Freitags-Fundsachen (Zensur, Fahrtkostenerstattung, Spesenschnüffeln mit dem Leistungskurs)

Am Anfang der Woche in der Süddeutschen ein Interview mit einem Lehrer, wer’s lesen will. manche sinnvolle Sachen stehen drin, die zur Arbeitszeit sind es allerdings weniger. (“Chemie- und Sportlehrer”.) Gestern wurde also das Zensurgesetz beschlossen. Selbst die Tagesschau hat Unwissenheit demonstriert, indem sie behauptete, wer nach dem Stoppschild weiter auf die gestoppte Seite klicke, mache sich strafbar. Darum geht es nicht. Da gibt es kein “weiter”, auf das man klicken kann, darum geht es ja. Dazu, wie sehr das Stoppschild Kinder schützt: (Quelle) Dazu, wie bald Urheberrechtsverstöße, Glückspiel und Killerspiele als Nächstes zensiert werden: Köln (ots) – Der CDU-Bundestagsabgeordnete …

Titanic schlägt vor: Mehr Schilder fürs Internet

Neben von der Leyens Zensur-Stoppschild könnte man das deutsche Internet doch noch weiter beschildern. Titanic macht Vorschläge: Meine Favoriten sind “Illegales Filesharing” und “Achtung, Forum mit Suizidabsprachen”. Schon mal, weil bei beiden der Wunsch fürs nächste Warnschild gar nicht so weit weg ist. Der innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Wiefelspütz hat sich erst gestern für eine Ausweitung der Interetsperren auf andere Inhalte als Kinderpornographie ausgesprochen. Zum Beispiel islamistisches und verfassungsfeindliches Material. (Das Lawblog erinnert daran, dass verfassungsfeindliche Schriften nicht unbedingt kriminell oder verboten und in Buchhandlungen käuflich zu erwerben sind.) Nachtrag: Wiefelspütz dementiert.