ich die englische Version des Buches gelesen, und meine Beispiele stammen daraus. Die deutsche Ausgabe besitze ich ebenfalls, Anton Voyls Fortgang, übersetzt von Eugen Helmlé. Im Gegensatz zur englischen Version ist die deutsche Ausgabe mühsam zu lesen (wofür der geniale Übersetzer nichts kann), da der Verzicht auf den Buchstaben im Deutschen zu Notbehelfen und uneleganten Konstruktionen führt.
Anderes erlaubt die englische Sprache. Das Lesen fühlt sich anders an als gewohntes Lesen, ist aber nicht beschwerlich. Ich musste nach manchen Absätzen, in denen es um „sleep“ oder „police“ ging, anhalten und mich fragen, wie es dem Autor beziehungsweise dem Übersetzer gelungen war, mir diese Inhalte zu vermitteln, ohne die Wörter verwendet zu haben.

Zu meiner Überraschung ist das Buch dann sogar spannend. Anton Vowl, die Hauptperson am Anfang, leidet unter Schlaflosigkeit und Visionen. Er fühlt eine Leere, eine Lücke, weiß aber nicht, was ihm fehlt. Er träumt von Bücherregalen mit 25 Bänden, nummeriert von 1 bis 26. Niemand sonst scheint zu bemerken, dass irgend etwas fehlt in der Welt. Und plötzlich verschwindet Vowl. Sein Freund Amaury Conson sucht nach ihm und stößt auf eine Verschwörung. Geheimdienste verschiedener Nationen scheinen beteiligt zu sein, der Kreis der Eingeweihten wächst – und schrumpft dann schließlich wieder, als Todesfall sich an Todesfall reiht. Die Geschichte ist eine hanebüchene Räuberpistole, nimmt halsbrecherische Wendungen, eine Reihung exotischer Schauplätze. Einige Personen scheinen sich klar darüber zu sein, dass ein Verhängnis über ihnen liegt: Aber was genau es ist, können sie nicht in Worte fassen:

This is what I think. Within a Logos, in its marrow, so to say, lurks a domain that for us is off-limits, a zonal injunction that nobody can broach and to which no suspicion can attach: a Void, a Blank, a missing sign prohibiting us on a daily basis fromt alking from talking, from writing, from using words with any thrust or point, mixing up our diction and abolishing our capacity for rigorous vocal articulation in favor of a gurgling mumbo jumbo. (Kapitel 11, ähnlich Anfang Kapitel 14 und 20)

Bei aller Unterhaltsamkeit: Das Buch ist nur für geübte Leser.
Im Nachwort erklärt Perec (immer noch ohne e’s) seine Vorstellungen und Erfahrungen beim Schreiben. Er beschreibt sein Vergnügen an Reihungen, am Zitieren, am Spielen. „Constrained writing“ heißt das Prinzip, nach dem man sich beim Schreiben eines Textes zusätzliche Bedingugnen auferlegt, die man einhalten muss. Derlei constraints gibt es viele.

Ein besonderes Vergnügen ist Kapitel 10. Es enthält sechs Gedichte, und zwar Neufassungen bekannter Gedichte, die versuchen, sich möglichst nah am Original zu halten, ohne dabei natürlich den Buchstaben e zu verwenden.
In der englischen Fassung ist das etwa der Hamlet-Monolog, beginnend: „Living, or not living: that is what I ask: / If ‚tis a stamp of honour to submit / To slings and arrows waft’d us by ill winds, / Or brandish arms against a flood of affliction…“
Ozymandias: „I know a pilgrim from a distant land / Who said: Two vast and sawn-off limbs of quartz / Stand on an arid plain…“
Dazu etwas Milton, Hood, Rimbaud im französischen Original, und als Meisterstück: „Black Bird“, alle 18 Strophen:

‚Twas upon a midnight tristful I sat poring, wan and wistful,
Through many a quaint and curious list full of my consorts slain –
I sat nodding, almost napping, till I caught a sound of tapping…

Poe selber hat „The Raven“ nach strengen selbst gegebenen constraints geschrieben. (Und einen ähnlich mathematisch strengen Ansatz vertritt er auch in seiner Poetik.) Letztlich sind Vers- und Strophenformen ja auch solche constraints. „The Raven“ scheint aber so etwas wie ein besonderer Prüfstein für Wortbastler zu sein. Vor einiger Zeit habe ich ja mal über The Anagrammed Bible geschrieben. Auf der Homepage des Autors gibt es eine Version des Gedichts, das die Zahl pi als Grundlage des constraint hat, und außerdem eine Anagramm-Fassung des Originals. Daneben gibt es dort eine Anagramm-Version eines anderen Poe-Gedichts („To Helen“), die auf vertrackte Weise ein Foto von Poe in digitaler Form kodiert. Selber lesen zum besseren Verstehen.

(Eine ähnliche Leistung wie „Black Bird“ ist in der deutschen Übersetzung von La Disparation nicht enthalten. Die Gedichte dort scheinen direkte Entsprechungen des französischen Originals zu sein.)

Zuletzt und der Vollständigkeit halber: Mit den ungebrauchten Buchstaben „e“ schrieb Perec den Kurzroman Les Revenentes (dt. Dee Weedergänger). Darin ist das e das einzige Vokalzeichen, es tauchen also keine aiou auf. Das geht nur mit Tricks.)

Storisende No. 1113

(Eine Buchgeschichte.)


Ich habe mir einen Wunsch erfüllt. Vor zwölf Jahren stand ich in der Unibibliothek in Augsburg und betrachtete ehrfürchtig-liebevoll achtzehn grün eingebundene Bände im Regal: Die Storisende-Ausgabe der Biographie von Manuel von James Branch Cabell.

Cabell hat später noch viele weitere Bücher geschrieben, aber sein Hauptwerk ist die Biographie von Manuel, ein Roman in 18 Bänden. Sozusagen. Man könnte sie auch realistischer als 18 Bände mit Romanen, Kurzgeschichten, Essays und ein wenig Lyrik zu einem gemeinsamen Thema und mit einem verbindenden Element nennen: Es geht um den legendären Dom Manuel und seine Nachkommenschaft durch die folgenden Jahrhunderte.

Die Teile der Biographie erschienen einzeln zwischen 1904 und 1930, die meisten in verschiedenen, teilweise immer wieder überarbeiteten Ausgaben. Die endgültige Ausgabe und Sammlung aller Texte, die zur Biographie gehören, ist die Storisende-Ausgabe von 1927-30. Es handelt sich bei ihr um eine Teil-Gesamtausgabe der Werke Cabells, wenn man so will, und die Ausgabe letzter Hand, was die Biographie betrifft.
Sie erschien in einer Auflage von 1590 Stück, handschriftlich nummeriert, mit der handschriftlichen Unterschrift Cabells im Vorwort in jedem einzelnen Band. Und eine dieser 1590 Reihen von 18 Bänden hatten wir in der Unibibliothek. Bei den meisten Bänden waren die Seiten noch nicht mal aufgeschnitten.*

Und jetzt bin ich ebenfalls stolzer Besitzer einer Storisende-Ausgabe, Nummer 1113:

Cabell, James Branch. Works of James Branch Cabell. New York: 1927-1930. 18 octavo volumes. One of 1590 sets. The author’s note in each volume is signed by Cabell. The first collection of his works. Green cloth. Some volumes skewed, some rubbing and light wear, generally a bit tired, bookplates, very good.

Stolz nicht darauf, dass ich genug Geld habe, sie mir leisten zu können. (Sie war ohnehin weit billiger, als ich gedacht hätte. Der Dollarkurs hilft, ebenso die deutlichen Gebrauchsspuren.) Aber stolz darauf, dass ich mir eher das leiste als andere Sachen. Gelesen habe ich schon fast alle Bände, teilweise mehrfach, teilweise nicht; einige sind etwas weniger zugänglich als andere. Nur der letzte, der fehlte mir noch, und da bin ich gerade mittendrin. Was mache ich nur mit meinen alten Cabell-Ausgaben?

Und hier die Fotostrecke zum Auspacken:

Und hier das eingeprägte Logo (Kalki, ein mythologisches Pferd aus dem Cabell-Kosmos):

 

 

* Bücher werden auf große Bögen Papier gedruckt, die dann gefaltet und zusammen gebunden werden. Die durch die Faltung entstandenen Ränder müssen dann noch aufgeschnitten werden. Das geschieht maschinell, und außerdem wird zumindest in Deutschland der Rand ganz sauber abgeschnitten. Gerade in den USA wird bei vielen Hardback-Ausgaben auch heute noch der Rand nicht sauber abgeschnitten, wohl um das Buch handgemachter erscheinen zu lassen.
Das maschinelle Auftrennen der Ränder funktionierte früher oft nicht richtig. (Oder gab es auch Bücher ganz ohne aufgeschnittene Seiten? Vielleicht weiß die Buchhändlerin mehr.) Dafür hatten Leser ein Papiermesser, mit denen man die nicht geschnittenen Seiten bei neuen Büchern auftrennte. So sah dann ein Buch mit aufgeschnittenen Seiten von hinten aus:

The Time Traveler’s Wife

Die dreifach hochgezogene Augenbraue in Gold für: Audrey Niffenegger, The Time Traveler’s Wife. Ich hatte das Buch einige Wochen im Regal, ohne rechte Lust. „The International Bestseller“ steht vorne drauf, und dass die Autorin eine Künstlerin ist, die in Chicago am College unterrichtet. Und dann habe ich’s gelesen.

Die Prämisse ist wunderbar simpel: Henry leidet an Zeitsprüngen. Immer wieder reißt es ihn aus seiner Gegenwart und er landet, nackt, in der Vergangenheit (ganz selten auch in die Zukunft), oft zu Zeiten und an Orten, die für sein Leben wichtig waren. Nach Minuten oder Stunden reißt es ihn dann wieder zurück in seine Gegenwart, ebenso nackt.

Das hätte die Basis für einen Science-Fiction-Roman sein können. Immerhin sind Zeitreisen ein beliebter und interessanter Topos, dessen Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft sind. Das Buch ist statt dessen die komplizierte Liebesgeschichte von Henry und Clare, die Geschichte zweier Menschen, die sich ständig verlieren und wieder finden.

Clare trifft Henry das erste Mal, als sie 6 Jahre alt ist und er 36. Henry trifft Clare das erste Mal, als er 28 Jahre alt ist und sie 20.

Für Clare stellt sich das so dar, dass, seit sie 6 Jahre alt ist, alle paar Wochen auf einer vom Haus aus nicht einsehbaren Wiese auf dem Anwesen ihrer Eltern ein nackter Mann auftaucht. Mal ist er 40, mal 36, mal 38, mal 32 Jahre alt. Er gibt Clare Nachhilfe in Schulfächern, sie reden viel miteinander, werden Freunde. Clare kriegt mit 15 oder 16 heraus, dass sie und Henry heiraten werden. Sie verliebt sich in ihn. (Er liebt sie schon länger, schließlich ist er seit Jahren mit ihr verheiratet.) Eine Zeitlang taucht Henry dann nicht mehr auf, bis Clare schließlich in ihrer gemeinsamen Zeit zufällig auf ihn stößt.

Für Henry sieht das so aus, dass er schon seit dem Kindesalter immer wieder in die Vergangenheit springt, dort kurz bleibt, und dann wieder zurück springt. Langstreckenlauf wird sein Hobby, und Taschendiebstahl und Einbruch gehören zu seinen nötigsten Fähigkeiten: Schließlich landet er oft genug nackt in der Vergangenheit und muss schauen, wie er zurecht kommt. Henry bringt sich das Schlösserknacken bei. (Genauer: Ein 35jähriger Henry bringt einem 12jährigen Henry das Schlösserknacken bei.) Als er 28 Jahre ist, spricht ihn eine wildfremde Frau auf ihre 12 Jahre lange gemeinsame Vergangenheit an: Clare. Mit der ersten gemeinsam verbrachten Zeit geht die Geschichte dann erst richtig los.

Das Schöne am Buch ist einmal die bezaubernde Liebesgeschichte. Leichter in Worte zu fassen ist allerdings das intellektuelle Vergnügen beim immer wieder neuen Entdecken von unerwarteten Konsequenzen der Prämisse. Henry kann sich begegnen. Viele Henrys können sich begegnen. Clare und Henry teilen gemeinsame Erinnerungen, nur jeweils nicht zur gleichen Zeit. Wieviel darf der alte Henry der jungen Clare (oder einem jüngeren Henry) über die Zukunft verraten? Kann man eifersüchtig auf sich selber sein? Ich verkneife mir mühsam, genauer auf die überraschenden Kombinationen einzugehen.

Das Buch ist umfangreich, über 500 Seiten, aber leicht zu lesen. Es ist keinesfalls kompliziert, der Handlung zu folgen; am Anfang jedes Abschnittes erfährt man die Jahreszahl und das aktuelle Alter von Henry und Clare. Keinesfalls ist das ein Buch, bei dem man kontinuierlich mitdenken oder -rechnen muss.

Exkurs 1: Neben Rilke-Gedichten und ein wenig John Donne ist es vor allem Andrew Marvells „To His Coy Mistress“, das als Motiv durch den Roman zieht. „Had we but world enough and time“. Wunderschönes Gedicht. Einfacher Aufbau, auch was für die Schule. Ich bin dem Gedicht spätestens mit dem Erstlingsroman von Peter S. Beagle begegnet, A Fine and Private Place. Auch in der deutschen Übersetzung als He! Rebeck! bei dtv/Klett-Cotta, damals zumindest, sehr wirkungsvoll. Allerdings geht das Yiddisch gefärbte Amerikanisch einer der Hauptpersonen in der Übersetzung völlig verloren. A Fine and Private Place ist eine schöne, nur ein bisschen melancholische Geschichte um einen Einzelgänger, der seit vielen Jahren auf einem New Yorker Friedhof lebt, mit einem sprechenden Raben als Begleiter. In ihr Leben mischen sich unter anderem ein Geisterpaar, das sich erst langsam an seinen Zustand gewöhnen muss. Ich muss jedesmal an eine Szene im Buch denken, wenn ich Nat King Cole singen höre: „Once on a high and windy hill / In the morning mist, two lovers kissed / And the world stood still“ („Love is a many-splendored thing“).

Exkurs 2: Als Leser mit reicher Science-Fiction-Vergangenheit und Freund von Zeitreisegeschichten frage ich mich: Ist das Buch Science Fiction? (Science-Fiction-Leser versuchen ständig, ihr Genre zu definieren, das gehört einfach dazu.) Asimov meinte: „Schlechte Literatur kann keine gute Science Fiction sein.“ Ich sehe es ein bisschen anders, vielleicht sogar: „Gute Science Fiction darf keine gute Literatur sein.“ He, wenn Asimov nicht erklären muss, was gute Literatur ist, dann muss ich das auch nicht!
Die beste Science Fiction wurde, da sind sich alle einig, im Goldenen Zeitalter der Science Fiction geschrieben. Nur wann dieses golden age liegt, darin sind sich die Leute uneinig. David Hartwell hat 1982 die Antwort darauf gefunden (wobei ich nicht weiß, ob er nicht vielleicht eine noch ältere Quelle zitiert; er nennt jedenfalls keine): „The golden age of science fiction is twelve.“ Einige sagen, das golden age war 1928, andere nennen 1939 oder 1953 – was auch immer man einen im Alter von 12 Jahren begeistert hat, das ist das golden age. Auf Deutsch funktioniert das Wortspiel leider nicht.
Mit 12 oder 14 hätte mich das Buch vermutlich nicht so gefesselt. Und die Bücher, die mir damals so viel gebracht haben, würden mich heute kalt lassen. Natürlich bin ich dennoch froh, dass ich sie gelesen habe; soviel Wundersames hätte ich sonst nie entdecken können, und viele davon habe ich auch heute noch.
Also nein, keine SF, zumindest nach meiner engen idiosynkratischen Definition. Aber einen SF-Hintergrund muss Niffenegger haben. Niemand zitiert sonst so einfach: „The Monkey’s Paw“. („Die Affenpfote“. Kennt ihr doch. Kommt. Kennt ihr doch.)
Ein Kapitel bei Niffenegger heißt „Science Fiction“, aber das muss nichts heißen. Das furiose Springen durch die Zeit brachte mich dazu, mich an Alfred Bester, The Stars My Destination/Tiger! Tiger! zu erinnern. Das ist nicht nur ein Klassiker der Science Fiction, sondern auch ein sehr gutes Buch. (Zaghaftere sollten vielleicht zuerst The Demolished Man von Bester lesen. Mann, bin ich froh, dass ich SF gelesen habe.)
Und letztlich brachten mich die bei Niffenegger verschiedentlich aufgeworfenen Probleme, was eigentlich genau Identität darstellt, dazu, mich an Algis Budrys‘ SF-Roman Rogue Moon zu erinnern. (Nichts zu holen bei Amazon, schade. Gutes Buch. Aber strictly SF.)

Exkurs 3: Muss ich mir schenken, um nicht zu spoilen.

Exkurs 4: Henry, S. 245, wörtliche Rede: „und so wiete“. Personaler Erzähler, S. 168: „und so wiete“. Henry, S. 58, wörtliche Rede: „immer weider“. Kann man das Buch nicht mal vorher einem zeigen, der Deutsch kann? Nur die deutschen Stellen wenigstens? Niffenegger ist ja nicht die einzige, das sehe ich ständig bei amerikanischen Autoren.
(Ich gehe davon aus, dass uns die Autorin nichts damit sagen will, dass sie ihren Erzähler falsch deutsch schreiben lässt. Und ihre Hauptperson schriftlich falsch deutsch reden lässt. Oder soll die falsche Schreibung eine falsche Aussprache bezeichnen?)

Nachtrag: Audrey Niffenegger – Her Site. Schönes Design, aber noch nicht viel Inhalt, aber wenigstens einige Links zu Interviews.

The Unfair Sex

1953 erschien The Unfair Sex, ein Ratgeber für junge Frauen. Der Autorin war das Buch nötig erschienen, „ever since [her] eighteenth birthday, when she surrendered her virginity because she was afraid to seem rude“. Zwei Prämissen gibt es im Buch: Männer wollen nur das eine, nämlich Sex; und Frauen sollen das so teuer wie möglich verkaufen oder sich zumindest nicht von Männern zum Sex überreden lassen, ohne es selber zu wollen. Das Ziel der Frau ist allerdings die Heirat.

Das Buch ist heiter geschrieben, im Stil etwa des Films How to Marry A Millionaire / Wie angelt man sich einen Millionär, in dem Marilyn Monroe, Lauren Bacall und Betty Grable auf Männerfang aus sind. (Der Film ist ebenfalls aus dem Jahr 1953.)
Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ernst das Buch gemeint ist. Die Autorin schreibt unter Pseudonym, es muss sich nicht mal wirklich um eine Frau handeln. Ist das Buch reine Unterhaltung in der Form eines Ratgebers? Gut möglich. Farewell schreibt über ihr Publikum: „It would be unwise for anyone to read The Unfair Sex in a spirit of idle curiosity, since there is always the danger that words written purely to instruct […] may, by some strange alchemy of contact between the writer and the reader’s mind, serve to pique, arouse, and incite.“ Und: „And if you are a man there is nothing in these pages to interest you, since they contain only that which you already know — an analysis of your motivations and an exposé of your methods“.

Die Methoden der Männer sind dreierlei: Lines, Devices und Techniques.
Line Number Six ist „The Charity Drive“, der bettelnde Unwürdige, der um eine milde Gabe von Zuneigung und Sex bittet. Nicht drauf reinfallen, rät Farewell: „Remember, there are organizations to take care of the needy.“
Die Dearest-Enemy-Technique besteht darin, so zu tun, als ob der Mann die Frau überhaupt nicht ausstehen könnte. Die Technik wird laut Farewell so häufig eingesetzt, dass sie häufig die Grundlage für Theaterstücke und Filme liefert; ob die Kunst das Leben oder das Leben die Kunst imitiert, sei dabei nicht herauszufinden. (Im Film heiratet das Paar; Farewell warnt, dass das echte Leben weniger zensiert ist.)

Da Frauen heiraten wollen, reicht es nicht, wenn sie die Tricks und Schliche der Männer kennen, sie müssen auch selber in der Lage sein, Männer zu bezaubern. Ein Mittel dazu sind bunte Kleider, Schleifen, Spangen, glänzender Schmuck, Blumen im Haar. Die Erklärung dafür: Anders als im Rest der Tierwelt ist dem Menschen-Männchen aus Gründen der Konvention nicht erlaubt, geschmückter zu sein als das Weibchen. Sein Bedürfnis nach schönen Dingen erfüllt der Mann also indirekt, indem er geschmückte Weibchen betrachtet.

Farewell räumt auf mit den drei Schreckgespenstern disgrace, spinsterhood und unwilling motherhood.

Due to modern scientific developments, illegitimate children are a rarity. […] It is true, there are a few unfortunates every year, but these girls are the kind who, if they did not get into this sort of difficulty, would fall out of a window, or be hit by a car, or suffer some other mishap. They are accident prone.

Typen von Männern, die zu meiden sind:

Stalemate: There is one kind of man who, though he gives outward evidence of being captured by your charms, is not really interested. He is not interested in girls at all. But he wishes to give the impression that he is, and thus gain the approval of those who would otherwise censure him.

Über Tugendhaftigkeit:

The needs, the appetites, the desires of some are greater than others, and are determined not by the Devil’s promptings, but by the way God made their bodies. This would indicate that Virtue ist often a matter of glands and other vagaries of Nature. Does a girl then deserve credit for not giving in to an urge she never had?

Und was halte ich jetzt von dem ganzen? Das Buch ist amüsant, darf aber in der Hausbibliothek humoristischer Literatur fehlen. Der Tonfall ist oft tongue-in-cheek, aber manche der Ratschläge waren damals vielleicht wirklich angebracht. Erfrischend ist die großteils tolrante und aufgeklärte Ansicht zu Sex, störend daran sind nur, dass der Drang zum Sex fast nie von Frauen auszugehen scheint, und dass als Ziel einer jeden Frau die Heirat angesehen wird. Ich weiß nicht, wie sehr das konventionelles Beiwerk, und wieviel ernst gemeint ist.
Allerdings: So fortschrittlich, humorvoll und wenig prüde wie in diesem Buch von 1953 sind weite Teile der USA heute schon lange nicht mehr.

Andre Norton

Andre Norton ist gestorben. 93 Jahre, hat anscheinend immer noch geschrieben, und ich wusste natürlich nicht, dass sie überhaupt noch lebte. Sie war nie eine meiner Lieblingsautorinnen, aber ich habe doch alle Hexenwelt-Romane aus der Terra-Fantasy-Reihe gelesen. Zugeben, ich habe sowieso alles gelesen aus dieser Reihe, was ich gefunden habe, aber die Norton-Romane waren mit die Glanzlichter, neben Abraham Merritt, REH, und den ausgezeichneten Anthologien (in denen ich zum ersten James Branch Cabell, Jorge Luis Borges, Lord Dunsany und Peter S. Beagle begegnete).

Ein prägender Teil meiner Jugendjahre.